Anleitung zum Farbdrucker-

Treiber ESC/P2_GC V1.2

V. Vorwort

Der vorliegende Druckertreiber ist Shareware. Das bedeuted, daß ich bei Gefallen des Treibers nichts gegen eine kleine Spende für meine Arbeit einzuwenden habe. Dies bedeuted aber auch, daß der Treiber nicht erheblich verändert und unter anderem Namen weitergegeben werden darf. Wenn natürlich jemand einen gefundenen Fehler u.ä. behebt, habe ich nichts dagegen einzuwenden. In diesem Falle würde ich mich allerdings freuen, wenn ich von der Veränderung unterrichtet werde, damit ich neuere Versionen darauf aufbauen kann.

1. Voraussetzungen

Der Druckertreiber arbeitet nur mit ESC/P2-Druckern zusammen, da er zum Grafikdruck den Rastergrafik-Befehl benutzt. Folgende Epson-Drucker sollten hierbei beispielsweise funktionieren:

LQ-100 LQ-570 LQ-570+ LQ-1070 LQ-1070+

LQ-870 LQ-1170 SQ-870 SQ-1170

Weiterhin können auch alle Epson Stylus-Drucker benutzt werden, im Grafikmodus auch die Windows-Drucker wie Stylus Color 300 und 400.

Weiterhin ist für den vorliegenden Druckertreiber ein Userport-Anschluß notwendig. Wenn dies gewünscht wird, wird auch ein serieller Treiber folgen.

Der Treiber arbeitet im GEOS 64 und im GEOS 128, dabei auch im 80-Zeichenschirm.

Da der Treiber sehr umfangreich ist, wird für seine Installation eine RAM-Bank in der Speichererweiterung benötigt.

2. Installation

Zuerst sollten Sie sich die 3 Dateien ESC/P2_GC, InitESC/P2_GC und InstallESC/P2_GC auf eine Arbeitsdiskette bzw. auf die RAM-Disk kopieren.

Um nun den Treiber ESC/P2_GC nutzen zu können, müssen Sie mit der selbststartenden Datei InitESC/P2_GC eine RAM-Bank reservieren. Da im GateWay-System genau abgelegt wird, welche RAM-Bank schon benutzt ist, kann eine freie RAM-Bank für den Druckertreiber von der Init-Datei gesucht werden. Deshalb sind hier keine weiteren Einstellungen nötig.

Arbeiten Sie hingegen im normalen GEOS-System, so müssen Sie im Infotext der Datei InitESC/P2_GC angeben, welche RAM-Bank frei ist. Dazu müssen Sie in den ersten beiden Zeichen des Infotextes eine (unbedingt zweistellige) Zahl zwischen 00 und 31 eingeben. Hierbei müssen Sie aber einiges beachten, um nicht wichtige Daten zu überschreiben:

Bank 0 wird vom GEOS-System benutzt und kann deshalb für den Treiber nicht verwendet werden. Ab Bank 1 beginnen die eventuell installierten RAM-Disk-Treiber. Hier soll kurz eine Aufstellung gegeben werden, wieviele Bänke von den Laufwerken benötigt werden:

RAM 1541 3

RAM 1541 schattiert 3

RAM 1571 6

RAM 1581 13

RAM 1581 schattiert 1

Um nun den Druckertreiber benutzen zu können, müssen Sie jetzt die Initdatei starten. Anschließend sehen Sie in einer Dialogbox, in welcher RAM-Bank sich der Treiber eingenistet hat. Wurde im GateWay-System keine freie Bank gefunden oder haben Sie im normalen GEOS-System keine gültige Nummer zwischen 00 und 31 in den Infoblock eingetragen, so erscheint eine Fehlermeldung.

Nun sollten Sie den Druckertreiber selbst installieren. Die Seitenlänge des Treiber ist standardmäßig auf 64 Zeilen bzw. 97 Card-Reihen pro Seite eingestellt. Allerdings muß diese Länge nicht mit der Seitenlänge Ihres Drucker übereinstimen. Beim Epson Stylus 800 z.B. beträgt der Wert 97, beim Stylus Color 96 und beim Stylus Color 850 98. Aus diesem Grund gibt es das Installationsprogramm für den Druckertreiber.

Sie sollten also nun das Programm von der Arbeitsdiskette, auf der sich auch der Druckertreiber befindet, starten. In einer Dialogbox werden Sie gefragt, ob Ihr Drucker bereit ist. Mit 'Abbruch' können Sie die Installation abbrechen. Nach dem Klick auf 'OK' erscheint nun die Auswahlbox, die vom Treiber zur Verfügung gestellt wird. Da später noch darauf eingegangen wird, sollten Sie diese mit dem 'OK'-Icon quittieren. Nun sollte Ihr Drucker ein Blatt einziehen und die Zeilen, die auf diese Seite passen, durchnummerieren. Dabei wird von 1 bis 149 gezählt. Nun werden Sie in einer Dialogbox gefragt, welches die letzte Zeilennummer auf der ersten Seite des Ausdruckes ist (diese Zahl sollte normalerweise knapp unter 100 liegen). Nach einem Druck auf RETURN wird diese Zahl in den Druckertreiber auf Disk eingetragen. Beim C=128 wird die Zahl zusätzlich auch, dort, wo der Druckertreiber liegt, im Speicher abgelegt.

Nun können Sie sich die Dateien InitESC/P2_GC und ESC/P2_GC auf die Bootdiskette kopieren. Beim C=64 sollten Sie den Treiber auch noch auf Ihre Arbeitsdisketten kopieren.

Hinweis: Sie können natürlich auch beliebig zwischen verschiedenen Druckertreibern wechseln, ohne für den ESC/P2-Treiber wieder die Init-Datei starten zu müssen.

Achtung: Sie dürfen auf keinen Fall den Druckertreiber installieren, ohne InitESC/P2 gestartet zu haben, da sonst wichtige Teile des Druckertreiber fehlen und es zum Absturz kommt. Deshalb müssen Sie die Init-Datei auch nach einem ReBoot neu starten.

3. Die Einstellungen vor dem Ausdruck

Wenn Sie nun etwas drucken wollen, erscheint zuerst eine Dialogbox, in der Sie einige Einstellungen tätigen können:

Durch das Kästchen vor Seitenvorschub können Sie den Vorschub am Ende einer Seite an- und abschalten.

Die folgenden Einstellungen haben nur auf den Grafik-Druck eine Auswirkung:

Durch das Einschalten von Micro-Weave wird der Ausdruck erheblich verbessert, da hierbei der Drucker eine Zeile in mehreren Durchgängen druckt, wodurch eine Streifenbildung vermieden wird. Diese Einstellung ist allerings erst ab den Farbtintenstrahldruckern vorhanden. Bei älteren Druckern bleibt diese Option ohne Funktion.

Mit dem Kästchen vor Dichte in dpi können Sie die Auflösung auf 180x180 dpi, 360x360 dpi oder 720x720 dpi einstellen. Da der 720 dpi-Druck auch erst ab den Farbtintenstrahldruckern integriert ist, darf diese Auflösung bei älteren Druckern nicht eingestellt werden.

Bei Vergrößerung X und Vergrößerung Y können Sie die horizontale und die vertikale Vergrößerung je eines Punktes einstellen. Durch das Verändern der Auflösung (siehe voriger Punkt) wird die Vergrößerung jeweils wieder auf den Standardwert eingestellt. Bei einer Dichte von 180 dpi kann die Vergrößerung in 0.25-Schritten (horizontal bis 2.25, vertikal bis 2.5), bei 360 bpi in 0.5-Schritten (horizontal bis 4.5, vertikal bis 5) und bei 720 dpi in 1-Schritten (horizontal bis 9, vertikal bis 10) eingestellt werden. Durch den maximalen Wert wird in Originalgröße gedruckt, wodurch z.B. die Zoll-Angaben in geoPublish dann mit dem Ausdruck übereinstimmen. Wenn Sie jedoch in geoPaint die cm-Angaben zum Erstellen des Dokumentes benutzt haben und eine korrekten Ausdruck wollen, müssen Sie bei der Y-Vergrößerung den nächstkleineren vor dem Maximalwert einstellen (also 2.25, 4.5 oder 9), da geoPaint die cm-Angaben anders ausrechnet als geoPublish seine Zoll-Angaben.

Mit dem Kästchen vor Farbe können Sie auswählen, ob der Ausdruck von Grafiken farbig erscheinen soll. Dabei sollten C=128-Benutzer darauf achten, daß geoPaint 128 nur im 40-Zeichenschirm farbig drucken kann. Um den Ausdruck zu beschleunigen, sollten Sie also besser auf geoCanvas 128 ausweichen.

Durch VDC-Farben können Sie auswählen, ob der Ausdruck anhand der VDC- oder anhand der VIC-Farben berechnet werden soll. Aus folgender Tabelle können Sie entnehmen, wann Sie die Option einschalten sollten. Mit geoPaint ist hierbei geoPaint 64 oder geoPaint 128 im 40-Zeichenschirm gemeint. Statt geoPaint kann natürlich auch geoCanvas 64 benutzt werden.

Dokument VDC->VIC im VDC-Farben

Programm erstellt mit geoCanvas im Treiber

geoPaint geoPaint / aus

geoPaint geoCanvas 128 / ein

geoCanvas 128 geoPaint aus aus

ein ein

geoCanvas 128 geoCanvas 128 ein aus

aus ein

Durch 'OK' wird letztlich der Ausdruck gestartet.

Wenn Sie sich im geoWrite befinden, können Sie durch das Icon 'PrintText' das Druckprogramm PrintText starten.

4. Der Ausdruck

Wenn Sie vergessen haben, den Drucker anzuschließen oder einzuschalten, können Sie durch Druck auf den rechten Mausknopf den Ausdruck abbrechen.

Beim Ausdruck einer Grafik wird keine Interpolation verwendet. Eventuell wird dies aber später noch eingebaut werden.

Beim farbigen Ausdruck werden nur 7 Farben (magenta, zyan, violett, gelb, rot, grün und schwarz) verwendet. Wenn Sie weißes Papier verwenden, kann auch die 8. Farbe weiß realisiert werden. Da die geoPaint-Bilder aber 16 Farben besitzen, können nicht alle Farben ausgedruckt werden. In folgender Tabelle sehen Sie die Farbverteilung beim Ausdruck:

VIC-Farbe Ausdruck VDC-Farbe Ausdruck

schwarz schwarz schwarz schwarz

weiß weiß dunkelgrau schwarz

rot rot blau violett

zyan zyan hellblau violett

violett magenta grün grün

grün grün hellgrün grün

blau violett zyan zyan

gelb gelb hellzyan zyan

orange hellrot rot rot

braun gelb hellrot rot

hellrot rot lila magenta

dunkelgrau schwarz violett magenta

mittelgrau schwarz braun gelb

hellgrün grün gelb gelb

hellblau violett hellgrau weiß

hellgrau weiß weiß weiß

Eventuell werden in einem späteren Treiber die verbleibenden 8 Farben gemischt, so daß ein farbrichtiger Ausdruck entsteht.

5. TextPrint

Aufgrund der ESC/P2-Befehle und der Programmierung von TextPrint war es nicht einfach, den Druckertreiber vollständig anzupassen, da nach erfolgtem Grafik- und anschließendem Textdruck ein Drucker-Reset gesendet werden muß. Aus diesem Grund ist es möglich, daß der Ausdruck vor und hinter Grafiken nicht korrekt erfolgt.

6. PrintText

Bei PrintText-Versionen vor V2.1 tritt dasselbe Problem auf, wie es bei TextPrint in Kapitel 5 beschrieben wurde. Ab Version V2.1 sollte PrintText auf jeden Fall korrekt mit dem ESC/P2-Treiber zusammen laufen. Ab dieser Version werden sogar Farb-Grafiken farbig ausgedruckt, wodurch ein spezielles Einfärben einer Grafik durch SetWriteColors natürlich nicht mehr möglich ist.

7. Spezielle Hinweise

Für diesen Druckertreiber muß im Speicher dauerhaft abgelegt werden, in welcher Bank sich der Druckertreiber befindet. Dazu wird die eigentlich unbenutzte Speicherstelle $bfff benutzt. In dieser steht die Nummer der benutzten RAM-Bank ($00-$1f). Eine $80 bedeutet, daß keine RAM-Bank für den Treiber vorhanden ist. Es könnte natürlich möglich sein, daß diese Speicherstelle auch von anderen Programmen benutzt wird, wodurch es zum Absturz kommen kann. Deshalb ist der Autor über jeden Hinweis, der dieses Problem betrifft, dankbar, damit die Benutzer des Druckertreibers über Programme, die Probleme bereiten, unterrichtet werden können.

Weiterhin wäre es vielleicht für Programmierer wichtig, zu wissen, daß der Druckertreiber, genau wie die HQ V3.1-Treiber, eine neue Routine (von mir PrintFCodes genannt) an der Adresse $7918 besitzt, welche denselben Zweck erfüllt, wie PrintASCII, mit der Ausnahme, daß der String nicht mit einem NULL-Byte enden muß und deshalb in r2 anzugeben ist, wie lang die auszugebende Zeichenkette ist.

8. Fehlermeldungen

8.1 In InitESC/P2

Wenn Sie im GateWay-System arbeiten und keine RAM-Bank frei ist, erscheint eine Fehlermeldung.

Wenn Sie im normalen GEOS-System arbeiten, erscheint eine Fehlermeldung, wenn die ersten zwei Zeichen im Infotext des Infoblockes keine Ziffern sind.

8.2 In InstallESC/P2

Wenn der Drucker nicht ansprechbar ist oder der Druckertreiber nicht auf der Startdiskette gefunden wird, so erscheint eine Fehlermeldung. Es erscheint auch eine Fehlermeldung, wenn nicht der ESC/P2-Treiber bzw. ein HQ-Treiber ab V3.1 installiert ist.

8.3 Beim Drucken

Wenn von der Applikation, mit der Sie drucken, eine Fehlermeldung erscheint oder einfach nichts gedruckt wird, so konnte entweder der Drucker nicht angesprochen werden, Sie haben den Ausdruck mit der rechten Maustaste abgebrochen oder die Init-Datei konnte keine freie RAM-Bank finden.

9. Adresse