Übersetzung der kompletten Anleitungen zum BBR

durch Michael Scholich, Scharhoferstraße 21, 68307 Mannheim,

der für kleine finanzielle Anerkennungen (Spenden) dankbar ist.

Big Blue Reader Version 4.0

Inhaltsverzeichnis:

Read me -Textdateien 2

-BASIC Programme 3

Disk Copy Read.me 4

ASCII Übersetzungstabellen 4

Haupttext 5

Zu Beginn 5

Hauptmenü und Alternativbildschirm 5

Hauptmenüoptionen 6

BIG BLUE READER 128 OPTIONEN 8

Utility Menü 8

UTILITY PROGRAMME 9

zusätzliche Anmerkungen 9

Hilfe und Fehlerbeseitigung 11

Übertragung von C= Textverabeitungsdateien 12

weitere Tips zur Übersetzung 13

ASCII Dateien 13

BBR, MS-DOS und C= Diskformate 13

Big Blue Reader 128 SET-UP Programm 14

Read.me Datei des Big Blue Reader 128/64 Version 4.0, vom 22. Mai 1992

WICHTIG

Textdateien, die vom Commodore- ins MS-DOS-Format und umgekehrt übertragen werden sollen, müssen unter der BBR PRINT Option (mit der entsprechenden ASCII Übersetzung) lesbar sein. Ist das nicht der Fall, wird höchstwahrscheinlich eine Übertragung unbrauchbar sein.

TEXTDATEI-FORMATE

Bei jeder Übertragung von Textdateien muß das ASCII-Format berücksichtigt werden. Das gebräuchliche Format für MS-DOS Textdateien ist 'Standard-ASCII', für die meisten Commodore Textverarbeitungen ist es 'PET-ASCII' oder 'Screen Code'. Screen Code ('Bildschirmcode') Dateien sind zwar nicht standardisiert, lassen sich oft aber dennoch mit der BBR 'Screen Code' Übersetzung direkt nach MS-DOS übertragen (z.B.: Write Stuff 64 & 128, Speed Script 64 & 128, Omni Writer, Word Writer 64, . . . ).

Pocket Writer 64 & 128 und Paper Clip 64 & 128 nutzen Screen Code, der unformatiert umgesetzt wird, mit <SPACE> zum Beginn jeder Zeile.

Screen Code Dateien können Formatierungsbefehle enthalten, die separat editiert werden müssen.

Andere Textformate enthalten Standard-ASCII (Word Writer 128), PET-ASCII (Easy Script) oder GEOS.

'Pocket Writer' und 'Paper Clip' benutzen Screen Code, der unformatiert übertragen wird. Solche Dateien sollten erst -mit neuem Dateinamen- als SEQ-Datei erneut abgespeichert und dann mit der BBR 'normal ASCII translation' plus 'line feeds' nach MS-DOS übertragen werden.

Sowohl 'Pocket Writer' als auch 'Paper Clip' können sequentielle Dateien direkt laden.

'Word Writer 128' benutzt das Standard ASCII, somit 'NO ASCII' Übertragung ohne zusätzliche ('added') 'line feeds'.

'Word Writer 64' benutzt 'Screen Code', die Dateien können mit 'Screen Code' direkt ins MS-DOS übertragen werden.

Alternativ kann mit dem "CONVERT"-Programm von TimeWorks eine 'Word Writer' (64 oder 128) -Datei ins PET-ASCII, anschließend mit BBR 'normal ASCII translation' nach MS-DOS übersetzt werden.

'GEOS' benützt ein eigenes Dateiformat. Mit dem 'Text Grabber' lassen sich Dateien in GeoWrite aufnehmen. Unglücklicherweise kann GEOS keine SEQ-Dateien ausgeben, aber mit dem PD-Programm 'Convert' lassen sich GEOS-Dateien in PET-ASCII umwandeln, dann mit BBR 'normal ASCII translation' nach MS-DOS.

'Speed Script' benutzt Screen Code und kann direkt mit der 'Screen Code translation table' nach MS-DOS übertragen werden.

Oder vorher mit 'Speed Script' "Convert" die Dateien ins PET-ASCII wandeln, dann mit BBR 'normal ASCII translation' ins MS-DOS.

'Font Master 128' Benutzer laden und speichern sequetielle Dateien über den 'PUT'- bzw. 'GET'-Befehl, dann die Datei mit BBR 'normal ASCII translation' ins MS-DOS übertragen.

'Easy Script' bedient sich sequentieller Dateien mit eingelagertem PET-ASCII Code. Hierfür ist keine Vorbehandlung erforderlich, nur mit BBR 'normal ASCII translation' ins MS-DOS übersetzten. Allerdings gehen Formatierungen verloren.

'Fleet System IV'. Beide Randmarkierungen soweit wie möglich nach außen setzen, Text mit dem Fleet System Export (Printer File Output -Option) als ASCII-Datei exportieren, dann BBR mit 'no ASCII translation' und 'no adding line feeds' übertragen. Für saubere Arbeit darauf achten, daß wirklich eine ASCII-Druckerdatei generiert wird.

Der Big Blue Reader kann 'Screen Code Files' (z.B. von Speed Script, Omni Writer 64, Word Writer 64) direkt mit der 'Screen Code'-Tabelle ins MS-DOS übertragen. Hierzu drucken Sie bitte die Datei 'About Tables' aus, die sich auf der BBR-Diskette befindet und weitergehende Informationen enthält (bzw. hinten in dieser Übersetzung unter 'ASCII Übersetzungstabellen'),

Die meisten Textverarbeitungsprogramme enthalten eine Option, PET-ASCII und/oder Standard-ASCII direkt zu lesen. Überträgt der BBR MS-DOS ASCII auf Commodore Disketten, endet der Vorgang in einer ASCII oder PET ASCII Datei.

Speed Script Nutzer müssen das Speed Script Convertprogramm benutzen, ASCII Dateien lesen zu können. GEOS erfordert den Text Grabber, um Texte von außerhalb zu lesen.

Die meisten MS-DOS Textprogramme arbeiten nur mit Standard-ASCII, oder haben mindestens eine Option dafür.

Sollen mit dem BBR PostScript Dateien nach MS-DOS übertragen werden (für PostScript Ausgabe): NO ASCII translation und NO added Linefeeds.

Macintosh Computer mit einem SuperDrive können 3,5" MS-DOS Disketten lesen und beschreiben.

Beim Übertrag von Text- und ASCII- Dateien vom Commodore- auf das IBM MS-DOS- Format kommt es unter Umständen zu zwei Problemen, deren (wahrscheinliche) Lösung ist:

erstes Problem: die übersetzte Datei besteht nur aus Großbuchstaben und Satzzeichen. Wahrscheinlich bestand das Original aus Commodore Screen Code. Deshalb bitte nochmals die obige Liste durchsehen und eine vor- Umwandlung ins PET-ASCII durchführen,bevor der BBR zum Einsatz kommt.

zweites Problem: in der übersetzten Datei sind Groß- und Kleinbuchstaben vertauscht. Dann wurde wahrscheinlich die Option "Commodore PET-ASCII to Standard ASCII translation" gewählt, obwohl sie nicht erforderlich wäre.

Vor der Umwandlung von Screen Code Dateien nach PET-ASCII ist es günstig, alle Randmarkierungen zu entfernen, mindestens die rechte ganz nach rechts setzen (und unter neuem Namen als SEQ- oder ASCII- Datei zwischenspeichern). So wird die Reformatierung vereinfacht.

Übersetzung von GW- oder Commodore- BASIC mit dem BBR

Die folgenden Hinweise dienen 'fortgeschrittenen' Basic Programmierern und geht davon aus, daß selbstgeschriebene Basicprogramme übertragen werden. Der BBR wird BASIC-Programm-Code NICHT verändern, außer möglicherweise ASCII zu übersetzen. Natürlich müssen Syntaxunterschiede (u.U. auch Zeilennummern!!!) zwischen Commodore-BASIC und MS-DOS BASIC (wie QBASIC, GW-BASIC, BASICA, u.s.w.) separat bearbeitet werden. Der Basiccode muß als Textdatei vorliegen.

WARNUNG: BASIC Programme, die jemand anderst (als kommerzielles oder PD Programm) schrieb, sind nur sehr schwierig umzusetzen.

Unglücklicherweise ist ein direkter Übertrag von BASIC Programmen zwischen Commodore und MS-DOS nicht möglich, da der Programmcode binär (oder tokenisiert) auf der Diskette gespeichert wird. Daher ergeben sich folgende Schritte:

MS-DOS nach Commodore-BASIC:

1) das Programm im ASCII Format auf eine MS-DOS Disk speichern ('A'-Option, d.h. SAVE"PROGRAMMNAME",A)

2) mit dem BBR mit der 'NO ASCII' Option die Datei auf eine Commodore Disk speichern, als SEQ-Datei (NICHT als PRG, bzw. der BBR ',P'-Funktion), da die Datei retokenisiert werden muß (durch das Commodore BASIC)

3) den C64/128 rebooten ('READY') und für den 64'er "STP" bzw. für den 128'er "C128 SEQ-TO-PRG" laden und starten (LOAD und RUN). Folgen Sie den Aufforderungen und speichern das Programm SOFORT mit neuem Namen auf eine andere Diskette.

Nähere Informationen zu den beiden Hilfsprogrammen stehen jeweils in REM Hinweisen.

Eine Retokenisierung ist mit dem 128'er im Direktmodus auch möglich mit

DOPEN#1,"DATEINAME":SYS 65478, ,1

DCLOSE

Auch hierfür ist 'NO ASCII' erforderlich, aber ALLE Zeilenvorschübe (linefeeds) müssen aus der Datei gelöscht sein. Diese Methode ist nicht sehr elegant, es gibt keine Prompts. Der einzige Hinweis, daß das Dateiende erreicht ist, ist daß das Laufwerk anhält. Dann <RUN-STOP> und <RESTORE> drücken.

Commodore-BASIC nach MS-DOS:

1.) das 64'er oder 128'er Programm auf eine andere Diskette als SEQ-Datei speichern. Dazu das Programm laden und im Direktmodus eingeben:

LOAD"PROGRAMMNAME",8

OPEN8,8,8,"NEUERNAME.BAS,S,W":CMD8:LIST

PRINT#8:CLOSE8

So erhalten Sie eine Commodore PET-ASCII-Datei auf Ihrer Diskette.

2) Diese Datei mit dem BBR nach MS-DOS übersetzen, unter Umständen mit 'Normal ASCII' Option (abhängig vom verwendeten Commodore Grafikmodus)

3) Die erhaltene MS-DOS Datei umbenennen unter Verwendung der Endung '.BAS', damit MS-DOS das Programm richtig erkennt.

4) Starten Sie BASIC unter MS-DOS und laden die Datei. Jetzt geht der 'Spaß' erst richtig los - editieren je nach Wunsch und/oder Notwendigkeit.

Disk Copy Read.me Datei des Big Blue Reader 128/64 Version 4.0, vom 22. Mai 1992

Disk Copy kopiert ganze Disketten der 1571 oder 1581 im MFM oder GCR Format, Spur für Spur; aber keine Sonderformate oder kopiergeschützten Disketten.

Disk Copy ist intelligent, mit folgenden Eigenschaften:

1) verarbeitet viele der Standard MFM Formate

2) benutzt die 1764 oder 1750 REU um häufige Diskettenwechsel zu umgehen.

3) konnte die Quelldisk komplett eingelesen werden, sind Mehrfachkopien möglich (wiederholtes Schreiben, 'Kopiermaschine')

4) leere Spuren (oder solche voller $00, $E5 oder $F6) werden zur Zeitersparnis nicht zurückgeschrieben.

Mit <F1> und <F3> wird das Quell- bzw. Ziellaufwerk eingestellt. Beide Laufwerke müssen gleichen Typs sein!

Mit <F5> wird das Verify beim Schreiben ein- bzw. ausgeschalten (um das Schreiben auf den meisten 1571'ern zu beschleunigen, entspricht dem Diskbefehl U0>V0).

Einzelne 1571 Laufwerke erreichen durch diesen Befehl keine Geschwindigkeitsvorteile.

Mit <F7> kann das Formatieren der Zieldisk ein-/ausgeschaltet werden.

Mit <F6> wird das Füllbyte für den Formatiervorgang von MFM Disketten eingestellt; bei Commodore normalerweise $00, CP/M: $E5 und MS-DOS: $F6

Allerdings lief der Formatiervorgang mit unseren 1571 oder 1581 Laufwerken nicht mit dem $F6 Füllbyte. In diesem Fall $00 für MS-DOS Disketten benützen.

ACHTUNG: Disk Copy formatiert beide Seiten einer 1541/1571 GCR Diskette, selbst wenn die Quelldisk nur einseitig ist. Für die Erzeugung einseitiger Kopien, entsprechend vorformatierte Disketten verwenden und die 'Format Destination' Option ausschalten (OFF).

ACHTUNG: nach dem Kopiervorgang werden alle Laufwerke zurückgesetzt (reset), daher die Laufwerksnummern nicht soft ändern (auch nicht durch 'swap' bei den CMD Laufwerken).

Über die ASCII Übersetzungstabellen (von SOGWAP Software Technical Support)

Achtung: Bei der Übertragung von Dateien innerhalb eines Systems (Commodore - Commodore, MS-DOS - MS-DOS, CP/M - CP/M) mit 'NO ASCII' arbeiten. Daraus resultiert ein binärer Dateitransfer (auch wenn 'no linefeed' gewählt wurde).

BBR 128 benutzt drei definierbare ASCII Übersetzungstabellen. Jede Tabelle ist 256 Bytes lang und sitzt in Bank 0. Die Tabelle funktioniert nach der Vergleichsmethode, jedes einzelne Zeichen wird in der Tabelle gesucht und gegen das entsprechende ausgetauscht. Ist z.B. das Originalzeichen CHR$(13) (hex.0d), geht das Programm in der Tabelle zur 13. Stelle und verwendet das dort stehende Zeichen. Steht dort ein CHR$(0) (hex.00), wird das Byte ausgelassen ('gestrippt').

Durch die 'Line Feed' Option wird nach jedem Carriage Return (CHR$(13)) ein CHR$(10) eingefügt.

Die drei Tabellen sind:

1) 'None/Special', Speicherplatz $d00 bis $dff. Diese Tabelle bestimmt welche Zeichen am Bildschirm oder Drucker ausgegeben wird. Die default- (vorgegebene) Tabelle

2a) 'PET ASCII to Standard ASCII', Speicherplatz $e00 bis $eff. Diese 'Normal ASCII' Tabelle übersetzt das Commodore PET-ASCII in Standard ASCII (also C= nach MS-DOS, CP/M, oder an einen ASCII Drucker).

2b) 'Translate: Screen Codes', Speicherplatz $e00 bis $eff. Diese Tabelle dient der Übersetzung der Bildschirmzeichen nach Standard ASCII, d.h. Commodore Bildschirmcode- Dateien nach MS-DOS, CP/M oder auf einen ASCII Drucker.

3) 'Standard ASCII to Commodore ASCII', Speicherplatz $f00 bis $fff. Übersetzung von Standard ASCII Dateien nach Commodore PET ASCII, also CP/M oder MS-DOS auf 'normale' Commodore Disketten; ebenso für die Ausgabe von Standard ASCII Dateien auf einem Commodore Drucker.

Nach dem laden des BBR 128 kann die gewünschte Tabelle selektiert werden.

Erfahrene 128'er User können natürlich auch mit einem Maschinensprache Monitor eine eigene Tabelle schreiben. Dabei bitte beachten, daß der BBR 128 beim laden der Tabelle deren Länge nicht kontrolliert. Die Ladeadresse kann $d00, $e00 oder $f00 in Bank 0 sein.

Die beigefügten Tabellen wurden mit dem eingebauten Monitor des 128 hergestellt, indem die vorgegebene Tabelle nach $d00 bis $fff geladen, dann entsprechend verändert und wieder abgespeichert wurde.

Zu Beginn

Vor dem eigentlichen Beginn sollen erst die benötigten Disketten formatiert werden; Commodore Disketten über das 'DISK CMDS' -Menü, IBM MS-DOS Disketten mit dem 'Format' -Programm.

BBR 128 lädt automatisch in Laufwerk #8 (Diskette einlegen, Resetknopf drücken).

BBR 64 läßt sich wie folgt laden:

LOAD"BOOT-64",8,1: <RETURN>

RUN: <RETURN>

Nach dem booten wählen Sie <1> für normale ASCII Übersetzung, <2> für Screen- (Bildschirm-) Code Übersetzung oder <3> um das FORMAT Programm zu laden und starten.

Beim lesen oder beschreiben von MS-DOS Disketten im 1571 oder 1581 Laufwerk kann das Laufwerkslämpchen blinken, das ist normal und zeigt keinen Fehler an.

Bei BBR 64 blinkt das Lämpchen auch beim fastload von Commodore Dateien.

HAUPTMENÜ und ALTERNATIV-Bildschirm

Nach dem laden des BBR erscheint das Hauptmenü. Beachten Sie 'DRIVE I/O', dort sind Quell- (source/input) Laufwerk und Ziel- (destination/output) Laufwerk angegeben. Zulässig sind die Laufwerksadressen 8 bis 30. Da der BBR verschiedene Routinen für die unterschiedlichen Laufwerke benutzt, muß die Laufwerksbezeichnung (1541/1571/1581) korrekt sein.

Nach dem laden einer Directory wird die Dateinamenliste angezeigt. Unten am Bildschirm erscheinen die Menüoptionen; unten links (128'er) eine Uhr.

Im 128'er 80-Zeichenbildschirm werden beide 40-Zeichenbilder gleichzeitig dargestellt: links das Hauptmenü, rechts der Alternativbildschirm. Im 40-Zeichenmodus kann mit der <ALT> Taste zwischen beiden Schirmen umgeschaltet werden.

BBR 64 hat weder den Alternativbildschirm, noch die Uhr, auch die Zeit/Datum Informationen der MS-DOS Dateien werden 'unterschlagen' (sie sind nicht wichtig und brauchen -kostbaren- Speicherplatz).

Mit dem ersten Erscheinen des Haupt- oder Alternativmenüs werden noch keine Directoryeinträge angezeigt.

Wählen Sie eine der Hauptmenü Optionen, die unten am Bildschirm angezeigt werden. Dafür können Sie die <CRSR>/<RETURN> Tasten, einen Joystick in Port 2, oder die Funktionstasten benutzen. Im 128'er können Datum und Zeit eingegeben werden, die als Timestamp beim schreiben auf MS-DOS Disketten dienen.

Die Optionen im Hauptmenü sind:

LOAD DIR lädt eine Directory (Commodore- oder MS-DOS- (Root-) Directory, in

BBR 128 auch CP/M- Verzeichnis)

COPY Dateien von Disk zu Disk kopieren.

PRINT druckt Dateien auf den Bildschirm oder Drucker (auch aus Unterverz.)

DISK CMDS führt verschiedene Diskbefehle aus

DRIVE I/O ändern der Quell-/Ziellaufwerke

VIEW DIR zeigt Commodore, MS-DOS, oder CP/M Directories an

TIME/DATE setzt oder ändert Uhrzeit/Datum

UTILITY - formatiert MS-DOS Disketten

- Beschleuniger für die 1571

- Ausdruck der Directory

- lädt ALT ASCII Tabelle

Aufruf der Hauptmenüfunktionen mit den Funktionstasten:

F1 = LOAD DIR F3 = COPY F5 = PRINT F7 = DISK CMDS

F2 = DRIVE I/O F4 = VIEW DIR F6 = TIME/DATE F8 = UTILITY

Beschreibung der Hauptmenüoptionen

Annähernd jederzeit gelangt man mit der <ESC> Taste (128'er) oder <Pfeil links> (64'er) ins Hauptmenü.

Durch Directoryverzeichnisse können Sie mit <+> und <-> blättern.

LOAD DIR

lädt die Diskdirectory (Programmliste) in den Speicher

Nach der Anwahl von 'LOAD DIR' mit <CRSR>/<RETURN> die Diskettenart angeben (Commodore, MS-DOS, CP/M). Für Commodore Directories sind auch Suchmuster möglich. Das Laufwerk läuft an und liest die Directory und zeigt die entsprechenden Informationen an:

Commodore: Dateiname, Dateityp, Blockzahl jeder Datei

MS-DOS Disk: Dateiname.Extension, Dateigröße, Datum/Zeit jeder Datei

C128 CP/M: Dateiname.Extension, Dateigröße, Userbereich, jeder Datei

'LOAD DIR' muß vor 'COPY' oder 'PRINT' gewählt werden.

'LOAD DIR' bezieht sich immer auf das Quell- (Source-) Laufwerk (s. DRIVE I/O).

BBR 128 kann 200 Directoryeinträge aufnehmen, BBR 64 nur 144.

Disketten können ein- oder zweiseitig sein.

Bei MS-DOS oder CP/M Disketten wird noch die Anzahl der Dateien, der freien, benutzten und gesamten Bytes der Disketten angezeigt. Bei MS-DOS noch, ob es sich um eine 8- oder 9- Sektor formatierte Disk handelt.

Bei Commodore Disketten wird noch die Anzahl der Programm-, sequentiellen- und anderen-, sowie aller Dateien angezeigt; außerdem die Zahl der freien, benützten und gesamt vorhandenen Blöcke der Diskette und die freien Bytes.

Unten auf dem Alternativbildschirm werden angezeigt: Datum, Puffergröße, Copyright Hinweis und die Versionsnummer.

COPY

kopiert Dateien zwischen Commodore-, MS-DOS- und CP/M Disketten.

Es gibt zwei Laufwerke unter BBR: das Source- (Quell-) Laufwerk, in dem sich die zu kopierende Datei befindet und das Destination- (Ziel-) Laufwerk, auf das die Kopie geschrieben werden soll. Die Laufwerke können unter 'DRIVE I/O' eingestellt oder geändert werden.

Nach der Anwahl von 'COPY' wählen Sie die zu kopierenden Dateien mit <CRSR>/<RETURN> aus, die Dateinamen können Sie (ggf.) mit <+>/<-> scrollen. Ausgewählte Dateien erhalten ein * vor dem Namen. Mit <F1> werden alle Dateien gewählt, mit <F3> alle Markierungen aufgehoben.

Sind die Dateien markiert, die <Pfeil hoch> Taste (neben RESTORE) drücken. Jetzt kann das Format der Zieldiskette eingegeben werden (Commodore, MS-DOS, CP/M), und der Kopiervorgang beginnen.

Beim kopieren zwischen Commodore und MS-DOS wird noch gefragt, ob eine 'ASCII translation' (Übersetzung des ASCII Codes) gewüscht wird. Beim Übertrag von Commodoredateien nach MS-DOS oder C128 CP/M können zusätzliche 'line feeds' (Zeilenvorschübe) eingefügt werden.

Dann werden Sie gefragt, ob die Dateinamen beibehalten werden sollen. Beim Übertrag von Commodoredateien nach MS-DOS oder C128 CP/M werden dort ungültige Namensbestandteile ausgelassen und außerdem die Groß-/Kleinschreibung berücksichtigt.

Der eigentliche Kopiervorgang beginnt mit der <LEERTASTE>, mit <ESC> bricht man ab und kehrt zum Hauptmenü zurück.

Für 'binären' Dateiaustauch 'NO ASCII' und 'NO Line Feeds' wählen. Diese Einstellung wird automatisch übernommen, wenn Quell- und Zielformat gleich ist (Commodore nach Commodore, MS-DOS nach MS-DOS, CP/M nach CP/M).

PRINT

druckt Textdateien auf den Bildschirm oder Drucker (Adresse 4 oder 5); kann auch MS-DOS Unterverzeichnisse lesen.

Benutzen Sie stets diese Option, um Text- oder ASCII- Dateien vorab anzuschauen, Sie

erkennen so, ob eine ASCII Übersetzung notwendig ist.

Nach der Anwahl von PRINT mit <CRSR>/<RETURN> die gewünschte(n) Datei(en) markieren (*), <F1> markiert alle Dateien, <F3> hebt alle Markierungen auf. Danach die <Pfeil hoch> Taste (neben <RESTORE>) drücken und die Ausgabe wählen (Bildschirm oder Drucker), sowie die ASCII Übersetzung (soweit erforderlich):

'Special/None' alle Control- und nicht nicht druckbaren Zeichen werden ausgelassen, ansonsten findet keine ASCII Übersetzung statt.

'Translate: Screen Code' übersetzt den Screen- (Bildschirm-) Code in normales Commodore ASCII.

'Standard ASCII to Commodore ASCII' druckt die Datei indem Standard ASCII ins Commodore ASCII übersetzt wird. Diese Option gilt für MS-DOS, CP/M und andere Standard ASCII Textdateien.

DISK CMDS

führt verschiedene Diskettenbefehle aus

Der FORMAT DISK Befehl wird JEDES Diekettenformat formatieren (und damit vorhandene Dateien löschen ! ).

Mit der <Leertaste> wird ein anderes Laufwerk für die Diskkommandos gewählt.

Die folgenden 128'er Diskbefehle funktionieren nur mit Commodore Disketten.

GOTO MAINMENU = zurück zum Hauptmenü

DISK DIRECTORY = zeigt Dateiverzeichnis der Commodore Disk

VALIDATE DISK = Diskette aufräumen (BAM neu berechnen)

SCRATCH FILE = Datei(en) von der Diskette löschen

RENAME FILE = Name einer Datei ändern

FORMAT DISK = formatiert eine Commodore Diskette

CHANGE DRIVE # = ändert Laufwerk für die Diskkommandos

OTHER CMDS = für Ihre (sonstigen) Diskkommandos (s.u.)

Die Diskkommandos für BBR 64:

GOTO MAINMENU = zurück zum Hauptmenü

CHANGE DRIVE I/O = ändern des Quell- oder/und Ziellaufwerks

COMMODORE DIR = zeigt Dateiverzeichnis der Commodore Disk

IBM, MS-DOS DIR = zeigt Dateiverzeichnis der MS-DOS Disk an

FORMAT MS-DOS DISK = lädt das Programm FORMAT (s.u.)

CHANGE DRIVE # = ändert Laufwerk für die Diskkommandos

OTHER CMDS = für Ihre (sonstigen) Diskkommandos (s.u.)

OTHER CMDS (sonstige Kommandos) können sein:

Format Commodore Disk = "N:DISKNAME,ID"

Validate Commodore Disk = "V"

Scratch Commodore Datei = "S:DATEINAME"

Disk verify OFF = "U0>V1" (nur für 1581'er und neue 1571'er)

Disk verify ON = "U0>V0" (nur für 1581'er und neue 1571'er)

Für weitere Informationen zu diesen und weiteren Diskettenbefehlen (z.B.: CHGUTIL UTILITY-Befehl) lesen Sie bitte Ihre Bedienungsanleitungen zur 1541/1571/1581.

BIG BLUE READER 128 OPTIONEN

DRIVE I/O (64'er und 128'er)

zum ändern des Quell- und/oder Ziellaufwerks

Alle Dateien werden vom Quell-Laufwerk geladen und auf das Ziellaufwerk geschrieben. Zulässige Geräteadressen (Laufwerksnummern) sind 8 bis 30. Laufwerkstypen können sein 1500, 1541, 1571, 1581. Da zum Teil unterschiedliche Routinen eingesetzt werden, vergewissern Sie sich, ob der Laufwerkstyp auch richtig angezeigt ist. Nach Anwahl von DRIVE I/O sind die Laufwerke mit <F1> und <F3> einstellbar.

Achtung: jedes Laufwerk braucht seine eigene Nummer, softwaremäßig geänderte Nummern sind nicht zu empfehlen. Nicht benötigte Drucker nicht ausschalten, sondern den Drucker nach dem letzten Laufwerk ganz abtrennen.

Unter BBR 64 finden Sie DRIVE I/O unter 'DISK CMDS'.

VIEW DIR

zeigt Commodore, MS-DOS oder 128'er CP/M Directories. Mit <Leertaste> kann ggf. das angesprochene Laufwerk gewechselt werden.

Unter BBR 64 finden Sie VIEW DIR unter 'DISK CMDS'.

TIME & DATE

zum setzen von Datum und Zeit, gebraucht, wenn Commodoredateien nach MS-DOS kopiert werden.

Time greift auf die 128'er Uhr (56328 bis 56331) zu. Mit 'SET CLOCK' kann die Zeit aus CMD Laufwerken ausgelesen werden.

Datum und Zeit ändern Sie mit <+>, <-> und <RETURN>, oder mit Joystick in Port 2 oder durch direkte Zahleneingabe.

UTILITY MENU

hier finden Sie (in der 128'er Version) vier weitere Optionen:

-FORMAT MS-DOS DISK

-1571 SPEED-UP

-PRINT DIRECTORY

-LOAD ALT ASCII TABLE

FORMAT (im BBR 128 eingebaute Option)

Der 128'er BBR beinhaltet bereits die MS-DOS Formatierroutine für die 1571 und 1581. Unter BBR formatierte MS-DOS Disketten sind von (fast) allen IBM (kompatiblen) Rechnern lesbar. (BBR 64 lädt das Programm FORMAT von der BBR Diskette nach.)

CP/M Disketten formatieren Sie bitte unter 128'er CP/M.

1571 SPEED-UP (Beschleunigung)

Jedesmal, wenn Commodore einen Sektor auf Diskette schreibt, wird es die Daten automatisch prüfen (verify). Wird dieser Automatismus ausgeschaltet, beschleunigt das Laufwerk um ca. 30 bis 50 %.

Aktiviert wird diese Option mit <CTRL>+<d>. Darauf erfolgt ein Laufwerksreset durch den Diskbefehl 'UJ', dann läuft innerhalb des eigenständigen 1571'er Laufwerks ein kleines Programm ab, das das 'verify' umgeht. C128D-1571 oder 1571 mit neuem ROM (Version 5) erhalten den Diskbefehl 'U0>V1' für 'verify off'.

Bei einem Laufwerksreset (z.B. aus-/einschalten) wird diese Beschleunigung natürlich verloren gehen.

PRINT DIRECTORY (Directory drucken)

Diese Option (BBR 128) druckt die Diskdirectory (die mit 'LOAD DIR' geladen wurde) auf einem Commodore Drucker (seriell) aus (Geräteadresse 4 oder 5).

LOAD ALT ASCII TABLE (alternative ASCII Übersetzungstabelle laden)

Mit dieser BBR 128 Option können Sie eine alternative (evt. 'selbstgestrickte') ASCII Übersetzungstabelle laden, ohne den BBR neu zu booten. Voreingestellt ('default') ist die 'normal ASCII' Übersetzung. Die 'LOAD ALT ASCII TABLE' Option wird jedes PRG mit der Startadresse $d00, $e00 und/oder $f00 nachladen (näheres in 'ABOUT TABLES' und vorne in dieser Übersetzung unter 'ASCII Übersetzungstabellen).

Für die direkte Übersetzung des Commodore Screen Code (Bildschirmcode) nach MS-DOS dient die Tabelle 'SCREEN CODES'. Damit übersetzen Sie die Dateien von Word Writer 64, Speed Script 64/128, Write Stuff 64/128, Omni Writer und den meisten anderen Screen Code Programmen. (eine Vor-Konvertierung -wie in früheren Versionen- ist nicht mehr erforderlich)

UTILITY PROGRAMME ('Werkzeuge'/Tools)

FORMAT (für 64'er und 128'er)

Dieses Programm formatiert auf einem 1571 oder 1581 Laufwerk Commodore und MS-DOS Disketten.

Laden Sie das Programm 'FORMAT' und starten es mit RUN. Mit <CRSR> und <RETURN> wählen Sie das Diskettenformat. Ein anderes Laufwerk können Sie mit der <Leertaste> aktivieren. Wenn Sie dieses Programm verlassen, wird es versuchen, den BBR zu booten.

Das C128 Formatprogramm benutzt keine Burstroutinen.

Das populärste 5,25" MS-DOS Diskettenformat ist das 360K DS-9.

DISKCOPY (128'er mit 1571/1581)

kopiert Spur für Spur Commodore (GCR) oder MS-DOS (MFM) 5,25" oder 3,5" Disketten. Diskcopy arbeitet mit einem oder zwei (gleichen) Laufwerken und benutzt dabei Burstroutinen und -soweit vorhanden- REU 17xx. Die Kopie wird genau dem Original entsprechen (solange letzteres nicht kopiergeschützt ist).

Gestartet wird das Programm mit RUN"DISKCOPY". Das Original sollte schreibgeschützt sein. Folgen Sie den Bildschirmhinweisen ('source' ist Ihr Original, 'destination' Ihre zukünftige Kopie). Während des Programmablaufes zeigt der Bildschirm die gerade bearbeitete Spur an.

Weitere Informationen in 'DISKCOPY.README' oder vorne in dieser Übersetzung.

EXAMINE FILE (für Fortgeschrittene 128'er User)

Dieses Programm lädt irgendeine Commodoredatei in den Speicher (Bank 0 ab $2000) und startet den 128'er MONITOR, um diese Datei zu 'untersuchen' (examine). Programmdateien werden auf diese Adresse relocated (angepaßt) und die ersten beiden Speicherstellen enthalten die Ladeadresse der Datei. Dateien mit mehr als 224 Blöcken füllen die ganze Bank 0 (von $2000 bis $ff00) aus, soweit sie eben mit dem ersten Teil hineinpassen.

Zusätzliche Anmerkungen

READ.ME Dateien

Die BBR Diskette enthält verschiedene READ.ME Dateien mit wichtigen Informationen (die aber in Übersetzung hier schon aufgenommen wurden). Mit der PRINT Option können diese Dateien von der Diskette gelesen werden.

höchst mögliche Dateiengröße für Commodoredateien

Mit dem BBR können im 64'er Dateien bis zu einer Größe von etwa 130 Blöcken bearbeitet werden. Deshalb müssen Sie größere MS-DOS Textdateien erst in kleinere Stücke aufteilen, bevor Sie sie übertragen.

10 Blöcke auf einer Commodorediskette entsprechen etwa 2500 Bytes, 32 Blöcke etwa 8000 Bytes.

Cursortasten und scrollen der Directory-Dateinamen

Mit den Tasten <CRSR links> und <CRSR rechts> wählen Sie die Optionen im Hauptmenü aus. Unter der COPY und PRINT Option werden <CRSR auf>, <CRSR ab> und <RETURN> benutzt, Dateien auszuwählen (Directories mit mehr als 15 Einträgen werden mit <+> und <-> durchgeblättert (Im 64'er BBR funktionieren auch die Zahlentasten 1 bis 9).

CP/M Diskettenformate

Der BBR 128 kann mit drei 128'er CP/M Formaten umgehen: 1571'er GCR einseitig, 1571'er GCR doppelseitig und 1581'er. Fremde CP/M Diskformate erst auf Commodore umkopieren (evt. mit PIP oder JUGGLER).

Schnelle serielle gegen Burst Routinen

Der BBR 128 benötigt den Burstmodus beim Umgang mit CP/M und MS-DOS Disketten und damit spezielle serielle Verbindungen (vorhanden). Auf dem 64'er ist der Burstmodus nicht möglich.

BBR 64 nutzt schnelle serielle Routinen für den Datenaustausch (eine der schnellsten Routinen, die je für den 64'er geschrieben wurden).

Dennoch ist der BBR 128 etwa doppelt so schnell als BBR 64.

Dateiarten

BBR kann alle Standarddateien übertragen. Programm- oder Binärdateien sind aber nur auf den Maschinen lauffähig, für die sie auch bestimmt sind.

Text- und ASCII-Dateien (nach entsprechender Übersetzung) enden entweder als ASCII-Dateien (auf MS-DOS Disketten), oder als PET-ASCII sequentielle Dateien auf Commodore Disketten.

Commodore REL Dateien lassen sich nur von 1571- oder 1581-Disketten laden und werden wie SEQuentielle Dateien behandelt, die 'side sector' Informationen dabei ignoriert.

Dateiauswahl beim laden von Commodore Directories

Beim laden einer Commodore Directory frägt BBR nach einem Suchmuster. <RETURN> liest alle Directoryeinträge, '*=S' alle sequentielle -, '*=P' alle Programm-, '*=U' alle Userdateien, u.s.w. Es können auch Suchmuster eingegeben werden, wie 'P*' oder 'DA*', um alle mit P bzw. DA beginnenden Dateien zu listen.

Laden von MS-DOS Unterverzeichnissen (Subdirectories)

BBR 4.0 kann auch Dateien aus Unterverzeichnissen laden. Dazu erst die Directory laden und die PRINT Option aufrufen, mit dem Cursor auf das gewünschte Unterverzeichnis gehen und <RETURN> drücken. BBR liest das Unterverzeichnis, aus dem Sie nun Dateien kopieren (COPY) oder drucken (PRINT) können.

BBR schreibt Dateien nur in MS-DOS Rootdirectories (Hauptverzeichnisse) und LOAD DIR lädt nur das Rootdirectory.

Auch CMD-Unterverzeichnisse werden so gehandhabt. Zum Hauptmenü gelangt man über OTHER DISK CMDS und 'CD//' bzw. 'CPx' (x=Partitionsnummer) zurück.

Indirekt werden auch 1581'er Unterverzeichnisse unterstützt, die auch über DISK CMDS aufgerufen werden ('/0:xyz' geht ins Unterverzeichnis xyz; '/' zurück ins Hauptverzeichnis). Achtung: beim physikalischen Wechsel einer 1581 Disk, springt das Laufwerk automatisch ins Hauptverzeichnis (weitere Informationen in der Anleitung zum Laufwerk).

BBR beenden

mit <C=> + <q> aus dem Hauptmenü heraus.

C128-80Zeichenbildschirm

Beim Ausdruck von Dateien, die nicht Text sind, kann es passieren, daß der Bildschirm so weit durcheinander gerät, daß nur ein Reset hilft.

Commodore-kompatible Laufwerke unter BBR

BBR 128/64 kann mit dem 1541'er Laufwerk (und kompatiblen, einschließlich CMD) nur Commodoredateien lesen und schreiben, da nur die normalen Systemroutinen zur Verwendung kommen. Wir erachten den 1541 GCR Diskcontroller für unfähig; und selbst wenn die 41'er MS-DOS lesen und schreiben könnte, die MS-DOS Disketten sind allermeist doppelseitig . . . (360K DS-9)

1571 ROM Upgrade (für einzelne 1571 Laufwerke)

Wir empfehlen sehr das Update (die neue Version) des ROM in externen 1571 Laufwerken. Dieses Update (Version 5, erhältlich von Commodore, oder zusammen mit JiffyDOS) korrigiert die meisten Probleme der 1571 und verbessert deutlich verschiedene Routinen.

Die ROM Version läßt sich am einfachsten ermitteln, indem im 1571 Modus eine einseitige (1541'er) Diskette eingelegt und deren Directory geladen wird. Die neue Version lädt sofort, während die alte das 'Drive'-Lämpchen ein paar mal blinken läßt und erst nach ca. 10 Sekunden lädt.

Die 1571 im BASIC in den 1571'er Modus umschalten mit den Befehlen:

OPEN 15,8,15,"U0>M1":CLOSE 15

Die 1571 im BASIC in den 1541'er Modus umschalten mit den Befehlen:

OPEN 15,8,15,"U0>M0":CLOSE 15

Natürlich schaltet der BBR die 71'er automatisch in den 71'er Modus, um auch alle Dateien lesen zu können.

Der Gebrauch von 1581 Laufwerken

Die 81'er kann bis über 800 000 Bytes auf der Diskette verwalten und neben den Standard Commodore Disketten (3,5") auch die 720K MS-DOS Disketten lesen und beschreiben. BBR 128 berücksichtigt auch CP/M Dateien in der 81'er.

Der Gebrauch der Speichererweiterungen (REU) 1700/1750/1764

Sowohl BBR 64, als auch BBR 128 benutzt die 17xx RAM als großen Dateipuffer; RAMDOS wird nicht erkannt/benutzt.

Mehrere Laufwerke unter BBR

BBR arbeitet mit allen Laufwerksnummern zwischen 8 und 30 zusammen. Um aber mehr als ein Laufwerk mit BBR zu benutzen, muß jedes eine eigene Nummer haben. Diese wird mit DIP-Schaltern eingestellt (1541 II, 1571, 1581, siehe jeweilige Bedienungsanleitung), das softwaremäßige ändern der Nummer wird nicht empfohlen.

Mit mehr als einem Laufwerk kann es erforderlich sein, Quell- und Ziellaufwerk zu ändern/tauschen (s. 'DRIVE I/O'). Denken Sie daran, daß BBR mit 1571 oder 1581 Fastloadroutinen benützt.

Hilfe und Fehlerbeseitigung

1.) BBR 128/64 kann Sie in Staunen versetzen, nur GOTT wirkt Wunder.

2) Zum Austausch von ASCII Textdateien zwischen Commodore und MS-DOS Disketten sollten Sie von PET-ASCII und/oder Standard-ASCII ausgehen. Die meisten der besseren Textverarbeitungen, Datenverwaltungs- und Kalkulationsprogramme besitzen eine Option auf ASCII input/output (Lese-/Schreibzugriff).

Unter Umständen müssen Sie etwas experimentieren, die richtige Kombination für den Dateiaustausch zwischen bestimmten Programmen herauszufinden.

3) Sollte sich der BBR nicht -oder nicht richtig- laden lassen, trennen Sie alles ab (wirklich alles!!), außer Monitor und einer 1571 oder 1581. Es genügt nicht, nicht benötigte Drucker einfach auszuschalten, oder ausgeschaltet zu lassen; das gibt Probleme!

4) Der BBR sendet haufenweise Informationen zwischen dem Computer und dem Laufwerk hin und her. Manchmal gerät ein Laufwerk durcheinander und arbeitet nicht mehr richtig. Vielleicht war eine falsche Diskette eingelegt, eine Diskette zur falschen Zeit aus dem Laufwerk genommen, oder Laufwerk ist 'müde' und gibt eine Fehlermeldung aus.

Reagiert BBR nicht mehr, versuchen Sie erst die <RUN/STOP> Taste, dann einen Reset des Disklaufwerkes (durch aus- und wieder einschalten), dann evt. noch ein Versuch mit <RUN/STOP>+<RETURN> (dann kann BBR 128 u.U. mit BANK 0: SYS 56139 wieder gestartet werden).

Als letzte Möglichkeit bleibt der komplette Neustart (Computer aus-/einschalten).

5) BBR 64 sollte innerhalb ca. 10 Sekunden geladen sein (von einer 1571 oder 1581), BBR 128 innerhalb von ca. 30 Sekunden. Dauert BBR 128 von der 1571 oder 1581 länger, benutzt der C128 nicht den Burstmodus und der BBR wird nicht lauffähig sein (s. 3)).

6) Disketten mit wichtigen Daten vorab kopieren (backup), auch ein (mechanischer) Schreibschutz schützt vor einigen Fehlern. Für das Backup von Commodore Disketten empfehlen wir (Stand: April 1992) 'Maverick V5' für den C64/128. Für IBM MS-DOS empfehlen wir 'PCTOOLS'.

7) Benützen Sie bitte frisch formatierte MS-DOS Disketten, um MS-DOS Dateien darauf zu schreiben.

8) Manche Programme erzeugen Dateien, die zu keinem anderen Programm kompatibel sind. In einem solchen Fall bleibt nur, ein anderes (Text-) Programm zu verwenden (das mindestens PET-ASCII oder Standard-ASCII als Option anbietet).

9) BBR überprüft Fehler, selbst in den schnellen seriellen Routinen. Stößt BBR auf einen Diskfehler, werden Sie zur Eingabe von <R>etry, <I>gnore oder <A>bort aufgefordert. Mit <R> unternimmt das Programm nochmals einen Leseversuch, mit <I> fährt es einfach fort (möglicherweise mit falschen Daten!), mit <A> bricht es den Vorgang ab (und läßt eventuell eine zugrunde gerichtete Diskette zurück).

10) Commodore 1571 und '81 können die HD Disketten (IBM MS-DOS) nicht verarbeiten.

11) Mit BBR verarbeiten sie alle Standard Commodoredateien, egal, ob sie von einem 64'er oder 128'er stammen. Der Hauptunterschied zwischen BBR 64 und BBR 128 ist, daß BBR 128 schneller ist und mehr Optionen anbietet (da mehr Speicher vorhanden).

12) MS-DOS Dateien nach Commodore kopiert, werden normalerweise als SEQ Datei gespeichert. Soll auf der Commodore Zieldiskette eine 'PRG' Datei erzeugt werden, muß der Dateiname mit ',P' enden. BBR wird dabei die zwei-Byte Ladeadresse nicht hinzufügen!

Manche C64/128 Programme können nach einer Übersetzung mit dem BBR noch eine Nachbehandlung (Anpassung) der Dateien erforderlich machen, um auf die erzeugten SEQ oder ASCII Dateien zugreifen zu können.

Übertragung von Commodore Textverarbeitungsdateien

Pocket Writer benutzt Screen Code (PRG), den BBR unformatiert überträgt. Für eine saubere Ausgabe, schalten Sie vom Text- in den SEQ-File-Modus um (<CTRL>+<a>), bevor der BBR angesetzt wird. Vor <CTRL>+<a> alle Tabulatoren und Ränder entfernen (rechten Rand auf 9999 setzen). Pocket Writer kann mit Text-, sequentiellen- oder Druckerdateien umgehen, im Commodore- oder Standard-ASCII Format.

Paper Clip benutzt Screen Code (PRG), den BBR unformatiert überträgt. Für eine saubere Ausgabe, schalten Sie vom Text- in den SEQ-File-Modus um (<CTRL>+<z>), bevor Sie den BBR mit der 'normal ASCII translation' Tabelle benutzen.

Word Writer 128 arbeitet mit 'Standard ASCII' Dateien und erfordert keine ASCII Übersetzung (oder Line Feeds) von und nach MS-DOS)

Word Writer 64, Speed Script 64 und 128, Write Stuff 64/128, Omni Writer und andere bedienen sich des 'Screen Codes', der direkt mit der 'Screen Code translation' Tabelle nach MS-DOS übertragen wird.

Nach dem Übertrag verschiedener Dateien nach MS-DOS kann (!) es sein, daß mit der MS-DOS Textverarbeitung Headerinformationen ('Datenvorspann') oder ASCII Formatierungs Codes zu entfernen sind.

Die meisten 'Screen Code' Programme stellen Optionen oder Utilities zur Verfügung, um zwischen Screen Code, Commodore PET-ASCII und Standard ASCII zu konvertieren.

Easy Script arbeitet mit Commodore ASCII mit eingegliederten ASCII Formatbefehlen. Nach MS-DOS mit 'normal ASCII' übersetzen.

GEOS hat ein eigenes Dateisystem. Für den Import nach GEOS benützen Sie bitte den 'Text Grabber', für den Export aus GEOS heraus 'Convert', um das VLIR- in das SEQ- Dateiformat zu ändern. BBR mit 'normal ASCII' ansetzen.

Achtung: Manche Commodore Programme können Standard ASCII Dateien lesen oder schreiben. Diese Dateien erfordern KEINE ASCII Übersetzung von/nach MS-DOS.

Ein paar Textverarbeitungen, Datenverwaltungen und die meisten Tabellenkalkulationen haben eigene Charactercodes, die eine Übertragung sehr schwierig machen (haben dann aber -hoffentlich- Optionen für eine (vor-) Konvertierung).

Hinweis zu den Line Feeds: MS-DOS Programme teilen mit 'carriage return' und 'line feed' (Wagenrücklauf und Zeilenvorschub) den ASCII-Text in Zeilen auf. Die meisten Commodore Programme setzen nur ein 'carriage return' (und nehmen den Zeilenvorschub nur an). Generell sollte deshalb bei der Übersetzung von Commodore nach MS-DOS 'line feed' zugefügt (added) werden.

Weitere Tips zur Übersetzung von Dateien

Textverarbeitungsdateien sollten wann immer möglich, PET-ASCII mit dem C64/128 oder Standard ASCII mit MS-DOS Rechnern sein. (Wenn Ihr Programm das nicht kann, vielleicht finden Sie ein anderes . . . )

Zur direkten Übertragung von Screen Code nach MS-DOS: während des bootens von BBR <1> für 'normal ASCII' oder <2> für 'Screen Code' Übersetzung drücken.

Datenverwaltungsdateien (Databasefiles). Commodore Dateien erst zu SEQ-Dateien wandeln, MS-DOS ins Standard ASCII, bevor konvertiert wird.

Es kommen verschiedene 'delimiters' ('Begrenzer' zwischen den Datenfeldern) vor, die das 'empfangende' Programm natürlich 'verstehen' muß (gängig sind: Kommas, Anführungszeichen oder Wagenrücklauf/carriage return).

Tabellenkalkulaltionsdateien (Spreadsheet files) sind oft schwierig bis unmöglich, es sei denn, das Programm kann '.DIF' oder 'SYLK' (das sind 'sequentielle' bzw. 'Standard ASCII') Dateien ausgeben.

MultiPlan Dateien vor der Umwandlung in 'SYLK' ändern. WordStar Dateien im 'non-document modus' nach Commodore importieren/exportieren.

Meistens sind Dateien problemlos austauschbar, wenn es ein Programm sowohl in einer MS-DOS- als auch 128'er Commodore CP/M Version gibt.

ASCII Dateien

ASCII steht für 'American Standard Code for Information Interchange' (amerikanischer Standard Code für Informationsaustausch). 'Echtes' ASCII ist 'Standard ASCII'.

IBM MS-DOS Computer und kompatible bedienen sich des Standard ASCII für die ersten 128 Zeichen (CHR$(0) bis CHR$(127)). Die zweiten 128 Zeichen (CHR$(128) bis CHR$(255)) sind zusätzliche ASCII Sonderzeichen, entweder zur Textformatierung, oder für den IBM Grafikzeichensatz. Bei der Übersetzung des 'Standard ASCII to Commodore ASCII' setzt der BBR die Zeichen CHR$(128) bis CHR$(255) in ihr Äquivalent CHR$(0) bis CHR$(127) um, indem das High-Bit gekappt wird.

Der Commodorezeichensatz im Textmodus (upper/lower case, mit begrenzter Grafik) unterscheidet sich deutlich vom ASCII Standard. Zahlen und viele Satzzeichen sind Commodores lowercase, aber Standard ASCIIs uppercase. Commodores uppercase liegt ganz außerhalb des ASCII-Bereiches, da ASCII ein sieben-Bit-Code ist.

Dies ist der Grund, daß beim Übertrag zwischen PET-ASCII und Standard ASCII eine Übersetzung erfoderlich ist.

WICHTIG: schauen Sie fragwürdige Dateien erst mit der PRINT Option an. Ist das Ergebnis lesbar, bestehen berechtigte Hoffnungen, für eine problemlose Übertragung (bitte denken Sie daran, u.U. die richtige 'ASCII translation' zu wählen). Ist unter PRINT die Datei unlesbar, wird wahrscheinlich auch das Zielprogramm nicht viel damit anfangen können.

BIG BLUE READER, MS-DOS und die Commodore Diskettenformate

Das kopieren zwischen zwei völlig unterschiedlichen Diskettenformaten, wie IBM MS-DOS und Commodore, ist nicht einfach.

BBR 128/64 ist ein einmaliges hochentwickeltes Werkzeug für die 1571/1581.

Das 1571 Laufwerk unterstützt zwei Formate: GCR und MFM. Das (zweiseitige) 1571 GCR Format ist identisch zum (einseitigen) 1541 Format. Nahezu alle Software für den 64'er/128'er bedient sich des GCR Formates. Die 71'er ist außerdem in der Lage, MFM Industriestandard Diskettenformate zu bearbeiten, das die meisten MS-DOS und CP/M Computer benutzen. Die 1581 gebraucht nur das MFM Format.

Neben den unterschiedlichen Diskettenformaten (GCR und MFM) sind auch die Disk Operating Systeme (DOS) grundlegend verschieden. Dieses DOS ist die Software, die ein Interface zwischen der Zentraleinheit und dem 'externen' Laufwerk zur Verfügung stellt. Das DOS ist verantwortlich, das Dateimanagement zu verfolgen, das zum anlegen, ändern und löschen von Dateien notwendig ist. Auch der freie Platz auf der Diskette, Dateinamenmanagement in der Directory und 'Belegungsplan' gehören hier her.

Der Grund, daß die 1571 DD MFM Formate lesen und schreiben kann, ist, um auf die CP/M Formate von Kaypro, Osborne, Epson, u.s.w. zugreifen zu können. Obwohl das physikalische Format (MFM) dieser Disketten gleich dem MS-DOS ist, besteht doch ein Unterschied im logischen Format.

Das C128 1571 CP/M Diskettenformat ist GCR und nicht MFM !

Bei Commodore liegt die CPU, ROM und RAM im Laufwerk (somit auch das DOS) und bildet ein 'eigenständiges' Gerät. Bei CP/M und MS-DOS sitzt das DOS im Computer selbst und das Laufwerk hat nur eine Controller Funktion.

So muß der 64'er/128'er die 1571/1581 unter Kontrolle haben, wenn MS-DOS oder CP/M Disketten bearbeitet werden. Der Big Blue Reader emuliert diese Strukturen.

Big Blue Reader 128 SET-UP Programm