Übersetzung des engl. Originaltextes: M.Scholich
'Patch' ist das zu bearbeitende bzw. bereits bearbeitete Musikstück
Anleitung zum geoCZEDITOR v1.1
geoCZEDITOR ist ein Werkzeug, um Casio Syntesizer der CZ-Serie stimmlich zu editieren, unter besonderer Berücksichtigung des Typs CZ-101/1000. Effekte wie 'Tone mix' oder 'Bend Range' usw., Sequenzer-Daten, das CZ1 operation memory (Betriebssystem) und Keyboard-Voreinstellungen werden von diesem Programm nicht unterstützt.
Der geoCZEDITOR und geoCZLIBRARIAN sind eigenständige Programme, die separat laufen, dennoch sind sie konzipiert, miteinander zu arbeiten.
Die Version 1.1 ist gegenüber 1.0 um die mit '*' gekennzeichneten Eigenschaften erweitert. Um Platz für diese Zusätze zu schaffen, sind die 'Desk Accessories' herausgenommen worden.
Übersicht
Mit dem geoCZEDITOR können individuelle 'patches' (Sequenzen) aufgenommen werden, die CZ-Voreinstellungen, interne - und Steckmodul- Bänke (siehe Speicherkonfiguration unten) betreffen und/oder von Daten Files, die mit geoCZLIBRARIAN erstellt sind. Allerdings sind die geoCZLIBRARIAN Files nicht mit den Standard-'CZ.' sequentiellen Datenfiles kompatibel. Es ist aber möglich die CZ.-Files mit geoLIBRARIAN zu lesen, konvertieren und weiter zu bearbeiten. Editierte Patches können in 'Application Data Files' gespeichert, oder an den internen- oder Steckmodulspeicher oder in die 'Compare/Recall Area' gesendet werden. Es lassen sich editieren:
Line select
Oktave
Modulation
Detune Einstellungen
Vibrato Einstellungen
Wellenform
Key follows
Hüllkurven; Sustain und Endpunkte.
Die Bedienung des Programmes erfolgt über Menüs und die Tastatur.
Startvorbereitungen
Vor dem Start
1) Synthesizer anschalten
2) Schreibschutz inaktivieren
3) die MIDI Kabel richtig verbinden
4) den CZ-Kommunikationskanal über MIDI auf Kanal 1 setzen.
Zum Start geoCZEDITOR aus dem Desktop anklicken. Wenn das MIDI Interface nicht ansprechbar ist, erscheint eine Dialogbox mit Hinweisen zur Fehlersuche. Ist das Problem behoben, so es behoben werden kann, 'ok' klicken und das Proramm fährt fort.
Bevor der Arbeitsbildschirm erscheint, lädt der geoCZEDITOR den Filepuffer (für 16 Patches) mit dem 'CZ Initialized Patch', dem Patch den man erhielte, wenn der CZ Initialisierungsknopf für jeden Parameter und jede Hüllkurve gedrückt würde. Jeder dieser Patches ist mit '*' gekennzeichnet.
Der Arbeitsbildschirm erscheint und zeigt den initialisierten Patch an; jetzt kann editiert werden.
Tastaturfunktionen
Der Arbeitsbildschirm ist geteilt; in der oberen Hälfte werden die Parameter, in der unteren die Hüllkurven editiert. Der Cursor erscheint in der 'Line Select' -Box in der oberen Hälfte.
Zwischen beiden Bereichen läßt sich mit der Leertaste hin- und herschalten. Die Cursortasten bewegen den Cursor zur Eingabestelle, mit '+' und '-' werden Einträge geändert. * Einige Werte ändern sich in 10er Schritten durch drücken von 'C=' und '+'. Um Sustain oder einen Endpunkt einzugeben den CRSR in die Reihe über dem 'rate/level step' plazieren, der geändert werden soll, 'S' für Sustain bzw. 'E' für Endpunkt drücken. Wird ein Sustain über einen eingefügten Endpunkt eingegeben, wird der Endpunkt nach Step 8 verschoben. (Achtung: ein im CZ eingegebener Endpunkt setzt den Level auf diesem Schritt (Step) auf '0',aber in diesem Editor NICHT. Wenn aber der Patch zum CZ gesendet wird, wird der Endpunkt richtig erkannt und der Level auf '0' gesetzt.)
Sind einige Änderungen durchgeführt, kann der Patch zum Anhören in die 'CZ Compare/Recall temporary sound area' gesendet werden. Dazu zuerst die 'sound area' aktivieren (durch Änderung eines Parameters auf dem CZ), z.B. durch 'tap ring' oder zweifach 'Modulation'. Nun den Patch vom geoCZEDITOR durch RETURN in die 'Compare/Recall Area' des CZ absenden. In diesem Fall werden die Daten nicht dauerhaft im CZ übernommen.
* Um die gerade aktuelle Patch-Stimme aus dem CZ herauszuholen Pfeil-links-Taste drücken. Egal welche Stimme aktiv ist, die Daten aus der 'temporary sound area' werden zur Bearbeitung im Arbeitsbildschirm angezeigt. Da der CZ für Patches keine Namen hat, bekommen sie ein '?'.
Man kann auch einen speziellen CZ Patch oder einen speziellen Patch-Bereich auswählen, um ihn innerhalb des geoCZEDITORs zu speichern, siehe unten im Abschnitt der Untermenüs 'get' und 'save'.
* Der Arbeitsbildschirm kann jederzeit mit 'C=' und 'I' gelöscht und initialisiert werden, d.h. alle Daten gehen verloren und werden durch den 'Initialized Patch' ersetzt.
Clip-and-Save (zur Wiederholung):
Leertaste wechselt Region im Arbeitsbildschirm
CRSR bewegt CRSR innerhalb der Region
S fügt ein Sustain ein
E fügt einen Endpunkt ein
+ / - erhöht/erniedrigt Werte (1er Schritte)
C= + erhöht wenn mögl. in 10er Schritten
Pfeil-links holt das aktuelle Patch aus dem CZ
RETURN sendet Patch nach Compare/Recall
C= I löscht und initialisiert Arbeitsbildsch.
Menüfunktionen
Die drei Hauptauswahlpunkte sind: geos, get und save (Desk accessoires sind weggefallen)
geos - Untermenüs
* MIDI channel ändert die Adresse des MIDI Datenkanals (1-16). Voreingestellt im geoCZEDITOR und CZ ist jeweils '1'.
Diese Eigenschaft kann bequem sein, wenn zwei oder mehr CZ-Systeme betrieben werden. Aber: jedes CZ-System muß mit MIDI IN und MIDI OUT am Interface angeschlossen sein (evt. über MIDI-Splitter oder Matrixanschluß). Ein nur mit MIDI IN verbundener CZ könnte zwar Daten vom Computer erhalten, würde im 'handshake protokoll' den Empfang aber nicht bestätigen.
Achtung: nach Änderung der Adresse im Editor muß man sich vergewissern, daß im CZ der gleiche Kanal eingestellt ist!!! Ansonsten wird das Programm zerstört!!!
info zeigt die Tastaturbelegung an
quit kehrt -ohne Aktualisierung der Datei- zurück in den Desktop, das heißt DATENVERLUST, wenn nicht vorher abgespeichert wurde.
get - Untermenüs
patch from CZ. Ein Patch kann zum importieren und editieren ausgewählt werden. Patches aus dem CZ sind ohne Namen sie bekommen P/1, P/2, ... (für 'preset' voreingestellt), I/1, I/2, ... (für interne Speicherbänke), C/1, C/2, ... (für 'cartridge' Steckmodul-bänke).
patch from file holt ein Patch aus einem geladenen Datenfile in den Puffer (siehe unten). Der Name des Patches erscheint in der 'Patch Box' und die Daten werden zum editieren angezeigt.
file from disk lädt ein geoCZLIBRARIAN File in den Puffer um die 16 Patches -wie oben beschrieben- zugänglich zu machen. Allerdings können vorerst nur die ersten 15 Files zum Laden ausgewählt werden. Optionen zum wechseln von Disk/Drive stehen zur Verfügung.
save - Untermenüs
patch to CZ sendet ein Patch in die interne Speicherbank (A bzw. B) oder in die Cartridge (Steck-erweiterung) des CZ. Die Daten bleiben im Editor erhalten.
patch to file speichert den Patch in die Datei im Puffer; dies kann die initialisierte oder eine von Disk geladene Datei sein. Man kann dem Patch einen Namen geben, den Namen ändern, oder eine Ordnungsnummer (1-16) zuordnen. Achtung: wenn Änderungen gemacht wurden, sollte die Datei sofort auf Diskette gesichert werden.
file to disk speichert die Datei aus dem Puffer auf Diskette als einen geoLIBRARIAN-Datenfile. Besteht bereits ein Datenfile gleichen Namens, kann der Name geändert, oder die bestehende Datei überschrieben werden.
Speicherbank-Konfiguration
Der geoCZEDITOR hält sich an die Konfiguration der CZ101/1000 Speicherbänke: 16-Patches-pro-Bank mal 3 Bänke. Der CZ3000/5000 unterscheidet sich : 8-Patches-pro-Bank mal 8 Bänke. Deshalb
kann der geoCZEDITOR hier nur paarweise auf vier der CZ3000/5000 Bänke zugreifen:
CZ101/1000 CZ3000/5000
voreingestellt 1-16 voreingestellt A1 bis B8
('preset') (C1-D8 nicht ansprechb.)
Intern 1-16 Speicher A1 bis B8
('internal') (C1-D8 nicht ansprechb.)
Der geoCZEDITOR kann also nur Patches in die Bänke A und B des CZ3000/5000 senden, sowohl der internen- als auch der Cartridge-Bänke.
Die Konfiguration ist ansonsten kompatibel auf allen CZ's.
Ich vermute, daß alle CZ3000/5000 Benutzer mit diesen Problemen vertraut sind und hoffe daß weitergehend darüber diskutiert wird.
Nachträge
1) Dieses Programm arbeitet ausschließlich mit dem 'Passport compatible MIDI Interface' zusammen (nicht mit sequentiellen Typen!!).
2) Dieses Programm kann nicht mit GEORAM zusammenarbeiten, weil GEORAM wichtigen Speicherplatz belegt, den auf den auch das MIDI Interface zugreifen muß. Mit den Commodore REU's gibt es keine Probleme, vorausgesetzt, es steht eine Steckplatzerweiterung zur Verfügung, um REU und MIDI gleichzeitig anzuschließen.
geoCZEDITOR arbeitet aber auch gut ohne REU und mit nur einem Laufwerk zusammen.
3) Da nur auf die ersten 15 Patches eines Datenfiles auf Diskette zugegriffen werden kann, plane ich den Einsatz der REU innerhalb geoCZEDITOR. Bis dahin -habe ich herausgefunden- ist es sinnvoll nur 15 Patches zu bearbeiten.
Werden mehrere Dateien bearbeitet, können die in der ersten Seite einer REU, oder auf einer GEOS WORKDISK (mit geoCZEDITOR) abgelegt werden.
4) Wenn man mit dem editieren der CZ-Patche nicht vertraut ist, gibt es Literatur, wie das 'Sound Synthesis Handbook' aus dem CZ-Beipack oder das 'Keyboard Magazine' aus der Zeit '86 bis '88. (Leider ist der CZ nicht mehr 'in' und damit 'auf die letzten Seiten' verdrängt worden.)
5) Ich habe versucht, soviel wie möglich die Eigenschaften aufzunehmen, die auch mit anderen CZ-Editoren erhältlich sind. Eigenschaften wie grafische Bearbeitung, Ausdruck und kopieren von Hüllkurven mußten aus Platzgründen weggelassen werden. Ich beabsichtige nicht, in nächster Zeit an diesem Programm und dessen Hilfsprogramm geoCZLIBRARIAN viel mehr Arbeit zu investieren. Ich hatte zwar geplant, auch ein paar der excellenten Routinen von Bill Coleman zu übernehmen, aber ich fürchte, daß ein nicht zu überschreitendes hohes Niveau bereits erreicht ist. Vielleicht erreichen andere mehr aus GEOS und MIDI.
Douglas Adams
3632 Pawtucket Avenue
East Providence, RI 02915
Dieses Programm ist Public Domain und darf kopiert, aber nicht verkauft werden. Nach meinem besten Wissen sind mit diesem Programm keine Lizenzen oder Copyrights verletzt worden.
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