Dies ist die Übersetzung der Anleitung zu Dialogue128 von Triple Point Software, Toronto, ergänzt durch Erläuterungen/Übersetzungen der Bildschirme und eigene Erfahrungen, wenn das Original nicht ausführlich genug war, außerdem sind konsequent auch die Menübefehle (für eine Mauszeigersteuerung des Programmes) aufgenommen worden.
übersetzt/bearbeitet durch Michael Scholich, Traubenstraße 8, 68199 Mannheim im Januar/Februar 1995 und verteilt als Shareware, das heißt, der Übersetzer hat sehr viel Arbeit investiert und freut sich auf kleine (finanzielle) Anerkennungen; deshalb bitte diese Datei nur mit diesem Hinweis weitergeben !
Da schon mehrere Anleitungen übersetzt worden sind, lohnt sich u.U. eine Anfrage (die vielleicht sogar als Anregung zu 'neuen Taten' dienen kann . . . ).
Dialogue 128
I N H A L T S V E R Z E I C H N I S
Systemvoraussetzungen, um mit Dialogue 128 zu arbeiten 2
Anlegen einer Arbeitsdiskette 2
Dialogue 128 starten 2
Terminalmodus 2
Die Tastatur 3
Das Dialogue 128 Menüsystem 4
Prompts und Frageboxen 4
Befehlsübersicht für Befehle mit der C= -Taste 6
Befehlsübersicht für Befehle mit der ALT-Taste 6
eingehende Controlcodes und Terminalemulationen 7
Dialogue 128 konfigurieren 7
automatische Anwahl 10
die Protokolle für Up-/Downloads 12
Beschreibung der einzelnen Protokolle 13
Beeinflussung des Übertragungsmodus' (Transmit Modification) 14
Puffer Funktionen 15
Puffer Editor 17
die Makrotasten 19
die Befehle des Terminalmodus' 19
das Batchdateiensystem 22
die Batchprogrammierung 23
Anhang A; die Modemdateien 28
Anhang B; Erweiterungsmodule 30
Anhang C; Control-codes 32
Copyright in 1995: M.Scholich
Systemvoraussetzungen, um mit Dialogue 128 zu arbeiten:
- Commodore 128 oder 128D
- Commodore 1541 oder 1571 oder kompatible
- 80-Zeichen Monitor (Farbe oder Schwarz/Weiss)
- Modem
- Swiftlink (optional)
- Commodore REU 1700 oder 1750 (optional)
- Joystick oder Commodore 1351 Proportionalmaus (optional)
Anlegen einer Dialogue 128 Arbeitsdiskette:
Die erhaltene einseitig beschriebene Programmdiskette sollte als 'Masterdisk' betrachtet werden und ist nicht zum regelmäßigen Gebrauch bestimmt.
Zum anlegen einer Arbeitsdiskette befindet sich auf der Programmdiskette das Programm "WORK DISK", das mit RUN gestartet wird:
RUN "WORK DISK" oder RUN "WORK DISK" ON U<Geräteadresse>
Zuerst wird man gefragt, ob man eine neue Arbeitsdiskette anlegen (Option 1), oder eine schon vorhandene ändern möchte (Option 2). Im zweiten Bildschirm wird davon ausgegangen, daß sich die Masterdisk (Original) in Laufwerk 8 befindet und es wird nach der Laufwerksnummer gefragt, auf der die Arbeitsdiskette angelegt werden soll (es kann eine 1541, 1571, HD, RL, 1581, FD, . . . sein).
Auf der dritten Seite ist der vorhandene Modemtyp einzugeben (im Zweifelsfall bitte im Anhang A nachschlagen), auf der vierten das Anwahlverfahren ('Touch-Tone' = Mehrfrequenzverfahren; 'Pulse or Rotary dial' = Pulstonverfahren), auf der fünften der vorhandene Computertyp (C128, C128D oder C128 mit aufgerüstetem 64K VDC), auf der sechsten der Monitortyp (Farbe oder schwarz/weiß). Auf der siebten Seite bitte wählen, welches Eingabegerät neben der Tastatur verwendet werden soll. Nun werden die gemachten Eingaben zur Kontrolle aufgelistet und mit 'Y' + RETURN bestätigt.
Das Programm liest nun die benötigten Dateien von der Masterdisk ein, bittet um das einlegen der zukünftigen Arbeitsdiskette in das entsprechende Laufwerk und frägt, ob diese Diskette vorab zu formatieren ist ('Y' für 'Ja', 'N' für 'Nein'). Die Diskette wird nun (ggf.) formatiert und beschrieben; zu guter letzt kann man auch noch einen Autoboot Sektor schreiben lassen (dabei frägt das Programm nach, ob sich die Disk in einem 1851 Laufwerk befindet).
Dialogue 128 starten
Das Programm läßt sich starten mit
RUN "DIALOGUE" oder RUN "DIALOGUE" ON U<Geräteadresse>
oder bei vorhandenem Autobootsektor durch einschalten des 128'er (Disk in Laufwerk 8) oder mit BOOT oder BOOT ON U<Geräteadresse>
Das laden dauert zwischen 24 Sekunden (1581/JiffyDOS) und 130 Sekunden (1541).
Sollte eine REU 1700 oder 1750 installiert sein, wird diese automatisch erkannt und durch RAMDOS unterstützt (dazu muß sich das Programm 'RAMDOS128.BIN' auf der Arbeitsdiskette befinden).
Nach dem laden erscheint der Konfigurationsbildschirm, Voreinstellungs-, System- und Modemdateien werden nachgeladen, der blinkende Cursor erscheint.
Terminalmodus
Die revers dargestellte Statuszeile am oberen Bildschirmrand gibt Auskunft über wichtige Funktionen:
C: 00:00:00 zeigt die verstrichene Zeit, seit der ein 'Carrier' erkannt wurde ('Connect Time'), also wie lange man 'eingeloggt' ist. Es besteht die Möglichkeit, diese Zeiten für jede Mailbox separat auf Diskette zu speichern.
T: 00:00:00am ist eine Echtzeituhr, die die verstrichene Zeit seit dem Ladevorgang anzeigt, wie lange man also mit Dialogue arbeitet. Beide Uhren haben das Format Stunden:Minuten:Sekunden (hh:mm:ss).
LR:400 1 LC:000 zeigt Pufferstatus an. LR steht für 'lines remaining' (noch zur Verfügung stehende Zeilen im Puffer), die '1' steht für den gewählten Pufferbereich (acht Bereiche können angesprochen werden). Blinkt diese Ziffer, ist der Puffer zur Aufnahme von eingehendem Text bereit. LC zeigt 'lines captured' (im Puffer aufgenommene Zeilen).
A:C:D:N:O:S Meldung diese Buchstaben blinken oder sind revers hervorgehoben, wenn die entsprechende Funktion aktiv ist:
A steht für ablaufende auto-exec oder auto-logon Funktionen (Batchdateien)
C steht für 'carrier detect' (Verbindung aufgebaut)
D steht für Puffer/Diskette (Entleerung des Puffers auf die Diskette)
N nichtsichtbare Zeichen werden dargestellt
O Online. Dieses Zeichen ist bei 'dummen' Modems (z.B. 1650/1660) wichtig, es zeigt 'off hook' des Modems an. Bei 'intelligentem' Modem (mit AT-Befehlen) ist es immer 'an'
S Grafikzeichensatz. In CBM Boxen könnte es sein, daß die Grafikzeichen (über Commodoretaste erreichbar) benötigt werden. Normalerweise ist die C= Taste für Dialogue eine Befehlstaste. Ist das 'S' hervorgehoben, ist C= keine Befehlstaste mehr, funktioniert 'wie gewohnt'. Die Befehle für Dialogue sind nach wie vor vorhanden, müssen dann aber über die Menüs aufgerufen werden.
Die Meldung ganz rechts zeigt im Augenblick 'Terminal Mode' (Terminalmodus aktiv). Hier werden später auch System- oder Fehlermeldungen und Bedienungshinweise angezeigt.
Die Tastatur
Das Standard ASCII enthält ein paar Zeichen, die der 128'er normalerweise nicht kennt. Dialogue belegt selten gebrauchte Tasten mit diesen Zeichen:
der Unterstrich ('Underline') liegt auf der 'Pfeil-links-Taste'
der Hochpfeil (bzw. das 'Dächlein') ('Caret') liegt auf der 'Pfeil-hoch-Taste'
der 'Schrägstrich nach links' ('Backslash') liegt auf der 'Pfund-Sterling-Taste'
die 'geschwungene Klammer auf' ('open curly brace') auf Shift und '+' (gleichzeitig)
die 'geschwungene Klammer zu' ('close curly brace') auf Shift und '-' (gleichzeitig)
das einfache Anführungszeichen ('single open quote') auf Shift und 'Pfund-Sterling-Taste'
der senkrechte Strich ('vertical bar') auf Shift und Klammeraffe
die Tilde (wellenähnlich) ('tilde') auf Shift und '*'
Im CBM-Terminalmodus wird die normale CBM Tastaturbelegung wieder hergestellt.
Spezielle Tasten
Funktionstasten ohne Bildschirm-'ausdruck' sind:
ESC deren Funktion hängt vom aktiven Modus ab. Im 'Terminal Mode' wird über das Modem ein 'ESC' (= chr$(27)) gesendet.
TAB im 'Terminal Mode' wird ein CTRL-I gesendet (was viele Mailboxen als TAB akzeptieren, andere aber ignorieren). Im Editormodus 'normale' TAB-Funktion.
CAPS LOCK wie normal, aber ein ROM-Fehler in manchen 128'ern schloß die q-Taste nicht mit ein. Unter Dialogue ist mit der CAPS LOCK (bzw. SHIFT LOCK) auch ein 'Q' erreichbar.
ALT führt zusammen mit anderen Tasten verschiedene Funktionen aus.
HELP öffnet die 'Pull-down'-Menüs.
LINE FEED sendet an die Mailbox ein chr$(10).
NO SCROLL hängt von der eingestellten 'Flowcontrol' (siehe Konfigurieren) ab. Bei Flowcontrol 'off' ist NO SCROLL ohne Auswirkung, bei 'XON/XOFF' sendet es abwechselnd CTRL-S und CTRL-Q (für scroll anhalten bzw. -weiterführen), bei CTS/RTS wird der RTS-Status ebenfalls hin- und hergeschalten (für MNP-Modems).
C= führt zusammen mit anderen Tasten verschiedene Funktionen aus.
F1, F3, F5, F7 benutzerdefinierte Funktionstasten
Control Codes sind nicht darstellbare ASCII-'Zeichen' mit Werten < 32 (siehe Anhang C). Um ein Control-Zeichen zu erzeugen, die CTRL-Taste drücken und halten und den entsprechenden Code eingeben. (Die Online-Hilfe der Mailbox gibt u.U. auch Auskunft über unterstützte Codes)
Escape Codes innerhalb Dialogue 128 sind auch Escapesequenzen (wie im 128'er Handbuch beschrieben) aktiv:
ESC-P löscht den Text der aktuellen Zeile bis zur Cursorposition
ESC-Q löscht den Text der aktuellen Zeile ab der Cursorposition
ESC-(Klammeraffe) löscht den Text ab der Cursorposition bis zum Ende des Bildschirms
ESC-I fügt an der aktuellen Cursorposition eine Leerzeile ein
ESC-D löscht die Zeile der aktuellen Cursorposition
Das Dialogue 128 Menüsystem
Die Befehle des Dialogue 128 können zum einen über die Tastatur, zum anderen über Pull-down-Menüs (und dort wiederum per Tastatur, Maus, Joystick oder Trackball) eingegeben werden.
Gleichzeitig kann das Pull-down-Menü als Hilfe-Bildschirm betrachtet werden, denn das dem Befehl entsprechende Tastaturkürzel ist mit aufgeführt. Dabei gilt:
das kleine unterstrichene 'c' steht für die Commodore-Taste
das kleine unterstrichene 'a' steht für die ALT-Taste
der Pfeil nach oben steht für die SHIFT-Taste
das spitze Dächlein steht für die CTRL-Taste
der Pfeil-links steht für die ESC-Taste
der Unterstrich steht für die Leertaste
CRSR steht für Cursortaste
CLR steht für die CLR/HOME-Taste
R/S steht für die RUN/STOP-Taste
Tastaturgeführte Pull-down-Menüs
erscheinen mit der HELP-Taste an Stelle der Statuszeile. Der erste Menüpunkt des ersten Menüfensters ist durch einen Cursorbalken revers dargestellt. Der Cursorbalken kann mit den Cursortasten auf und ab bewegt werden, mit den Cursortasten links-rechts wechselt das Menüfenster. Die hervorgehobene Option wird mit RETURN oder Leertaste ausgeführt (fast immer wenn ein Befehl ausgeführt werden soll, kann anstatt RETURN auch die Leertaste verwendet werden).
Die Pull-down-Menüs werden durch RUN/STOP oder erneutes drücken der HELP-Taste verlassen.
Menüzeigergeführte Pull-down-Menüs
können durch führen des Menüzeigers (mit Joystick, Maus, Trackball) auf die Statuszeile aufgerufen werden; sie haben den selben Inhalt wie bei einem Tastaturaufruf, können aber nicht per Tastatur weiterbedient werden (und umgekehrt).
Beim anlegen der Arbeitsdiskette besteht die Option für GEOS- oder Amiga- ähnliche Eingabetreiber:
GEOS STYLE POINTER CONTROL (1351-Maus, Joystick oder Trackball) benutzt nur eine (Maus-) Taste (bei einer 1350 oder 1351 Maus: nur die linke). In der Menüzeile wird das entsprechende Menüfenster durch einfachen Klick auf des Thema geöffnet. Das Menüfenster schließt sich, wenn der Zeiger nach außerhalb bewegt wird, oder nach Anwahl eines Punktes. Ein Punkt wird angewählt, indem man ihn einfach anklickt.
AMIGA STYLE POINTER CONTROL (nur für eine 1351-Maus) benutzt beide Maustasten. Die rechte Taste drücken und halten öffnet die Menüzeile (solange bis sie wieder losgelassen wird). Führt man den Zeiger über eine Option, wird diese hervorgehoben und nach loslassen der Taste ausgeführt.
Der Cursorbalken
innerhalb sonstiger Fenster (Konfiguration oder Anwahl) kann frei mit den Cursortasten bewegt werden, die HOME-Taste setzt ihn in die Position oben-links.
Bei Verwendung des Zeigers wird eine Option durch einmaliges anklicken hervorgehoben und mit einem zweiten Klick ausgeführt. In den Fällen, wo Einstellungen aus einer Liste zu wählen sind, schaltet jeder Klick eine Option weiter (Zahlen nur in aufsteigender Folge, nur per Tastatur kann über SHIFT und RETURN auch absteigend gescrollt werden).
Im 'Zeigermodus' haben die Fenster ein Schließfeld im Eck links-oben. Im Tastaturmodus lassen sich die Fenster mit RUN/STOP schließen.
Prompts und Frageboxen
gibt es dreierlei: Frageboxen, Text- oder Dateneingabefenster und Prompts zur Eingabe von Dateinamen. Dialogue 128 behandelt sie unterschiedlich und bietet auch jeweils unterschiedliche Optionen an.
Frageboxen (graphic requester boxes) tauchen manchmal auf und bieten bis zu drei Auswahlmöglichkeiten an. Um eine Option davon zu wählen, kann man den Zeiger (mit Maus oder Joystick) in das entsprechende Antwortkästchen bewegen und dort klicken, oder man drückt den ersten Buchstaben des Antwortkästchens (z.B.: 'y' oder 'n') auf der Tastatur. Drückt man einfach nur RETURN, wird immer die zweite Option gewählt (die meistens die 'sichere' ist).
Text- oder Dateneingabefenster (text input prompts) erscheinen oft als Teil von Dialogue 128 -Befehlen zur Eingabe von Text oder numerischen Daten. Die Feldlängen sind von Prompt zu Prompt unterschiedlich. Wird in einem Feld lediglich RETURN gedrückt, bleiben die Daten unverändert; CLR (also SHIFT-HOME) löscht den alten Inhalt; die Cursor links-rechts- und Insert-/Delete- Tasten funktionieren wie gewohnt; Neueingabe über vorhandenen Text überschreibt diesen.
Prompts zur Eingabe von Dateinamen (filename input prompts) besitzen zusätzlich zu den obigen Eigenschaften noch weitere Funktionen:
Eine Datei auf andere Laufwerke umleiten. In der Welt des Commodore gibt es drei Laufwerkstypen: Einfachlaufwerke (z.B.: 1571), Doppellaufwerke (z.B.: 4040) und Xetec Festplatten, die drei oder mehr Laufwerksnummern unter einer Geräteadresse verwalten. Weitere Laufwerke arbeiten mit logischen Unterteilungen, den Partitionen (wie z.B.: 1581 oder CMD-HD) oder/und Unterverzeichnissen (CMD-HD).
Dialogue 128 zeigt mit dem Dateinamen-Prompt immer die aktive Geräteadresse in eckigen Klammern an; mit jeder Eingabe eines Dateinamens kann ein anderes Laufwerk bzw. eine andere Geräteadresse angegeben werden:
"Dateiname,9" leitet auf Geräteadresse 9 um
"1,Dateiname,9" leitet auf Laufwerk 1, Geräteadresse 9 um
Drückt man ohne Eingabe RETURN, wird diese Funktion abgebrochen. Wird ein Dateiname oder Laufwerk nicht gefunden, erscheint eine Fehlermeldung mit Fragebox ('Retry' für nochmaliges versuchen, 'Change device number' um ein anderes Laufwerk anzusprechen und 'Abort' zur Rückkehr zum Prompt für die Eingabe des Dateinamens).
Voreingestelltes Laufwerk ändern. Beim DOS-Prompt läßt sich das voreingestellte Laufwerk durch Eingabe von '#' ändern. Ein einfaches '#' zeigt alle vorhandenen betriebsbereiten Laufwerke an, das gewünschte läßt sich mit dem Cursorbalken anwählen. Man kann aber auch direkt das gewünschte Laufwerk eingeben mit '#<Geräteadresse>'. Alternativ läßt sich am DOS-Prompt auch das Menüfenster 'Options' öffnen und 'Change unit #' wählen
Directory anzeigen durch Eingabe von '$' (oder 'Options' 'Directory'). '$' zeigt die Directory aus dem aktuellen Laufwerk, '$,9' lädt die Directory aus Geräteadresse 9; '$1' lädt die Directory aus Laufwerk 1. Ist eine Directory länger als eine dreispaltige Bildschirmseite, erscheint das Wort 'More?' in der Statuszeile. RETURN oder Leertaste zeigt die nächste Bildschirmseite an, RUN/STOP bricht den Vorgang ab.
Diskette anzeigen. Durch Eingabe von '$$' (oder 'Options' Directory header') wird lediglich der Header der Diskette und die Anzahl der noch freien Blöcke angezeigt.
Zugriff auf DOS Befehle. Durch Eingabe eines '>' (oder über die Menüs 'Disk' 'DOS wedge') gelangt man in das DOS-Wedge und kann jeden der Commodore DOS 2.0 Befehle direkt an das Laufwerk senden. Die DOS Befehle findet man in den Handbüchern zu den Laufwerken, sie werden aber auch später noch aufgeführt und erläutert.
Sonderbefehle für 1581-Laufwerke. Eine 1581 Partition kann mit "/Partitionsname" direkt angesprochen werden. Ein '/' (oder 'Options' '1581 root') kehrt zum Rootverzeichnis zurück. Ganze Pfade können beim Dateinamenprompt nicht eingegeben werden, man muß sich also von Unterverzeichnis zu Unterverzeichnis 'durchhangeln' bis man im gewünschten ist, und kann erst dann den Dateinamen eingeben. Ein '//' (oder 'Options' '1581 Partition') zeigt alle Unterverzeichnisse im aktuellen Verzeichnis an; dabei kann mit dem Cursorbalken ein gewünschtes Unterverzeichnis gewählt/angeklickt werden.
Dateiauswahlmodus ist aktiv, wenn eine Directory (oder Unterverzeichnisliste) am Bildschirm angezeigt ist. Ein Cursorbalken erscheint auf dem ersten Eintrag und läßt sich mit den Cursortasten (oder dem Mauszeiger) bewegen. Die Auswahl wird mit RETURN bzw. Doppelklick aktiviert. RUN/STOP bricht diesen Modus ab und kehrt zum normalen Eingabeprompt zurück.
Befehle mit der C= -Taste (Commodoretaste)
In den Pull-down-Menüs ist das Kürzel für die C= -Taste das unterstrichene kleine 'c'.
Die C= -Befehle aufzurufen, ist die Commodoretaste zu drücken und zu halten und die entsprechende zweite Taste kurz zu drücken.
Tastendruck Beschreibung/Funktion siehe Seite
C= und A ruft die Liste für die automatische Anwahl auf
C= und B öffnet bzw. schließt den Puffer
C= und C öffnet das Konfigurationsfenster
C= und D Datei downloaden (empfangen), mit Fehlerprotokoll
C= und E öffnet den Puffereditor
C= und F zeigt die Funktionstastenbelegung an
C= und G packt den aktuellen Bildschirminhalt in den Puffer
C= und H Auflegesequenz (abhängig vom Modemtyp)
C= und I Info; zeigt die Statistik des letzten Upload/Download
C= und L lädt Diskettendatei in den Puffer
C= und M öffnet das Fenster für Makrobearbeitung
C= und N wechseln des aktiven Puffers
C= und P druckt den Inhalt des Puffers aus
C= und Q beendet Dialogue 128 (nach Sicherheitsabfrage)
C= und R löscht den Inhalt des Puffers
C= und S speichert den Inhalt des Puffers auf Diskette
C= und T übermittelt den Pufferinhalt zum Modem
C= und U Datei von Disk Uploaden (absenden) mit Fehlerprotokoll
C= und V zeigt den Inhalt des Puffers am Bildschirm an
C= und W wartet auf einen Anruf (Host-Modus)
C= und > DOS-Befehle senden (DOS-Wedge)
C= und = schaltet geteilten Bildschirm ein/aus (nicht f. VT-Modi)
C= und Pfeil-hoch zeigt 'scrollback' -Puffer
C= und * zum setzen der Systemuhr
C= und CRSR aktiviert 'release cursor mode'
C= und RUN/STOP bricht automatisch ablaufende Vorgänge ab
C= und CLR löscht den Terminalmodus- Bildschirm
C= und 1 . . . 8 wählt den entsprechenden Pufferbereich
C= und SHIFT schaltet den Zeichensatz um
Befehle mit der ALT-Taste
In den Pull-down-Menüs ist das Kürzel für die ALT-Taste das unterstrichene kleine 'a'.
Die ALT-Befehle aufzurufen, ist die ALT-Taste zu drücken und zu halten und die entsprechende zweite Taste kurz zu drücken.
Tastendruck Beschreibung/Funktion siehe Seite
ALT und A ruft automatisch ablaufende Dateien auf
ALT und B schaltet die Puffer-an-Diskette-Option um
ALT und I sendet den Initialisierungsstring an das Modem
ALT und L lädt die Dialogue Extensionsdatei
ALT und N schaltet die 'unsichtbaren Zeichen' ein/aus
ALT und P sendet aktuellen (Terminal-) Bildschirminhalt an Drucker
ALT und R setzt den capture buffer line transmit pointer zurück
ALT und S schaltet den zweiten Commodore-Zeichensatz ein/aus
ALT und T übermittelt eine einzelne Zeile aus dem Puffer
ALT und V zeigt eine Diskettendatei am Bildschirm an
ALT und 0 . . . 9 ruft entsprechenden Makro auf (10-er Tastatur)
ALT u. RUN/STOP sendet ein BREAK Signal
Eingehende Kontrollcodes und Terminalemulationen
CBM-Modus akzeptiert Commodore Codes einschließlich jener, die für viele Farbboards erforderlich sind. C= und SHIFT schaltet zwischen den Zeichensätzen Groß-/Kleinschrift und Großschrift/Grafikzeichen um.
ASCII-Modus ist der Standard für Mailboxen (akzeptiert auch CompuServe Codes).
IBM-Modus unterstützt die meisten IBM ANSI Codes einschließlich Farbe und Grafik der IBM (kompatiblen) Mailboxen.
VT100-Modus akzeptiert einen Teil der VT100 Kontrollsequenzen, einschließlich VT100 Grafik; meistens genügend, um sich mit leichten Einschränkungen in solchen Systemen zurechtzufinden. Da Leitungsstörungen leicht zum Umschalten des Grafikmodus führen können, kann mit C= und SHIFT wieder zurückgeschaltet werden.
VT52-Modus akzeptiert den Standard- Befehlssatz, unterstützt die Controlcodes.
auf folgende eingehende Controlcodes antwortet Dialogue 128:
CTRL-G In allen Modi wird durch CTRL-G (= CHR$(7)) ein Rufzeichen gegeben. Das Rufzeichen kann im Konfigurationsmenü geändert oder ausgeschaltet werden.
CTRL-L löscht den Terminalbildschirm (in CBM-, IBM- und ASCII- Modus) und setzt den Cursor oben-links am Bildschirm.
CTRL-S/CTRL-Q während der Übermittlung eines Pufferinhaltes: XON/XOFF
Dialogue 128 konfigurieren (anpassen)
Das Konfigurationsfenster, erreichbar über Pull-down-Menü ('Dialogue' 'Configure') oder Tastatur (C= und C), dient dazu, sehr viele der (Grund-) Einstellungen zu verändern und anzupassen; einschließlich Bildschirm, Modem, RS-232.
Im Konfigurationsfenster werden alle augenblicklichen Einstellungen angezeigt und es erscheint der Cursorbalken, mit dem die einzelnen Optionen ansprechbar sind. Drückt man bei einer angesprochenen Option RETURN, erscheint entweder ein Eingabeprompt für Dateinamen, oder man blättert (vorwärts) durch eine Parameterliste. SHIFT und RETURN blättert rückwärts. RUN/STOP schließt das Konfigurationsfenster.
Im Zeigermodus wird durch erstmaliges anklicken einer Option, diese ausgewählt, bei weiteren Klicks durch die Parameterliste (nur vowärts) gescrollt. Zum schließen des Fensters das Schließsymbol anklicken.
Beschreibung der Optionen im Konfigurationsmenü
Screen Columns schaltet auf die 40- oder 80- Zeichendarstellung um. Auch die 40- Zeichendarstellung benutzt den (schnellen) 80- Zeichen Bildschirm.
Screen Lines schaltet in die 25- oder 50- Zeilendarstellung um. Die 50 Zeilen Bildschirmdarstellung ist allerdings auf manchen Monitoren unscharf. Der 25 und der 50 Zeilen Schirm benutzt eine eigene Farbtafel, so daß man das beste aus dem Monitor herausholen kann.
Newline Mode dient dazu, den Code einzustellen, der den Cursor an den Anfang der nächsten Zeile positioniert; meistens wird 'CR/LF' (Wagenrücklauf/Zeilenvorschub) verwendet.
Wordwrap Mode 'ON' stellt den automatischen Zeilenumbruch 'EIN', d.h. Worte die nicht in eine Bildschirmzeile passen, werden als ganzes auf die neue Zeile geschrieben. Bei 'OFF' wird der Wortumbruch von der Mailbox (dem 'host'-Rechner) übernommen.
Flow Control erlaubt, den Textfluß nach Bedarf anzuhalten (z.B.: wenn der Terminalmodus zum Aufruf eines Menüs verlassen wird); normalerweise mit XON/XOFF (entspricht CTRL-S/CTRL-C). Unter Verwendung von MNP Modems (bis Level 5) wird RTS/CTS eingestellt.
Delete Character Der ASCII-Code der DEL-Taste kann auf CHR$(8) oder CHR$(127) eingestellt werden. SHIFT und DEL sendet den jeweils anderen Code.
Screen Output legt fest, ob die Daten während Up- oder Downloads, Pufferaktivitäten oder Ausdrucken auf dem Bildschirm angezeigt werden sollen. Die Optionen sind 'None' für keine Bildschirmausgabe, 'Buffer' für Bildschirmausgabe während Pufferinhalte geladen oder gespeichert werden, 'Protocol' für Ausgaben während Up- oder Downloads (senden /empfangen) und 'Both' für beide vorangegangenen Optionen.
Menu Pointer schaltet den Zeiger ('Mauspfeil') ein bzw. aus und damit das Schließsymbol in den Menüfenstern aus bzw. ein. Wenn man den Zeiger nicht braucht, sollte er 'OFF' sein.
Pointer timeout macht den Zeiger nach der angegeben Zeit (in Sekunden) unsichtbar. Wird er angesprochen (der Joystick /die Maus bewegt), wird der Zeiger wieder sichtbar.
Baud Rate scrollt durch die Übertragungsgeschwindigkeiten (300/600/1200/2400/4800 Bits pro Sekunde, sowie in UART Versionen auch 7200/9600/14.400/19.200/38.400 bps). Nach Druck auf 'B' (oder Menü 'Options' 'Other Baud rates') kann manuell auch eine weitere Geschwindigkeit eingefügt werden. Für MNP5 Modems ist 4800 bps zu empfehlen.
Fine Tune (nicht für UART Versionen). Manche Modems brauchen eine 'Feinabstimmung' der Übertragungsgeschwindigkeit, wenn regelmäßig nur 'Datenschrott' ankommt; normalerweise sollte man die Einstellung hier bei 'Null' belassen.
Lenght/Parity stellt den Status des achten Bits eines übermittelten Bytes ein:
8/None 8 Datenbits, ohne Parität (für CBM und IBM Mailboxen)
7/Odd 7 Datenbits, 8. Bit setzt 'high bits' ungerade
7/Even 7 Datenbits, 8. Bit setzt 'high bits' gerade
7/Space 7 Datenbits, 8. Bit immer 'low'
7/Mark 7 Datenbits, 8. Bit immer 'high'
Stop Bits setzt die Zahl der Stopbits auf 'eins' oder 'zwei' pro übermitteltes Datenbyte
Local Echo stellt ein, ob eingegebene Zeichen unmittelbar auf dem Bildschirm dargestellt werden, oder erst, nachdem sie vom Modem als 'Echo' zurückkommen (Full Duplex = 'Echo Off'; Half Duplex = 'Echo On'). Anm.: wenn auf dem Bildschirm Zeichen doppelt dargestellt werden, z.B. 'qq' anstatt 'q', dann 'Echo Off' stellen.
Terminal Mode stellt den Emulationsmodus für das Modem ein:
CBM PETSCII Modus (Commodore 'Farb'-Boards)
ASCII gängigster Mailboxmodus (A.d.Ü.: in Amerika?)
IBM spezielle Einstellung die PC Grafik und Farbe unterstützt (ANSI)
VT100 - (A.d.Ü.: z.B. BTX in Deutschland)
VT52 -
Transmit Mode bestimmt, wie übermittelter Text zum 'Host' gesendet wird:
Stream die Zeichen werden kontinuierlich gesendet, unterbrochen von Pausen (siehe
unten: Transmit Delay)
Stream 2 die Zeichen werden kontinuierlich gesendet, unterbrochen von Pausen jeweils
am Ende jeder Zeile (siehe unten: Transmit Delay)
Reflect hier wartet Dialogue darauf, daß jedes Zeichen als 'Echo' zurückkommt, bevor
das nächste gesendet wird. Das ist natürlich langsamer, aber man hat die
Gewissheit (durch die visuelle Kontrolle), daß der Text wie gewünscht
angekommen ist.
Transmit Delays stellt die Pausenlänge für Stream und Stream 2 ein (in 1/100 Sek.)
Cursor Type wählt die Darstellung des Cursors (Block oder Unterstrich)
Cursor Flash schaltet das blinken des Cursors ein bzw. aus
Printer Device # stellt die Geräteadresse für den Drucker ein (leider nur seriell!)
Secondary Adress setzt die Sekundäradresse für den seriellen Drucker
Bell Mode wählt das 'Klingelzeichen':
Sound: stellt ein hörbares Klingelzeichen dar
Visible: läßt den Bildschirm flackern
Both: gibt ein akustisches und optisches Signal
None: keine Klingel- bzw. Rufzeichen
Buffer Mode wählt die Methode, Zeichen in den Puffer zu schreiben. "Line" übernimmt ganze Zeilen (und läßt eine Bearbeitung mit dem Puffereditor zu), "Character" zeigt nur erhaltene Zeichen an (ohne Editiermöglichkeit, dafür aber mehr Platz im Puffer).
Buffer Configure hiermit werden 1, 2, 4 oder 8 voneinander unabhänige Pufferbereiche eingerichtet. Die folgende Tafel zeigt für verschiedene Einstellungen die Statuszeile bei leerem Puffer:
Mode Buffer config Display Buffers
Lines 1 LR: 800 1 LC: 000 1x 800
Lines 2 LR: 400 1 LC: 000 2x 400
Lines 4 LR: 200 1 LC: 000 4x 200
Lines 8 LR: 100 1 LC: 000 8x 100
Characters 1 R: 64000 1 C: 00000 1x 64000
Characters 2 R: 32000 1 C: 00000 2x 32000
Characters 4 R: 16000 1 C: 00000 4x 16000
Characters 8 R: 8000 1 C: 00000 8x 8000
Zusammen mit einer optionalen 1700 oder 1750 REU bestehen weitere Möglichkeiten, wenn RAMDOS nicht aktiviert ist:
Mit einer 1700:
Lines RAM1 LR: 800 1 LC: 000 2x 800
Lines RAM2 LR: 1600 1 LC: 0000 1x 1600
Characters RAM1 R: 64000 1 C: 00000 2x 64000
Characters RAM2 R:128000 1 C: 000000 1x128000
Mit einer 1750:
Lines RAM1 LR: 800 1 LC: 000 8x 800
Lines RAM2 LR: 6400 1 LC: 0000 1x 6400
Characters RAM1 R: 64000 1 C: 00000 8x 64000
Characters RAM2 R:512.000 1 C: 000000 1x 512.000
Die großen RAM2 Puffer können nicht mit dem eingebauten Editor bearbeitet werden ! !
Set Defaults öffnet zunachst ein weiteres Fenster in dem die Dateinamen (bis zu 12 Zeichen lang) für die verschiedenen Systemdateien (mit den entsprechenden eigenen Einstellungen) eingegeben werden. Diese Dateien werden dann bei jedem Start von Dialogue 128 automatisch mit eingelesen. Sind keine Dateinamen eingegeben, wird 'None' angezeigt. Über das Menü 'Install' lassen sich vorübergehend ("temporär") der Zeichensatz ('Character set'), das 'Modem file', 'Modem control' und die Übersetzungstabelle ('Translation table') "von Hand" einstellen.
Die Dateinamen erhalten automatisch (also nicht mit eingeben) einen Punkt und eine Kennung angehängt:
Modem file Datei mit den Befehlen für das Modem .MOD
Number file das voreingestellte Anwahlverzeichnis .NUM
Macro file die voreingestellte Makrotastenbelegung .MAC
Chr.set (25) der eingestellte Zeichensatz für 25 Zeilen-Bildschirm .CHR
Chr.set (50) der eingestellte Zeichensatz für 50 Zeilen-Bildschirm .CHR
Editor setup Einstellung v. Tabulatoren, Rändern und des Modus .EDT
Extension optionale Extensionsmodule .EXT
Translation optionale eigene (Code-) Übersetzungstabellen .TRN
Colour Settings dient der Farbenwahl über ein Untermenü:
Screen Colour die Farbe des Bildschirmhintergrundes
Text Colour die Zeichenfarbe (eingehenden Textes)
Cursor Colour die Farbe von Cursor und der Signalfelder in der Statuszeile
Status Line für die Statuszeile
Highlight Colour Farbe zum hervorheben von Text ('Bold')
System Text Dialogue 128-Texte (Systemfenster und Menüs)
Die Optionen für den 25- und 50- Zeilenmodus sind zwar die gleichen, werden aber separat abgespeichert (um die 50'er Einstellungen zu tätigen, muß dieser Modus zuvor aktiviert sein).
Abspeichern der Systemkonfiguration Im Konfigurationsfenster 'S' drücken (oder 'Defaults' 'Save defaults'), speichert die aktuellen Einstellungen auf Diskette, nachdem die Geräteadresse (Device Number) des Laufwerks eingestellt bzw. quittiert wird. In den meisten Fällen wird die Datei 'configure.sys' auf der Diskette bereits vorhanden sein, in diesem Falle erfolgt die Sicherheitsabfrage, ob die alte Datei überschrieben ('overwrite') werden soll.
Laden einer Systemkonfiguration durch drücken von 'L' im Konfigurationsfenster (oder Anwahl von 'Load Defaults' aus dem Menü 'Defaults') werden Voreinstellungen geladen. Eine Box frägt 'All Default Files?', 'Yes' wird alle eingestellten Dateien laden, als ob neu gebootet würde, 'No' durchsucht lediglich die Dateiliste der Voreinstellungen nach Dateien, die noch nicht geöffnet sind.
Die folgenden Befehle sind nur temporär, d.h. sie werden nicht auf Diskette gespeichert:
'B' -variable Baudrate; dient zur Eingabe einer ('beliebigen') Baudrate im Bereich 50 bis 9999. Dazu erst in der Mailbox (wenn dort überhaupt unterstützt) die gewünschte Geschwindigkeit einstellen, dann das Configuration Fenster öffnen, 'B' drücken (oder im 'Options'-Menü 'Other Baud Rates' wählen) und für Dialogue die neue Baudrate eingeben. (Modems mit 1200 oder 2400 Baud können im Onlinebetrieb NICHT die Geschwindigkeit ändern!)
'C' -alternativer Zeichensatz; kann auch über das Menü 'Install' gewählt werden ('Load Character Set'). Nach diesem Aufruf ist der Name des zu ladenden Zeichensatzes einzugeben (ohne .CHR -Endung). Auf der Programmdiskette sind ein paar Zeichensätze und ein Zeichensatzeditor (CHREDIT) mitgeliefert. Soll ein bestimmter Zeichensatz schon beim booten geladen werden, muß er in Configure eingestellt sein. (für den 25-Zeilen Modus werden andere Zeichensätze als für den 50-Zeilen Modus benötigt; die Zeichensätze müssen aus dem entsprechenden aktiven Modus heraus geladen werden!)
'F' -Modemfile laden. Muß aus irgendeinem Grund ein alternatives Modemfile nach Dialogue 128 geladen werden, ist dessen Name (ohne .MOD -Endung) nach dem Druck auf 'F' einzugeben (oder Menü 'Install' 'Modem File').
'M' -Modem Control. Nur für 'Smart'-('intelligente') Modems. Nach Druck auf 'M' (oder klicken im 'Install' Menü auf 'Modem control') im Configuration- Fenster erwartet Dialogue einen Modem Initialisierungsstring, gefolgt von einer Anwahlnummer ('AT' setzt Dialogue automatisch, braucht also nicht eingegeben zu werden; auch 'DT' ist voreingestellt, dies muß ggf. durch löschen des 'T' auf 'P' geändert werden.)
'T' -Translation Table laden. Befindet sich Dialogue in einem anderen Emulationsmodus als CBM, müssen alle Zeichen die gesendet werden, von PETSCII in echtes ASCII (oder z.B. in ATASCII) gewandelt werden und umgekehrt. Dialogue benutzt 512 Byte lange Tabellen hierfür, die beliebig editierbar sind (siehe Anhang B).
Automatische Anwahl mit Dialogue 128
Mit C= und 'A' oder 'Auto-Dial' aus dem Menü 'Communication' wird das Fenster für die automatische Anwahl geöffnet, in dem bis zu 30 Anwahlsequenzen dargestellt sind.
'E' (oder 'Directory' 'Edit entry') Eingabe einer neuen Sequenz. Zuerst mit dem Cursorbalken die Position wählen, an der die Anwahl zukünftig stehen soll, dann 'E' drücken. Mit dem Zeiger: erst die Position anklicken, dann im Menü 'Directory' 'Edit Entry' wählen.
In der Statuszeile erscheint die Eingabeaufforderung für 'System Info' (einer 18 stelligen Beschreibung der Mailbox); die Tasten Cursor-rechts/links und Insert/Delete stehen hier auch zur Verfügung; mit RETURN die Eingabe abschließen. Jetzt wird die max. 16 Stellen lange 'System Number' (die Anschlußnummer der Mailbox) eingegeben (RETURN), dabei werden Minuszeichen -als Trennungssymbole- ignoriert und Kommas stehen für eine Pause von 2 Sekunden. Besitzer 'intelligenter' Modems können auch Modembefehle eingeben (AT setzt Dialogue automatisch, wenn das erste eingegebene Zeichen keine Ziffer ist, aber DT oder DP muß dann mit dem Anwahlstring eingegeben werden.).
Die nächste Box frägt 'Define Function Keys?' (Funktionstasten definieren?). Auf 'Y' für 'Ja' zeigt Dialogue die Funktionstasten an, jede kann mit einem bis zu 20 Zeichen langen Text belegt werden. Im Terminalmodus wird dieser Text auf Druck der F-Taste gesendet. Jedem der bis zu 30 Mailboxeinträge lassen sich 4 Funktiontasten programmieren; sie können z.B. Namen, Logon Info, Paßwort, spezielle Befehle u.v.a. enthalten. In den Emulationen VT52 und VT100 sind die Tasten mit speziellen Funktionen belegt, eigene Funktionen sind dann über SHIFT-Funktionstaste erreichbar.
Die nächste Bildschirmanzeige ist eine verkürzte Fassung des Configuration Fensters zur Eingabe der Parameter für die einzelne Mailbox. Diese Parameter sind frei änderbar, sind aber so voreingestellt, daß mit großer Wahrscheinlichkeit eine Verbindung möglich ist. Am häufigsten muß die Baudrate verändert werden (im Zweifelsfall mit 300 oder 1200 Baud beginnen). Die anderen Parameter sind:
Screen lines für 25 oder 50 Zeilen pro Bildschirm
Wordwrap Wortumbruch (wenn die Zeilen der Box länger als die eigenen sind
Flow Control s. Configure (None, XON/XOFF, RTS/CTS sind einstellbar)
Delete chr Delete-Tastenbelegung mit CHR$(8) oder CHR$(127)
Local Echo s. Configure (Half Duplex oder Full Duplex)
Terminal Mode wählt ASCII, IBM (ANSI), VT100, VT52 oder CBM Emulation
Transmit Mode manche Systeme sind nicht schnell genug für 'Stream', dann: 'Reflect'
Transmit Delays verzögert im Streammodus die Textübertragungsgeschwindigkeit
Carrier Check nach der eingestellten Zeit legt das Modem auf, sofern keine
Verbindung aufgebaut werden konnte (60" sind oft ausreichend)
Save connect time bei 'ON' wird die Zeit, die man in einer Box verbracht hat, auf
Diskette abgespeichert (s. unten)
Protocol zur Einstellung des Übertragungsprotokolls für uploads/downloads
(kann jederzeit im Protokollparameter Fenster geändert werden; s.u.)
Dieses Anwahl-Configure Fenster kann mit 'RUN/STOP', 'SPACE' oder dem Schließsymbol zum Anwahlnummernverzeichnis verlassen werden.
Das Anwahlnummernverzeichnis kann jetzt mit 'S' (oder Menü 'Directory' 'Save Directory') abgespeichert werden, damit es beim nächsten Bootvorgang (automatisch) wieder zur Verfügung steht. Dialogue bittet noch um Eingabe eines Dateinamens (bitte ohne die Extension .NUM; sie wird automatisch angefügt). Nach Abschluß der Eingabe mit RETURN wird geprüft, ob bereits eine Datei mit diesem Namen auf der Diskette besteht, wenn ja, muß in der folgenden Dialogbox ("File exists, Replace?") bestätigt werden ('Yes'), daß diese 'alte' Datei gelöscht und dann überschrieben wird. Mit 'No' springt das Programm zurück zum Eingabefeld für den Dateinamen; mit RETURN in das Nummernverzeichnis ('Auto-Dial Directory')
Sollte der Wunsch bestehen, diese Datei vor-einzustellen (für automatisches laden während des Bootvorganges): siehe oben unter Konfiguration.
Mit 'L' (bzw. 'Directory' 'Load directory') kann jederzeit ein anderes Nummernverzeichnis von der Diskette eingeladen werden. Auf einer Diskette können 'beliebig' viele Verzeichnisse abgelegt, aber nur eines voreingestellt sein.
Automatische Anwahl erfolgt mit RETURN (oder 'Dialing' 'Dial number' im Menü), nachdem der Cursorbalken auf den entsprechenden Eintrag plaziert wurde. Das nächste Fenster zeigt den Titel und den Anwahlstring der Mailbox an, und die Restzeit, die Dialogue noch bis zum Aufbau einer Verbindung wartet. Kommt die Verbindung in dieser Zeit (Einstellung: siehe Anwahlnummerneingabe) nicht zustande, hängt Dialogue wieder auf (ebenso, wenn die RUN/STOP Taste gedrückt, oder das Schließsymbol angeklickt wird).
Wird die Verbindung hergestellt ('carrier detected'), springt das Programm in den Terminalmodus, die Voreinstellungen für dieses System werden aktiviert, der Bildschirm gelöscht. Oben am Bildschirm erscheint der Name der Mailbox (wie im Anwahlverzeichnis eingegeben) und in der Statuszeile wird 'C' (wie 'carrier') hervorgehoben. Du bist nun 'Online' (in der Mailbox) und mit einem von dort angezeigten Tastendruck (z.B.: 2x ESC oder RETURN oder Leertaste oder . . . ) geht es weiter.
(Manche Modems haben interne Timer, dann muß man u.U. das Register ATS7 angleichen.)
Die automatische Wiederwahl (SHIFT und RETURN, oder SHIFT und LEERTASTE, oder Menü 'Dialing' 'Cycle dial') veranlaßt Dialogue die Anwahl so oft zu wiederholen, bis eine Verbindung zustandekommt (oder man diesen Modus mit RUN/STOP abbricht). Bei Modems mit Lautsprecher kann man bei auftreten des Besetzt-Tones den Rest der voreingestellten Wartezeit ('countdown') überspringen (LEERTASTE oder RETURN); Dialogue wählt automatisch sofort neu an. Kommt nach der automatischen Wiederwahl eine Verbindung zustande, zeigt dies ein Tonsignal und/oder Bildschirmflackern (je nach Voreinstellung) an; diese Signale lassen sich mit der C= Taste abstellen.
Unterstützt das Modem 'Busy Detect', kann man auch diesen Modus aktivieren (siehe Modemhandbuch, ATX-Befehle). Der ATX- (oder ATS7-) Befehl läßt sich bei Bedarf auch in den Modem-Initialisierungsstring (siehe unten) aufnehmen.
Handeingabe einer Anwahl mit 'N' (oder 'Dialing' 'Single Dial'). Wenn die Nummer nicht gespeichert werden braucht, muß man nach 'N' die gewünschte Nummer eingeben. Nach RETURN erfolgt sofort die Anwahl. Die Terminaleinstellungen werden aus den Konfigurationsmenü entnommen.
Mit 'A' (anstatt RETURN) zur Anwahl einer Mailbox (oder aus dem Menü 'Dialing' 'Dial + Exec' wird eine Batchdatei aufgerufen, die sich auf diese Anwahl bezieht. SHIFT und 'A' (bzw. 'Dialing' 'Cycle + Exec') bewirkt automatische Neuwahl, solange bis eine Verbindung zustande kommt. Ist die Verbindung hergestellt, arbeitet sich die Batchdatei sofort ab. Die Ausführung der Batchdatei läßt sich jederzeit mit C= und RUN/STOP unterbrechen. Batchdateien werden weiter unten beschrieben.
Aufzeichnung einer Batchdatei mit 'W' aus dem Anwahlenmenü heraus, oder durch anklicken von 'Options' und 'Write auto-exec'. Das Programm springt in den Puffereditor (in den höchsten Puffer, der konfiguriert wurde). Dieser Pufferbereich wird überschrieben, deshalb sollte er leer sein (oder nur noch 'unwichtiges' enthalten). Näheres zum Editor: siehe unten.
Die Liste der Anwahlnummern läßt sich mit 'P' (oder 'Directory' 'Print-out') ausdrucken (Drucker- und Sekundäradresse im Konfigurationsmenü einstellen).
Mit 'R' läßt sich die Anwahlliste neu sortieren. Dazu mit dem Cursorbalken einen Eintrag auswählen, R drücken, Cursorbalken an die 'neue' Stelle bewegen und RETURN drücken. Die beiden Einträge tauschen nun ihre Plätze (mit dem Zeiger: ersten Eintrag anklicken, dann 'Directory' und 'Rearrange', zweiten Eintrag zweimal anklicken).
Aufsummierte Verbindungszeiten für jede Mailboxnummer (die im 'Host Configuration' -Menü die Option 'Save Connect Time' "ON" hat) sind mit 'T' (oder 'Options' 'Time review') abrufbar. Die Zeit ('Total Connect Time:') wird in der Statuszeile angezeigt; gleichzeitig wird man gefragt, ob die aufgelaufene Zeit gelöscht (auf Null zurückgesetzt) werden soll.
Mehrfache Anwahl mit 'M' oder 'Multiple Dial' aus dem Menü 'Dialing'. Möchte man regelmäßig während einer Sitzung in mehrere Mailboxen nacheinander einloggen, kann mit RETURN in diesem Modus eine hervorgehobene Mailboxnummer nach der anderen ausgewählt werden. In der Statuszeile erscheint 'none' für nicht ausgewählte Dateien, 'dial' für Standardanwahl und 'exec' für gleichzeitigen Aufruf einer auto-exec Datei (RETURN schaltet jeweils eine Option weiter). Die gesamte Auswahl läßt sich mit 'CLR' (also SHIFT-HOME) zurück setzen. Ist die Auswahl getroffen, schaltet man mit RUN/STOP in den normalen Anwahlmodus zurück.
Die Liste des 'Multiple Dial' läßt sich mit 'D' (oder 'Dial List' aus dem Menü 'Dialing') abarbeiten. Alle Nummern der Liste werden revers dargestellt und nach Verbindungsaufbau wieder zurückgesetzt. Die restliche(n) Nummer(n) lassen sich jederzeit mit 'D' bzw. 'Dial List' anwählen.
'K' übergeht eine Nummer aus der Mehrfachanwahlliste, wenn die Taste während des 'Countdowns' gedrückt wird.
Die Mehrfachanwahlliste läßt sich mit ALT und 'S' bzw. ALT und 'L' (oder 'Save List' bzw. 'Load List' aus dem Menü 'Options') abspeichern bzw. laden; in beiden Fällen ist das Kürzel .LST zum Dateinamen nicht mit anzugeben.
Protokolle und Up-/Downloading mit Dialogue 128
Begriffsklärung:
Upload ist das übertragen einer Datei von Deinem Computer zu einem anderen System
Download ist das übertragen einer Datei von einem anderen Sytem in Deinen Computer
Für beide Vorgänge bedient man sich sogenannter 'Fehlerprotokolle'.
Protokolle. Das Telefon wurde konstruiert, Sprache zu übertragen und keine Daten. Innerhalb der technischen Möglichkeiten der Telefonleitungen leisten Modems großes, aber manchmal werden Daten bei der Übertragung verfälscht. Während normaler Kommunikation (z.B.: 'Chat Mode') sieht man sofort, wenn ein Zeichen fehlt oder verfälscht ist; dagegen hat man während der Übertragung von Dateien zunächst 'keine Chance' und die ganze Datei wird nutzlos (und teuer). Ein Protokoll stellt ein Verfahren zur Fehlererkennung und -korrektur zur Verfügung.
Das Protokoll teilt die Datei(en) in kleine Päckchen auf und vergleicht jedes Päckchen mit einer Prüfsumme. Stimmt diese nicht, wird dieses Päckchen nochmals übertragen. Stimmt die Prüfsumme, wird das Päckchen auf Diskette gespeichert, bis die gesamte Datei übermittelt ist.
Dialogue unterstützt 6 verschiedene Protokolle: Punter C1, Xmodem checksum, Xmodem CRC, Xmodem 1K (manchmal irrtümlich als Ymodem bezeichnet), Ymodem Batch und das CompuServe Quick B. Die meisten Mailboxen werden mindestens eines dieser Protokolle unterstützen.
Bevor man mit dem Up-/Download beginnt, sollte man sich in der Mailbox schon ganz gut auskennen. Leider hat jede Box eigene Befehle und Eigenschaften, so daß diese Anleitung keine allgemein gültige Beschreibung geben kann; notfalls bitte auf das Hilfesystem der Box zurückgreifen (oder den Sysop fragen).
Sind die Vorbereitungen für ein Up- oder Download im System abgeschlossen, sollte eine Aufforderung erscheinen, die Datenübertragung zu beginnen.
Jetzt C= und 'U' für ein Upload, bzw. C= und 'D' für Download drücken, oder den Punkt 'Upload' bzw. 'Download' aus dem Menü 'File transfer' wählen. (Nur das CompuServe B startet automatisch)
Das Protokoll Parameter Fenster öffnet sich, um die gewünschten Optionen einzustellen. Mit den Cursortasten läßt sich das Thema anwählen, mit RETURN durch die jeweils vorhandenen Optionen durchblättern. (Dieses Fenster läßt sich bei jedem Prompt zur Eingabe eines Dateinamens durch '?' wieder aufrufen.)
Protocol blättert durch die Datenübertragungsprotokolle
Translation (ein oder aus, das C1-Protokoll ignoriert diese Einstellung) dient dazu, die eingehenden Daten, die wohl zumeist in 'echtem' ASCII gesendet werden, in das PETSCII Format des C128 zu übersetzen. Diese Übersetzung kann dann wünschenswert sein, wenn in dem Text Großbuchstaben und Kleinbuchstaben vertauscht dargestellt sind.
Ymodem Filenames ('Prompt' oder 'Default'). Im Y-Protokoll kann der Dateiname mit übermittelt werden; in der Einstellung 'Default' wird der Name übernommen. Bei 'Prompt' erscheint für jede Datei ein Eingabefeld in der Statuszeile und man kann einen eigenen Namen vergeben (besonders beim Download interessant, da man auf dem 128'er bis zu 16 Zeichen eingeben kann, während die IBM Rechner ja auf max. 8 Zeichen begrenzt sind).
Filetypes ('Prompt', 'PRG' oder 'SEQ') erfolgt im C1 Protokoll automatisch; ansonsten muß der gewünschte Filetyp vorgewählt werden. 'PRG' oder 'SEQ' wird alle empfangenen Dateien als 'Programmfile' bzw. 'sequentielle Daei' auf Diskette schreiben; 'Prompt' öffnet für jede einzelne Datei eine Auswahlbox für 'PRG' oder 'SEQ'. (SEQ wird automatisch voreingestellt, wenn 'Translation' 'On' ist)
Punter Block Size (kann zwischen 40 und 255 sein) gilt nur für das Punter Protokoll. (siehe unten unter Protokollbeschreibungen)
Sind in diesem Fenster die Einstellungen getätigt, RUN/STOP drücken, bzw. das Schließsymbol anklicken.
Nun öffnet sich das 'Transfer Statistics' Fenster mit Informationen über den Fortgang der Datenübertragung. Eingehende Daten können (wenn im Konfigurationsmenü die 'Screen Output' Option mit 'Protocol' oder 'Both' gewählt ist) in einem zweiten Fenster unmittelbar verfolgt werden.
Alle Datenübertragungen lassen sich mit RUN/STOP oder klicken auf das Schließsymbol jederzeit abbrechen. Dialogue kehrt unter der Meldung 'Uload aborted' bzw. 'Dload aborted' in den Terminalmodus zurück. Die Mailbox benötigt u.U. noch ein paar Sekunden, um einen Abbruch zu erkennen, manche benötigen dazu auch eine öfters wiederholte Eingabe von CTRL und 'X'.
Professionelle Mailboxen informieren Dich darüber, wie das Up- oder Download durchgeführt wird. Vielleicht sollen aber Daten an Freunde übermittelt werden, oder direkt zwischen zwei Computern, die nebeneinander stehen. Beide Terminals (Computer) müssen das gleiche Protokoll eingestellt haben (das CompuServe B funktioniert in diesen Fällen nicht!), 'Ymodem Batch' ist zu empfehlen, da mehrere Dateien 'in einem Rutsch' übertragen werden können.
Für die Übertragung muß der 'Uploader' beginnen (aber anderst als in Mailboxen gibt es keinerlei 'Startsignal' und alle Zeiten müssen manuell abgeschätzt werden), das Upload zu starten. Der 'Downloader' muß nach einer "angemessenen" Zeit das Download einleiten.
Bei Verwendung des C1 Protokolls erscheint auf dem Bildschirm des Downloaders die Meldung 'GOO' als Teil des Fehlerprotokolls und kann ignoriert werden.
Im Terminalmodus kann das (jeweils letzte) Statistikfenster mit C= und 'I' bzw. 'Info' aus den 'File transfer' -Menü nochmals eingesehen werden.
Beschreibung der einzelnen Protokolle
Punter C1
1984 durch Steve Punter (in Mississauga, Ontario) entwickelt, war es lange Zeit Standard für die Commodore 8-bit Rechner und hat sogar Einzug bis in die Amiga- und MS-DOS- Welt gefunden. Nach Einführung von Xmodem-1K und Ymodem-Batch ist die allgemeine Bedeutung zurückgegangen, besteht aber immer noch für sogenannte 'colour boards'.
C1 beinhaltet eine variable Päckchengröße ('Block size'; zwischen 40 und 255 Blocks) und eine zweifache Prüfsummenkontrolle ('additive checksum' und 'cyclic redundancy check'). Die Blockgröße hat in diesem Falle nichts mit Diskettenblöcken zu tun. Bei sehr schlechten Telefonleitungen können kleinere Päckchen verschickt werden, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, daß ein Päckchen ordentlich ankommt.
Das C1 Protokoll sendet die Block-(Päckchen-)größe als Teil des ersten Blocks, das heißt, die Einstellung ist nur für Uploads relevant. Für Downloads muß eine Änderung der Blockgröße vor dem Download in der Mailbox eingestellt werden.
Gebrauch: typischerweise bieten die 64/128'er BBS-en (Mailboxen) die Befehle LOAD und SAVE für Down- bzw. Uploads. Dann kann mit LIST eine Liste der Dateien angezeigt werden, die für ein Download zur Verfügung stehen. Steht die Auswahl fest, den LOAD Befehl eingeben und die BBS frägt nach dem gewünschten Dateinamen, den Du eingibst. Auf die Meldung 'Waiting for start signal. A to abort, B to change block size' drücke C= und 'D' zum Start des Download.
Nun erscheint das 'Protokoll Parameter' Fenster. Stimmt das Protokoll (noch) nicht, drücke RETURN (oder klicke es an), bis 'Punter C1' aktiviert ist. Mit RUN/STOP (Schließsymbol anklicken) erscheint in der Statuszeile der Prompt zur Eingabe des Dateinamens für Deine Diskette. Nach Eingabe des Namens und RETURN beginnt das Download. RETURN ohne Namenseingabe bricht den Vorgang ab; dann auch der BBS mit 'A' melden, daß abgebrochen wurde.
Tritt man unter dem C1 Protokoll mit einem Amiga oder MS-DOS Rechner in Verbindung, muß man deren Beschränkungen für die Vergabe von Dateinamen beachten: MS-DOS läßt nur 8-stellige alpha-numerische Zeichen gefolgt von einer 3-stelligen Kennung ('Extension') zu (keine Sonderzeichen! alle Buchstaben als Großbuchstaben!), Amigas sind da etwas flexibler, vertragen aber keine Leerzeichen oder Schrägstriche in den Dateinamen.
Xmodem
1977 von Ward Christenson für CP/M entwickelt, wurde zum allgemeinen Standard für Mikrocomputer. Dialogue 128 unterstützt drei Varianten des Xmodem:
Checksum : das 'Original' mit einer Blockgröße von 128 Bytes und einfacher Prüfsumme
CRC (Cycle Redudancy Checksum): mit verbesserter Prüfsummenmethode
Xmodem 1K : ist eine erweiterte CRC-Methode, 1982 durch Chuck Forsberg geschrieben, nachdem Ward Christenson seinen Code öffentlich zugänglich machte. Xmodem 1K läßt Blocks von 128 oder 1024 Bytes zu. Die 1K-Blocks bringen Geschwindigkeitsvorteile. Manchmal wird Xmodem 1K irrtümlich als Ymodem bezeichnet.
Gebrauch: finde in der BBS die Befehle für das anzeigen der Downloadlisten und für das Up- bzw. Download (evt. über HELP oder Sysop).
In CompuServe LIB (Verzeichnis) wählen und mit BROWSE durchsuchen. Hinter jedem Dateinamen steht eine kurze Beschreibung und das 'Disposition!' -Prompt. Zum Download eingeben: dow pro:xmo . CompuServe antwortet: "Starting Xmodem send. Please initiate Xmodem receive and press <CR> when the transfer is complete" . Jetzt C= und 'D' drücken. Falls notwendig, im Parameterfenster noch eine der Xmodem Optionen anwählen und den Dateinamen eingeben. Nach RETURN beginnt die Datenübertragung. Zeigt Dialogue in der Statuszeile ganz rechts 'dload complete' ('fertig'), RETURN drücken, um CompuServe zu bestätigen. Das Upload funktioniert ebenso, der Befehl ist: upl pro:xmo am LIB -Prompt.
Ymodem Batch
1987 durch Chuck Forsberg entwickelt, baut auf seinem eigenen Xmodem 1K auf, indem die Dateinamen Bestandteil der Datenübertragung sind. Daher können ganze Gruppen von Dateien 'in einem Rutsch' übermittelt werden.
Gebrauch: finde in der BBS die Befehle für das anzeigen der Downloadlisten und für das Up- bzw. Download (evt. über HELP oder Sysop). Nachdem die Mailbox auf die Datenübertragung vorbereitet ist, mit C= und 'U' bzw. 'D' (oder 'File transfer' 'Upload' bzw. 'Download') drücken. Unter Ymodem besteht die Möglichkeit, alle Dateien ohne Unterbrechung downzuloaden, oder nach jeder Datei kurz zu unterbrechen, um einen eigenen Dateinamen oder/und Dateiart einzugeben. Die Einstellung hierfür liegt im Protokoll Parameterfenster: 'Ymodem filenames': 'default' übernimmt die Originalnamen, 'prompt' erwartet für jede Datei eine manuelle Eingabe.
Beim Upload mit Ymodem bediene Dich des 'File Selection Mode', indem Dateinamen für Dateinamen (jeweils mit RETURN abschließen) eingegeben werden. Dabei können auch unterschiedliche Laufwerke angegeben werden (Syntax: siehe oben). Dieser Puffer faßt ca. 20 Namen (abhängig von deren Länge). Mit RUN/STOP (oder 'Options' 'Exit input') diesen Modus abbrechen. Die Sicherheitsabfrage 'Upload all files?' mit 'N' beantwortet, bricht den Vorgang ab, 'Y' startet die Übertragung.
CompuServe B
wurde in den frühen 80'ern speziell für CompuServe geschrieben, unter der Vorgabe, ein Up- bzw. Download so einfach wie möglich zu gestalten. Die Weiterentwicklung kam 1987 als Version 'Quick B'. Dialogue hat folgende Blockgrößen vorgegeben: 128 Byte bei 300 Baud, 512 Byte bei 1200 Baud und 1024 Byte bei 2400 Baud und darüber.
Gebrauch: Für ein Download beim 'Disposition!' -Prompt einfach dow pro:b eingeben. CompuServe fragt nach einem Dateinamen zum abspeichern auf Deiner Diskette ('Filename for your computer:'); nach dessen Eingabe läuft alles automatisch. Da keine CBM Befehle gebraucht werden und Dialogue nicht nach dem Dateinamen frägt, erscheint noch eine Dialogue-Box zur Eingabe des anzusprechenden Diskettenlaufwerkes.
Nach erfolgter Übertragung springt Dialogue wieder in den Terminalmodus.
Beeinflussung des Übertragungsmodus' ('Transmit Modification Characters')
Mit Dialogue besteht auch die Möglichkeit, Text an die Mailbox zu senden, ohne ihn direkt einzutippen. Der Übertragungsmodus wird im Konfigurationsfenster ('Transmit mode' und 'Transmit Delays') geregelt. Text kann über Funktionstasten, Makros oder Batchdateien direkt vom Bildschirm ausgelesen und übertragen werden. Dazu gibt es u.a. folgende Befehle:
SHIFT und RETURN (erscheint als C/R): Normalerweise endet ein durch Dialogue übermittelter Text mit 'Carriage return' ('Wagenrücklauf'). Wenn nötig können weitere Wagenrückläufe erzwungen werden, die Dialogue alle mit CHR$(13) übersetzt. Beim anlegen einer Batchdatei wird C/R durch C= und RETURN erzeugt.
C= und '+' (erscheint als 'Pfeil-rechts') unterdrückt am Textende den Wagenrücklauf (C/R); d.h. der Text wird bis zu diesem Zeichen übermittelt, der Cursor bleibt an dieser Stelle stehen. Jetzt können andere Makros oder Funktionstasten aufgerufen werden, um evt. zusätzliche Parameter eingeben zu können.
Hochpfeil (erscheint als '^') teilt Dialogue mit: das nächste Zeichen ist ein Controlcode (CTRL). Controlcodes werden nicht auf dem Bildschirm ge-echoed (dargestellt). Eine Liste der Controlcodes findet sich im Anhang C (z.B.: ^s als Stopzeichen). Übertragungen mit einem Controlcode am Ende erhalten nicht den automatischen Wagenrücklauf (C/R)!
ESC (erscheint als 'Pfeil-links') dient der Übermittlung von ESC-Codes (gefolgt von entsprechender Befehlstaste).
Backslash Sequenzen: (der Backslash, der 'umgekehrte' Schrägstrich, liegt auf der 'Pfundtaste') Manchmal benötigt man Zeichen, die nicht direkt über die Dialogue-Tastatur eingebbar sind; sie sind leicht definierbar: einfach den entsprechenden ASCII-Wert nach dem Backslash eingeben (z.B.: Backslash065 stellt ein 'a' dar). Folgende Zeichen sind schon vordefiniert:
Backslash'b' Backspace (CHR$(8)/^h)
Backslash'd' Delete (CHR$(127))
Backslash'e' Escape (CHR$(27)/^d)
Backslash'l' Linefeed, Zeilenvoschub (CHR$(10)/^j)
Backslash'r' Carriage return, Wagenrücklauf (CHR$(13)/^m)
Backslash't' Tab (CHR$(9)/^i)
BackslashBackslash erlaubt einen Backslash zu senden
Backslash'U' Cursor up (aufwärts) I Diese Cursorsteuerung
Backslash'D' Cursor down (abwärts) I ist hauptsächlich für
Backslash'L' Cursor links I die Batchdateien
Backslash'R' Cursor rechts I interessant.
Backslash### übermittelt den dreistelligen ASCII-Code (entspricht CHR$(###))
Puffer Funktionen
Der Rückschaupuffer
Dialogue hat ein 'Gedächtnis' ('Scrollback Review Buffer'), das immer aktiv ist und alles (bzw. die letzten 9000 Zeichen) vom Terminalmodus-Bildschirm mitschreibt. Daher können Texte zurückgeholt werden, selbst wenn der 'Capturebuffer' nicht geöffnet war.
C= und '^' (oder 'View scroll-back' aus dem Menü 'Buffer') öffnet den Buffer und stellt ihn umgekehrt dar, d.h. das neueste zu oberst, am unteren Bildschirmrand beginnend. Dabei gibt es folgende Optionen:
RUN/STOP Abbruch zum normalen Terminalmodus
CRSR mit den Cursortasten kann durch den Puffer auf- und abgescrollt werden
Leertaste schnelles scrolling (in die Richtung, die zuletzt benutzt wurde)
'+' bzw. '-' nächste bzw. vorhergehende Pufferseite abrufen
C= und 'g' kopiert die aktuelle Bildschirmseite in den 'Capture buffer' (s.u.)
Dieser Puffer wird jedesmal geleert, wenn die Bildschirmbreite geändert, eine Batchdatei aufgerufen oder beendet, interne Pointer zurückgesetzt werden.
Der 'Mitschreibepuffer' ('Capture buffer')
öffnet sich mit C= und 'B' (oder 'Buffer' 'Buffer capture' in den Menüs). Der aktive Pufferbereich blinkt in der Mitte der Statuszeile und rechts erscheint die Meldung 'Capture On', damit wird aller ab dann eingehender Text aufgezeichnet. Die beiden Statuszähler zeigen den Füllstand des Puffers an; die Puffergröße (und -anzahl) hängt von der Pufferkonfiguration (s.o.) ab. Ein zweiter Druck auf C= und 'B' (oder 'Buffer' 'Buffer capture' in den Menüs) schließt die Pufferaufzeichnung wieder.
Dialogue kann bis zu acht separate Puffer verwalten, die mit C= und '1', '2', . . . ,'8' (oder 'Buffer' 'Set buffer' in den Menüs, oder C= und 'N') angewählt werden können; hierfür nicht die Zahlentasten des 10er Blockes verwenden, die sind anderst belegt. Die folgenden Funktionen beziehen sich jeweils auf den aktiven Pufferbereich:
C= und 'G' (oder 'Buffer' 'Grab screen' in den Menüs) übernimmt den aktuellen Bildschirminhalt in den Capture buffer, ohne daß dieser vorher eingeschaltet wurde. (Diese Funktion läßt sich auch im 'Scrollback Buffer' oder im 'View Disk File' aufrufen.)
C= und 'R' (oder 'Buffer' 'Reset' in den Menüs) dient zum zurücksetzen (löschen) des aktiven Puffers, nach Bestätigung der Sicherheitsabfrage ('Reset buffer?').
C= und 'V' (oder 'Buffer' 'View' in den Menüs) zeigt den Inhalt des aktuellen Puffers an. In diesem Modus wird eventuell gleichzeitig eingehender Text nicht angezeigt.
RUN/STOP Abbruch zum normalen Terminalmodus
CRSR mit den Cursortasten kann durch den Puffer auf- und abgescrollt werden
Leertaste schnelles scrolling (in die Richtung, die zuletzt benutzt wurde)
'+' bzw. '-' nächste bzw. vorhergehend Pufferseite abrufen
HOME springt zum Anfang des Puffers
SHIFT und CLR springt zum Ende des Puffers
ALT und 'V' zeigt eine Diskettendatei (nur SEQ) auf dem Terminalbildschirm an, ohne in den Speicher geschrieben zu werden. Dabei läßt sich der 'Capture buffer' für den eingehenden Text öffnen oder schließen. Nach Aufruf dieser Funktion erscheint ein Prompt zur Eingabe des Dateinamens. Wird hier ein '$' eingegeben, erscheint eine Diskdirectory, nur mit den vorhandenen SEQ-Dateien. Mit dem Cursorbalken läßt sich die gewünschte Datei anwählen (RETURN bzw. Doppelklick). Bei Eingabe eines '?' am Eingabeprompt, wird zur Ausgabe die ASCII nach PETSCII Übersetzung aktiviert (siehe hierzu auch C= und 'L' bzw. C= und 'S' weiter unten). Während der Ausgabe stehen zur Verfügung:
Leertaste unterbricht Bildschirmausgabe bzw. führt sie weiter ('Pause')
ALT und 'P' druckt den aktuellen Bildschirminhalt aus
C= und 'B' öffnet bzw. schließt den aktuellen 'Capture buffer' (s.o.)
C= und 'G' kopiert den aktuellen Bildschirminhalt in den 'Capture buffer' (s.o.)
C= und 'T' (oder 'Buffer' 'Transmit') schaltet in den 'Transmit buffer mode', d.h. der Pufferinhalt kann über das Modem gesendet werden, - ohne Fehlerprotokoll, so, als würde der Text direkt eingetippt. Hierfür dienen auch die Grundeinstellungen 'Transmit mode' und 'Transmit delay' im 'Configuration' Fenster.
Viele Mailboxen haben die Zahl der Textzeilen, die auf einmal übermittelt werden dürfen, begrenzt. Manche verlangen, lange Texte in kurze Teile zu splitten, andere lassen zwar sehr lange Texte zu, müssen aber zwischendurch Teile abspeichern. Im Normalfall gibt es eben Probleme, einen Pufferinhalt zu versenden, der 'zu groß' ist; aber Dialogue's 'Transmit Modification Characters' (s.o.) helfen weiter:
Nimmt z.B. die Mailbox nur 24 Zeilen auf einmal an, dann setze auf die 25. Zeile den 'Pfeil-rechts' (erreichbar über C= und '+') als einziges Zeichen. Erreicht Dialogue bei der Übertragung dieses Zeichen, hält es an, zeigt in der Statuszeile 'Transmit paused' an und kehrt in den Terminalmodus zurück. Jetzt muß die Mailbox zur Aufnahme des weiteren Textes vorbereitet werden (z.B. speichern des erhaltenen Textes oder/und erneuter Aufruf dieses Bereiches). Ist das erledigt, C= und 'T' erneut drücken und Dialogue wird dort fortfahren, wo es vorher unterbrach (d.h. in der Zeile nach dem 'Pfeil-rechts').
Dieser Übertragungsmodus läßt sich jederzeit (während der eigentlichen Übertragung, als auch während der Pausen) mit RUN/STOP in den Terminalmodus abbrechen, dabei wird auch der Zeiger auf die erste Zeile des Textes zurückgesetzt.
ALT und 'T' ('Buffer' 'Transmit line') übermittelt jeweils eine Zeile aus dem Puffer 1. Das kann sehr hilfreich sein, wenn z.B. im Puffer eine Liste von Befehlen steht . . . (die abgearbeitet werden soll; mit jedem ALT-T wird die jeweils nächste Zeile geholt und gesendet).
Vorsicht: da RS-232 und DMA (z.B. Swiftlink und REU) nicht gleichzeitig aktiv sein dürfen, muß man sich sicher sein, daß wenn man auf den Puffer (wenn er in der REU liegt; siehe Buffer Configure) zugreifen möchte, die RS-232 'fertig' sein muß.
Der Pufferbereich 1 ist voreingestellt, läßt sich aber über den Resetbefehl (s. ALT-R) ändern.
ALT und 'R' ('Buffer' 'Reset line') setzt den Pointer, der mit ALT-T gesetzt wurde, an den Anfang des aktuellen Puffers zurück. Nach einem solchen Reset greift der ALT-T Befehl auf den nächsten Pufferbereich zu! Damit kann z.B. Bereich 1 für eingehenden Text und Bereich 2 für abgehenden Text angelegt werden.
C= und 'P' ('Buffer' 'Print-out') gibt den Inhalt des aktuellen Puffers an den Drucker (und gleichzeitig auch auf den Bildschirm) aus. In der Statuszeile erscheint ein Countdown der noch zu druckenden Zeilen.
C= und 'L' ('Buffer' 'Load') lädt eine SEQ-Datei von Diskette in den aktuellen Puffer (zur Bearbeitung oder Übermittlung). Der geladene Text wird immer an den evt. schon vorhandenen angehängt; ist das unerwünscht, den Puffer vorab leeren (Reset mit C= und 'R' oder 'Buffer' 'Reset'). Ist der zu ladende Text länger als der Puffer (die Puffergröße ist im Configuration Menü einstellbar), wird der Text entsprechend abgeschnitten.
Weil der 128'er ein 'eigenes ASCII' (PETSCII) hat, das sich von der übrigen Computerwelt unterscheidet ('echtes' oder 'true ASCII'), muß ein Text ggf. 'übersetzt' werden. Diese Übersetzung wird aufgerufen, wenn man anstatt des Dateinamens zunächst ein '?' eingibt.
C= und 'S' ('Buffer' 'Save') speichert den aktuellen Pufferinhalt auf Diskette. Dazu ist am Prompt ein Dateiname einzugeben.
Der Text wird normalerweise in PETSCII abgespeichert, für ASCII anstatt des Dateinamens zunächst ein '?' eingeben.
ALT und 'B' ('Buffer' 'Buffer to disk') dient dazu, sehr langen Text (der den eigentlichen Puffer 'sprengen' würde) auf Diskette umzuleiten. Damit diese Option richtig arbeitet, muß 'Flow Control' auf 'XON/XOFF' oder 'CTS/RTS' gesetzt sein.
Ist diese Option gewählt, erscheint ein Prompt für die Eingabe des Dateinamens. Existiert der eingegebene Name bereits auf der Diskette erfolgt eine Sicherheitsabfrage ('File exists. Replace?') bevor jene Datei überschrieben wird. Dieser Modus wird mit ALT und 'B' ('Buffer' 'Buffer to disk') auch wieder verlassen.
Die eingehenden Daten gehen zuerst in den Puffer, bis dieser voll ist. Dann sendet Dialogue das Flow Controlzeichen zum anhalten, entleert den Puffer auf Diskette und sendet dann 'weiter'; u.s.w. . Dieses Vorgehen ist notwendig, da sich die serielle Disk und die RS-232 gegenseitig behindern.
Der Dialogue Puffereditor
C= und 'E' (oder 'Buffer' 'Editor') aktiviert den full-screen Puffereditor. Mit ihm lassen sich eingegangener Text, oder Text zum übermitteln bearbeiten. Es gibt zwei Modi: Modus 1, der den Capture Buffer anzeigt und ihn full-screen (über den ganzen sichtbaren Bildschirm) bearbeiten läßt und Modus 2, der den Bildschirm zweiteilt: oben den Review Buffer und unten den Editorbildschirm. Letzterer erlaubt es Dir, das System zu beobachten (Review Buffer) und gleichzeitig zu editieren, das ist von unschätzbarem Vorteil, wenn man auf lange komplexe Nachrichten antworten möchte.
Zwischen beiden Modi kann mit C= und 'M' (bzw. 'Options' 'Editor mode') gewechselt werden.
Spezielle Editiertasten:
TAB arbeitet wie gewohnt
SHIFT und TAB setzt bzw. löscht einen Tabulatorstop
HOME einmal gedrückt: Cursor an den Anfang des Bildschirms setzen
zweimal gedrückt: Cursor an den Anfang des Puffers setzen
SHIFT und CLR einmal gedrückt: Cursor an das Ende des Bildschirms setzen
zweimal gedrückt: Cursor an das Ende des Puffers setzen
HELP ruft die Editormenüs auf
RUN/STOP beendet den Editor, Rückkehr in den Terminalmodus
Änderungen in der Editorumgebung:
ALT und 'A' (oder 'Options' 'Auto-exec buffer') startet den Pufferinhalt als Batchdatei
aus dem Editor heraus. Dazu wird der Pufferinhalt in den Batchpuffer
kopiert. Vorsicht! steht im Batchpuffer (exec buffer) noch etwas,
speichere jenes vorher ab, sonst ist es verloren!
ALT und 'L' ('File' 'Load defaults') lädt gespeichertes Editorlayout (Tabulatoren,
Ränder und Puffermodus) von Diskette
ALT und 'S' ('File' 'Save defaults') speichert aktuelles Editorlayout (Tabulatoren,
Ränder und Puffermodus) auf Diskette
(Das 'Defaultfile' läßt sich beim booten schon einladen; siehe Konfiguration)
ESC-Funktionen im Editor:
ESC und 'D' ('Edit' 'Delete line') löscht die gesamte Zeile, in der sich der Cursor
gerade befindet
ESC und 'I' ('Edit' 'Insert line') fügt an der Cursorposition eine Leerzeile ein
ESC und 'P' ('Edit' 'Clear to start') löscht ab Cursorposition bis zum Zeilenanfang
ESC und 'Q' ('Edit' 'Clear line to end') löscht ab Cursorposition den Rest der Zeile
ESC und <Klammeraffe> ('Edit' 'Clear buffer') löscht den Puffer ab der Cursorposition
(Alle ESC-Funktionen lassen sich auch mit ALT aufrufen und umgekehrt)
Editor-Setup und Bedienung:
C= und '<' ('Options' 'Set left Margin') setzt den linken Rand zur Texteingabe. Der
Cursor kann den Rand überfahren
C= und '>' ('Options' 'Set right Margin') setzt den rechten Rand zur Texteingabe. Der
Cursor kann den Rand überfahren
C= und 'D' ('Edit' 'Delete line') löscht die gesamte Zeile, in der sich der Cursor
gerade befindet
C= und 'L' ('Files' 'Load file') lädt den Puffer mit Diskettendatei ('?' für Übersetzung)
C= und 'I' ('Edit' 'Insert line') fügt an der Cursorposition eine Leerzeile ein
C= und 'M' ('Options' 'Editor mode') schaltet den Editor-Puffermodus um (s.o.)
C= und 'R' ('Range' 'Full-line range') setzt einen Bereich von Zeilen revers (s.u.)
C= und 'W' ('Options' 'Wordwrap toggle') schaltet den automatischen Wortumbruch
ein bzw. aus (nur im Editor)
C= und 'S' ('Files' 'Save file') speichert den Puffer auf Diskette ('?' für Übersetzung)
C= und INST ('Edit' 'Insert lines') fügt an der Cursorposition Leerzeilen ein, deren
Anzahl beim Prompt "Lines to insert:" eingegeben wird.
C= und 1 . . . 8 mit den oberen Zahlentasten läßt sich der aktuelle Pufferbereich zur
Bearbeitung einstellen.
Befehle zur Bearbeitung von Bereichen; sie funktionieren nur, wenn ein Bereich mit C= und 'R' ('Range' 'Full-line range') bzw. CTRL und 'R' ('Range' 'Part-line range') definiert wurde. (Vor Anwahl dieses Befehles den Cursor an den Anfang des zu definierenden Bereiches positionieren, danach mit den Cursortasten oder dem Mauspfeil den Bereich 'aufziehen'):
CTRL und 'C' ('Range' 'Copy') kopiert einen Bereich (Range). Mit dem ersten CTRL und
'C' wird der markierte Bereich intern zwischengespeichert, den Cursor
nun an die Einfügestelle (die kann auch in einem anderen Pufferbereich
liegen!) bewegen und dort ein zweites Mal CTRL und 'C' drücken. Die
Sicherheitsabfrage ("Copy range?") entsprechend beantworten, der
zwischengespeicherte Text wird eingefügt. Bei diesem kopieren geht
weder an der Originalstelle, noch an der Einfügestelle irgendetwas
verloren.
CTRL und 'D' ('Range' 'Delete') löscht einen Bereich. Nach dem ersten CTRL und 'D'
RETURN drücken, um die Bereichsmarkierung aufzuheben. Nun CTRL und
'D' ein zweites Mal drücken, die Sicherheitsabfrage ("Delete range?")
entsprechend beantworten, der Bereich wird komplett gelöscht.
CTRL und 'E' ('Range' 'Erase') arbeitet wie CTRL und 'D', aber der Platz, an dem sich
der Text befand, bleibt als Leerzeile(n) bestehen.
CTRL und 'M' ('Range' 'Move') bewegt den Bereich, d.h. er wird an der Originalstelle
'ausgeschnitten' (CTRL und 'M') und am Ziel eingefügt (CTRL und 'M';
Sicherheitsabfrage "Move range?").
CTRL und 'S' ('Range' 'Save') speichert den Bereich auf Diskette, dazu CTRL und 'S'
drücken, RETURN und nochmals CTRL und 'S'. Am Prompt "Save range
(x):" den Dateinamen eingeben.
Andere CTRL-Befehle:
CTRL und 'I' ('Options' 'Insert toggle') schaltet zwischen Insert- und Überschreibe-
modus hin und her. Der Insertmodus wird durch 'INS' in der Statuszeile
angezeigt.
CTRL und 'R' ('Range' 'Part-line range') erlaubt, eine 'beliebige' Box als Bereich zu
kennzeichnen. Vor Befehlsaufruf den Cursor an das (zukünftige) linke
obere Eck des Bereichs plazieren, Befehl aufrufen, und den Bereich mit
den Cursortasten bzw. dem Mauspfeil 'aufziehen'.
CTRL und 'W' ('Options' 'Wordwrap toggle') schaltet den automatischen Wortumbruch
ein bzw. aus (nur im Editor)
Die Makrotasten
Das Makroaufzeichnungsfenster öffnet man aus dem Terminalmodus mit C= und 'M' ('Communication' 'Macro definitions'). Hier lassen sich zehn 'immer aktive' Makrotasten definieren, die mit ALT und den Nummerntasten des Zehnerblockes aufgerufen werden können. Die Makros beinhalten eine Reihe von Tastendrücken, die man häufig benötigt, egal ob für die Bedienung von Dialogue 128, oder den Terminalmodus, oder für Mailboxen. Sie dürfen bis 60 Zeichen lang sein; längere Befehlsfolgen kann man in einer Batchdatei (auto-exec script) anlegen.
Im 'Macro Definitions' Fenster läßt sich der Cursorbalken -wie gewohnt- mit den Cursortasten bzw. mit dem Mauspfeil bewegen.
RETURN (Maustaste) führt das hervorgehobene Makro aus
RUN/STOP (Schließsymbol oder 'Options' 'Exit macros') schließt das Fenster, Rückkehr in
den Terminalmodus
L ('Options' 'Load macro file') lädt einen Satz Makrodefinitionen von Diskette
S ('Options' 'Save macro file') speichert die aktuellen Makrodefinitionen auf Disk
E ('Options' 'Edit macro') editieren des hervorgehobenen Makros
Für die Festlegung der Makros stehen folgende Sondertasten zur Verfügung:
C= und 'C' stellt ein unterstrichenes kleines c dar und teilt Dialogue mit: das nächste Zeichen ist so zu behandeln, als wäre gleichzeitig die Commodore (C=) Taste gedrückt.
Z.B.: c l "Dateiname" würde bedeuten, daß das Makro "Dateiname" in den Capture Puffer zu laden ist.
C= und 'A' stellt ein unterstrichenes kleines a dar und teilt Dialogue mit: das nächste Zeichen ist so zu behandeln, als wäre gleichzeitig die ALT-Taste gedrückt.
Z.B.: a l "Beisp.ext" würde bedeuten, daß das Makro "Beisp.ext" in das "extension memory" zu laden ist.
Alle "Transmit Modification Characters" (s.o.) lassen sich anwenden.
Die Makros können mit ALT und <Zahl> jederzeit aufgerufen werden (Zahl: 0 bis 9 aus der 10'er Tastatur). Über die Menüs: 'Communication' 'Macro definitions' gewünschtes Makro anklicken und durch erneutes klicken ausführen (oder RETURN drücken).
Die Befehle des Terminalmodus
C= und 'H' ('Communication' 'Hook Control'). Diese Option arbeitet je nach Modem unterschiedlich (s. Anhang A). Bei 'dummen' Modems hebt C= und 'H' ab, bzw. legt auf. 'Intelligente' Modems (die software-mäßiges auflegen unterstützen) unterbrechen die Verbindung. Reagiert das Modem nicht auf C= und 'H', versuche dieses entsprechend zu konfigurieren (suche im Handbuch nach einem DTR -Data Terminal Ready- Befehl). Bist Du normal online, erscheint nach C= und 'H' eine Sicherheitsabfrage ("Hang up ?").
ALT und 'N' ('Dialogue' 'Non-visible') schaltet den Modus ein bzw. aus, der 'verdeckte' Zeichen darstellt (= ASCII-Zeichen mit Code kleiner 32; z.B.: CHR$(17) = CTRL-Q erscheint als ^q; CHR$(27) = ESC als ^<eckige Klammer auf>).
Ist dieser Modus ein, blinkt in der Statuszeile das 'N'.
C= und 'F' ('Communication' 'Function keys') zeigt im Terminalmodus die augenblickliche Funktionstastenbelegung (F-Tasten) an. Der Cursorbalken ist aktiv, er kann mit dem Zeiger oder den Cursortasten bewegt werden; RETURN bzw. zweites anklicken führt die entsprechende F-Taste aus.
C= und 'W' (oder 'Communication' 'Wait for call') wartet auf einen Anruf (Host Modus), d.h. Dialogue bleibt inaktiv, bis ein 'Carrier detected' wird, dann kehrt es in den Terminalmodus zurück. Mit dem Batchdateiensystem von Dialogue kann man eine kleine Mini-BBS realisieren. Der Wartemodus läßt sich mit RUN/STOP manuell abbrechen.
Achtung: Dialogue programmiert das Modem nicht auf 'Antwortmodus' ('auto-answer'); dies muß manuell vor Anwahl durch C= und 'W' geschehen! Intelligente Modems erhalten (meist) den Befehl ATS0=1, 'dumme' Modems haben einen Schalter.
C= und '*' ('Dialogue' 'Set clock') setzt die Echtzeituhr in der Statuszeile. Das einzugebende Format ist hh:mm:ss im 12-Stunden-System (engl./am.); nach RETURN wird man noch zur Eingabe von 'a' ("Vormittag") oder 'p' ("Nachmittag") aufgefordert.
Besitzt Du eine Hardwareuhr am 128'er, kann in der BASIC Bootdatei "dialogue" (Zeile 460 ff.) das Programm angepaßt werden (s. Originalanleitung S.38).
C= und '=' ('Communication' 'Conference mode') dieser 'Split Screen Konferenzmodus', oder schlicht 'Chat mode' hält eingehenden Text und gleichzeitige eigene Tastatureingaben sauber auseinander. Für die Tastatureingabe steht im unteren Teil ein 5-Zeilen-Editor zur Verfügung (der Wordwrap, Cursortasten, INS/DEL, HOME, CLR und die normalen 128'er ESC-Codes unterstützt). Auf RETURN wird die Zeile, in der sich der Cursor befindet, gesendet. SHIFT und RETURN setzt den Cursor auf die nächste Zeile, ohne sie zu senden. Durch erneute Anwahl von C= und '=' (oder 'Communication' 'Conference mode') wird dieser Modus wieder verlassen.
Der Text wird entsprechend der Einstellung in Configuration (Stream oder Reflect) gesendet. Wird Text während der Übertragung verstümmelt, wähle eine langsamere Geschwindigkeit, durch hochsetzen von 'Transmit Delay'.
Für den Chat Modus wird der Bildschirm gelöscht. Danach kann man den letzten Bildschirminhalt aus dem 'Scrollback buffer' wiederherstellen (C= und '^').
Während der VT52 und der VT100 Emulation ist der Chat Modus nicht möglich, da diese auf den 24-Zeilen-Schirm angewiesen sind.
ALT und RUN/STOP ('Communication' 'Transmit break'). Einige größere Systeme erwarten, daß das Terminal einen 'break' (eine kurze Unterbrechung im 'Handshake' der Modems) generieren kann; Dialogue tut dies mit ALT und RUN/STOP ('Communication' 'Transmit break') für 230 Millisekunden. Dieser 'break' ist wie ein Hardwareinterrupt zu verstehen (Software-'breaks', wie CTRL-C oder CTRL-O, können versagen, wenn die Mailbox keine Zeichen annimmt.).
ALT und 'S' ('Dialogue' 'C= characters') kann in der CBM-Terminalemulation den Zeichensatz von 'Groß-/Kleinschreibung' auf 'Grafikzeichen' (und wieder zurück) umstellen. Dabei wird die C= Taste für die Darstellung der Grafikzeichen benötigt, die C= Dialoguebefehle sind dann nur über die Menüs zugänglich. Der Commodore-Grafikmodus wird in der Statuszeile durch das blinkende S dargestellt.
C= und CLR ('Dialogue' 'Clear sreen') löscht den Terminalbildschirm (praktisch jederzeit)
C= und 'Q' ('Dialogue' 'Quit Dialogue') verläßt Dialogue zum BASIC. Es erscheint eine Sicherheitsabfrage ("Quit Dialogue?") und wenn sich noch Daten im Puffer befinden ein weiterer entsprechender Hinweis. Daten, die in einer REU sind, bleiben erhalten, bis der 128'er ausgeschaltet wird, oder ein anderes Programm auf die REU zugreift. Soll nach einem Reboot Dialogue wieder auf die 'alten' Daten zugreifen, muß die Frage 'Clear REU' mit 'no' beantwortet werden.
ALT und 'P' ('Communication' 'Print screen') druckt im Terminalmodus den aktuellen Bildschirminhalt (ohne Statuszeile) aus. Diese Option läßt sich auch nach C= und 'V' (Anzeige des Capturebuffer), C= und '^' (Anzeige des Reviewbuffer) und nach ALT und 'V' (Anzeige von Diskettendateien) aufrufen.
C= und 'CRSR-auf/ab' ('Communication' 'CRSR release') entbindet den Cursor von seiner augenblicklichen Position und kann -selbst im Conference Mode- frei über den Bildschirm bewegt werden, mit der Möglichkeit Text zu editieren und dann erneut abzusenden.
Dieser Modus schaltet als Erkennungszeichen den Blinkmodus des Cursors um (d.h. der Cursor blinkt, wenn er 'solid' konfiguriert ist und umgekehrt).
In diesem Modus gibt noch folgende Optionen:
RUN/STOP bricht diesen Modus ab, der Cursor kehrt an seine ursprüngliche Stelle zurück.
SHIFT und RETURN schreibt ein c/r Symbol auf den Bildschirm. Damit wird eine Datenübertragung an dieser Stelle unterbrochen und ein 'carriage return' (Wagenrücklauf) gesendet.
C= und '+' schreibt einen 'Pfeil-rechts' auf den Bildschirm, an dem die Datenübertragung unterbrochen wird und der Cursor an dieser Stelle stehen bleibt. (das + ist nicht das aus der 10'er Tastatur!)
C= und RETURN sendet den Text, beginnend an der Cursorposition bis zum Ende der Zeile, oder bis zu einem der beiden Stop-Symbole.
ESC Funktionen ESC-I, ESC-D, ESC<Klammeraffe>, ESC-P und ESC-Q werden unterstützt.
ALT und 'I' ('Communication' 'Initialize modem') sendet den Initialisierungsstring zum Modem. Bei einem Bootvorgang wird dieser automatisch zum Modem gesendet. Der Initstring wird im Configuration Fenster nach Eingabe von 'M' (oder 'Install' 'Modem control') eingegeben. ALT und 'I' funktioniert nur 'offline' (außerhalb einer Mailbox).
ALT und 'L' ('Dialogue' 'Load extension') lädt ein 'Extension Module'. Dialogue besitzt schon manches, wovon andere Terminalprogramme (auf allen Computertypen) noch träumen. Trotzdem hat Dialogue noch einen Bereich freigehalten, in den später noch Erweiterungen eingeladen werden können (von denen man heute vielleicht noch nichts ahnt). Es sind zwei Arten der Erweiterungen ('Extensions') möglich: die, die in den Code des Dialogue eingreifen ('zu dessen Bestandteil werden') und die, die 'eigenständige Programme' darstellen. Ein paar Module sind auf der Dialoguediskette schon mitgeliefert (s. Anhang B), andere können in Zukunft noch erscheinen.
Der Aufruf ALT und 'L' ('Dialogue' 'Load extension') führt zu einem Eingabeprompt für den entsprechenden Dateinamen (ein $ zeigt eine Liste der zur Verfügung stehenden .EXT Dateien). Es kann nur ein Modul aktiv sein, es bleibt im Speicher, bis ein neues geladen wird; es wird reaktiviert, indem man am Dateinamenprompt einfach RETURN drückt. Eine Erweiterung kann auch schon beim booten (quasi als fester Bestandteil von Dialogue) geladen werden (s. konfigurieren, 'Set default files').
C= und '>' ('Disk' 'DOS wedge') dient zur vereinfachten Eingabe von DOS-Befehlen ('Disketten-Operating-System'). Die DOS-wedge Befehle kann man auch an einem Dateinamenprompt mit einem führenden '>' eingeben.
Die DOS-Befehle können auch von einer Laufwerks-, Geräteadresse gefolgt werden (z.B.: v0,9), die dann zum neuen Defaultlaufwerk wird. Das aktive Laufwerk wird stets am DOS Prompt (in Klammern) angezeigt.
Eine kurze Aufzählung der DOS Kommandos (näheres bitte der Anleitung für Computer bzw. Laufwerk entnehmen):
V validate (Diskette aufräumen). Nicht für GEOS Disketten!
I Laufwerk initialisieren
N Diskette formatieren
S Dateien von Diskette löschen (Suchmuster = 'wildcarts' erlaubt)
D Diskette duplizieren (nur mit Doppellaufwerken möglich)
C Dateien duplizieren (nur mit Doppellaufwerken möglich)
#n schaltet auf das Laufwerk 'n' um
# schaltet in den 'drive selection mode'
$ Directory ausgeben (Suchmuster erlaubt)
/ 1581 Partitionszugriff (s.o.)
// 1581 Partitionswechsel (s.o.)
<Klammeraffe> zeigt den Fehlerkanal rechts in der Statuszeile an
RETURN alleine bricht zum Terminalmodus hin, bzw. zum Eingabeprompt ab.
Zusätzlich können auch Befehle zum Drucker gesendet werden (z.B.: "NLQ-Druck ein/aus"). Hierzu dient das Präfix (der Vorsatz) p: .
Beispiel 1: p:<Pfeil-links>4<Backslash>007 entspricht ESC"4" CHR$(7)
darin bedeuten: p: die Umleitung der Daten zum Drucker; <Pfeil-links> entsteht durch Druck auf die ESC Taste, ist das Befehlsteuerzeichen für den Drucker; das ASCII-Zeichen 4 nach ESC sagt 'es folgt ein CTRL Code'; <Backslash>007 wird als CHR$(7) (entspr. ^g) gesendet. Es steht also für ESC4, gefolgt von CHR$(7); auf den meisten Epsondruckern ist das: 'Kursivschrift einschalten' und 'akustisches Zeichen geben'.
Mit diesem System lassen sich alle Befehle, die der Drucker versteht, angeben. Das zweite Beispiel sendet ein CHR$(14) und den Text "Dialogue Printer Dump". CHR(14) schaltet (meistens) einen Breitdruck ein (z.B.: für eine Titelzeile) und gibt den Text aus. Dieser direkt eingegebene Text muß mit einem Wagenrücklauf ('carriage retrun') beendet werden, sonst wird er nicht gedruckt:
Beispiel 2: p:<Backslash>14Dialogue Printer Dump<Backslash>r
Das Batchdateiensystem des Dialogue (Auto-Exec Scripts)
Mit diesem mächtigen Werkzeug ist es möglich, das gesamte Programm -oder auch nur Teile davon- zu automatisieren. Stelle Dir vor, 'im Schlaf' einer ganzen Gruppe von Mailboxen einen Besuch abzustatten, Nachrichten 'einsammeln', auf Diskette speichern und zu versenden. Besonders in pay-Systemen (die Gebühren kosten, wie GEnie oder CompuServe) lohnt es, Automatismen zu benutzen, um Zeit (Geld) zu sparen. Mit Batchdateien kann man (fast) alles machen, z.B.:
- automatisch in Systeme einloggen
- einen (box-spezifischen) Makrosatz oder/und Extensionfile laden
- eine ganze 'Sitzung' voll automatisieren
- eine eigene 'einfach'-Mailbox realisieren
- die Puffer (-inhalte) intelligent verwalten
Eine Batchdatei ist ein sequentielles File mit einer Befehlsliste, die Dialoguefunktionen enthält. Diese Befehle bilden eine eigene 'Sprache', die alles kontrollieren kann, was man auch über die Tastatur machen könnte. Die einzelnen Befehle sind ein oder zwei Zeichen lang und funktionieren vergleichbar BASIC.
Eine Batchdatei wird zur Ausführung mit ALT und 'A' (oder 'Communication' 'Run auto-exec') aufgerufen. Es gibt zwei Arten von auto-execs: das 'auto-dial logon auto-exec', das mit einem Eintrag im Telefonverzeichnis gekoppelt ist, und ausgeführt wird, sobald eine Verbindung zustande kommt. Die andere Art ist jederzeit im Terminalmodus abrufbar. Anderst als das 'auto-dial logon script', kann dieses auto-exec einen 'beliebigen' Dateinamen haben. Wird die auto-exec (Batchdatei) geladen, wird sie sofort auch gestartet, kenntlich durch ein blinkendes 'A' in der Statuszeile. Die Terminalfunktionen sind 'normal', die Batchdatei hält sich im 'Hintergrund'. Den Ablauf der Batchdateien kann man jederzeit mit C= und RUN/STOP ('Communication' 'End auto-execs') abbrechen.
Obwohl der Batch an und für sich 'unsichtbar' abläuft, kann es doch manchmal nötig sein, den Fortgang direkt zu beobachten (besonders, beim erstellen einer neuen Batchdatei). Dazu kann im Batch selbst mit dem l -Befehl (kleines 'L') ein kleines Fenster unterhalb der Statuszeile öffnen bzw. schließen (mehr dazu: s.u.).
Die Erstellung eines Batches ist zweifellos nicht ganz einfach, man muß sich in Dialogue schon sehr gut auskennen, auch BASIC-Kenntnisse sind von Vorteil.
Hast Du eine Idee über das Ziel Deiner Batchdatei entwickelt, gehe in die entsprechende Mailbox und schaue Dich dort um. Achte auf die verschiedenen Prompts, auf die zu antworten ist, und wie Du antwortest. Achte auch darauf, ob jedesmal die gleichen Prompts auftauchen (z.B.: wenn Du persönliche Nachrichten erhalten hast). Da ja die Batchdatei nur tun kann, was Du ihr befiehlst, mußt Du sorgfältig alle Möglichkeiten und Eventualitäten mit einbeziehen.
Im Gegensatz zu den 'auto-dial logons', die automatisch aktiviert werden, sobald man in eine Box einloggt, kann eine Batchdatei einen beliebigen Dateinamen haben, jederzeit aktiviert werden und ist unabhängig von einer Mailbox(-nummer). So kann man vielfältige Funktionsabläufe programmieren, die sich direkt über ALT und 'A' (oder 'Communication' 'Run auto-exec') oder über Makrotasten (s.o.) aufrufen lassen.
Um eine Batchdatei zu erstellen, gehe in den Editor (C= und 'E' oder 'Editor'), lösche den aktuellen Pufferbereich (oder wähle einen leeren), gib die Befehle ein und vergiß nicht (regelmäßig) abzuspeichern.
Zunächst eine Übersicht der Batchbefehle; danach die genaue Beschreibung:
# Laufwerk anwählen
$ String, temporär
; Kommentar(-zeile)
b aus dem Puffer holen
e Ende der Batchdatei
ei endif (Ende wenn . . . )
f Dateiverkettung
g goto (gehe zu)
gf gosub file
gs gosub
if if (wenn . . . )
is if status
l schaltet Statuszeile für Batchaktivität ein bzw. aus (kleines 'L')
on eingehenden Text abfragen
p auf den Bildschirm ausdrucken (anzeigen)
r Rückkehr von einer Unterroutine
s Pause (in Zehntelsekunden)
t senden (transmit)
w warte
wt warte ein Zeit
y Ja/Nein Abfragefenster
A ALT-Befehl (a, erreicht durch C= und 'A')
C C= -Befehl (c, erreicht durch C= und 'C')
<Backslash> nicht darstellbares Zeichen (s.o., Transmit Modification)
Doppelpunkt Trennzeichen, wenn mehrere Befehle in einer Zeile stehen
Strichpunkt folgender Text wird ignoriert (für Kommentare)
Kursivschrift zeigt optionale Information (kann u.U. weggelassen werden)
eckige Klammern < > notwendige Information (eingeben wie beschrieben)
Label # eine Zahl am Zeilenanfang, die als Pointer auf diese Zeile dient
PETSCII-Wert ein Code zwischen 1 und 255; entspricht CHR$(Wert)
Anführungszeichen stehen für einzugebenden Text (z.B. "Text")
Die Batchprogrammierung
Wenn man möchte, kann jede Zeile mit einer Zeilennummer beginnen, es ist aber nicht notwendig. Dialogue betrachtet die Zahlen als Label für den g (goto) und gs (gosub) Befehl, deshalb brauchen sie nur dort zu stehen, wo sie auch als Sprungadresse dienen. Die Zahlen 1 bis 255 sind zugelassen, jede Zahl nur einmal (was von Dialogue nicht überprüft wird). Wie in BASIC können mehrere Befehle in einer Zeile stehen (durch Doppelpunkt(e) getrennt).
Leerzeichen (außer in Anführungszeichen) werden ignoriert. Es ist übersichtlich, Labels in die ersten vier Stellen der leeren Zeilen zu schreiben und den Tabulator auf den eigentlichen Batchtext einzustellen (vier Stellen einrücken).
Beispiel:
1 gs 200
t "dies ist ein Test"
g1
200 s 10: r
Dieses Beispiel würde nach jeweils einer Sekunde den Text "dies ist ein Test" übermitteln. Die volle Beschreibung der restlichen Befehle folgt.
Befehlsbeschreibungen
Befehl: p Titel: Textausgabe auf den (Terminal-) Bildschirm
Syntax: p <"Text"> der Text wird nicht übermittelt (gesendet)
Manchmal möchte man eine Notiz oder einen Hinweis für sich selbst ausgeben, um verfolgen zu können, was gerade passiert. Der "Text" wird an der aktuellen Cursorposition ausgegeben.
Beispiel: p "Es ist keine Mail für Dich angekommen!"
Befehl: t Titel: transmit (sende, übermittle) an Mailbox
Syntax: t <"Text">
Dies dürfte der meistbenutzte Befehl sein. Die Zeichen (oder der CTRL-Code) in Anführungszeichen werden über die RS-232 an die Mailbox übertragen. Im Anhang C findest Du eine Liste gültiger CTRL-Codes.
Mit erreichen des zweiten Anführungszeichens wird automatisch ein Carriage Return (Wagenrücklauf) angehängt, es sei denn, das letzte übermittelte Zeichen davor war ein CTRL-Code. Der Carriage Return (Wagenrücklauf) kann auch manuell mit C= und '+' unterdrückt werden (s.o., Transmit Modification).
Die Übermittlungsgeschwindigkeit kann man im Configuration Fenster über 'Transmit Mode' und 'Transmit Delay' beeinflussen.
Beispiele:
t "Ende" sendet das Wort 'Ende' und ein Carriage Return
t "y <Pfeil-links>" sendet 'y' und kein Carriage Return (Pfeil-links: C= und '+')
t "" sendet nur ein Carriage Return
t $ sendet den temporären String
t "^c" sendet ein CTRL und 'c' und KEIN Carriage Return
Befehl: y Titel: ja/nein-Abfrage
Syntax: y <"Text"> öffnet eine 'requester'-Box
Dieser Befehl baut ein Abfragefenster auf (für Ja/Nein bzw. Yes/No Eingabe); das Batchprogramm wird solange angehalten, bis eine Eingabe stattgefunden hat. Wurde 'Yes' gewählt, wird der Befehl, der noch in der gleichen Zeile steht, abgearbeitet; auf 'No' springt das Batchprogramm in die nächste Zeile.
Beispiel: y "Batchdatei beenden" : e
Der Text in Anführungszeichen erscheint in dem Abfragefenster, das Fragezeichen wird automatisch angehängt. Der Text darf maximal 40 Zeichen lang sein. Auf Eingabe von 'Y' wird der Batch beendet, ansonsten mit der nächsten Zeile fortgefahren.
Befehl: w Titel: warte
Syntax: w <"Text"> wartet, bis ein bestimmtes Ereignis stattfindet
Dialogue wartet solange, bis "Text" über das Modem eingegangen ist, um dann mit dem nächsten Befehl fortzufahren. Das nützt, um z.B. auf ein bestimmtes Prompt zu warten.
Da das Commodore-DOS keinen gleichzeitigen Zugriff auf die RS-232 und den seriellen Port zuläßt, kann man z.B. auch mit dem w-Befehl warten, bis die Mailbox nichts mehr sendet (bei einem Prompt wartet), bevor man aus irgendeinem Grund auf Diskette zugreifen möchte.
Beispiel: w"Deine Eingabe:" wartet bis das Modem "Deine Eingabe:" empfängt
Befehl: g Titel: goto
Syntax: g <Labelnummer> springt zu der angegebenen Labelnummer
Obwohl Zeilennummern nicht am Anfang einer jeden Zeile stehen müssen, werden sie benutzt, um auf bestimmte Stellen des Batches zu zeigen ('Pointer'). Wenn das Programm auf ein goto stößt, sucht es nach vorne und hinten nach der angegebenen Nummer und fährt dort fort. Die Nummern müssen keine spezielle Reihenfolge haben. Wird die angegebene Nummer nicht gefunden erscheint eine Fehlermeldung ('Undefined label number error') und das Programm bricht die Ausführung ab.
Beispiel: 10 p "Test" I schreibt 'Test' auf den Bildschirm und
g 10 I springt zurück zu Zeile 10
Befehl: gs Titel: gosub
Syntax: gs <Labelnummer> ruft eine Subroutine im aktuellen Programm auf
Das Programm springt in die angegebene Zeile und arbeitet das Unterprogramm ('Subroutine') ab, bis es auf einen return-Befehl stößt. Unterprogramme können auch (bis zu 10 Ebenen 'tief') verschachtelt werden. Bei mehr als 10 Ebenen erfolgt die Fehlermeldung 'Out of memory error' und das Programm wird abgebrochen. Bei Verschachtelungen empfiehlt es sich für bessere Übersicht, die Befehle entsprechend einzurücken.
Wird die angegebene Labelnummer nicht gefunden erscheint eine Fehlermeldung ('Undefined label number error') und das Programm bricht die Ausführung ab.
Beispiel: gs 1: e I springe zum Label Nr. 1,
1 p "Test" I gebe "Test" auf den Bildschirm aus,
r I springe zurück (-und beende das Programm)
Befehl: r Titel: springe vom Unterprogramm zurück
Syntax: r und fahre mit der Anweisung nach gosub fort
Dieser Befehl entspricht dem RETURN-Befehl in BASIC. Da Verschachtelungen möglich sind, darauf achten, daß von jedem 'gosub' auch wieder zurückgesprungen wird. Ein r ohne gs ergibt die Fehlermeldung 'r without gs error' und Programmabbruch.
Beispiel: 1 gs 2 I springe zu Label 2, gib dort "Test" aus,
g 1 I springe hierher zurück, dann zu Label 1
2 p "Test" I
r I
Befehl: e Titel: Ende der Batchdatei
Syntax: e (beendet die Programmausführung)
Dieser Befehl beendet die Programmausführung des aktuellen Batches. Sind Batchdateien verschachtelt, springt Dialogue zum aufrufenden Batch zurück. Sind alle Batchdateien beendet, wird das A in der Statuszeile aufhören zu blinken. Gibt es keinen e-Befehl, ist der Batch zu Ende, wenn es keinen Befehl mehr abzuarbeiten gibt . . .
Beispiel: p "auch das ist ein Test" I gibt den Text auf den Bildschirm aus
e I beendet Batch, springt in den Terminalmodus
Befehl: gf Titel: gosub a file
Syntax: gf <Dateiname"> ruft einen anderen Batch als Unterprogramm auf
Dieser Befehl arbeitet wie gs, nur daß das Unterprogramm in einem eigenen File steht. Beim Aufruf wird der entsprechende Batch geladen und ausgeführt. Es kann nur ein Batch als Unterprogramm geöffnet sein. Beim Aufruf eines zweiten Unterprogramms wird das erste geschlossen.
Ein Unterprogramm endet mit der letzten Zeile oder dem e -Befehl; das Programm kehrt zum aufrufenden Batch zurück und arbeitet jenen weiter ab.
Beispiel: gf "Dateiname" lädt "Dateiname" und arbeitet es als Unterprogr. ab
Befehl: f Titel: file chain (Batchdateienverkettung)
Syntax: f <"Dateiname"> beendet akt. Batch und führt dann Dateinname aus
Beispiel: f "Mail" lädt den Batch "Mail" und führt ihn aus
Befehl: s Titel: sleep (Pause)
Syntax: s <1 . . . 255> hält das Programm die angegebene Zeit lang an
Modems oder/und Mailboxen benötigen manchmal etwas Zeit, um z.B. nach Verbindungsaufbau bereit zur Datenübermittlung zu sein (und Dialogue kann sehr schnell sein).
Die Pausenzeiten werden in Zehntelsekunden angegeben (1 bis 255; d.h. 0,1 bis 25,5 Sek.). Längere Zeiten erreicht man durch aneinanderfügen von s -Befehlen, oder mit dem wt -Befehl.
Beispiel: s 10 wartet 10/10 Sekunden (= 1 Sek.)
Befehl: wt Titel: wait for time (warte bis zu angegebener Uhrzeit)
Syntax: wt <"hh:mm:ss a/p"> wartet bis angegebene Zeit erreicht ist
Dieser Befehl bietet zwei Möglichkeiten: einmal zu warten, bis die Zeit in der Statuszeile der Eingabe entspricht; zum anderen längere Pausenzeiten als mit dem s -Befehl zu ermöglichen. Die beiden Möglichkeiten werden über das am-/pm- Flag gesteuert. Ist 'a' oder 'p' (für a.m. oder p.m.; entsprechend Vormittag oder Nachmittag) angegeben, wird Dialogue warten, bis die Uhrzeit entsprechend erreicht ist. Ohne diesen Buchstaben wird Dialogue von der angegebenen Zeit zurückzählen bis '0' (countdown).
Beispiele: wt "12:30:00p" wartet bis 12:30 Nachmittag mit der weiteren Abarbeitung
wt "00:30:00" wartet 30 Minuten mit der weiteren Abarbeitung des Batch
Befehl: ei Titel: endif
Syntax: ei beendet eine if Anweisung (Schleife)
näheres s.u.: if
Befehl: if Titel: if Bedingung
Syntax: if <"Text"> :Befehl prüft eingehende Daten auf "Text"
Der if -Befehl wird in Gruppen von zwei oder mehr Bedingungen eingesetzt, um auf verschiedene eingehende Daten (Text, bzw. Meldungen der Mailbox) zu entsprechend reagieren. Zum Beispiel soll ein Batch unterschiedlich reagieren auf "Du hast Post erhalten" und "Heute leider keine Post für Dich".
Die Gruppe der wenn-Abfragen (if . . . ) bildet eine Schleife, die durch den ei -Befehl beendet wird. Nach jedem if -Befehl folgt der Text, nach dem gesucht wird, ggf. gefolgt von einem Befehl, der abgearbeitet wird, wenn der Text gefunden wurde. Folgt dem Text kein Befehl, springt Dialogue zu dem Befehl, der auf ei folgt.
Achtung! - gib' den 'Suchstring' genau so ein, wie er erwartet wird, sonst wartet Dialogue 'unendlich' (oder solange bis Du RUN/STOP drückst, um die Ausführung des Batches abzubrechen).
Beispiel: if "Du hast Post erhalten": g 1 spring zu Label 1, wenn "Du hast. . ."
if "Heute leider keine Post für Dich" wenn "Heute. . .", dann Befehl nach
ei ei abarbeiten (sende "Ende")
t "Ende"
if "Command: " wenn eine der drei Bedingungen
if "Command> " erfüllt ist, sende "read"
if "Commands: "
ei
t "read"
Befehl: $ Titel: führe temporären String aus
Syntax: von Anwendung abhängig
Unter Verwendung des $ -Befehls ist es möglich, allgemeine Programmteile in der Batchdatei zu belassen und Teile die (oft) zu verändern sind, aus einem String einzulesen. Der String wird sehr ähnlich der BASIC Stringvariablen behandelt.
Möchtest Du z.B. eine größere Gruppe von Dateien downloaden, könntest Du zwar alle Dateinamen in den Batch aufnehmen, aber dann müßtest Du jedesmal die Batchdatei ändern. Ansonsten kann man mit dem Batch die allgemeinen Vorbereitungen für ein download treffen, aber die Dateinamen mit $ aus einer Pufferdatei einlesen.
Der Puffer funktioniert dabei so, wie bei ALT und 'T' und ALT und 'R' beschrieben. ALT und 'R' setzt den Pufferzeiger (Pointer) an den Anfang des aktuellen Puffers zurück; danach kann man den aktiven Pufferbereich wechseln, ohne die $ -Funktion zu beeinflussen. So ist es möglich, eingehenden Text in einem Pufferbereich abzulegen ('Capture Buffer') und aus einem anderen Bereich mit der $ -Funktion Daten zu übermitteln. (siehe 'Transmit Single Line')
Das folgende Beispiel zeigt einen einfachen Weg auf, mehrere Dateien aus einer PC PunterNet Mailbox downzuloaden. Die Dateinamen müssen nacheinander im aktuellen Puffer aufgelistet sein; letztes Wort: Ende
Beispiel: a r setze den Pointer für den $ -Puffer zurück
1 $ = B übertrage Zeile vom Puffer nach $
if $="Ende": e keine neuen Files mehr? - dann Ende des Batch
t "d <Pfeil-links>": t$ sende "load",kein Carriage Return,dann $ (-Puffer)
c d$ File mit einem Namen aus $ downloaden
g 1 gehe zu Label 1 (und nächste Datei downloaden)
Befehl: if$= Titel: if -Schleife mit String
Syntax: if$=<"Text"> :Befehl prüft den temporären String
Werden die vorgegebenen Zeichen am Anfang von $ gefunden, führt Dialogue den Befehl aus, der der if -Bedingung folgt. Ansonsten wird die nächste Befehlszeile des Batch ausgeführt.
Beispiel: $ = B übertrage Zeile vom Puffer nach $
t $ sende (transmit) $
if $="Ende" :e wenn $ mit Ende beginnt, dann Batch beenden
w "Command: " ansonsten warte darauf, daß "Command: " empfangen wird
(Enthält $ z.B. 'TEST-12', dann ist if$="TEST" wahr! if$= benötigt kein ei -Befehl)
Befehl: is Titel: if Status ist gleich
Syntax: is <#> prüft ob ein spez. Dialogue-Status 'wahr' ist
Manchmal muß man sich auch über den Dialogue-Status sicher sein, z.B. ob ein Puffer (schon oder noch) voll ist. Ist die is -Abfrage 'wahr', fährt Dialogue mit dem Befehl in der gleichen Zeile fort, ansonsten mit der nächsten Zeile.
Die Statusnummern für den is -Befehl sind:
1 - Puffer leer
2 - Puffer voll
3 - Ende des Puffers
4 - Carrier detected (besteht Verbindung)
Beispiel: gs 1 beginne Status-Unterroutine
1 is 3: r ist Carrier detected? -wenn ja, return aus Unterroutine
e -wenn nein, Batch beenden. (der Stack wird geleert)
Befehl: ; Titel: Kommentar
Syntax: ; (Text)
Trifft Dialogue auf einen Strichpunkt außerhalb von Anführungszeichen, springt es sofort in die nächste Befehlszeile des Batches. Der ; -Befehl kann zu Beginn einer Zeile stehen, oder nach einem gültigen anderen Befehl. So ist es bequem möglich, den Batchcode zu kommentieren.
Beispiel: gs 20 ; Warteroutine
Befehl: # Titel: voreingestellte Laufwerksadresse ändern
Syntax: # <8 . . . 15>
Beispiel: # 9 alle folgenden Diskzugriffe erfolgen auf Laufwerk 9
Befehl: a Titel: Befehle in Verbindung mit der ALT -Taste
Syntax: a <ALT-Befehlszeichen> ("Text")
Das a wird durch die Tasten C= und 'A' dargestellt und ruft mit dem Befehlszeichen die entsprechende ALT -Tastenfunktion aus dem Terminalmodus auf. So lassen sich im Batch Tastendrücke simulieren. Oft ist noch Text in Anführungszeichen mit anzugeben (wie Dateinamen oder Antworten auf Prompts). Dieser Text wird behandelt, als wäre er über die Tastatur direkt eingegeben worden. Ein Carriage Return wird automatisch angefügt.
Verläßt der ALT -Befehl nicht den Terminalmodus, oder öffnet er keinen Prompt in der Statuszeile, kann der "Text" weggelassen werden, oder er wird einfach ignoriert.
Beispiel: a l "rle.ext" lädt das rle-Extensionsfile und führt es aus
Befehl: c Titel: Befehle in Verbindung mit der C= -Taste
Syntax: c <C= -Befehlszeichen> ("Text")
Das c wird durch die Tasten C= und 'C' dargestellt und ruft mit dem Befehlszeichen die entsprechende C= -Tastenfunktion aus dem Terminalmodus auf. So lassen sich im Batch Tastendrücke simulieren. Oft ist noch Text in Anführungszeichen mit anzugeben (wie Dateinamen oder Antworten auf Prompts). Dieser Text wird behandelt, als wäre er über die Tastatur direkt eingegeben worden. Ein Carriage Return wird automatisch angefügt.
Verläßt der C= -Befehl nicht den Terminalmodus, oder öffnet er keinen Prompt in der Statuszeile, kann der "Text" weggelassen werden, oder er wird einfach ignoriert.
Beispiele: c l "Test" lädt den Capture Buffer mit der Diskdatei "Test"
c s gibt speichere-den-Puffer Befehl und wartet auf Dateinamen
c a "Liste1" öffnet Anwahlnummernfenster, lädt Verzeichnis "Liste1" und
kehrt dann in den Terminalmodus zurück
Anhang A
Die Dialogue Modemdateien
Für den 128'er gibt es die unterschiedlichsten Modems; vom uralt VIC-1600, bis zum intelligenten 2400 Baud MNP. Um so viele Typen wie möglich zu unterstützen, wurden separate Modemdateien geschaffen. Damit ist man auch für zukünftige Entwicklungen noch gut gerüstet.
Während des anlegens der Arbeitsdiskette wird man um Angabe des gewüschten Modemfiles gebeten. Hier eine Aufzählung der Dateien und Hinweise auf kompatible Typen.
Modemfile: 1650.mod für die Modems
Commodore 1650 (Sharedata)
Pocket Modem 300/1200 (Westridge)
Total Telecommunications 64 (Master Modem)
MNP 1064
Einige dieser Modems (1650 und Pocket...) besitzen Schalter, mit denen 'originate mode' (zur Anwahl einer Mailbox), oder 'answer mode' (warten, daß man angewählt wird) einzustellen ist. Dieser Schalter muß vor dem Start von Dialogue unbedingt schon in der erforderlichen Position stehen.
Der C= und 'H' -Befehl schaltet das Modem online bzw. offline. Da dieser Befehl 'soft' kontrolliert wird, ist es möglich, daß nach einem Reset das Modems immer noch 'off hook' ist ('den Hörer abgenommen hat'); deshalb das Modem ausschalten, wenn man Dialogue verläßt.
Modemfile: 1660.mod für die Modems
Commodore 1660 (Hes-II)
Mitey Mo (Volks 6420)
Vom 1660-Modem gibt es zwei Versionen, von denen die ältere (bis ca. 1984) nicht mit Dialogue zusammenarbeitet (es konnte ein 'Carrier detect' -Signal nicht ausgeben).
Der C= und 'H' -Befehl schaltet das Modem online bzw. offline. Da dieser Befehl 'soft' kontrolliert wird, ist es möglich, daß nach einem Reset das Modems immer noch 'off hook' ist ('den Hörer abgenommen hat'); deshalb das Modem ausschalten, wenn man Dialogue verläßt.
Modemfile: 6480.mod für die Modems
Volks 6480 (nicht 6570!)
Aprotek 12c (nicht 1200c!)
Der C= und 'H' -Befehl schaltet das Modem online bzw. offline. Da dieser Befehl 'soft' kontrolliert wird, ist es möglich, daß nach einem Reset das Modems immer noch 'off hook' ist ('den Hörer abgenommen hat'); deshalb das Modem ausschalten, wenn man Dialogue verläßt.
Modemfile: volks12.mod für das Modem
Volksmodem 12
Diese Datei arbeitet mit Volksmodem 12, das über ein Volks-J- oder Volks A-12-Kabel angeschlossen ist (an einer RS-232 Schnittstelle).
Der C= und 'H' -Befehl schaltet das Modem beim A-12 Kabel offline, beim J-Kabel keine Reaktion.
Beide DIP-Schalter auf der Rückseite müssen nach unten stehen.
Modemfile: 1670.mod für die Modems
Commodore 1670 (alte Version mit 3 DIP-Schaltern)
Aprotek 1200c (im 1670 Modus)
Aprotek Minimodem (im 1670 Modus)
Der C= und 'H' -Befehl schaltet das Modem offline (durch den Befehl +++)
Modemfile: 1670n.mod für das Modem
Commodore 1670 (neue Version mit 4 DIP-Schaltern)
Der C= und 'H' -Befehl schaltet das Modem offline (durch trennen des DTR).
Modemfile: hayes.mod für die Modems
alle Hayes 300/1200/2400 Modems Supramodem 1200/2400
alle US Robotics Password/Courier Anchor 1200E/2400E
alle GVC 1200/2400 Easydata 1200/2400
alle Smarteam 1200/2400 Anchor Signalman 1200
Aprotek 1200 (im Hayes Modus) alle Avatex 1200/1200c/1200e/2400hc
Aprotek Minimodem (im Hayes Modus)
Der C= und 'H' -Befehl wird DTR kurz unterbrechen und dann die Verbindung beenden.
Obwohl viele Hayes-kompatible Modems den AT Befehlssatz unterstützen, gibt es doch Unterschiede in den DIP-Schaltern; die meisten haben 8 davon. Für Dialogue sollten die Schalter 1 und 6 nach oben gestellt sein. Dadurch wird ein echter hardware 'Carrier detect' zur Verfügung gestellt und der wahre Status der DTR-line akzeptiert. (Nähere Details sind der Modemanleitung zu entnehmen.)
Modemfile: mnp.mod für die Modems
ATI u.s.w.
GVC 2400 MNP/5
Practical Peripherals PM2400SA MNP/5
Supramodem 2400 Plus
Der C= und 'H' -Befehl wird DTR kurz unterbrechen und dann die Verbindung beenden.
Für volle Unterstützung des MNP/5 benötigt man eine RS-232 Schnittstelle, die CTS, RTS, TxD, RxD und DCD zur Verfügung stellt; das Peak Peripherals RS-232 Interface, oder der Aprotek Com-Modem Adapter sind ungeeignet. Swiftlink oder Aptotek full RS-232 sind o.k.
Die MNP Modems werden für gewöhnlich als einfache Hayes-kompatible 2400 Baud Modems voreingestellt; um aber den vollen Nutzen aus dem Modem zu ziehen, sind erst verschiedene Modi zu aktivieren. Eine allgemeine Anleitung dafür kann hier nicht gegeben werden, da die einzelnen Modems in diesem Punkt doch recht unterschiedlich sind. Du solltest folgende Punkte in der Modemanleitung nachschlagen:
MNP aktivieren ('negotiation'). Normalerweise kommt das Modem so konfiguriert, daß es nur als einfaches 2400 Baud-Modem einloggt. Um den Vorteil der Fehlerkorrektur und MNP zu nutzen, müssen sie 'ein' gesetzt werden; bevorzugt mit automatischer MNP Erkennung, dann kann gleichermaßen und ohne weiteren Aufwand sowohl MNP, als auch nicht-MNP 'gefahren' werden.
Baudrate einstellen. Früher war es üblich, daß das Terminal mit dem Modem in der gleichen Geschwindigkeit (DCE/DTE -Rate) kommuniziert, wie die beiden Modems untereinander (DCE/DCE -Rate). Mit MNP können diese Geschwindigkeiten unterschiedlich sein (besonders bei MNP/5). Eine automatische DCE/DTE Baudratenanpassung sollte 'aus' sein.
Flow control. Da das Modem Daten vom Terminal schneller erhalten kann, als aus der Telefonleitung, ist es manchmal notwendig, das senden des Modems kurz anzuhalten; das geht am besten mit der RS-232 CTS-Line. Mit der RTS-Line kann Dialogue die Übertragung vom Modem zum Terminal stoppen.
Also, CTS/RTS auch am Modem aktivieren (das kann ein kombinierter Befehl sein, oder auch zwei einzelne).
Datenkompression. Durch spezielle Techniken kann ein MNP5 Modem über eine 2400 Baud Verbindung bis zu 4800 Baud übertragen. Um ein MNP5 in den Kompressionsmodus zu schalten, das Terminal auf 4800 Baud einstellen (natürlich muß die Mailbox auch MNP5-fähig sein).
Alle Modemeinstellungen sollten in den nichtflüchtigen Speicher des Modems geschrieben sein, damit sie beim nächsten Mal sofort wieder zur Verfügung stehen.
Wenn Dein Modem bisher nicht aufgelistet war,
suche auf der Modemverpackung oder in der Bedienungsanleitung nach den Worten 'Hayes kompatibel' und benutze hayes.mod. Findest Du '1670 kompatibel' versuche es mit 1670.mod .
Modems, die direkt (also ohne Interface) an den 128'er gesteckt werden, sind wahrscheinlich 1650 oder 1660 kompatibel (300 Baud) oder 1670 kompatibel (1200 Baud).
Ältere Modems (z.B. akustisch gekoppelte, oder Commodore VIC Modem 1600) unterstützen keine automatische Anwahl. Für diese 'dummen' Modems müssen alle Befehle von Hand eingegeben werden; siehe Modemanleitung.
Anhang B
Dialogue Extension Files (Erweiterungsmodule)
Selbst mit einem 128 KByte Computer ist es nicht möglich, unzählige Befehle zu programmieren, besonders, wenn schon etwa 90 KByte RAM für die Dialogue Puffer freigehalten werden. Es gibt zweierlei Erweiterungsmodule: einmal jene, die die Kontrolle über Dialogue übernehmen und wie ein eigenes Programm wirken, während man immer noch online ist. Die anderen fügen Dialogue-intern neue Eigenschaften hinzu.
Erweiterungsmodule werden über ALT und 'L' (oder 'Load extensions' aus den Menüs) geladen. Benötigst Du ein Erweiterungsmodul regelmäßig, kannst Du es als Default (Voreinstellung) definieren (s. Configuration).
Auf der Dialogue Programmdiskette findest Du (vorerst) 5 Erweiterungsmodule. Der Zeichensatzeditor und der Übersetzungstabelleneditor lassen sich nicht im Onlinebetrieb benutzen, das Dvorakmodul bettet sich in den Dialogue-Code ein. Weitere Module sind für die Zukunft geplant. Derzeit sind beigefügt:
trans.ext Editor für die Übersetzungstabellen (ASCII, PETSCII, . . . )
chredit.ext Editor für den Zeichensatz
dvorak.ext Tastaturbelegung auf 'Dvorak' ändern
rle.ext online RLE Decoder (für CompuServe)
copy.ext Kopierutility für zwei Laufwerke
Dateiname: dvorak.ext Zweck: stellt 'Dvorak' Tastaturbelegung ein
Die Tastaturbelegung wird von Standard ("qwerty") auf (vereinfachtes) Dvorak geändert. 'qwerty' wurde 1872 von C.L.Sholes entwickelt. August Dvorak entwickelte in den frühen 1930'er Jahren ein neues Layout, mit dem Ziel, Geschwindigkeit und Bewegungsabläufe zu optimieren und Tippfehler sowie schnelle Ermüdung zu reduzieren.
Die Tastaturbelegung ist dem englischen Originaltext zu entnehmen (Seite 57). Diese Belegung bleibt solange aktiv, bis ein anderes Erweiterungsmodul geladen wird.
Dateiname: trans.ext Zweck: Editor für die Übersetzungstabellen
Mit trans.ext lassen sich auch unübliche Datenformate (z.B. ATASCII) übersetzen und in Dialogue handhaben; oder z.B. bestimmte Control-Befehle anderen Tasten zuordnen.
Diese Übersetzungstabelle ist genau 512 Bytes lang, die ersten 256 Bytes für eine Übersetzung zum senden, die zweiten für Empfang. Dialogue benutzt in allen Emulationen (außer CBM) diese Tabelle. Bei Übertragungen mit 'Protokoll' wird ebenfalls nicht übersetzt.
Soll ein Zeichen übersetzt werden, dient dessen Bytewert (0 bis 255) als Zähler ab Beginn der Tabelle. Der Wert, der dort steht, ist die 'Übersetzung'.
Standardmäßig lädt Dialogue die Tabelle für die Übersetzung von ASCII nach PETSCII und umgekehrt (läßt sich in 'Configure' ändern).
Übersetzungstafeln auf Diskette erkennt man an der Endung .trn .
Es stehen folgende Befehle im Editor zur Verfügung:
RUN/STOP Abbruch zum Terminalmodus hin
RETURN scrollt aufsteigend durch die Bytewerte (mit SHIFT abwärts)
LEERTASTE scrollt aufsteigend durch die Bytewerte (mit SHIFT abwärts)
CRSR-Tasten bewegen den Cursorbalken
(A)SCII toggle schaltet zwischen 'ASCII nach PETSCII' bzw. 'PETSCII nach ASCII' Übers. um
(P)age toggle schaltet auf die andere Bildschirmseite ('0 bis 127' bzw. '128 bis 255')
(D)ump table überträgt Tabelle vom Editor in den aktiven Bereich von Dialogue
(L)oad table lädt Übersetzungstabelle von der Diskette
(S)ave table speichert Übersetzungstabelle auf die Diskette
Alle obigen Befehle lassen sich auch über die Menüs/Mauszeiger aufrufen.
Dateiname: chredit.ext Zweck: Zeichensatzeditor
CHREDIT ist ein ausgewachsenener Editor für Zeichensätze; mit ihm lassen sich bestehende Zeichensätze ändern, oder neue anlegen. Diese Zeichensätze können dann in Dialogue, aber auch in eigenen Applikationen Anwendung finden.
Der Zeichensatzeditor ändert nicht automatisch den aktuell geladenen Zeichensatz. Einen neuen Zeichensatz kann man entweder (temporär) über den Dump-Befehl anzeigen lassen, oder (dauerhaft) im Configure einstellen.
Die Befehle im Zeichensatzeditor:
RUN/STOP Zeichensatzeditor verlassen, Rückkehr in den Terminalmodus
HOME setzt den linken Cursor nach links-oben im Editierfenster
SHIFT und CLR setzt den rechten und linken Cursor nach links-oben
CRSR-Tasten -obere Reihe, bewegen linken Cursor (Editierfenster)
CRSR-Tasten -unten rechts, bewegen rechten Cursor (Zeichen zum editieren wählen)
RETURN schaltet das Bit unter dem Cursor 'ein' bzw. 'aus'
(B)uffer character kopiert das aktuelle Zeichen in den Kopierpuffer
(C)opy character kopiert Zeichen aus dem Puffer
(D)ump set kopiert die aktuelle Einstellung in den 80-Zeichen Bildschirm (temporär)
(E)rase def löscht die aktuelle Zeichendefinition
(L)oad defs lädt einen Zeichensatz (öffnet dazu einen Prompt)
(R)everse chr invertiert das aktuelle Zeichen
(S)ave defs speichert aktuellen Zeichensatz (öffnet dazu einen Prompt)
Alle obigen Befehle lassen sich auch über die Menüs/Mauszeiger aufrufen. Alle normalen Funktionen des Dialogue sind hier nicht ansprechbar. Beim verlassen des Editors bleibt dieser im Speicher, bis ein Reset durchgeführt, oder ein anderes .EXT File geladen wird. Der Editor läßt sich aus Dialogue mit ALT und 'L' und RETURN am Filenamenprompt reaktivieren.
Dateiname: rle.ext Zweck: Anzeige der CompuServe Grafik (online)
Mit diesem Tool kann im online-Betrieb RLE-Grafik (Run Lenght Encoded) angezeigt und darüberhinaus im Doodleformat abgespeichert werden. RLE wird über ALT und 'L' bzw. 'Load extension' aus dem 'Dialogue' Menü aufgerufen (am Prompt rle und RETURN eingeben). Daraufhin blinkt 'RLE enabled' in der Statuszeile.
Das Terminal wird 'normal' arbeiten, bis es auf RLE-Grafiken (z.B. in den Bereichen 'go qpics', 'go gallery', 'go cbmart' oder 'go bwmaps' (Wetterkarten)) stößt. Erhält Dialogue den ESC-Code für den Beginn einer RLE Session, wird der Bildschirm gelöscht und schwarz, das Bild baut sich auf. Mit den üblichen CompuServe Befehlen (CTRL-O oder CTRL-P) läßt sich der Vorgang abbrechen (anschließend RETURN drücken).
Ist die Grafik vollständig, wird ein Klingelzeichen gegeben und ein Prompt frägt, ob sie auf Diskette gespeichert werden soll. Das abgespeicherte Doodleformat läßt sich mit vielen Tools anzeigen, verändern, konvertieren, . . . (im CBMART-Forum könntest Du hierfür Unterstützung finden).
Nach dem abspeichern (oder auch nicht) wird der Bildschirm erneut gelöscht und die 'normalen' Terminalfarben und -einstellungen kehren zurück.
Dateiname: copy.ext Zweck: Filekopier für zwei Laufwerke u. RAMDOS
Dieses Utility ist besonders geeignet, Dateien von oder auf eine RAM-Disk unter RAMDOS zu kopieren.
Aufruf mit ALT und 'L' oder 'Load extension'. Das Utility wird prompten: 'Source Drive:' und erwartet die Geräteadresse des Quell-Laufwerkes (8 bis 30). RETURN ohne Eingabe bricht den Vorgang ab. Das nächste Prompt 'Destination Drive:' ist für das Ziellaufwerk, dessen Adresse vom Source Drive unterschiedlich sein muß. Bei 'Directory pattern' wird ein Suchmuster eingegeben, Wildcarts ('*' oder '?') sind -wie beim Directorybefehl- erlaubt. 'Selecting files:' (hier sollte sich die Zieldiskette schon im Laufwerk befinden) jetzt beginnt der Dateiauswahlprozeß. In der Statuszeile erscheint 'Copy file?' und nacheinander alle Dateien, die dem Suchmuster entsprechen. Jede Datei wird mit 'Y' für 'kopieren' oder 'N' für 'übergehen' gewählt.
Mit ESC beginnt der Kopiervorgang. RUN/STOP bricht den Kopiervorgang ab.
Anhang C
Controlcodes
Diese Codes werden erreicht, indem die CTRL-Taste gedrückt und gehalten und die zweite Taste kurz gedrückt wird. Manche Boxen können hiervon abweichen (siehe dort).
Taste Code Wert Name Bedeutung (ASCII-Definition)