Leserbriefe 1/94 Nikolaus Heusler Arnd Leserbriefe 64'er Redaktion 10.13.93 10.13.93 Objekt: 64'er Magazin Ausgabe: 01/93 Rubrik: Leserbriefe Redakteur: Arnd Autor: Nicki Heusler, XXX/XXXXXX Datum: 13.10.93 Thema: Leserbriefe Bitte ersetzt in diesem Text alle Symbole @ durch den Klammeraffen! Der Artikel ist wohl einige Zeichen zu lang - macht aber nix, Du kannst ja einen Brief rauswerfen (zum Beispiel den »kitschiges Titelbild«). Viele Grüße, Nicki... ================================================================================ @zu:Schlamperei @t4:In Eurer Leserbriefe-Abteilung wird offenbar ziemlich geschlampt! Ich habe vor drei Monaten einen Leserbrief an die Redaktion geschickt, und bis heute immer noch keine Antwort, nicht einmal eine Eingangsbestätigung bekommen. Wo liegt der Sinn, Leserbriefe und das Leserforum zu veröffentlichen, wenn die Absender jahrelang auf eine Antwort warten müssen? Oder schreibt Ihr vielleicht Eure Leserbriefe doch lieber selbst? @ar:Christian Blaich, 82538 Geretsried @t4:Aber nicht doch! Dadurch, daß Sie heute Ihren Brief auf dieser Seite lesen, konnten wir hoffentlich zumindest Ihnen beweisen, daß wir es nicht nötig haben, Leserbriefe zu fälschen. Im Gegenteil: Die Redaktion erreichen etwa fünfzig Zuschriften - jeden Tag! In der 64'er-Redaktion gibt es keine eigene »Leserbriefe-Abteilung«. Da wir die Beantwortung von Leserbriefen leider nur neben unserer Hauptbeschäftigung, einmal im Monat ein 64'er Magazin und ein Sonderheft zu gestalten, erledigen können, ist es unvermeidbar, daß gelegentlich auf Briefe scheinbar gar nicht reagiert wird. Darüber sind wir selbst am wenigsten glücklich. Manchmal erreichen uns auch Anfragen von Lesern, die uns bitten, für ein bestimmtes Problem ein Programm zu schreiben, oder in einem eingesandten Programm Fehler zu suchen, was uns aus Zeitgründen im allgemeinen nicht möglich ist. Anfragen für das Leserforum und die Reparaturecke, die sich bereits in großen Kisten stapeln, werden der Reihe nach bearbeitet. Leider eignet sich nicht jede Frage für eine Veröffentlichung. Bitte glauben Sie uns, daß wir jeden Leserbrief sorgfälig durchlesen und Anregungen und Kritik sehr ernst nehmem - auch wenn Sie einmal nicht sofort unsere Antwort erhalten. Manchmal möchten wir antworten, können aber nicht, weil der Leser seinen Absender nur auf dem Briefumschlag angegeben hat. Unsere Bitte: Schreiben Sie Anfragen zu verschiedenen Themen auf verschiedene Blätter, und geben Sie auf jeder Seite Ihre Anschrift an. Wir versprechen, Ihnen dann baldmöglichst zu antworten. (Die Red.)

@zu:The winner is... @t4:Herzlichen Dank für den Gewinn des Druckers LQ 100. Ich war überrascht, als ich meinen Namen in der 64'er gelesen habe und konnte es kaum glauben. Ich beziehe das Magazin schon mehrere Jahre und habe schon viele Anregungen erhalten. Es ist erstaunlich, was man mit dem C 64 alles anstellen kann. Ich selber besitze einen C 128 im Blechgehäuse. Fast alles, wofür andere den PC eingesetzen, läßt sich damit viel preiswerter erledigen. Ich hoffe, daß Ihre Zeitschrift noch lange erscheinen wird! @ar:Siegfried Nehrke, 7000 Stuttgart @t4:Wir auch! (Die Red.)

@zu:Computer unser @t4:Computer unser im Himmel, geheiligt werde Dein Betriebssystem; Dein Spiel komme, mein Wille geschehe; wie im Testlabor, so auch in meinem Haus; unsere tägliche Sucht gib uns heute, und vergib uns unsere Schäden, wie auch wir vergeben unseren Gegnern. Und führe uns nicht zu den Konsolen, sondern erlöse uns von den Viren. Denn Dein ist der Speicher und die Geschwindigkeit und die Kompatibilität in Software. Power off. @ar:Andreas Taffé, 38350 Helmstedt @zu:Zechpreller @t4:Heute berichte ich über eine Sache, die vielleicht einige Leser interessant finden könnten. Herr Werner Seibt, der heute angeblich nur noch PC-Magazine über die Wiesbadener Vertriebsfirma VPM verkauft, brachte bis vor kurzem noch 19 (neunzehn) verschiedene Magazine auf den Markt, zu Preisen zwischen 19,80 DM und 24,80 DM. Darunter finden sich zehn Titel für den PC-Bereich (Windows, MS DOS), wie »MS-DOS für jeden«, »MS-DOS Game Power« und »PC-Testjahrbuch 1993«, sowie neun Objekte für den C 64 (unter anderem »C-64/C-128 Playback«, »64er fever«, »zzzack 64«, »64-Disc-Power«). Interessant finde ich, daß die meisten dieser Magazine kein Impressum aufweisen - Verschleierungstaktik? Denn Seibt tut sich schwer mit Honorarzahlungen. Einmal mußte der Gerichtsvollzieher auftreten, bis Herr Seibt zahlte. Vor Gericht konnte ich mir zustehendes Honorar in Höhe von mehreren Tausend DM erstreiten, von dem ich bisher allerdings noch keinen Pfennig erhalten habe. Zu der Verhandlung erschieb Herr Seibt übrigens gar nicht. Ich bin nicht der einzige, der um Honorare betrogen wurde. Will man Herrn Seibt telefonisch erreichen, läßt er sich verleugnen oder behauptet, die Abrechnungen für die einzelnen Magazine lägen ihm noch nicht vor. Das Gericht mochte solchen Lügen keinen Glauben schenken. Heute betreibt Herr Seibt den sogenannten »SPS-Service«, ein neuer Verlag in Eching, den er aus dem Boden gestampft hat. Werner Seibt hat offenbar mehrere Verlage gegründet, die dann wieder von der Bildfläche verschwanden - wahrscheinlich immer dann, wenn zu viele Autoren ihr Honorar einfordern: Zum Beispiel der »CA-Verlag« (das Kürzel steht für Commodore Aktuell), der »WS-Verlag« (Werner Seibt), der »STW-Service« (Sven, Torsten und Werner, die Vornamen seiner beiden Söhne) und der schon erwähnte »SPS-Service«. Mittlerweise hat die Staatsanwaltschaft beim Landgericht München I ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts auf Konkursvergehen in Gang gesetzt. Ich möchte alle Autoren vor einer Zusammenarbeit mit Werner Seibt warnen! @ar:Uwe Schwesig, 23617 Stockelsdorf @zu:Werner Seibt, die zweite @t4:Ich muß meinem Herzen Luft machenm, daher schreibe ich diesen Brief. Im Frühjahr kaufte ich eine Ausgabe der »64-Disc-Power«, vom Herausgeber als »Die Super-Spiele-Diskette« bezeichnet. Alles unsäglich primitive Spiele, sowohl nach Spielidee, noch mehr was die Ausführung betrifft. Ich dachte ir, das sei ein einmaliger Ausrutscher. Jetzt kaufte sich mein Sohn eine andere Ausgabe. Besser? Nein - noch viel primitiver. Die Programme enthalten schwere Fehler. In einigen Menüs lassen sich keine Funktionen aufrufen. Ich habe alle erdenklichen Tastenkombinationen durchprobiert - nichts! Und das alles für 19,80 DM! Ich verbuche das als Lernprozeß. Einige Kritik zu BTX: Entgegen der Bedienungsanleitung kann mit »BTX-Com« und »64'er online« keine Telesoftware geladen werden. Solange die Btx-Seiten nur auf dem Bildschirm erscheinen, funktioniert das Programm. Nach einem Ausdruck stürzt es aber ab. Der Aufruf »Drucken/Speichern« läßt sich nicht mehr deaktivieren. Und die Herstellerfirma Drews hüllt sich in Schweigen. Noch ein Ärgernis: Die Telekom lehnt es ab, ein Btx-Anbieterverzeichnis herauszugeben. Begründung: Durch ständige An- und Abmeldungen sei keine Aktualität zu erzielen. Aber warum funktioniert das dann beim Telefonbuch, das ja auch jedes Jahr neu erscheint? Wie soll ich per BTX kommunizieren, wenn ich die Teilnehmer nicht kenne? Der Auskunftsdienst nutzt mir nichts, wenn keine Adresse angegeben werden kann. Jetzt aber Schluß mit der Meckerei. Das 64'er-Magazin ist ausgezeichnet. Die Themenauswahl ist (fast) optimal. Sicher, mich interessiert nicht immer jeder Artikel. Trotzdem lese ich alles. Ein Vorschlag: Immer wieder werden Anfragen zu Druckerparametern abgedruckt und manchmal auch beantwortet. Ich finde: Schade um den Platz. Man könnte alle Drucker und deren Parameter zu einem kleinen Heft zusammenfassen, das der jeweilige Interessent dann bei Euch anfordern kann. Auch der Abruf über BTX wäre denkbar. Oder als aktuelle Sonderdiskette. @ar:Lutz Teubner, 07745 Jena @t4:Vielen Dank für Ihre Anregung, die wir gern einmal überdenken werden. Das Problem dabei ist eigentlich nur, daß auch wir in der Redaktion nicht zu jedem der sicher an die Tausend verschiedenen Druckermodelle in Kombination mit/ohne Interface und Tausenden von Programmen die Parameter vorrätig haben. Die Zeitschrift »64-Disc-Power« stammt übrigens auch von Werner Seibt - siehe dazu den Leserbrief »Zechpreller«. Nichts liegt uns so fern wie die Absicht, unsere Konkurrenz schlecht zu machen. Dennoch halten wir es für eine Pflicht, unsere Leser über solche Magazine zu unterrichten. (Die Red.)

@zu:Lob und Pfiffe @t4:Zunächst muß ich Euch ein großes Lob aussprechen: Seit vier Jahren lese ich nun die 64'er, und sie gefällt mir durchwegs sehr gut. Für jeden ist etwas dabei. Macht auf jeden Fall weiter so. Leider ist der Preis für Euer Heft im Vergleich zu anderen Magazinen, die auch von Markt & Technik herausgegeben werden, ziemlich hoch. Ihr seid das teuerste Heft mit dem kleinsten Seitenumfang. Muß das denn sein? Noch ein paar Worte zum Thema C 64 contra PC. Auch mir geht die Megabyte-Gigantomanie ziemlich auf die Nerven. Ein PC ist wegen seiner neueren Technik teistungsfähiger und in einigen Anwendungsbereichen besser einsetzbar als der C 64. Trotzdem ist der deswegen nicht automatisch besser. Ich halte es für sinnlos, immer schnellere PCs mit immer mehr Speicher zu entwickeln, ohne sie optimal zu nutzen, was schon bei der Programmierung beginnt. Wäre man wie beim C 64 gezwungen, immer neue Wege zu beschreiten und optimal zu programmieren, so ergäben sich noch viele ungeahnte Möglichkeiten. Das Wissen um die Hard- und Software würde sprunghaft ansteigen. Schließlich kommt man zur Einsicht, daß in vielen Bereichen der C 64 voll ausreicht, wohingegen in anderen Bereichen ein optimal genutzter und programmierter PC die beste Lösung darstellt. Die Megabyte-Gigantomanie hätte endlich ein Ende. @ar:Oliver Kreuer, 42349 Wuppertal @zu:kitschiges Titelbild @t4:Seit Jahren lese ich das 64'er-Magazin. Ich möchte einige Vorschläge machen: Könnte man nicht den Aktuell-Teil vergrößern, zum Beispiel auf ca. 30 Seiten, in denen dann über Neuigkeiten aus der gesamten Computerwelt berichtet wird. Ich glaube, daß viele Leute einen C 64 besitzen, und nebenbei beruflich mit dem PC oder einem Archimedes arbeiten. Weiterhin ärgert mich die verspielte, fast schon kitschige Titelseite. Warum bekommt das 64'er-Magazin keine seriösere Aufmachung? Etwas weniger Farbe und mehr Ordnung auf dem Titelbild fände ich angebracht. Dann könnte man das Heft auch mit ins Büro nehmen. Auch die Bezeichnung »Die Nummer 1 für C 64 und C 128« ist überflüssig. Meines Wissens gibt es kein anderes Magazin für diese Computer. @ar:Klaus Oehm, 91241 Kirchensittenbach @t4:Die Reaktion unserer Leser auf den Archimedes-Sonderteil, der vor etwa einem Jahr zeitweise erschien, hat gezeigt, daß ein Großteil unserer Leser ein »reines« C 64-Magazin ohne »fremde« Computer wünscht. Die Gestaltung der Titelseite ist natürlich Geschmacksache. Wir bemühen uns, als seriöses und ordentliches Magazin aufzutreten, aber wir sind keine farblose blasse Zeitschrift. (Die Red.)