Test Pr1maBase Nikolaus Heusler Matthias Matting PC go! 05.12.94 05.12.94 Objekt: PC go! Ausgabe: 8/94 Rubrik: Softwaretest Redakteur: Matthias MA Autor: Nicki Heusler, XXX/XXXXXX Datum: 12.05.94 Thema: Kurztest Primabase ================================================================================ @u:PrimaBase: Laßt den Worten Daten folgen! @t:Datenbanken sind eines der "klassischen" Einsatzgebiete des Computers. Ein neues Paket, das Einsteiger, aber auch Profis ansprechen soll, nennt sich "PrimaBase". Angefangen beim Erstellen einfacher kleiner Dateien bis hin zu komplexen Verbindungen zwischen den Files und dem Druck attraktiver Berichte ist alles möglich. Die vorprogrammierten Schaltflächen lassen sich zum Suchen, Verschieben und Auflisten von Datensätzen verwenden. Mit der Schnellsuchfunktion werden Datensätze sehr schnell gefunden. Die Installation des Programms erfolgt in der für Windows gewohnten Art von nur einer Diskette. Die Eingabe der Seriennummer, wohl zu Kopierschutzzwecken, erweist sich als etwas unflexibel und störend. Da das Programm nur mit der Windows-Umgebung (ab Version 3.0) arbeitet, ist es voll multitaskingfähig. Sie können verschiedene Dateien öffnen, zwischen denen sich dann auch Verbindungen herstellen lassen. Auf diese Weise werden Daten in einem File automatisch angepaßt, wenn Sie in der anderen Datei etwas ändern. Der Anwender kann selbstgestaltete Formulare (Datei-Eingabemasken) anlegen und damit bestimmen, wo und wie welche Informationen auf dem Bildschirm erscheinen sollen. Der Formulareditor arbeitet objektorientiert. Wichtig für eine professionelle Datenbank ist der Berichtgenerator. Hier handelt es sich zweifelsohne um den Höhepunkt von PrimaBase. In den Text, der mit allen vorhandenen Schriftarten geschrieben werden kann, lassen sich Grafiken und als Besonderheit auch Strichcodes, die das Programm selbst erzeugt, einbinden. An Formaten werden neben den europäischen EAN-8 und -13 auch einige amerikanische Codes bewältigt. Die üblichen Grundfunktionen für Berichte wie Felder, Rechtecke, Linien, Berechnungen und so weiter sind vorhanden. Eine Preview-Funktion zeigt den Bericht vor der Druckerausgabe am Bildschirm, aufgrund der niedrigeren Auflösung allerdings etwas detailarm. PrimaBase erzeugt auch Serienbriefe, bei denen die Daten aus Ihren Datensätzen in ein vorhandenes Textdokument, beispielsweise von Word, eingebunden werden. Ein hohes Maß an Sicherheit gewährleistet die Möglichkeit, Dateien mit einem Paßwort zu verschlüsseln. Außerdem können ganze Dateien oder nur Teile davon recht komfortabel als Sicherheitskopien gespeichert und wieder geladen werden. In der Netzwerk-Version von PrimaBase können bis zu 32 Anwender gleichzeitig arbeiten. In diesem Fall sorgt eine automatische Datensperre dafür, daß immer nur ein Anwender einen Datensatz editiert. Auch einige leider recht sparsame Import/Export-Funktionen sind vorhanden: Das Programm liest Dateien von dBase II/III/IV sowie ASCII- und DIF-Dateien. Beim Export steht zusätzlich noch das Format RTF zur Verfügung. Trotz der konsequenten Menüführung werden auch Anwender, die sich schon mit Datenbanken auskennen, einige Zeit brauchen, bis sie sich ganz in PrimaBase eingerabeitet haben. Die Funktionen sind teilweise anders organisiert, als man es sonst von Windows gewohnt ist. Mit Hilfe der beiden Handbücher (ein Übungs- und ein Referenzbuch) findet man sich jedoch zurecht, wenn man weiß, was man will. Technisch gesehen entspricht PrimaBase dem Windows-Standard, es kann per Maus bedient werden. In unserem Test stürzte das Programm beim Sortieren eines Files ab. Dieser Fehler trat jedoch nur einmal auf, er ließ sich nicht rekonstruieren. Möglicherweise tritt er nur in der Demo-Version auf, die uns zum Test vorlag. Was uns nicht besonders gefällt ist das schlampig gemachte Handbuch. Zum einen waren die einzelnen Seiten teilweise durch eine Perforation aneinandergebunden und mußten noch getrennt werden, teilweise weist das Papier "Eselsohren" und Knicke auf. Vermutlicherweise ein Produktionsfehler. Abgesehen von einigen Druckfehlern ist die Dokumentation leicht verständlich und gut gegiedert. Insgesamt ist PrimaBase ein ausgereiftes und umfangreiches Datenbanksystem, das den Preis von knapp 300 Mark wert ist. Allerdings sollte man etwas Zeit für die Einarbeitung mitbringen. (Nikolaus M. Heusler/ma) PC go! Info PrimaBase Version 3.1 PrimaBase ist eine umfangreiche Datenbank für Windows mit Berichtgenerator und recht komfortabler Bedienung. Vertrieb: Claußen Computer, 90408 Nürnberg Preis: DM 298,00 (Einzelplatz-Lizenz), DM 1029,00 (Serverlizenz mit drei Anwender-Lizenzen) plus DM 215,00 je weiterer Anwender Positiv - leistungsstarker Berichtgenerator - Einbindung von Strichcodes - recht günstiger Preis - Menüführung - ziemlich schnell Negativ - Installation umständlich (Seriennummern-Eingabe) - Funktionen teilweise nicht "normgerecht" im Menü Beurteilung Funktionen: ++ Dokumentation: + Geschwindigkeit: ++ Bedienung: 0 Preis/Leistung: + gut