Software-Corner Nikolaus Heusler Pit Klein PC go 1/94 11.11.93 11.11.93 Objekt: PC go! Ausgabe: 01/94 Rubrik: Software-Corner Redakteur: Pit Klein PK Autor: Nicki Heusler, XXX/XXXXXX Datum: 11.11.1993 Thema: Tips und Tricks zu PC-Software Bitte ersetzt in diesem Text alle Symbole // durch den Klammeraffen! Zu diesem Artikel gehören zwei Bilder, keine Listings ================================================================================ //u:Software-Corner //v:Es ist ebenso schwierig, allein mit der Gebrauchsanweisung ein großes Programm zu beherrschen, wie es unmöglich ist, ohne Fahrschule das Autofahren zu lernen. Auf die kleinen Tricks, die Erfahrung kommt es an. Einen kräftigen Schwung davon haben wir in peto. //zu:dBase-Dateien in 1-2-3 für Windows //t4:Das Tabellenkalkulations-Programm »Lotus 1-2-3« für Windows hat sein eigenes Format, indem es Dateien speichert. Aus diesem Grund ist es nicht möglich, beispielsweise dBase-Files direkt als Arbeitsblatt zu übernehmen. Glücklicherweise wird mit 123 eine Sammlung von Utilities mitgeliefert. Eines davon heißt »TRANS.EXE« (Bild). Rufen Sie es vom Datei-Manager unter Windows auf, wird zunächst ins DOS zurückgeschaltet: Der Konverter ist auch ohne Windows lauffähig. Jetzt wählen Sie das Format der Quelldatei. Neben den Versionen II, III und III+ von dBase stehen unter anderem die Dateien der Programme DIF, Multiplan 4.2, SuperCalc4, Symphony und DIF sowie älterer Versionen von 1-2-3 zur Verfügung. Im Hauptmenü wählen Sie den Quelldatei-Typ. Als Zieldatei steht nur das Format 1-2-3 Version 3.0 zur Verfügung. Konvertiert werden maximal 8191 Datensätze. In einem Fenster sollen nun der Dateiname der Quell- und der Zieldatei eingegeben werden. Notfalls muß auch die Pfadbezeichnung geändert werden. Zu beachten ist, daß die »Extensions« nicht geändert werden dürfen. Die Quelldatei heißt in unserem Fall »MUSIK.DBF« (.DBF ist die Extension), als Zieldatei muß ein Name vorgegeben werden, der mit ».WK3« endet. Das Programm übernimmt dann selbständig die Konvertierung. Aus einem dBase-File wird ein Arbeitsblatt, das in seinen Zeilen alle Datensätze enthält. Die einzelnen Felder (bei einer Schallplatten-Datei beispielsweise »Interpret«, »Titel«, »Jahr« usw.) stehen nebeneinander in den Spalten. //zu:StarWriter 7.0 für Mathematiker //t4:Komplizierte Formelwerke sind das Salz in der Suppe für Mathematiker, Techniker und andere Wissenschaftler. Gerade mit dem Programm »StarWriter 7.0« von Star Division sind solche Formeln (Bild) ein Leichtes. Leider trauen sich viele Anwender - zu Unrecht! - nicht an den Formel-Editor des Programms heran. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie man zum Beispiel die im Bild gezeigte Formel aufbaut. Der Editor wird aus dem Zusätze-Menü über die Option »Formelgenerator« aufgerufen. Der Arbeitsbildschirm besteht aus drei Teilen: Im rechten oberen Anzeigefenster werden die Eingaben in die eigentliche Formel umgesetzt. Sie sollten es auch während des Formel-Aufbaus gelegentlich aufrufen, da es eine gute Kontroll-Möglichkeit für Syntaxfehler darstellt. Das untere Fenster, das »Eingabefenster«, wartet auf die Eingabe des Befehlstextes für zu erzeugende Formeln. Im oberen linken Fenster sehen Sie eine Reihe von Auswahlmenüs und Schaltern. Der obere Kasten enthält in alphabetischer Reihenfolge die Befehle und Funktionen des Generators. Blättern Sie mit den BILD-Tasten in dieser Liste. Sobald Sie mit der Leertaste oder mit der Maus einen Befehl markiert haben, erscheinen im darunter befindlichen Fenster die Anwendungsmöglichkeiten, aus denen Sie wiederum eine auswählen. Der dritte Kasten von oben enthält die verfügbaren Zeichensätze, unter anderem einen griechischen. Klicken Sie in dem Fenster den Eintrag »Greek« an, erscheinen alle griechischen Symbole in einem eigenen Fenster. Durch Doppelklicken mit der Maus oder durch Übernahme mit der Eingabetaste wird eines der Symbole an die aktuelle Cursorposition in der Formel übernommen. Auf diese Weise setzen Sie Symbole wie π (Pi), α (Alpha) oder Σ (Summenzeichen) usw. in Ihre Dokumente ein. Um die eigentliche Formel zu erzeugen, benötigen Sie die Befehle, die sich im Handbuch zum Programm finden. Kleines Beispiel: Die Formel (bw mal 2) durch n (Bild) lautet in die Befehlssyntax des Generators umgesetzt //li:(bw TIMES 2) OVER n //t4:Dabei stellen bw und n die Variablen dar, geben Sie sie in Kleinbuchstaben ein. In großen Buchstaben schreiben wir die Befehlswörter: TIMES bezeichnet die Multiplikation, als Symbol setzt das Programm ein »x« (Kreuz) ein. Mit OVER bewirken Sie, daß ein Bruch erzeugt wird: Vor OVER steht der Zähler, dahinter der Nenner. Das Programm verkleinert automatisch die Schrift entsprechend. Die Klammern sind wichtig, damit der Formelgenerator auch weiß, daß die gesamte Multiplikation zum Zähler gehört, nicht nur die Ziffer »2«. Als nächstes aktiviert man das Anzeigefenster durch Anklicken von »Zeigen« mit der Maus (oder Taste ). Wenn Sie möchten, können Sie das Ergbnis noch vergrößern, indem Sie eingeben oder das entsprechende Feld anklicken. Im Datei-Menü am oberen Bildschirmrand wählen Sie den Eintrag »Speichern«, um die Formel zu sichern. Als Dateiname kann beispielsweise »MUSTER« eingegeben werden. Zum Beenden des Formel-Editors wähle man »Beenden« im Datei-Menü oder die Tasten . Um die Formel in Ihr StarWriter-Dokument einzubinden, setzen Sie den Cursor an die gewünschte Textstelle und wählen »Einfügen Formel«. Geben Sie wieder den Dateinamen »MUSTER« und die Größe in den Feldern »Höhe« und »Breite« ein bzw. lassen sich die Originalgröße mit den Tasten anzeigen und drücken die Eingabetaste. Im Text erscheint dann ein entsprechender Platzhalter, die Formel wird erst später beim Druck oder der Druckbild-Vorschau sichtbar. Andere Befehle, die Sie mit dem Formelgenerator einmal ausprobieren sollten, lauten: SQRT a (Wurzel), NROOT n a, BINOM n a (Binom-Körper), a GG b (a sehr viel größer als b), FACT a (Fakultät), INT FROM a TO b c (Integral), a SUP b (a mit hochgestelltem b). Tip: Eine Liste aller Befehle enthält das Programm im Befehlsfenster. //zu:Lotus 1-2-3 kann Deutsch und Englisch! //t4:Haben Sie schon mal ein Lotus-Makro für die englische Version bekommen, das Sie unbedingt einsetzen wollten, aber der Aufwand für die Umsetzung war Ihnen zu groß? Wenn Sie die neue Version 2.2 oder 3.0 von 1-2-3 besitzen, so ist dies kein Problem mehr. Beide Versionen können nämlich wahlweise mit deutschen oder englischen Menüs und Makro-Schlüsselworten bzw. -Funktionen betrieben werden. In Version 3.0 wird bei der Installation die Datei »L123TXT3.RI« auf die Festplatte geschrieben, die die deutschen Begriffe enthält. Lotus liest diese beim Laden automatisch ein. Um nun zwischen beiden Sprachen umzuschalten, benötigen Sie noch die Files »L123DEN.RI« (deutsch) und »L123DEM.RI« (englisch), die sich auf Ihren Original-Disketten befinden. Kopieren Sie beide Dateien auf die Platte. Damit Lotus englisch spricht, geben Sie ein: //li:COPY L123DEM.RI L123TXT3.RI //t4:Beachten Sie dabei, daß Lotus erst dann geladen werden darf, wenn das Kopieren abgeschlossen ist. Bei der »Umstellung« ändert sich übrigens die Hilfestellung, die Benutzerhinweise und Eingabeaufforderungen bleiben dagegen gleich. Um wieder zum deutschen Lotus zurückzukehren, geben Sie folgenden Kopierbefehl ein: //li:COPY L123DEN.RI L123TXT3.RI //t4:Für die Version 2.2 von Lotus 1-2-3 sind die Dateien 123.RI (Startdatei), GERN.RI (Deutsch) und GERM.RI (englisch) erforderlich. Das weitere Vorgehen ist ähnlich wie oben beschrieben mit folgendem Befehl für die englische Version: //li:COPY GERM.RI 123.RI //t4:und //li:COPY GERN.RI 123.RI //t4:falls die deutsche Version gewünscht wird. //zu:Ausrichten des Papierrandes unter Word //t4:Wer mit Word arbeitet und seinen Text mit Kopf- oder Fußzeilen versieht, der stellt spätestens beim Druck fest, daß die Kopf- bzw. Fußzeilen nicht rechts- oder linksbündig bzw. zentriert zum sonstigen Text erscheinen. Statt dessen richtet sich die horizontale Ausrichtung nach dem linken Papierrand und bei rechtsbündiger oder zentrierter Kopf-/Fußzeile nach dem im Menü »Format Bereich Seitenrand Breite« eingestellten rechten Papierrand. Ein sehr umständlicher, aber oft beschrittener Weg, um trotzdem zu einem vernünftigen Seitenlayout zu kommen. Einfacher und genauer ist folgendes Verfahren: Man gehe mit dem Cursor in den regulären Text; notieren Sie sich die im Menü »Format Bereich Seitenrand« unter »Links« und »Rechts« stehenden Werte; gehen Sie mit dem Cursor in die Kopf- bzw. Fußzeile, setzen Sie im Menü »Format Absatz« unter »linker Einzug« und »rechter Einzug« die notierten Werte ein. //zu:Nützliche Maus- und Tastenfunktionen bei Word //t4:Viele Maus- bzw. Tastenfunktionen sind oft gar nicht bekannt, obwohl sie die Arbeit mit Word sehr erleichtern: -- Wie der Cursor im Textbereich bewegt wird, ist klar. Um ihn jedoch auch in den Befehlsfeldern (zum Beispiel im Feld von ESC/ÜBERTRAGEN/SPEICHERN) hin und her zu bewegen, muß man die Tasten , , und betätigen. Mit und wird der Cursor wortweise bewegt, und springt zeichenweise. -- Jede Absatzformatierung, mit oder ohne Druckformatvorlage, kann man wieder rückgängig machen, indem man bzw. wählt. Es stellt sich dann wieder das unbehandelte Standardformat ein. -- Entsprechend werden beliebige Zeichenformatierungen mit bzw. neutralisiert. Wie jede Zeichenformatierung via ALT-Taste muß dies bei einem einzelnen Zeichen doppelt ausgeführt werden. -- Sehr effektiv erleichtert die Maus das Umstellen von Textpassagen: Markieren Sie mit oder ohne Maus den Textbereich. Halten Sie die CTRL-Taste gedrückt. Markieren Sie mit der Maus die neue Stelle für die Textpartie (»Umstellungsziel«). Das Kopieren von Texten funktioniert wie das Umstellen, nur mit der Shift- statt der CTRL-Taste. -- Mit der Maus kann man durch Anklicken des rechten Bildschirmrandes bequem mehrere Bildschirmausschnitte öffnen oder schließen. Man erhält mit der linken Maustaste denselben Text und die selbe Druckformat-Vorlage-Datei im neuen Ausschnitt wie zuvor, und mit der rechten Taste einen leeren neuen Ausschnitt und, falls auf dem Datenträger vorhanden, die Druckformat-Vorlagen-Datei »Standard.DFV«. (Nikolaus M. Heusler)

//bu:Bild. Der Konverter »TRANS.EXE« zur Übertragung nach Lotus 1-2-3 Bild. Beispiel für eine Formel unter StarWriter