Testbericht Virtool Plus 5.0 Nikolaus Heusler Heinz Behling Virtool PC go! 11.02.9310.28.93 Objekt: PC go! Ausgabe: 1/94 Rubrik: Software-Test Redakteur: Heinz HB Autor: Nicki Heusler, XXX/XXXXXX Datum: 28.10.93 Thema: Testbericht VIRTOOL PLUS 5.0 Zu diesem Artikel gehört ein Bild (Screen-Hardcopy von der Viren-Indexliste), kein Listing Geschätzter Umfang: 0,75 Heftseite (sorry....) Viele Grüße, Nicki ================================================================================ @da:Virtool Plus 5.0 für DOS und Windows @u:Gesundheit! @v:Nicht ganz zu Unrecht fürchten viele PC-Anwender Viren wie der Teufel das Weihwasser. Das Virtool von Wantke soll absolute Sicherheit bieten. Doch hält das Programm, was die Werbung verspricht? @i:V @t4:on unerklärlichen Fehlermeldungen über kleine grüne Männchen, die den Bildschirm bevölkern bis hin zu unerwartet gelöschten Festplatten reicht die Palette der Symptome: Virus an Bord! Im Interesse seiner Daten sollte der Anwender daher vorbeugen. Virenschutzprogramme sind auf dem PC nichts Neues. Vom Software-Vertrieb T. Wantke aus Hamburg kommt ein weiteres Programm dieser Gattung: "Virtool Plus 5.0" wird auf einer HD-Diskette geliefert, ein Handbuch lag unserem Exemplar nicht bei. Über das Installationsprogramm muß zunächst die Software auf Festplatte kopiert werden, ein Vorgang, der gewohnt lang dauert und umständlich ist. Über ein Menü kann beispielsweise eingestellt werden, ob die Installation nur für DOS oder auch für MS-Windows erfolgen soll, und ob der PC bei jedem Neustart automatisch nach Viren suchen soll. Zu diesem Zweck wird in der AUTOEXEC.BAT-Datei ein weiterer Befehl eingefügt. An dem Menü stören die unverständlichen Abkürzungen (die Online-Hilfe gibt jedoch Auskunft) und die etwas eigenwillige Maus-Bedienung. Bei sämtlichen PCs, auf denen wir das Paket testeten, beschwerte sich bereits das Installationsprogramm über zu geringen Speicherplatz: 550000 Byte werden minstens benötigt. Außerdem stürzte das Installation vor allem bei "Abbruch" gelegentlich ab. Ist die Installation abgeschlossen, kann mit dem Virtool gearbeitet werden. Über zwei verschiedene Befehle läßt es sich entweder unter DOS oder Windows betreiben. Die beiden Versionen unterscheiden sich im Leistungsumfang nicht, daher gehen wir im Folgenden nur auf die DOS-Version ein. Sie wird über eine Oberfläche mit der Maus oder Tastatur gesteuert. Es sind die Standard-Funktionen enthalten, die man von einem Virenschutz-Programm erwartet: Suche nach und Entfernen von Viren. Die Suche kann auf einem Laufwerk (Kennbuchstabe A bis Z) erfolgen, im Haupt- oder Gesamtspeicher oder nur in einer oder mehreren Dateien. Positiv soll hervorgehoben werden, daß Virtool netzwerkfähig ist, durch die Angabe eines geeigneten Kennbuchstabens wird also ein Laufwerk im Netz untersucht. Gelöscht werden auf Wunsch alle gefundenen Viren, oder gezielt nur ganz bestimmte. @zu:Funktionsvielfalt @t4:Dann sind noch einige Sonderfunktionen enthalten: Etwa das Anlegen einer Sicherheits-Boot-Diskette. Auf Wunsch versieht Virtool Dateien mit einer Prüfsumme, die separat gespeichert wird. Stimmt sie bei einer erneuten Berechnung nicht mehr mit dem Originalwert überein, wurde die Datei verändert -- möglicherweise von einem Virus. Auf diese Weise kann man sein ganzes System überwachen und leicht feststellen, wo vielleicht ein Bösewicht "herumgepfuscht" hat. Besonders hervorzuheben ist das Verzeichnis, in dem sich der Anwender die Daten von 1359 Viren anzeigen lassen kann: Welche Technik benutzt der Virus, was wird infiziert (welche Dateiart oder Boot-Sektor), welche Schäden richtet er an. Aus welchem Grund ausgerechnet ein Programm dieser Art die Soundblaster-Karte zur Sprachausgabe unterstützt, ist uns dagegen nicht klar. Leider handelt es sich bei Virtool offensichtlich um eine Mischung aus zwei Programmen (Virtool und McAfee Asc. Virenschutz), wodurch auch der Benutzerdialog in einer Mischung aus deutsch und englisch arbeitet. Bestes Beispiel ist das Fenster mit dem Text "Bitte lesen Sie die obenstehende englische Fehlermeldung", das gelegentlich erscheint. Dummerweise verdeckte gerade dieses Fenster die eigentliche Meldung. Überhaupt war unser Testmuster noch relativ fehleranfällig. Bei Virtool handelt es sich wohl um ein sehr leistungsstarkes Produkt. Die kleinen Schönheitsfehler und Schwächen im Detail sollten allerdings noch ausgemerzt werden. So reicht es im Augenblick nur für ein "Befriedigend". @ar:Nikolaus M. Heusler/hb @tabh:Virtool Plus 5.0 @ink:ist ein unter DOS oder Windows lauffähiges Viren-Such- und Beseitigungsprogramm für 1359 Virentypen beruhend auf den McAfee Asc. Virenschutzprogrammen. Es wirkt auf das RAM, auf ganze Platten oder Disketten und einzelne Dateien. Dateien können mit einer Prüfsumme versehen werden. Lieferant:
Softwarevertrieb T. Wantke, Poggfreedweg 30, 22149 Hamburg, Tel. 040/672 50 41 oder 06232/9 50 41 Preis:
???? DM empf. Konfiguration:
Computer: ab 386er, DOS oder Windows ab 3.1, VGA-Karte ab 640x480 Punkte Festplattenbedarf: ca. 1,5 MB Positiv:
- netzfähig - ausführliche Online-Hilfe - Indexdatei mit 1359 Viren Negativ:
- fehleranfällig - Mischung deutsch/englisch - hoher Arbeitsspeicher-Bedarf - keine Anleitung Beurteilung:
Installation: - Funktionen: ++ Bedienung: 0 Handbuch: - Preis/Leistung:? befriedigend @bu:Die Index-Datei enthält die genauen Daten von 1359 Viren