Softwaretest Zahlungsverkehr Nikolaus Heusler Heinz Behling PC go! 02.20.94 02.20.94 Objekt: PC go! Ausgabe: 5/1994 ? Rubrik: Stoffbärtest Redakteur: Heinz HB Autor: Nicki Heusler, XXX/XXXXXX Datum: 20.02.1994 Thema: SW-Test: Data Becker GS Zahlungsverkehr Bitte ersetzt in diesem Text alle Symbole // durch den Klammeraffen! ================================================================================ //u:Bank-Management im Wohnzimmer //i:W //t:ie gehen Sie vor, wenn Sie Ihrer Bank einen Überweisungsauftrag erteilen möchten? Gehören Sie auch zu den altmodischen Zeitgenossen, die mit einem Kugelschreiber oder der Schreibmaschine die Vordrucke ausfüllen und dann zur Bank bringen? Sehr umständlich, finden Sie nicht? Gerade Eintragungen wie die Auftraggeber-Daten ändern sich ja nie, und der Normalbürger überweist ja auch im Allgemeinen nicht an viel mehr als zwanzig, vielleicht dreißig Empfänger. Es bietet sich also an, diese Arbeit dem Computer zu überlassen. Aus der "Goldenen Serie" von Data Becker wird zu diesem Zweck das Programm "Zahlungsverkehr" angeboten. Es läuft nur unter Windows. Nach der Installierung und dem Start erscheint die Bildschirmmaske. Von hier kann gewählt werden, ob das Programm einen Überweisungsauftrag oder einen Scheck generieren soll. Es lassen sich auch Lastschriften generieren: Erhält die Bank einen solchen Auftrag von Ihnen, so wird der Betrag von dem angegebenen fremden Konto abgebucht und Ihnen gutgeschrieben. Von dieser Möglichkeit machen beispielsweise Versicherungen Gebrauch, die regelmäßig Beiträge von Ihrem Konto abbuchen. Diese Funktion dürfte daher vor allem für Firmen interessant sein. Überhaupt sind in das Programm einige Feinheiten eingebaut, mit denen der normale Anwender in der Regel nicht konfrontiert wird: So unterscheidet man im Bankgewerbe beispielsweise zwischen verschiedenen Arten der Überweisung: Spenden, Lohn- und Gehaltszahlungen, Zahlscheine, vermögenswirksame Leistungen usw. Das Programm verwaltet drei Datenbanken: Je eine Datei für Auftraggeber-Daten, Empfängerdaten und Verwendungszweck. Die Trennung von Auftraggeber und Empfänger ist unpraktisch, sollen Zahlungen zwischen verschiedenen Personen in beiden Richtungen möglich sein, muß man sie zweimal eintragen. Eine einzige Personendatei wäre sinnvoller gewesen. Diese Datei enthält Kontonummer, Bankleitzahl, Name und Anschrift der Person und ihrer Bank. Sehr negativ fällt auf, daß kein Bankleitzahlen-Verzeichnis eingebaut ist. Dabei kann man so etwas heute sogar schon mit einem C 64 realisieren! Teilweise ist die Programmsteuerung etwas gewöhnungsbedürftig: Intuitives Arbeiten, wie sonst von Windows gewohnt, ist nur schwer möglich. Will man beispielsweise einen neuen Überweisungsauftrag eingeben, muß man nach Anwahl der entsprechenden Funktion aus dem Menü erst noch durch Anklicken eines etwas versteckten Buttons mit der Aufschrift »N« das Formular für Eintragungen öffnen. Positiv fällt auf, daß dieses Formular den üblichen Überweisungsvordrucken nachgebildet ist, man kennt sich also rasch aus. Nachdem ein Auftrag eingegeben wurde, speichert ihn das Programm automatisch auf der Festplatte. Sie können nun einen Bankvordruck (Überweisung, Lastschrift oder Scheck-Formular) damit bedrucken, dazu wird ein Nadeldrucker benötigt (Durchschläge!). Die Anpassung des Programms an die verwendeten Formulare erweist sich als äußerst lästig und aufwendig. Besser und moderner ist es, der Bank die Aufträge auf Diskette zu übermitteln. Das Programm gestattet zu diesem Zweck das Anlegen einer "Bank-Diskette", die angeblich vom Format her den Anforderungen des deutschen Kreditgewerbes "DTAUS" (Datenträger-Austausch) entspricht. Fraglich ist nur, ob die Bank bereit ist, von einem privaten Anwender Disketten entgegenzunehmen, auf denen jeweils nur eine Überweisung gespeichert ist. Allerdings sind bei manchen Kreditinstituten die Gebühren für Aufträge auf Datenträger geringer als beim herkömmlichen Verfahren. Auch wenn "Zahlungsverkehr" im Detail doch noch einige Mängel aufweist: Für 29 Mark steckt einiges an Leistung drin. Wir empfehlen dieses Programm kleineren Betrieben oder Selbständigen, die damit ihre täglichen Bankgeschäfte vielleicht noch etwas vereinfachen können. (Nikolaus M. Heusler) PC go! Info Windows-Zahlungsverkehr nimmt Überweisungs-, Scheck- und Lastschrift-Aufträge entgegen und bedruckt Formulare oder erzeugt DTAUS-Bankdisketten. Vertrieb
: Data Becker, Düsseldorf Preis
: DM 29,00 Positiv - Bankdisketten im DTAUS-Format - Eingabe in gewohnte Formulare Negativ - getrennte Dateien für Auftraggeber und Empfänger - kein BLZ-Verzeichnis Beurteilung Funktionen: o Dokumentation: + Geschwindigkeit: ++ Bedienung: o Preis/Leistung: + gut