{"id":947,"date":"2018-03-09T09:12:52","date_gmt":"2018-03-09T17:12:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pagetable.com\/?p=947"},"modified":"2018-03-09T09:12:52","modified_gmt":"2018-03-09T17:12:52","slug":"making-of-murdlok-the-new-old-adventure-game-for-the-c64","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pagetable.com\/?p=947","title":{"rendered":"Making Of &quot;Murdlok&quot;, the new old adventure game for the C64"},"content":{"rendered":"<p><i>Recently, the 1986 adventure game <a href=\"http:\/\/www.pagetable.com\/?p=940\">&#8220;Murdlok&#8221; was published here<\/a> for the first time. This is author <b>Peter Hempel<\/b>&#8216;s &#8220;making-of&#8221; story, in German. (<a href=\"https:\/\/translate.google.com\/translate?sl=de&#038;tl=en&#038;u=http%3A%2F%2Fwww.pagetable.com%2F%3Fp%3D947\">English translation<\/a>)<\/i><\/p>\n<p>Am Anfang war der Brotkasten: Wir schreiben das Jahr 1984, oder war es doch schon 1985? Ich hab es \u00fcber all die Jahre vergessen. Computer sind noch ein Zauberwort, obwohl sie schon seit Jahren auf dem Markt angeboten werden. Derweilen sind sie so klein, dass diese problemlos auf den Tisch gestellt werden k\u00f6nnen. Mikroprozessor! Und Farbe soll der auch haben, nicht monochrom wie noch \u00fcberall \u00fcblich. Commodore VC20 stand in der Reklame der Illustrierten Zeitung, der Volkscomputer, wahrlich ein merkw\u00fcrdiger Name, so wie der Name der Firma die ihn herstellt. C=Commodore, was hat dieser Computer mit der Seefahrt zu tun frage ich mich? Gut, immerhin war mir die Seite ins Auge gefallen.<\/p>\n<p>Das Ding holen wir uns, aber gleich den \u201eGro\u00dfen\u201c, der C64 mit 64 KB. Den bestellen wir im Versandhandel bei Quelle. So trat mein Kumpel  an mich heran. Das war damals noch mit erheblichen Kosten verbunden. Der Computer 799 D-Mark, Floppy 799 D-Mark und noch ein Bildschirm in Farbe dazu. Damals noch ein Portable TV f\u00fcr 599 D-Mark.<\/p>\n<p>Als alles da war ging es los! Ohne Selbststudium war da nichts zu machen, f\u00fcr mich war diese Technologie absolutes Neuland. Ich kannte auch niemanden, der sich hier auskannte, auch mein Kumpel nicht.  Es wurden Fachb\u00fccher gekauft! BASIC f\u00fcr Anf\u00e4nger! Was f\u00fcr eine spannende Geschichte. Man tippt etwas ein und es gibt gleich ein Ergebnis, manchmal ein erwartetes und manchmal ein unerwartetes. Das Ding hatte mich gefesselt, Tag und Nacht, wenn es die Arbeit und die Freundin zulie\u00df.<\/p>\n<p>Irgendwann viel mir das Adventure \u201eZauberschlo\u00df\u201c von  Dennis Merbach in die H\u00e4nde. Diese Art von Spielen war genau mein Ding! Spielen und denken! In mir keimte der Gedanke auch so ein Adventure zu basteln. \u201e<a href=\"https:\/\/www.c64-wiki.de\/wiki\/Adventures_und_wie_man_sie_programmiert\">Adventures und wie man sie programmiert<\/a>\u201c hie\u00df das Buch, das ich zu Rate zog. Ich wollte auf jeden Fall eine sch\u00f6ne Grafik haben und nat\u00fcrlich m\u00f6glichst viele R\u00e4ume. Die Geschichte habe ich mir dann ausgedacht und im Laufe der Programmierung auch ziemlich oft ge\u00e4ndert und verbessert. Ich hatte mich entschieden, die Grafik mit einem ge\u00e4nderten Zeichensatz zu erzeugen. Also, den Zeichensatzeditor aus der 64&#8217;er Zeitung abgetippt. Ja, Sprites brauchte ich auch, also den Sprite-Editor aus der 64&#8217;er Zeitung abgetippt. \u201eMaschinensprache f\u00fcr Anf\u00e4nger\u201c und fertig war die kleine abge\u00e4nderte Laderoutine im Diskettenpuffer. Die Entwicklung des neuen Zeichensatzes war dann eine sehr m\u00fchselige Angelegenheit. Zeichen \u00e4ndern und in die Grafik einbauen. Zeichen \u00e4ndern und in die Grafik einbauen\u2026\u2026\u2026\u2026.und so weiter. Nicht sch\u00f6n geworden, dann noch mal von vorne. Als das Listing zu gro\u00df wurde kam, ich ohne Drucker nicht mehr aus und musste mir einen anschaffen. Irgendwann sind mir dann auch noch die Bytes ausgegangen und der Programmcode musste optimiert werden. Jetzt hatte sich die Anschaffung des Druckers ausgezahlt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend ich nach Feierabend und in der Nacht programmierte, sa\u00df meine Freundin mit den Zwillingen schwanger auf der Couch. Sie musste viel Verst\u00e4ndnis f\u00fcr mein stundenlanges Hacken auf dem Brotkasten aufbringen. Sie hatte es aufgebracht, das Verst\u00e4ndnis, und somit konnte das Spiel im Jahr 1986 fertigstellt werden. War dann auch m\u00e4chtig stolz darauf. Habe meine Freundin dann auch sp\u00e4ter geheiratet, oder hatte sie mich geheiratet?<\/p>\n<p>Das Projekt hatte mich viel \u00fcber Computer und Programmierung gelehrt. Das war auch mein hauts\u00e4chlicher Antrieb das Adventure zu Ende zu bringen. Es hat mir einfach au\u00dferordentliche Freude bereitet. Einige Kopien wurden angefertigt und an Freunde verteilt. Mehr hatte ich damals nicht im Sinn.<\/p>\n<p>Mir wird immer wieder die Frage gestellt: \u201eWarum hast du dein Spiel nicht ver\u00f6ffentlicht?\u201c  Ja, im nachherein war es vermutlich dumm, aber ich hatte das damals einfach nicht auf dem Schirm. Es gab zu dieser Zeit eine Vielzahl von Spielen auf dem Markt, und ich hatte nicht das Gef\u00fchl, dass die Welt gerade auf meins wartete. War wohl eine Fehleinsch\u00e4tzung!<\/p>\n<p>Sorry, dass ihr alle so lange auf \u201eMurdlok\u201c warten musstet!<\/p>\n<p>Zu meiner Person: Ich hei\u00dfe Peter Hempel, aber das wisst ihr ja schon. Ich bin Jahrgang 1957 und wohne in Berlin, Deutschland. Das Programmieren ist nicht mein Beruf. Als ich 1974 meine Lehre zum Elektroniker angetreten hatte waren Homecomputer noch unbekannt. Ich habe viele Jahre als Servicetechniker gearbeitet und Ampelanlagen entst\u00f6rt und programmiert.<\/p>\n<p>Das Spiel ist dann in Vergessenheit geraten!<\/p>\n<p>Derweilen hatte ich schon mit einem Amiga 2000 rumgespielt.<\/p>\n<p>Wir schreiben das Jahr 2017, ich finde zuf\u00e4llig einen C=Commodore C65. Ein altes Gef\u00fchl meldet sich in mir. Was f\u00fcr eine sch\u00f6ne Erinnerung an vergangene Tage. Aufbruch in die Computerzeit. Der C65 stellt sofort eine Verbindung zur Vergangenheit her. Die letzten Reste meiner C64 Zeit werden wieder vorgekramt. So kommt das Adventure \u201eMurdlok\u201c wieder ans Tageslicht. Spiel l\u00e4uft auch auf dem C65, was f\u00fcr ein sch\u00f6nes Gef\u00fchl.<\/p>\n<p>Ich habe dann Michael kennengelernt. Ihm haben wir die Ver\u00f6ffentlichung von \u201eMurdlok\u201c zu verdanken. Ich h\u00e4tte nie gedacht, dass mein altes Spiel noch mal so viel Ehre erf\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Danke!<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche allen viel Spa\u00df mit meinem Spiel und nat\u00fcrlich beim 8-Bit Hobby.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Recently, the 1986 adventure game &#8220;Murdlok&#8221; was published here for the first time. This is author Peter Hempel&#8216;s &#8220;making-of&#8221; story, in German. (English translation) Am Anfang war der Brotkasten: Wir schreiben das Jahr 1984, oder war es doch schon 1985? Ich hab es \u00fcber all die Jahre vergessen. 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