Erschienen in 64'er Magazin, Ausgabe 02/1991 · Originaldatei: 02_91.TXT
Hinweis: Dies ist das an die Redaktion eingereichte Manuskript, nicht der gedruckte Endtext. Layout, Bildunterschriften, Korrekturen und Kürzungen der Redaktion können in der veröffentlichten Fassung abweichen.
Störenfried
Frage von Hans W. Haase aus der 64'er 11/90, Seite 95: Zum Drucken verwende ich das Wiesemann-Interface 92000/G mit dem Kassettenportstecker. Dies beeinträchtigt jedoch Kopierfunktionen meiner Floppy. Was muß ich tun, um nicht ständig den Stecker herausziehen zu müssen?
Die einzige Möglichkeit besteht darin, die Stromzufuhr des Steckers abzuschalten. Dazu bieten sich zwei Versionen an:
1. Pin A-1 (GND) muß über einen einpoligen Schalter zwischen Stecker und Leitung geführt werden, wo sich die Stromzufuhr nach Wunsch aktivieren oder abschalten läßt.
2. Haben Sie damit keinen Erfolg, hilft nur noch ein merhpoliger Schalter, der alle belegten Pins unterbricht.
Die beiden Vorschläge lösen zwar das Problem an sich nicht, es ist jedoch zweifellos bekömmlicher für die Hardware, einen Schalter zu betätigen, als einen Stecker aus- und einzustecken.
Michael Bausch, Reutlingen
Good old Commodore
Vor kurzer Zeit schenkte mir ein Bekannter den Commodore-Computer CBM 8096 SK, mit der Dualfloppy 8250 LP und einem Drucker. Leider besitze ich dazu keinerlei Bücher oder Software. Der Computer versteht Basic 4.0 und besitzt einen 80-Zeichen-Grünmonitor.
Leider funktioniert keine meiner C 64-Disketten, die Floppy 8250 erkennt das Format nicht. Ist der CBM 8096 fähig, hochauflösende Grafik darzustellen? Kann ich die Floppy an den C 64 anschließen (ein Doppellaufwerk am C 64 wäre schon eine feine Sache). Oder lassen sich beide Computer mit einem Nullmodem verbinden und so Daten übertragen? Momentan kann ich mit diesem Computer nichts anders machen, als in Basic zu programmieren, aber das kann ich ja schließlich auch mit meinem C 64.
Daniel Kählert, Dresden
Die zuletzt erwähnte Möglichkeit funktioniert prinzipiell bei allen Computern. Voraussetzung ist allerdings, daß die beiden unterschiedlichen Computertypen die jeweils passende Treibersoftware zum Senden und Empfangen von Daten besitzen. Das Doppellaufwerk 8250 LP erkennt nur Disketten, die auf dieser Floppy »hart« formatiert wurden. Ob der CBM 8096 SK in der Normalkonfiguration hochauflösende Grafik zeigen kann, möchten wir allerdings sehr bezweifeln.
Die Redaktion
Basic-Programmstart in Assembler
Als C 128-User und Anfänger in Maschinensprache habe ich zwei Fragen:
1. Wie starte ich ein Basic-Programm in Maschinensprache?
2. Der Befehl RECORD für relative Dateien positioniert manchmal nach mehreren Zugriffen den Zeiger auf den Datensatz nicht mehr einwandfrei. Statt eines neuen wird der zuletzt benutzte Satz gelesen bzw. beschrieben. Wie kann dieser Fehler behoben werden?
Thomas Rusert, Hagen
1. Nachdem Sie in Ihrer Assemblerroutine zunächst das Basic-Programm an Adresse $1C01 geladen haben, müssen Sie im Betriebssystem zur CLR-Routine ($51F8) und anschließend den RUN-Befehl an der richtigen Stelle aufrufen:
JSR $51F8 ;CLR (Variablen löschen) JMP $5AA6 ;Einsprung in den RUN-Befehl
Dazu muß sichergestellt sein, daß während des Aufrufs dieser Routinen Bank 15 eingeschaltet ist.
2. Zur Record-Anweisung des Basic 7.0 im C 128 ist uns nicht Negatives bekannt. Oft ist der eigene Programm-Code die Fehlerursache: Manchmal werden Zählvariablen nicht inkrementiert, häufig fehlt im selbstverfaßten Basic-Programm eine Routine, die überprüft, ob die Felder innerhalb eines Datensatzes während der Eingabe nicht die vorab vereinbarte Länge überschreiten. Ein Tip: Legen Sie vor der Bearbeitung fest, wieviele Datensätze die Relative Datei besitzen soll und lassen den Computer die Datei in dieser Größe, mit zuächst noch »leeren« Datensätzen, auf Diskette anlegen. Dieser Vorgang dauert zwar einige Zeit, muß aber nur einmal durchgeführt werden und besitzt den Vorteil, daß der Record-Befehl in jedem Fall die Zeiger auf den Beginn des gewünschten Datensatz findet.
Die Redaktion
Wenn, dann...
Ich will einen 20-Zeiler in Basic schreiben und habe so viel Programmcode wie möglich in die jeweiligen Basiczeilen gepackt. Vom Umfang her paßt es, leider treten beim Programmablauf ungeahnte Probleme auf: Ganze »IF — THEN«-Anweisungen werden plötzlich vernachlässigt! Ein Beispiel:
10 S=S+7: IF GR=4 THEN END: IF GR=0 THEN 13
Obwohl die Variable GR nachweislich »0« war, sprang das Programm nicht in Zeile 13, sondern arbeitete auch Zeile 11 und 12 ab.
Auch »FOR — NEXT«-Schleifen schaffen ständig Fehler:
8 FOR J=1 TO 4: IF T(J)=F(J) THEN GOSUB 19: NEXT 19 RETURN
Hier erhalte ich den Fehler »RETURN WITHOUT GOSUB«. Darf das »NEXT« nicht in derselben Zeile stehen wie »FOR«?
Heiko Worm, Buschhoven
Der Grund, warum es nicht funktioniert, liegt in der Plazierung der IF-THEN-Anweisungen im Programm. Der Basic-Interpreter überprüft den Wert, der nach »IF« angegeben ist. Nur wenn er zutrifft, werden die weiteren Befehle nach »THEN« in derselben Basiczeile abgearbeitet. Ansonsten verläßt Basic diese Zeile und sucht sich die folgende.
Richtig ist (erst jetzt wird zu Zeile 13 verzweigt):
10 S=S+7: IF GR=4 THEN END 11 IF GR=0 THEN 13
Ebenso »gefährlich« ist es, nach einer »IF«-Anweisung Rücksprungbefehle wie »GOSUB« und »NEXT« unterzubringen. Der Fehler in Ihrem Programm tritt auf, wenn die Bedingung nach »IF« nicht zutrifft. Zunächst wird die Anweisung »GOSUB« nicht interpretiert, außerdem die Schleife nicht weitergeführt, da auch das »NEXT« nicht zum Zuge kommt. Obwohl dies nicht immer nötig ist, muß in dem Fall »NEXT« in einer eigenen Zeile stehen:
8 FOR J=1 TO 4: IF T(J)=F(J) THEN GOSUB 19 9 NEXT 19 RETURN
Bedeutend leichter tun sich hier C 128-Besitzer mit dem Basic 7.0 und der Anweisung »ELSE« (verzweigt, wenn die Bedingung nicht erfüllt ist). »ELSE« darf nach der »IF-THEN«-Abfrage in derselben Programmzeile stehen, ein korrekter Programmablauf ist gewährleistet.
Die Redaktion
Gemeinsame Sprache
Frage von Peter Kraufmann aus der 64'er 11/90, Seite 94: Wer besitzt ein Programm zum Datenaustausch zwischen dem KC 85/2 und dem C 64?
Aufgrund des Berichts über »Basicode« in der 64'er 11/90, Seite 10, habe ich mir das gleichnamige Buch von H. Völz gekauft. Die beigefügte Schallplatte enthält »Bascoder« für den KC 85/2 und den C 64. Dadurch sollte ein Datenaustausch per Kassette relativ einfach zu realisieren sein. Bei Einhaltung der Basicode-Philosophie können bestimmt auch selbstgeschriebene Basic-Programme getauscht werden.
Matthias Ulrich, Erfurt
Geheimnisvoller Präsident
Zum Drucker »Präsident 6320« habe ich zwei Fragen:
1. Der Schlitten besitzt zwei Züge: Der erste bewegt den Schlitten, der zweite transportiert das Farbband. Der zweite Zug ist mir von den Führungsrollen gerutscht. Wer weiß, wie ich diesen Zug wieder ordnungsgemäß um die beiden Transportrollen legen muß, damit das Farbband wieder korrekt verwendet werden kann?
2. Ich habe im Drucker eine Platine mit der Aufschrift »Memory XB01« und »SDM 80/6 Birostroj SE« entdeckt. Außerdem befinden sich auf der Platine vier IC-Plätze, allerdings sind nur drei belegt: IC1, IC2 und IC4. IC3 ist frei. Kann man hier eine Erweiterung anbringen?
André Lohmann, Dammfleth
Eingabehilfe
In der 64'er 10/90 ist mir aufgefallen, daß viele Programme in Maschinensprache geschrieben sind. Braucht man eigene Programme, um diesen Maschinensprachecode abzuschreiben oder irgendwelche Hardware? Wie ein Basic-Programm lassen sich diese Zeilen nämlich nicht eingeben.^N
Andreas Stoje, Kirchberg
Grundsätzlich lassen sich diese speziellen Maschinencodefolgen aus den 64'er-Magazinen neueren Datums nur mit unserem eigens dafür geschaffenen Maschinensprache-Editor MSE V2.0 eingeben. Diese Eingabehilfe wandelt die Programmzeilen des Listings nach dem Eintippen in einen für den Prozessor des C 64 verständlichen Objektcode. Dieser befindet sich beim späteren Laden dann in dem Speicherbereich, dessen Anfangs- und Endadressen in der Kopfzeile des Listings angegeben sind. Der »MSE V2.0« kann über BTX abgerufen oder als Listing nach Zusendung eines frankierten Freiumschlags bei uns angefordert werden.
Die Redaktion
Spieletips — gesucht...
»Murder on the Mississippi«: Wie kommt man an das Ding heran, das an der Reling baumelt und an den Haken, der sich angeblich im Maschinenraum befinden soll?
Stefan Keß, Kleinbasdorf
»X-Out«: Dieses Ballerspiel habe ich sofort nach dem Kauf zuhause ausprobiert. Nach dem Verlust des ersten Lebens erschien »Game over«. Hat man zu Beginn wirklich nur ein Leben zur Verfügung? In der Spielanleitung ist dies nicht genau erklärt.
Andreas Hoffmann, CH-Brügg
»Last Ninja I«: Was muß ich tun, um ab dem zweiten Raum weiterzukommen?
Steffen Vollandt, CH-Apolda/Thur
»Der verlassene Planet«: Ich habe mich mit der maximalen Punktzahl ins zweite Level vorgearbeitet, bis zum Erdloch, in dem man einen Wasserhahn vom Wandregal nehmen kann. Dann allerdings nützt alles Überlegen und Probieren nichts mehr. Wie geht's weiter?
Dr. Peter Teuchmann, Dillingen/Saar
...und gefunden
»The Bard's Tale I«: Seit einem Jahr bereits komme ich in Level 0 nicht weiter. Ich hänge im Kylearans Tower fest.
1. Wie und wo kommt man im Tower nach oben?
2. Wie und wo erreicht man Mangars Tower?
Gibt es eine Komplettlösung zu diesem Spiel?
Matthias Barth, Grünstadt
Bei diesem Lösungsvorschlag verwenden wir die Koordinatenangaben des Spiels (N für Norden, O für Osten), wie man sie durch den Spruch »SCSI« erhält:
1. Kylearans Amber Tower: 4N/5O, 10N/9O, 14N/13O (Hinweise). Rätsel: 2N/12O — Lösung: »Sinister«, 10N/13O — Lösung: »Stone Golem«. Besonderheiten: Bei 20N/2O bekommt man ein »Silver Triangle«, bei 13N/17O erscheint Kylearan und übergibt dem Spieler den »Onyx Key«, mit dem man »Mangars Tower« betreten darf.
2. Mangars Tower: Im dritten Level der »Sewers« unter dem »Cellar« (Weinkeller) in der »Rakhir Street« befinden sich Stufen, die zur Oberfläche in den Vorhof von »Mangars Tower« führen. Betreten kann man ihn allerdings nur, wenn man im Besitz des »Onyx Key« ist. In der Happy Computer 6/87 wurde die Komplettlösung zu »Bards Tale« veröffentlicht.
Die Redaktion
»Oil Imperium«
Die Spiel wird wie üblich gestartet. Befindet man sich im Büro, muß man folgende drei Tasten geichzeitig drücken: Pfeil links CTRL RUN/STOP. Dadurch erhöht sich die Bargeldsumme von fünf auf 100 Millionen Dollar! Diese Tastenkombination macht am meisten Sinn, wenn man in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Am Monatsende erscheint am unteren Bildschirmrand der Hinweis, daß man von einer Tante diesen horrenden Betrag geerbt hat.
Ralph Peeß, Baumholder
»Ironlord«
Wer bei diesem Spiel unter Geldmangel leidet, sollte folgendes Programm abtippen und speichern:
0 REM IRONMONEY BY ST. BEYER 1 FOR A=0 TO 136: READ B: POKE 2700+A,B 2 NEXT: SYS 2700 3 DATA 169,246,141,033,208,169,006,141 4 DATA 134,002,169,000,133,195,169,088 5 DATA 133,196,169,002,133,183,169,000 6 DATA 133,185,169,008,133,186,169,064 7 DATA 133,187,169,001,133,188,169,083 8 DATA 141,064,001,169,071,141,065,001 10 DATA169,000,032,165,244,169,255,141 11 DATA052,089,169,020,141,053,089,169 12 DATA000,133,172,169,088,133,173,169 13 DATA085,133,174,169,089,133,175,169 14 DATA004,133,183,169,001,133,184,169 15 DATA000,133,185,169,008,133,186,169 16 DATA064,133,187,169,001,133,188,169 17 DATA000,133,193,169,088,133,194,169 18 DATA064,141,064,001,169,058,141,065 19 DATA001,169,083,141,066,001,169,071 20 DATA141,067,001,032,237,245,076,226 21 DATA252
Jetzt legt man eine Diskette ein, auf der sich der Spielstand von »Ironlord« befindet. Starten Sie »Ironmoney« mit RUN, Sie können nach Herzenslust einkaufen. Nach dem Laden von »Ironlord« und dem neuen, vorher gespeichertern Spielstand kann man das Game fortsetzen.
Stephan Beyer, Weimar
Fehlerabfrage ohne Antwort
Bei meiner 3,5-Zoll-Floppy 1581 ist ein Problem aufgetaucht: Für ich die Fehlerkanalabfrage oft durch, bleibt das Laufwerk irgendwann mitten in der Datenübertragung per seriellem Bus hängen und ist erst nach Aus- und Einschalten wieder »ansprechbar«. Wer kennt diesen Fehler, wie kann man ihn beheben?
Martin Gebert, Bamberg
Spurensucher
Ich suche für die Floppies 1541 und 1541/C eine Trackanzeige, die mir sagt, wo sich der Schreib-/Lesekopf gerade befindet. Weiß jemand, wie man diese Idee verwirklichen kann und besitzt einen Bauplan dazu?
Lars Leonhardt, Bovenden
Tips zum »Basic Boss«
Der »Basic Boss« ist ein unter C 64-Usern äußerst beliebter Basic-Compiler. Folgendes ist mir bei der Arbeit damit aufgefallen:
1. Wenn beim Compilieren der Fehler »Deklaration zu spät« gemeldet wird, obwohl die Befehle BYTE, WORD usw. ganz oben stehen, kann dies auf einer doppelten Deklaration beruhen, z.B.: BYTE A,B,C: WORD C,D,E oder BYTE A,B,C,A. Vermeiden Sie gleichlautende Deklarationen.
2. Dieser Hinweis hilft bei der Fehlersuche (Debugging): Wenn in DATA-Zeilen Strings verwendet werden, sollte davor DATATYPE STRING (mit Pfundzeichen) stehen. Zwischen der Anweisung DATA und dem folgenden Anführungszeichen (Beginn des Strings) darf sich kein Leerzeichen (Space) befinden, da es vom Compiler als »0« interpretiert wird. Dies erzeugt beim Compilieren einen TYPE MISMATCH ERROR.
Thomas Reiffenstein, Frankfurt/Main
Erfolglose Verlängerung
Wer weiß, warum man das Super-Snapshot-Modul 5, Final Cartridge III und die RAM-Erweiterung 1764 (oder andere Steckmodule) nicht an die Expansionsport-Verlängerung von Westfalia anschließen kann? Wie kann man es trotzdem schaffen?
Michael Lehmann-Horn, Straßlach
Ist er noch zu retten?
Beim Transport eines Farbmonitors Thomson-CM 36632 VPR von Köln nach Schwedt hat dieser die Fahrt auf den Straßen der ehemaligen DDR nicht überstanden: Der Bildröhrenhals ist gebrochen. Die Bildröhre trägt die Typenbezeichnung »37 OHUB 22 TC 01(F.)«. Kann mir jemand helfen, eine passende Bildröhre preisgünstig zu beschaffen? Gibt es diesen Typ überhaupt noch? Besitzt jemand den gleichen Monitor mit einem anderen Defekt, aber intakter Bildröhre?
Henry Löser, O-Schwedt
Grelle Farben
Ich besitze den SX-64, dazu ein Commodore-Kabel für den Video/Audio-Port mit einem 8-Pol-Stecker an der einen und einem roten, weißen und gelben Cinch-Stecker an der anderen Seite. Verbinde ich den SX-64 mit meinem Video-Recorder, erscheint ein Farbbild, das sich erheblich von der Darstellung auf dem SX-Monitor unterscheidet: z.B. zeigt sich »schwarz« als »rot/dunkelgrau«, außerdem laufen deutlich sichtbar Balken über den Bildschirm des Fernsehers. Gibt es besseres Kabel für diese Verbindung der beiden Geräte?
Dr. Lutz Grosche, Düsseldorf
Ist die Floppy schuld?
Als Computerneuling stehe ich vor folgendem Problem: Wenn ich mit der Floppy 1541 lade, erscheint auf dem Bildschirm die Meldung »Ready«. Die Eingabe von RUN oder LIST bringt wieder nur ein »Ready« auf den Bildschirm. Bei anderen Programmen erhalte ich die Einschaltmeldung des C 64, während sich die 1541 aufhängt. Mit einer 1571 lassen sich diese Programme aber problemlos laden. Diese Probleme treten nur bei mehreren neuen Programm auf, andere, z.B. lassen sich anstandslos laden. Wo liegt der Fehler?
Peter Lips, Bretten
Die Schilderung dieser Fehlfunktion läßt darauf schließen, daß die Programm nicht vollständig oder an eine falsche Startadresse geladen werden (z.B statt an den Basic-Anfang in einen höheren Speicherbereich).
Da wir nicht wissen, welchen Floppy-Typ 1541 Sie besitzen, noch ob und wie Sie die beiden Laufwerke und den Computer miteinander verbunden haben, können wir nur Vermutungen anstellen. Der Fehlerursache muß nicht unbedingt in der Hardware Ihrer 1541 liegen. Oft mischen sich noch andere Störfaktoren ein, wenn es mit dem Laden nicht so recht klappt: ein zusätzlich angeschlossener Drucker, der durch ein serielles Interface mit einer der beiden Floppies verbunden und während des Ladens aktiviert ist (Online), die Verbindung der beiden Laufwerke untereinander (Kabel statt im seriellen Port im Interface-Anschluß) usw. Oder: Gerade als Benutzer des C 128 macht man oft den Fehler, im C 128-Modus ein Programm in Basic zu schreiben und mit DSAVE zu speichern, das man dann im C 64-Modus laden und starten möchte. Hält man sich an die Ladeanweisung, die das Programm an den Basicanfang beim C 64 (Adresse 2049) bringt, ergeben sich keine Probleme: LOAD »Programmname«,8. Benutzt man jedoch den Zusatz »,8,1« zum Laden des ursprünglich im C 128-Modus gespeicherten Programms an eine »absolute« Ladeadresse (sie steht auf der Diskette am Anfang der Programmdatei), so transportiert die Floppy die Programmdaten an die Adresse 7169 (dies ist beim C 128 der Beginn des Basic-Speichers). Dann findet der C 64 beim Start mit RUN keinen Programmcode ab der Speicherstelle 2049 und meldet sich mit »Ready«.
Die Redaktion
Mastertext 128
Fragen von Stefan Chittka aus der 64'er 6/90, Seite 52: Wie kann man die Farbe des Texteditors ändern (z.B. von »Cyan« in »Dunkelgrün«? Wie läßt sich das Ausgangszeichen (nicht Space) als eigenes Zeichen definieren?
1. Die Farbänderung erledigt folgendes C 128-Programm im 80-Zeichen-Modus:
60 FAST: SCNCLR: PRINTTAB(10)"MASTERTEXT-DISKETTE EINLEGEN" 70 PRINTTAB(10)"UND TASTE DRUECKEN!" 80 POKE 208,0: WAIT 208,1 90 BLOAD "MASTERTEXT T1" 100 SCNCLR: PRINTTAB(9)"FARBE (SPACE=AUSSUCHEN, RETURN=WAEHLEN)" 110 WINDOW0,3,79,24 120 FOR X=129 TO 143 130 POKE 241,X: PRINTTAB(27)"FARBE"X 140 GETA$:IF A$="" THEN 140 150 IF A$=CHR$(32) THEN NEXT: GOTO 120: ELSE IF A$=CHR$(13) THEN 170 160 GOTO 140 170 WINDOW0,0,79,24: POKE 23490,X: POKE 241,7 180 SCRATCH "MASTERTEXT T1" 190 BSAVE "MASTERTEXT T1", ONB0, P16384 TO P40649: END
Nach dem Start mit RUN muß die Diskette mit »Mastertext 128« ins Laufwerk gelegt werden. Achten Sie darauf, daß die Diskette nicht schreibgeschützt ist und sich die Datei »Mastertext T1« darauf befindet.
Soll bei der Version 1.0 von »Mastertext 128« eine Farbänderung durchgeführt werden, muß das Patchprogramm in zwei Zeilen geändert werden:
170 WINDOW0,0,79,24: POKE 23120,X: POKE 241,7 190 BSAVE "MASTERTEXT T1", ONB0, P16384 TO P37433
Außerdem muß man ins Startfile »Mastertext V1.0« folgende Programmzeile einfügen:
365 POKE 241,X-128
»X« steht für den Wert des gewünschten Farbcodes. Für »Dunkelgrün« lautet dieser »132«.
2. Das Aussehen der Zeichen ist im File »Zeichensatz« auf der Diskette zu »Mastertext 128« definiert. Dieses Programm enthält für jedes Zeichen vier verschiedene Muster: kursiv, kursiv revers, normal, normal revers. Verwenden Sie zum Ändern am besten einen geeigneten Zeichensatz-Editor, z.B. »Ed'Char« aus dem 128'er-Sonderheft 51, wobei vorher die Startadresse der Datei »Zeichensatz« von $7000 (28762) in $3000 (12288) geändert und nach Speicherung des neu definierten Zeichensatzes wieder berichtigt ($7000) werden muß, oder einen Diskettenmonitor (z.B. »Disc-Mon 64« aus dem 64'er-Sonderheft 15).
Egon Benthien, Rösrath-Kleineichen
Zu klein
Im 64'er 8/88 wurde neben der Hardware-Anleitung zum Selbstbau des »Tiny EPROMer« auch das Programm »Modulgenerator« veröffentlicht. Es ist nur für Programme gedacht, die nicht mehr als 30 Blocks auf Diskette belegen. Der »Tiny EPROMer« besitzt allerdings die Fähigkeit, auch weitaus größere EPROMs zu brennen. Wer kennt einen Modulgenerator, der umfangreichere Quellprogramme verkraftet?
Ulrich Eckeler, Recke
Nicht gefunden
In Superbase 64 lassen sich mit dem Befehl »Find« gewünschte Daten aus einem File holen. Man kann diese anschließend unter einem beliebigen Filenamen als separate Datei speichern. Wer hat einen Tip, wie man mit der FIND-Anweisung wiederum auf eine solche, mit »Find« generierte Datei zugreifen kann? Ein Beispiel:
find "1990-liste" where [jahr] is "1990"
bringt alle Daten, in denen als Jahresangabe »1990« vorkommt. Wenn ich nun in dieser Liste auch alle Rechnungen finden möchte, die ich an Herrn Huber geschickt habe, funktioniert dies leider nicht:
find from "1990-liste" where [name] is "Huber"
Wer kennt die Lösung?
Henk Borst, NL-Zwolle
Vom SX zum DX
Ich beabsichtige, aus meinem SX-64 einen DX-64 zu machen: durch den Einbau eines Zweitlaufwerks im »Storage-Fach« dieses tragbaren C 64.
1. Wo bekomme ich das Laufwerk 1541 für den SX?
2. Wie ändere ich die Geräteadresse?
3. Wie wird die Floppy in den SX eingebaut und angeschlossen?
Außerdem suche ich noch Programme und Anpassungen für den Printer/Plotter VC-1520.
Uwe Unruh, Wilhelmshaven
Der dritte Eingang
Mein Commodore-Monitor 1802 besitzt drei verschiedene Eingänge: Video-Composite, Chrominanz/Luminanz getrennt und Monochrom (Grün auf Schwarz). Wie kann ich den Monochrom-Eingang bei Anschluß des Monitors am C 64 nutzen, z.B. für eine Textverarbeitung?
Birk Pfeiffer, Frankfurt/Oder
C 64 und TTL-Monitore
Frage von Peter Koch aus der 64'er 7/90, Seite 95: Ich habe mir den in der 64'er 10/89 angepriesenen FBAS-TTL-Konverter gekauft, mit dem Ergebnis, daß nicths funktioniert, Kein einziger meiner Monitore gibt auch nur ein Zeichen wieder. Mit einem Lötkolben und einem Multimeter kann ich umgehen, ebenso einen Schaltplan entziffern. Wer weiß einen Rat?
Ich besitze ebenfalls diesen Konverter. Hier kommt es vor allem auf die richtige Anschluß-Reihenfolge an, sonst verabschiedet sich unter Umständen nicht nur der Konverter.
1. Löten Sie das 2.5 KOhm Poti wieder aus (das braucht man nicht).
2. Schließen Sie an die auf der Platine mit <a> und <b> bezeichneten Pins das Videosignal Ihres Computers an (Pin <b> = Masse).
3. Die mit <c> und <d> benannten Pins werden an eine 12-Volt-Gleichspannungsquelle angeschlossen. Hierbei ist <c> der Plus-Anchluß und <d> die Masse. Die Spannungsquelle sollte möglichst stabil bleiben.
4. Wichtig ist, die Anschlußbelegung des Monitors genau zu kennen: arbeitet dieser mit positiven oder negativen Vertikal-/Horizontalsignalen?
5. Angenommen, er verfolgt die positive Logik: Dann muß der mit <h> (horizontal) und mit <k> (vertikal) bezeichnete Pin mit den Monitoranschlüssen verbunden werden, ebenso der Pin <l> mit dem des Monitors (Masse). Bei negativer Logik sind es die Anschlüsse <g> (H —) und <j> (V —).
6. Erst jetzt (nicht früher!) darf man die Spannungsversorgung aller Geräte einschalten.
Sollte jetzt immer noch kein Bild zu sehen sein, oder erscheint es verschwommen und mit ausgefranster Zeichendarstellung, habe ich für den Fall die passende Abgleichanleitung:
Auf der Konverterplatine befindet sich ein Poti und eine Filterspule (silberner, viereckiger Baustein mit einem Loch). Damit lassen sich die Farbinformationen des SX-64 aussieben, um das Monitorbild nicht zu verfälschen. Mit dem Poti regelt man das Videoausgangssingal (Video-Amplitude). Falls einer der Monitore ein höheres V/H-Signal benötigt, als der Konverter liefert kann (20 mA), benötigt man noch je eine Ausgangspufferstufe für V und H. Der Konverter arbeitet nur mit Monitoren zusammen, die keine höhere Frequenz als 15,6 kHz verwenden. Ansonsten lassen sich alle monchromen S/W-, Grün- und Amber-Monitore anschließen.
Werner Koblbauer, Augsburg
Kassettenrecorder als Datenspeicher
Frage von Frank Jurksch aus der 64'er 8/90, Seite 100: Mit meinem Kassettenrecorder-Interface kann ich zwar Daten meines C 64 speichern, jedoch nicht laden. Muß man etwa einen Mono-Recorder verwenden?
Die Fa. Rim-Electronic bietet ein Recorder-Interface an, mit dem man jeden handelsüblichen Kassettenrecorder als Datasette für den C 64 verwenden kann.
Technische Daten: NF-Verstärker und TTL-Anpassung für »Load«, Phasenschalter, Pegelregler für »Save«, Schaltrelais zum Starten und Stoppen des Recorders, Piezoelement zur Mithörkontrolle bei »LOAD«, Stromversorung aus dem Computer, Relaisschaltleistung: 34V/2 A (DC); 100V/2 A (AC). Informationen bei: Radio-Rim GmbH, Postfach 202026, 8000 München 2.
Jürgen Fischer, Hess. Oldendorf