Erschienen in 64'er Magazin, Ausgabe 03/1991 · Originaldatei: 03_91.TXT
Hinweis: Dies ist das an die Redaktion eingereichte Manuskript, nicht der gedruckte Endtext. Layout, Bildunterschriften, Korrekturen und Kürzungen der Redaktion können in der veröffentlichten Fassung abweichen.
Netzteil für zwei
Frage von Markus Rudolf aus der 64'er 1/91, Seite 41: Kann ich das Netzteil eines C 64 an meinen VC 20 anschließen? Was muß ich dabei beachten?
Ich besitze beide Computertypen. Im Prinzip läßt sich jedes C 64-Netzteil an den VC 20 anschließen. In der 64'er 1/91 wird auf Seite 92 sogar eines zum Selberbauen vorgestellt. Problematisch wird's allerdings bei der AV-Buchse. Da in meinem VC 20 kein HF-Wandler eingebaut war, stand an Pin 1 eine + 6 V-Versorgungsspannung an. An Pin 5 besteht zusätzlich ein Video-High am Ausgang, beim C 64 ist dies Audio IN. Ich habe meinen mit den Pins 3 (Audio), 4 (Video Low) und 2 (GND) und der AV-Buchse des Fernsehgerätes verbunden. Außerdem besitzt der VC 20 lediglich eine 5-polige DIN-Buchse, der C 64 dagegen eine 9-polige.
Hans-Jürgen Kreutz, Scheden-Meensen
Unerwünschter Vorschub
Das Drucken von Serienbriefen mit Startexter 64 und der Stardatei macht auf meinem Commodore-Drucker MPS 1230 Probleme. Obwohl ich die Parameter gemäß Handbuch eingestellt habe, kommt es bei der Verwendung von Endlospapier nach dem zweiten Brief zu Formularvorschüben. Die Serienbrieffunktion ist somit unbrauchbar. Wer gibt mir einen Tip?
Rudolf Giels, Langerwehe
Trick mit Haken
64'er 12/90, Seite 104, »Trickreicher EPROM-Tausch«:
Im Assemblerlisting fehlten leider einige Bytes. Die ersten fünf Zeilen müssen so aussehen, damit die Routine korrekt funktioniert:
START: LDY #$00
STY $0F
LDA #$10
STA $10
LDY #$00
LABEL 0:........
Das neue ROM arbeitet dann auch mit dem Erweiterungsmodul »Nordic Power« zusammen.
T. Ritschel, Berlin
Welcher Chip ist kaputt?
Kürzlich entstand bei meinem C 64 zwischen Audio-Video-Ausgang und dem Joystickport 2 ein Kurzschluß. Seitdem erscheinen beim Einschalten zwar Bildschirm- und Hintergrundfarbe, aber sonst tut sich nichts. Drücke ich jedoch den Feuerknopf des Joysticks an Port 1, erscheint die Einschaltmeldung, allerdings kein Cursor. Läßt man den Knopf los, kommt der Cursor zwar zum Vorschein, blinkt aber viel zu schnell. Tastatureingaben werden keine mehr angenommen. Welcher Baustein könnte defekt sein, oder liegt ein anderer Fehler vor?
..LSThomas Singer, Illertissen
Geheimnisvolle Computer-Chips
Welche Bedeutung haben folgende Bausteine im neuen C 64-II: 901225-01, 8500 und LH5062B? Welche Funktion erfüllen sie?
Klaus Bertram, Leipzig
Beim Chip mit der Aufschrift 901225-01 handelt es sich um ein Betriebssystem-ROM (z.B. Basic-Interpreter, Zeichensatz usw.). Der Baustein 8500 ist das Herz des C 64-II, die CPU. Den relativ umfangreichen Chip LH5062B bezeichnet man als Logical Areal. Er ersetzt eine Vielzahl an TTLs. Genaueres darüber erfahren Sie in unserem Reparaturkurs im 64'er Magazin, ab Ausgabe 5/91.
Die Redaktion
Protext 128 und Drucker MPS 1000
Wie ändere ich den Druckertreiber zu Protext 128, daß dieser meinen Drucker MPS 1000 voll unterstützt? Interessant für mich ist vor allem Unterstreichen und Fettdruck.
Hans-Joachim Brandt, Wiesbaden
PC-Tastatur am C 128?
Wer weiß, ob es eine PC-oder AT-Tastatur gibt (eventuell mit Interface), die sich am C 128 D anschließen läßt und dort voll funktionstüchtig arbeitet?
Raffael Meier, Emmenbrücke
Echtzeituhr
Ich möchte die Echtzeituhr von der Fa. Maxim am Expansionsport meines C-64 II anbringen. Wie kann ich in Basic dort Daten- und Adreßleitungen ansprechen?
Harry Baumheckel, Dürrnhennersdorf
SYS-Befehl nach LIST
Bei vielen Programmen (meist Spielen) erscheint nach der Eingabe von LIST nur eine Zeilennummer (evtl. eine Jahreszahl) und eine SYS-Anweisung (z.B SYS 2062). Was soll das bedeuten?
Adamitz Normen, Ilfeld/Wiegersdorf
Bei solchen Programmen handelt es sich um compilierte, gepackte oder in Assembler geschriebene Listings, die mit der unter dem SYS-Befehl angegebenen Adresse gestartet werden. Der einzige echte Basic-Teil solcher Programme ist die erwähnte Kopfzeile mit der SYS-Anweisung. Vor dem »echten« Programmcode und hinter der SYS-Anweisung sind im Listing drei Nullbyte untergebracht, die den LIST-Vorgang sofort abbrechen, wenn der C 64 darauf stößt. Es hätte aber auch wenig Sinn, sich Assembler- oder Compiler-Codes als Basic-Listing anzeigen zu lassen, das Resultat wären wirre Zeichenfolgen auf dem Bildschirm.
Die Redaktion
Programme vereinen
Wie kann man ein Programm im Speicher mit einem anderen ab dessen kleinster Zeilennummer, nach dem Laden, verbinden?
Werner Schmitz, Moers
In Basic funktioniert dies nur, wenn das nachzuladende Programm als kleinste Zeilennummer eine immer noch höhere Zahl als die letzte Zeile des Basic-Programms im Speicher besitzt. Ein Beispiel: Wenn das erste Programm bei Zeile 20000 endet, darf das anzufügende Listing frühestens ab Zeile 20001 beginnen.
Das MERGEn (Zusammenfügen) läuft folgendermaßen ab:
1. Erstes Programm laden.
2. Im Direktmodus eingeben (jede Eingabe mit RETURN abschließen):
POKE 251, PEEK(43) POKE 252, PEEK(44) POKE43,(PEEK(45)+256*PEEK(46)-2)AND255 POKE44,(PEEK(45)+256*PEEK(46)-2)/256
3. Nun muß das zweite Programm von Diskette geladen werden.
4. Wenn die READY-Meldung erscheint, ist noch folgende Eingabe im Direktmodus notwendig:
POKE 43, PEEK(251) POKE 44, PEEK(252)
Die beiden Basic-Programm sind damit lauffähig miteinander verbunden. Man kann damit z.B. ständig wiederkehrende Routinen oder Spritedaten in eigene Programmentwicklungen einbauen, ohne sie erneut eintippen zu müssen.
Die Redaktion
Trainer-POKE
Kann mir jemand einen Tip oder Kniff geben, wie ich beim Spiel »Crillion« unendliche oder zumindest mehr Leben erhalte?
Matthias Müller, CH-Bern
Für die erste Ausgabe des Spiels »Crillion« kennen wir leider keinen Cheat-Modus, bei »Crillion 2« (64'er-Sonderheft 54) muß man unmittelbar nach dem Laden eingeben: POKE 7705,173.
Die Redaktion
Floppy macht Probleme
Ich besitze die Diskettenstation 9900 für den C 64. Leider arbeiten bestimmte Programme (z.B. Starpainter, Geos) nicht mit ihr zusammen. Kennt jemand den Unterschied zu den herkömmlichen Commodore-Floppies (1541, 1571) und kann mir einen Rat geben?
Peter Hegewald, Berlin
Geräteadressen bei der 1571
Vor kurzem habe ich eine gebrauchte Floppy 1571 gekauft, sie dient mir als zweites Laufwerk. Leider besitze ich keine Bedienungsanleitung. Wie kann ich die Diskettenstation hardwaremäßig auf Geräteadresse »9« einstellen?
Werner Stangl, Regensburg
An der Gehäuserückseite der 1571 befinden sich zwei DIP-Schalter, die je nach Einstellung alle Geräteadressen von 8 bis 11 aktivieren, wobei die Schalterstellungen »ON« nach oben und »OFF« nach unten bedeuten:
Links IRechts IGeräteadresse
ON ION I8OFF ION 9ON IOFF I10OFF IOFF I11
Die Redaktion
Befehle an den Drucker
Wie läßt sich mit dem C 64 und dem Drucker Epson LQ 400 ein Wagenrücklauf erzeugen?
Mario Odenbach, Wilgartswiesen
Dies kann mit Basic sehr leicht realisiert werden. Wichtig ist, den Linearkanal des Druckers bzw. den des angeschlossenen Interfaces als Sekundäradresse anzugeben (bei Epson-Druckern ist dies in der Regel »1«):
OPEN 4,4,1: CMD4: PRINT#4,CHR$(13);: CLOSE4
Je nach Einstellung der DIP-Schalter wird noch zusätzlich ein Zeilenvorschub-Code an den Drucker gesandt: CHR$(10. Diese Programmsequenzen gelten jedoch nur dann, wenn der Drucker über ein Interface am seriellen Port des C 64 angeschlossen ist.
Die Redaktion
Resetschutz umgehen
Der Assembler »Giga-Ass« (64'er-Sonderheft 53) steht nach dem Laden resetfest im Speicher. Da ich es leid war, nach Beendigung der Arbeit mit dem Assembler den Computer jedesmal ausschalten zu müssen, bin ich auf folgende Befehlsfolge im Direktmodus gestoßen, die das Problem löst:
POKE 32772,0: SYS 64738 POKE 56,128
Durch das Beschreiben der Speicherstelle 32772 mit einem Nullbyte kann der C 64 bei einem Reset die Zeichenfolge »CBM80« nicht mehr finden und kehrt ins normale Basic 2.0 zurück.
Das Ganze läßt sich wieder rückgängig machen mit:
POKE 32772,195: SYS 64738
Statt des SYS-Befehls genügt es auch, den Resettaster zu betätigen.
Hilmi Sönmez, Laudenbach
Simon's-Basic-Modul
Frage von Jürgen Bierwagen aus der 64'er 1/91, Seite 40: Wie kann man das aktive Modul softwaremäßig abschalten?
Es muß nicht gleich ein hardwaremäßiger Umbau des Moduls sein, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Zwei Befehlseingaben erzielen die geforderte Konfigurationsänderung:
SYS 64760 (Modul abschalten) SYS 64738 (einschalten)
Allerdings ist dabei zu beachten, daß nach dem Abschaltbefehl noch der High-Byte-Zeiger auf die oberste Basic-Grenze zurechtgerückt werden muß:
POKE 56,160
Jetzt stehen die gewohnten 38911 Basic-Byte zur Verfügung (auch wenn der Bildschirm nur 30719 anzeigt).
Übrigens: Zur erneuten Aktivierung von Simon's Basic genügt statt der Eingabe von SYS 64738 auch ein Druck auf die RESTORE-Taste.
Roland Bauer, Forst
Maschinenprogramme im RAM unterm ROM
Gibt es eine Möglichkeit, Assemblerprogramme ab den Adressen $A000 bis $BFFF und $D000 bis $FFFF ins entsprechende RAM zu laden und dort zu starten, oder diese Bereiche als Textspeicher zu benutzen?
Stephan Rupprecht, Dortmund
Für den ersten Bereich ($A000 bis $CFFF) funktioniert dieses Vorhaben unter bestimmten Voraussetzungen: In Speicherstelle 1 des C 64 muß aufs RAM unterm Basic-ROM umgeschaltet werden. Das Assemblerprogramm darf auf keine Routinen des Basic-Interpreters zugreifen, da dieser Bereich dann nicht aktiv ist. Bedeutend schwieriger ist es, eine Maschinenroutine im Bereich ab $D000 unterzubringen. Hier befinden sich die Ein- und Ausgabe-Register des C 64, der Originalzeichensatz, sowie ab $E000 das eigentliche Betriebssystem (Kernel). Wenn Sie diesen ROM-Speicher ausschalten, um ein Maschinenprogramm in RAM unterm ROM zu starten, sägen Sie den Ast ab, auf dem Sie sitzen: Der C 64 stürzt sang- und klanglos ab.
Bei der Ablage von Grafik- oder Textdaten hingegen gibt es keine Probleme, diese werden beim Speichern durch Ihr Programm automatisch ins RAM geschrieben und können auch von dort wieder geholt werden (Voraussetzung: Vor Beginn der Übertragung muß man den Interrupt gesperren und in Adresse 1 aufs RAM unterm Kernel-ROM schalten).
Die Redaktion
Senkrechter Rasterinterrupt?
Ist es möglich, den Bildschirm durch den Rasterzeilen-Interrupt nicht nur waagrecht, sondern auch senkrecht aufzuteilen, z.B. um rechts Grafik und links Text gleichzeitig darzustellen?
Stephan Rupprecht, Dortmund
Geos mit Funkuhr
Ich besitze die Funkuhr DCF-77 von Conrad Elektronik (64'er 1/91, Seite 100) und möchte diese mit Geos 2.0 nutzen. Allerdings fehlt mir die entsprechende Software. Wer kann mir einen Tip geben?
Sven Gonska, Herdecke
Höhere Auflösung beim C 128
Warum läßt sich beim C 128 die Anzahl der Bildschirmpunkte nicht erhöhen, wenn man den Monitor 1901 benutzt? Ich denke an eine Auflösung von 640 x 400 Pixel (statt der üblichen 640 x 200 Bildpunkte).
Dr. Walter Schwab, Oberalm
Eine höhere Auflösung ist beim C 128 nicht vom Monitor, sondern vom eingebauten VDC-Baustein abhängig. In den älteren C 128-Modellen befindet sich noch der VDC 8563, der nur 16 KByte Speicher zu Vefügung hatte. Ohne Hardware-Erweiterung war hier leider die Obergrenze erreicht, da eine Auflösung 640 x 200 Pixel exakt 16000 Byte benötigt. Seit 1987 gibt es den neuen C 128D im Blechgehäuse. Der integrierte, neue VDC-Chip 8568 umfaßt jetzt 64 KByte Speicher, mit dem selbstverständlich bedeutend höhere Auflösungsarten im Interlace-Modus zu realisieren sind: 640 x 400, 640 x 720, 720 x 700 usw.
Allerdings müssen dazu entsprechende Register des VDC-Bausteins mit ganz bestimmten Werten beschrieben werden, um diese grafiischen Darstellungsvariationen zu erreichen. Mehr darüber finden Sie im 128'er-Sonderheft 44, Seite 6.
Die Redaktion
Rätselhafter Filename
Durch ein Programm wollte ich mehrere Files von Diskette nachladen lassen. Dabei trat ein Fehler auf. Um zu erfahren, welches die letzte zu lesende Datei war, gab ich im Direktmodus ein:
FOR I=0 TO PEEK(183)-I:PRINT CHR$(PEEK(PEEK(187)+256*PEEK(188)+I));:NEXT
Der Filename erschien zwar, der letze Buchstabe war allerdings falsch: Er entsprach dem vorletzten. Eine Überprüfung meines Programms ergab, daß ich aber den Filenamen richtig geschrieben hatte.
Mit einem Maschinensprache-Monitor ließ ich mir den Speicherbereich $9FF0 bis $9FFF anzeigen: Der Filename stand dort völlig korrekt. Demnach mußte meine Basic-Eingabe falsch sein. Ich versuchte einen anderen Weg und schrieb ein kurzes Programm:
10 AD=PEEK(187)+256*PEEK(188) 11 N=PEEK(183) 15 FOR I=0 TO N-1 20 B(I)=PEEK(AD+I):NEXT 25 FOR I=0 TO N-1 30 PRINT CHR$(B(I)): NEXT
In den Zeilen 10 bis 20 habe ich die Variable CHR$ ausgelassen und die Dezimalwerte der bewußten Bytes ausgelesen. Ab Zeile 25 wurden sie in CHR$-Codes umgewandelt und dabei der vollständige (!) Filename ausgegeben. Sobald ich jedoch Zeile 30 (ohne NEXT) in Zeile 20 einfüge, tritt der Fehler erneut auf! Habe ich in den genannten Basic-Zeilen einen Fehler gemacht? Wieso wird die Speicherstelle 40959 stets mit dem Inhalt der vorhergehenden (40958) überschrieben?
Jürgen Hamann, Leipzig
Grafik aus dem Telefax?
Ist es möglich, über ein Telefax-Gerät gesendete Daten mit einem Akustikkoppler aufzunehmen und diese dann als Grafik wiederzugeben? Kann man das Fax-Gerät als Scanner benutzen, und wer besitzt dazu die erforderliche Software?
Thomas Marquitan, Olching
Geos mit dem Drucker MT-81
Frage von Sven Mark aus der 64'er 12/90, Seite 105: Wer kennt sich mit dem Mannesmann Tally MT-81 aus und weiß, welcher Geos-Druckertreiber sich am besten dafür eignet?
Versuchen Sie doch die Anpassung des Megatreibers für den Star LC-10 mit dem Printer Creator: Grafikmodus, letzte Zahl in »4« ändern (statt »3«), gleiche zu sendende Bytes in »1« (statt »3«), Anschläge beliebig 1 bis 4. Die DIP-Schalterstellung des Wiesemann-Interface 9200-G müßte wie folgt aussehen:
1 = on, 2 = off, 3 = on, die restlichen = off. Folgende Druckertreiber sollten ebenfalls funktionieren: Epson FX 80, Epson FX 80 ds, Epson FX 80 qs.
Stefan Schröder, Hamburg
Ich besitze ebenfalls den MT-81 und habe ihn über ein Centronics-Userport-Kabel am Computer angeschlossen. Dazu benütze ich folgende Treiber:
*fx-80/100+(gc) mit der DIP-Schaltereinstellung: 01011000/1011,
!!Star/Epson (gc), DIP-Schalter: 00011000/1011 (wobei »0« OFF und »1« ON bedeutet). Ein serieller Anschluß mit dem Interface Merlin C+ ist mir leider nicht gelungen.
Heiko Auer, Deizisau
Mir ist es bei der Arbeit mit Geos häufig passiert, vor dem Ausdrucken unter DeskTop den aktuellen Treiber (z.B. mit oder ohne Interface usw.) einzustellen. Daher habe ich mir einen entsprechenden »Universaltreiber« programmiert. Ich bin gerne bereit, das Programm für alle Interessenten mit Epson-kompatiblem Drucker anzupassen.
..LSCarsten Preuß, Waake
Miese Sound-Qualität
Frage von Alfred Mair aus der 64'er 11/90, Seite 94: Mit dem SID meines neuen C 64-II bin ich überhaupt nicht zufrieden: Der Digi-Kanal ist sehr leise und unsauber, die Tonkänale manchmal klar und laut. Was kann ich dagegen tun?
Nicht nur der C 64-II ist ab und zu mit derartig miserablen Sound-Bausteinen bestückt, bei meinem C 128 D im Blechgehäuse trat genau das gleiche Problem auf. Der SID-Chip im alten C 64 hatte die Kennzahl 6581, beim C 128 heißt er 8580, der meines Wissens auch im C 64-II vereinzelt eingesetzt wird. Der 8580-Baustein besitzt folgende kleine Änderung: Belegt man keines der Register zur Tonausgabe, regelt sich die Lautstärke sofort auf »0«. Digitalisierte Töne, die ja nur durch Änderung der Lautstärke entstehen, klingen dann unsauber und viel zu leise. Nun die Lösung für alle, denen der Genuß von digitalisierten Musikstücken bisher versagt blieb (ein Auswechseln des 8580 gegen den 6581 ist nicht unbedingt die beste Lösung!): Legen Sie Pin 26 (EXT IN) über einen 500 KOhm-Widerstand gegen Masse. Dieser Wert kann von Gerät zu Gerät schwanken, verringert man ihn weiter, werden die digitalisierten Klänge lauter, andere dagegen leiser (bei 82 KOhm sind nur noch digitale Töne zu hören). Hier hilft also nur Probieren, am besten mit einem 1 MOhm-Poti, der Erfolg ist jedoch garantiert! Außerdem erspart man sich unnötige Ausgaben für einen neuen SID-Chip.
Andreas Rieck, Klütz
Port ist doch nicht defekt
Frage von Daniel Schrägle aus der 64'er 12/90, Seite 104: Wenn ich meinen Joystick in Port 2 nach oben bewegen will, zeigt sich keine Reaktion mehr. Am Joystick selbst kann ich keine Beschädigung feststellen. Ich vermute, daß der Joystick-Port 2 im Eimer ist. Weiß jemand Rat?
Bei mir trat das Problem auf, daß mein Joystick in Port 1 bei einer Bewegung des Hebels nach links überhaupt nicht mehr reagierte. Zunächst dachte ich ebenfalls, daß der Joystick-Port kaputt sei, bis ich den gleichen Fehler auch in Port 2 feststellte. Nun erst öffnete ich den Joystick und sah, daß das Kontaktplättchen eines Mikroschalters zerbrochen war. In solchen Fällen genügt es, diesen Schalter zu ersetzen — eine Arbeit, die selbst von Laien durchgeführt werden kann.
Michael Hunze, Heusenstamm
Drucker angeschlossen?
Innerhalb eines Basic-Programms will ich eine Abfrage einbauen, ob am seriellen Ausgang des C 64 ein Drucker mit der Geräteadresse 4 angeschlossen ist. Gibt es dazu einen Trick (z.B. mit PEEK), diese Information im Programmablauf zu erhalten?
Thomas Meyer, Wittenberge
Es existieren eine Menge Adressen im C 64, die Auskunft darüber geben, ob und welches Peripheriegerät am Computer angeschlossen ist.
Da ist zunächst die Tabelle der Gerätenummern, die von den geöffneten Files angesprochen werden: ab Adresse 611 bis 620. Außerdem sollte man sich der Vektoren auf die Routine zur Ausgabe der Fehlermeldungen im Basic-Interpreter bedienen: $E38B (58251). Diese Adresse ist als Low- und High-Byte in den Zeigern $0300 (768) und $0301 (769) abgelegt. Ebenso von Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die Systemvariable ST (Inhalt von Adresse 144: 0 = kein Fehler aufgetreten). Innerhalb einer Programmroutine (egal, ob in Basic oder Assembler) muß man diese Abfrage deaktivieren (POKE 768,185), die eigene aufrufen und anschließend die Systemabfrage wieder zulassen (POKE 768,139).
Folgende Zeilen kann man als Unterprogramm (Aufruf durch GOSUB) ins eigene Basic-Programm einbauen und damit die gewünschte Abfrage der Druckeradresse sowie eine Fehlerabfangroutine realisieren, falls der Drucker nicht eingeschaltet oder nicht am Computer angeschlossen ist (ein »DEVICE NOT PRESENT ERROR« wäre die Folge und würde zum Abbruch des Hauptprogramms führen):
100 PRINT "PERIPHERIE-ABFRAGE" 110 GOSUB 50000: END 50000 POKE 611,4 50010 OPEN 16,PEEK(611) 50020 POKE 768,185 50030 PRINT #16: CLOSE 16 50040 POKE 768,139 50050 IF ST<>0 THEN PRINT "GERAET NR.";PEEK(611);"NICHT ANGESCHLOSSEN!": RETURN 50060 PRINT "GERAET NR.";PEEK(611);"IST AKTIVIERT!": RETURN
Ebenso denkbar ist die Abfrage einer zweiten Floppystation mit Geräteadresse 9. Hierzu muß man lediglich in Zeile 50000 den Wert »9« in die Speicherstelle 611 POKEn.
Die Redaktion
Zeichensatz-ROM im C 128
Ab welcher Adresse befindet sich der ASCII-Zeichensatz im Speicher des C 128?
Nicolas Haus, Haar
Die Originalzeichensätze des C 128 befinden sich im Bereich ab Adresse $D000 (53248) bis $DFFF (57343), allerdings in Bank 14. In Bank 0 kann man in diesen Adressen freies Basic-RAM, in Bank 15 dagegen den VIC-Chip sowie die Ein- und Ausgabe-Register entdecken: Dieser Speicherbereich ist demnach dreifach belegt, es kommt immer auf die Bank an, die Sie gerade eingeschaltet haben.
Um den Originalzeichensatz manipulieren zu können, müssen Sie ihn aus Bank 14 in einen freien RAM-Bereich in Bank 0 verschieben, am besten in den Bereich ab Adresse $3000 (12288). Mit dem im C 128 eingebauten Tedmon und dessen Transfer-Befehl (T) geht dies problemlos:
T ED000 EDFFF 03000
Um dem Computer die neue Adresse des verschobenen Zeichensatzes mitzuteilen, muß die Speicherstelle 2604 mit dem entsprechenden Wert beschrieben werden: POKE 2604,28. Mit »POKE 2604,20« erreicht man wieder die Normalkonfiguration: Der C 128 holt sich die Muster der Zeichen ab Adresse $D000 in Bank 14.
Die Redaktion
8 KByte für die 1541-II
Seit geraumer Zeit besitze ich ein Programm, das auf einen 8 KByte großen Floppyspeicher zugreifen kann. Allerdings habe ich bislang noch keine Bauanleitung oder Beschreibung organisieren können, in der erläutert wird, wie man die Diskettenstation umbaut. Wer weiß, wie die 2 KByte einer 1541-II auf 8 KByte aufgestockt werden können?
Manfred Zirpel, Magdeburg