Erschienen in 64'er Magazin, Ausgabe 04/1991 · Originaldatei: 04_91.TXT
Hinweis: Dies ist das an die Redaktion eingereichte Manuskript, nicht der gedruckte Endtext. Layout, Bildunterschriften, Korrekturen und Kürzungen der Redaktion können in der veröffentlichten Fassung abweichen.
Noch besseres Basic
Frage von Heiko Worms in der 64'er 2/91, Seite 66: Beim einem von mir in Basic programmierten 20-Zeiler kümmert sich das Programm nach dem Start nicht mehr um einige IF-THEN-Abfragen. Was mache ich falsch?
Die von der Redaktion erläuterte Methode ist natürlich richtig und die Lösungsvorschläge sind machbar. Da jedoch soviel Programmcode wie möglich in eine Zeile passen soll, ist die vorgeschlagene Aufsplittung der Zeile nur eine Notlösung. Um Speicherplatz zu sparen, sollte man die Vergleichsabfrage vereinfachen. Statt:
10 S=S+7: IF GR=4 THEN END 11 IF GR=0 THEN 13
verwendet man besser:
10 S=S+7: ON -(GR=0) GOTO13: IF GR=4 THEN END
Das ist eine Variante des ELSE-Befehls im Basic 7.0 des C 128. Nur bei GR=0 wird verzweigt: Der Vergleich ergibt »—1« (wahr). Ist GR=4 (oder GR<>0), heißt der bei der Vergleichsabfrage entstehende Wert »0« (unwahr). ON-GOTO wird nicht ausgeführt.
Für die Zeilen 8 und 9 bietet sich ebenfalls eine komfortablere Lösung an. Nicht so gut ist:
8 FOR J=1 TO 4: IF T(J)=F(J) THEN GOSUB 19 9 NEXT
Hiermit benötigt man nur eine Zeile:
8 FOR J=1 TO 4: ON-(T(J)=F(J)) GOSUB 19: NEXT 19 RETURN
Die NEXT-Anweisung wird auf alle Fälle aufgeführt, da das Programm bei fehlerhaftem Vergleich (wenn T(J)<>F(J) ist) bei NEXT weitermacht und nach dem RETURN in Zeile 19 bei wahrem Vergleich ebenfalls zu NEXT zurückspringt. Achtung: Der Programmierer muß dafür sorgen, daß der GOSUB-Befehl zur Zeile 19 im Programm enthalten ist.
Hagen Edlich, Coswig/Anhalt
Rätselhafter Sound-Chip
1. Wer weiß, was »Rosa Rauschen« bedeutet und ob es sich mit dem SID erzeugen läßt?
2. Beim Erzeugen leiser Tönen machen sich störende Nebengeräusche bemerkbar. Kann man die Tonwiedergabe des SID verbessern?
3. Wie bewege ich den SID dazu, Töne mit ganz bestimmter Frequenz zu spielen (z.B. Stimme 1 mit 400 Hz, Stimme 2 bei 410 Hz)?
4. Gibt's eine Möglichkeit, zwei Stimmen auf getrennte Ausgänge zu legen? Wie lassen sich die drei Stimmen des SID überhaupt trennen?
Michael Winterberg, Mönchengladbach
C 64 und Stereo
Obwohl ich keinen Fernseher, Radiorecorder oder eine Hifi-Anlage mit Stereo besitze, möchte ich die Soundqualitäten des C 64 ausprobieren. Mir steht lediglich ein Kopfhörer zu Verfügung (Sony MDR-M66), den ich mit Mono-Adapter benutze. Kann ich diesen Kopfhörer direkt an den Audio/Video-Ausgang des C 64 anschließen oder benötige ich dazu einen Verstärker? Welche Pole liefern den Stereo-Ton? Wie muß ich das Potentiometer für die Lautstärkeregelung anschließen und wieviel Ohm sind nötig?
Harald Knoop, Bremen
Amica Paint und Giga Publish
Ich möchte Grafiken von Amica Paint ins DTP-Programm Giga Publish übernehmen. Wie geht das?
Stephanie Gomoll, Karben
Sprites in Amica Paint
Wir arbeiten seit einiger Zeit mit Amica Paint. Dazu möchten wir Spiele in Basic programmieren und Sprites in diese Grafiken einbinden. Bei jedem Aufruf eines Sprites wird es jedoch nur durch drei senkrechte Striche dargestellt. Wie kann man das vermeiden? Außerdem suchen wir Druckerparameter zu Amica Paint für folgende Geräte: Star LC-10 C Color (seriell), Star LC-10 (Centronic mit Interface am seriellen Bus), MPS 1500 (Centronics mit Wiesemann-Interface).
Oliver Stüker/Jens Rehpöler, Gütersloh
Drucker hemmt Floppy
Frage von Ingo Klöckner in der 64'er 1/91, Seite 40: Wenn mein Drucker eingeschaltet ist, werden einige Programme überhaupt nicht oder unvollständig geladen.
Jeder Drucker, der »On line« geschaltet ist, sendet ein Signal. Bei der Mehrzahl von Druckern ruft dies keine Störungen im Betrieb einer ebenfalls angeschlossenen Floppy hervor. Ansonsten kann man mit trickreichen Laderoutinen bei der Floppy 1541 und 1571 dieses Signal umgehen. sonst hilft leider wirklich nur, die Diskettenstation vorher auszuschalten. Als leuchtendes Beispiel dienen die Laderoutinen, die Geos verwendet: Hier gibt es bei keinem Drucker Komplikationen. Die 1581 spielt auch bei geänderten Laderoutinen überhaupt nicht mit.
Christian Twigg-Flesner, Gronau
Modul-Probleme
An meinem C 64 betreibe ich den Drucker C 1500-C und das Modul Action Replay MK 6. Leider arbeitet dieses System nicht mit der Textverarbeitung Vizawrite 64 zusammen. Gibt es eine Möglichkeit, die beiden Produkte anzupassen?
Günter Willemsen, Xanten
Videotext speichern und drucken
Frage von Horst Spielmann in der 64'er 1/91, Seite 41: Gibt es eine Möglichkeit, die in einem Videotextbild geschriebenen Zeichen durch den C 64 zu speichern und wieder ausgeben zu lassen (z.B. drucken)?
Sie sollten sich bei Print-Technik, Nikolaistr.2, 8000 München 40, Tel. (089) 368197, oder bei Scanntronik, Parkstr. 38, 8011 Zorneding, Tel. (08106) 22570, das »Video Text Usual« besorgen. Man schließt es am Userport des C 64 an. Das »Text Usual« benötigt ein Videosignal, z.B. Videorecorder (Scart/cinch) oder Fernsehgerät, falls dieses ein »Video-Out«-Signal besitzt. So läßt sich jede Videotext-Tafel auf Diskette speichern, wieder laden oder drucken. Ich besitze selbst den »Video Tele-Text-Decoder« von Print-Technik (248,- Mark, Usual und Diskette) und bin damit sehr zufrieden.
Michael Volkmann, Duisburg
Grafik mit Koala-Painter
Frage von Frank Cordes in der 64'er 1/91, Seite 40: Ich suche ein Programm, mit dem man farbige Grafiken von Koala-Painter auf einem Farbdrucker ausgeben kann.
Benutzen Sie dazu das Druckprogramm »Giga-Print V2.0« vom Markt & Technik. Damit lassen sich problemlos farbige Grafiken mit dem Commodore-Drucker MPS 1550-C zu Papier bringen. Der Vorteil ist, daß man Koala-Painter-Grafiken ohne Umwandlung direkt verarbeiten kann. Der Drucker muß im »Set Up« auf die Emulation Epson JX-80 eingestellt und sowohl Line Feed (LF) sowie Carriage Return (CR) aktiviert werden. Verwenden Sie ein Parallelkabel am Userport des C 64. »Giga-Print« ist zwar eine Erweiterung zu »Giga-Paint«, ist aber eigenständig lauffähig. Sie erhalten es als Bookware: »Tools für Giga-Paint« (Markt & Technik). Ein Tip: Auf den beiden Disketten zum Buch findet man noch zusätzlich das Programm »Sticker-Print«, mit dem Sie Etiketten, Visiten- und Grußkarten bedrucken können.
Rainer Büscher, Moers
Mehr Spritedaten
Zur Ablage meiner Spritedaten verwende ich als Basic-Programmierer die Speicherbereiche 704 bis 760 und 832 bis 1022 im C 64. Leider passen hier nur vier Spritemuster hinein. Wie kann ich mehr Spritedaten unterbringen?
Markus Maciaszek, Bottrop
Ich kann mein Programm, in dem ich Sprites verwende, nicht weiterschreiben, da ab 10 KByte keine Spritedaten mehr gelesen werden können.
Martin Lipphardt, Edertal-Wellen
Spritedaten lassen sich prinzipiell im gesamten RAM-Bereich des C 64 unterbringen. Damit sie jedoch aktiviert und sichtbar gemacht werden können, sind einige Einschränkungen zu beachten:
1. Im Normalzustand des C 64 lassen sich immer nur acht Sprites gleichzeitig einschalten.
2. Alle Daten der Spritemuster müssen sich innerhalb eines zusammenhängenden Bereichs von 16 KByte (16384 Byte) befinden, den der VIC-Chip überblicken kann.
3. Die Lage der Spritedaten in diesem 16 K-Bereich muß in den Spritezeigern (Sprite-Pointer) definiert sein. Normalerweise sind dies die Adressen 2040 bis 2047 im 1 KByte (1024 Byte) großen Bildschirm-RAM. Wird es verschoben, verrücken sich auch die Spritezeiger entsprechend.
Um mindestens acht Sprite zu definieren, benötigt man exakt 512 (8 x 64) Byte. Da die Spritedaten das normale Basic-Hauptprogramm nicht stören sollten, muß man sie entweder ganz unten am Basic-Anfang (ab Adresse 2048) oder am Ende des 16 K-Bereichs des VIC-Chip (ab Adresse 15782) unterbringen. Ein Beispiel (die REM-Kommentare dienen nur zur Erläuterung und müssen nicht abgetippt werden):
10 POKE 2040,248: REM Sprite-Pointer auf Adresse 15872 20 POKE 53269,1: REM Sprite 1 einschalten 30 POKE 53248,160: POKE 53249,125: REM Spritekoordinaten Bildschirmmitte
Bei dieser Methode ist jedoch Voraussetzung, daß das Basic-Hauptprogramm nicht länger als 13248 Byte ist. Diese Tatsache beantwortet sicher auch die Frage von Martin Lipphardt.
Beim ersten Vorschlag muß man Basic hochsetzen. Dies darf nur in Schritten von 256 Byte geschehen:
POKE 43,1: POKE 44,10: POKE 2560,0: NEW
Der Inhalt von Sprite-Pointer 1 (Adresse 2040) lautet jetzt »32«. Wenn Sie nun die acht Spritemuster in den Bereich von 2048 bis 2559 und anschließend das Hautprogramm laden, verfügen Sie außerdem mit den bereits verwendeten Spritebereichen (z.B. im Kassettenpuffer) über insgesamt zwölf Spritemuster. Mehr zur Spriteprogrammierung in der 64'er 1/91, Seite 58 und im 64'er-Sonderheft 63, Thema »Grafik«.
Die Redaktion
Multicolor-Sprites
Wie stellt man mehrfarbige Sprites in Basic dar?
Frank Kocher, Wolframs-Eschenbach
Wie kontrolliere ich die Multicolorfarben von Sprites?
Werner Janjic, Ludwigshafen
Auch bei Multicolor-Sprites behalten die bekannten Spriteregister im VIC-Chip ihre Gültigkeit (Sprite einschalten, Sprite-Positionen usw.). Zum Einschalten des Multicolor-Modus der Sprites sowie der zwei zusätzlichen Farben sind folgende Register verantwortlich:
$D01C (53276) zum Aktivieren der acht möglichen Multicolor-Sprites, wobei man nach dem Binärsystem verfährt. Folgende Speicherinhalte (oder die Summe mehrerer) bedeuten: 1 = Sprite 1, 2 = Sprite 2, 4 = Sprite 3, 8 = Sprite 4, 16 = Sprite 5, 32 = Sprite 6, 64 = Sprite 7 und 128 = Sprite 8. Ein Beispiel: Sind Sprite 3 und Sprite 7 als Multicolor-Sprites definiert, muß der Inhalt von Adresse 53276 »68« lauten (4 + 64). Wenn alle acht Sprites aktiviert werden, muß in Speicherstelle 53276 der Wert »255« stehen.
Es stehen zusätzlich noch zwei Spritefarben zur Verfügung, deren Farbcode (0 bis 15) in den Adressen $D025 (53285) und $D026 (53286) abgelegt wird. Ansonsten gelten die Sprite-Farbregister von Adresse $D027 (53287) bis $D02E (53294).
Die Redaktion
Multicolormodus des C 64
1. Wie läßt sich der Mehrfarbenmodus (Multicolor) des C 64 einschalten?
2. Welche Adressen bestimmen die Hintergrund- und Zeichenfarben?
3. Wo liegt der Grafikbereich im Speicher?
4. Gibt es ein Listing, in dem die Hexadezimaladressen sowie die einzelnen Funktionen des C-64-Betriebssystems aufgeführt sind?
Stefan Behrens, Garbsen
1. Zuständig für den Multicolormodus (Text- oder Hires-Grafikbildsschirm) ist die Adresse $D016 (53270). Bit #4 muß eingeschaltet sein:
10 POKE 53270,PEEK(53270) OR 16
Zusätzlich sollte man den hochauflösenden Grafikmodus aktivieren:
20 POKE 53265,PEEK(53265) OR 32
2. Die Hintergrundfarbe befindet sich wie im Textmodus in Adresse $D021 (53281). Ein Bildpunkt benötigt im Multicolormodus immer zwei Pixel. Die aktuelle Vordergrundfarbe (Bitkombination 11) wird durch die Inhalte des Farb-RAM ab $D800 (55296) festgelegt, Multicolorfarbe 1 (Bitkombination 01) durch die Bits #4 bis #7 im Bildschirm-RAM, Multlicolorfarbe 2 (Bitkombination 10) durch den Zustand der Bits #0 bis #3. Nicht vergessen: Im Hires-Modus dient das Bildschirm-RAM als Farbspeicher!
3. Üblicherweise wird der Bereich von $2000 (8192) bis $3F3F (16191) als Speicher für eine Hires-Grafik benutzt. Um dies dem C 64 mitzuteilen, ist ein weiterer POKE nötig:
30 POKE 53272,PEEK(53272) AND 240 OR 8
Möchte man den Grafikspeicher an eine andere Stelle legen, muß man in Adresse $DD00 (56576, liegt im CIA 2-Baustein) mit den beiden untersten Bits die gewünschte VIC-Bank einstellen.
4. Ein »ROM-Listing« zum C 64 finden Sie z.B. im Buch »64 intern« von Data Becker.
Die Redaktion
Schnelleres Kopierprogramm gesucht
Ich besitze zwei Laufwerke: 1541 und 1581. Um zwischen beiden Laufwerken zu kopieren, verwende ich »Uni-Copy«, das aber selbst in verbesserter Version noch immer recht langsam ist. Kennt jemand ein Kopierprogramm, das mit beiden Floppies zusammenarbeitet und noch schneller ist?
Thomas Lehmann, Bad Wildungen
Der andere Drucker
Neben einem AT 386 besitze ich auch den C 64, der mir für private Schriftstücke (z.B. kurze Briefe) völlig ausreicht. Als Drucker für beide Computer verwende ich einen NEC P7+, der über eine kleine Routine im Kassettenpuffer auch mit dem C 64 problemlos funktioniert. Vor einigen Wochen kaufte ich mir einen Seikosha SL 80 AI, da ich den ständigen Kabelwechsel satt hatte. Er soll am C 64 betrieben werden. Der Ausdruck von Text klappt wunderbar, nur die Grafikzeichen machen Probleme. Originalton des Herstellers: »Das liegt am Computer...«. Mit welchen Tricks läßt sich der Seikosha überreden, auch die Blockgrafikzeichen so auszugeben, wie sie am Bildschirm zu sehen sind?
Gilbert Bambach, Püttlingen
Lohnsteuerberechnung
Für ein Lohnsteuerabrechnungsprogramm suche ich eine hieb- und stichfeste Formel zur Berechnung der Lohnsteuer. Am besten wäre, jeder Arbeitnehmer erhielte einen individuellen Wert bzw. Prozentsatz zugewiesen, nach dem die Lohnsteuer berechnet wird. Dies würde aufwendiges Suchen, Nachschlagen oder die Eingabe der Tabelle ersparen.
Peter Holtwick, Ramsdorf
Resetfeste RAM-Erweiterung
Vor kurzem habe ich mir noch aus Restbeständen die RAM-Erweiterung 1764 (512 KByte) besorgt. Es wäre jedoch interessanter, Programme dauerhaft auf dieser RAM-Disk zu speichern, indem ich die Stromversorgung durch Akkus oder eine Batterie gewährleisten würde. Wer besitzt einen Schaltplan dieser RAM-Erweiterung oder hat dieses Vorhaben bereits verwirklicht?
Karl-Friedrich Heike, Schönigen
Norm ändern
Ist es möglich, den Commodore-Farbmonitor 1084 S nachträglich auf die NTSC-Norm umzuschalten? Geht dies auch im Direktmodus des Basic 2.0?
Andreas Lindner, Berlin
Grafik konvertieren
Wie kann ich Grafiken aus Printshop 64 und Topprint (64'er 4/90) in Printfox-Format konvertieren?
Roberto Bormann, Brake
Sprachdigitalisierung
Kürzlich entdeckte ich in der 64'er 6/88, Seite 162 den Artikel »Hurra, er spricht!«. Leider besitze ich keine Commodore-Datasette, so daß der in der Beschreibung geschilderte Mikrofonanschluß von mir nicht realisiert werden konnte. Wer kann mir bei diesem Problem helfen?
Manfred Weiffen, Boppard
Video und VDC-Grafik des C 128
Wem ist es schon gelungen, die hohe Auflösung bei der VDC-Grafik des C 128D Blech (64 KByte Speicher) für Videoanwendungen zu nutzen? Ich interessiere mich allgemein für alle Programme zur Videoverarbeitung sowie für experimentelle Erfahrungen (außer den gängigen Titel-Generatoren).
Roberto Bennung, Gießen
Eigener Zeichensatz
Wie drucke ich mit dem Seikosha SP-180 VC selbst kreierte Zeichensätze? Kann man diesen Drucker auch zu einem Farbdrucker umrüsten?
Christian Zimmer, Siegen
Geheimnis der neunten Nadel
In meiner vor kurzem erstandenen Komplettsammlung aller 64'er-Magazine entdeckte ich in Ausgabe 3/87 eine Hardwarebastelei für die neunte Nadel des Commodore-Druckers MPS 802. Ich besitze einen MPS 803. Kann man die Hardware auch in diesen Drucker einbauen, bzw. ist sie kompatibel? Mich interessiert, wer diesen Umbau bereits durchgeführt hat.
Markus Huber, Anzing
Zuwenig Bilder
Wie kann ich mit Printfox den zweiten, dritten und vierten Bildschirm ausdrucken? Bei mir kommt immer nur die erste Grafik aufs Papier. Welche Parameter muß ich beim Drucker-Set-Up von Amica Paint einstellen, damit ich Grafiken mit einem MPS 1230 ausgeben kann?
Maik Dambold, Dresden
Merkwürdiges PEEK
Meinen C 64 habe ich vor kurzem neu gekauft. Bei einer Direkteingabe ist mir folgende Merkwürdigkeit aufgefallen, als ich das erste Register des SID-Chip beschreiben wollte:
POKE 54272,X: PRINT PEEK(54272)
Als Antwort erhalte ich den richtigen Wert von »X«, der beim POKE-Befehl verwendet wurde.
Erledige ich diese Direkteingabe jedoch Schritt für Schritt (zuerst POKE, dann RETURN, anschließend PRINT PEEK), erscheint als Ergebnis »0«. Wer kennt die Ursache dafür?
Christian Engelhardt, Erfurt
Koala-Grafik löschen
Wie schafft man es, Grafiken von Koala-Painter zu SCRATCHen? Gibt es inzwischen eine neuere Version von Amica Paint?
Marcus Daniel, Rammsee
Alle Grafikfiles von Koala-Painter haben ein markantes Erkennungsmerkmal: Sie beginnen mit dem Vorspann »Apic«, wobei »A« revers dargestellt wird. Erzeugen kann man dieses Zeichen durch die Tastenkombination CBM 1, normalerweise die Farbe »Orange«. Das weitere erledigt der SCRATCH-Befehl des Floppy-DOS:
open 1,8,15,"S:Apic*": close 1
Natürlich sollte hinter dem Vorspann »Apic« noch der entsprechende Filename stehen. Falls Sie nur das Sternchen verwenden, löschen Sie alle Koala-Painter-Bilder auf der Diskette.
Eine neue Version von Amica Paint liegt uns nicht vor.
Die Redaktion
Keine Umlaute mit Startexter 3.0
Meine Korrespondenz erledige ich mit Startexter 3.0 und dem Drucker MPS 1200. Beim Fett- oder komprimiertem Druck habe ich Schwierigkeiten mit den Umlauten. Ich habe alle möglichen DIP-Schalterstellung durchprobiert — ohne Erfolg. Wer kann mir helfen?
Frank Schmitz, Berg.-Gladbach
Neuer Star-Drucker
Ist der neue Star LC-200 voll Epson-kompatibel? Kann ich den Superscanner III und das Programm Colourprinter auch mit diesem Drucker verwenden? Genügt das Interface Wiesemann 92000/G oder benötige ich ein Userport-Kabel?
Thorsten Reichelt, Langenfeld
Unklare Speicherbereiche
Die Antwort von Rainer Theuerkorn in der 64'er 1/91, Seite 40, auf die Frage von Andreas Tscharner (»Amica-Paint-Grafiken«) ist mir nicht ganz klar. Wie lege ich Grafikdaten im VIC-Block 3 ab? Wie verlege ich die Routine »Show Pic.52480« von $CD00 nach $1D00?
Dirk Ortmanns, Düren
Die VIC-Bank 3 reicht von $C000 (49152) bis 65535 ($FFFF) und muß in Adresse $DD00 (56576) eingestellt werden (Bit #0 und #1 löschen). Die Anfangsadresse eines Grafikfiles könnte dann z.B. $E000 (57344) sein (evtl. mit einem Diskmonitor oder Utility zum Ändern der Ladeadresse bearbeiten). Dies gilt auch für die relokatible Datei »Show Pic.52480«, deren Startadresse auf Diskette nun $1D00 (7424) lauten muß. Falls Sie lieber den Transfer-Befehl eines Maschinensprache-Monitors (z.B. Smon, Promon) verwenden, lautet dieser:
T CD00 CF6E 1D00
Mit folgender Anweisung können Sie die Datei unter der neuen Startadresse speichern:
S"SHOW PIC.7424" 08 1D00 1F6F
Zum Arbeiten mit Amica Paint sollte man nach wie vor die Originalroutine verwenden.
Die Redaktion
Fünfstellige Zahlentabelle
Ich bin in diversen Sportvereinen tätig und habe mit meinem C 64 die Statistik übernommen. Bei meinem Sportkegelverein fällt es mir schwer, Tabellen und Schnittlisten zu erstellen: Bislang habe ich noch kein Programm gefunden, das mir die Arbeit abnimmt. Statt zwei oder drei Zahlenstellen muß es fünf berechnen können. Wer kennt so ein Programm oder kann eines entwerfen?
Josef Lindner, Fensterbach
Fragen zu Hypra-Speed
In der 64'er 9/90, Seite 57, haben Sie die zweite Frage von Ralf Hartl nicht richtig beantwortet. Die in der 64'er 9/89, Seite 38, veröffentlichte Tabelle für das Parallelkabel ist falsch. Auch die Berichtigung aus der 64'er 11/89, Seite 104, hatte ihre Macken. Der richtige Plan zum Parallelkabel für Hypra-Speed wurde in der 64'er 4/89, Seite 40 und in der 64'er 3/90, Seite 66, abgedruckt (ohne Zwischensockel):
User-Port — CIA 6522
B Pin 39
C Pin 02
D Pin 03
E Pin 04
F Pin 05
H Pin 06
J Pin 07
K Pin 08
L Pin 09
8 Pin 18
Außerdem ist es nötig, zusätzlich zum Parallelkabel auch das serielle anzuschließen. Der CIA 6522 in den älteren Floppies ist ein A-Typ. Bei den neuen Diskettenstationen muß der normale CIA 6522 gegen den CIA 6522A ausgetauscht werden, falls der Speeder wider Erwarten nicht funktioniert.
Wenn am Userport noch ein Centronics-Drucker angeschlossen wird, darf man das Parallelkabel der Floppy und des Druckers nicht direkt an Pin B löten, sondern muß es über eine Diode (z.B. 1N4148) führen. Gegenseitige Störung verhindert eine Anode zum Userport und eine Kathode (Seite mit dem Ring) zur Floppy und zum Drucker. Vorteilhaft ist auf jeden Fall, die Betriebsumschaltversion zu installieren, da einige Programme mit Hypra-Speed nicht laufen (z.B. Giga-Cad Plus).
Franz Einig, Mayen
Leises Grummeln
Ich habe in meinen C 64 II den alten SID 6581 eingebaut und die dazugehörenden Bauteile (Kondensatoren, Widerstand, Diode) eingelötet. Zwar kann ich jetzt digitalisierten Sound besser hören, doch beim Spiel »Gianna Sisters« gibt's Probleme. Zu Beginn der Levels läßt sich nur ein leises Grummeln vernehmen, wo früher ein helles und angenehmes Rauschen war. Wer kennt das Problem?
Nicholas John Kock, Bad Bevensen^N
512 KByte Arbeitsspeicher?
Was bringt die RAM-Erweiterung 1750 zum C 128? Ist es nicht so, daß der Arbeitsspeicher von 128 KByte unverändert bleibt und die RAM-Floppy nur als Datenspeicher benutzt werden kann, in den man nach Wunsch Daten schreibt oder daraus lädt? Wäre es nicht besser gewesen, den 128-KByte-Speicher gegen einen 512-KByte-Speicher auszutauschen?
Dr. Walter Schwab, Oberalm
Die RAM-Erweiterung zum C 128 (die leider nicht mehr hergestellt wird), bringt erhebliche Vorteile gegenüber der Floppy, da große Datenmengen in Sekundenbruchteilen in den Arbeitsspeicher transferiert werden können. Einen 512 KByte großen Arbeitsspeicher zu adressieren, dürfte dem Mikroprozessor des C 128 allerdings ziemlich schwer fallen (der höchste für ihn zu erreichende Adreßwert ist »65535«).
Die Redaktion
Drucker mit falscher Geräteadresse
Unlängst habe ich den Drucker Melchers CMC CPA-80 GS, der normalerweise für den Schneider-Computer entworfen wurde, sehr günstig bekommen, Am Userportkabel gibt es bei Programen wie Vizawrite und Superbase keine Probleme mit dem C 64. Leider kann man ihn jedoch nur mit der Geräteadresse 5 ansprechen. Da ich kein Druckerhandbuch besitze, weiß ich nicht, wie man ihn auf Gerätenummer 4 umstellen kann.
Harald Winkler, Berlin
Cursor unerwünscht
Wie ändert man die Form des Cursors und stellt das ständige Blinken dabei ab?
Wolfgang Krämer, Bonn
Schattenbereich
Was bedeutet »RAM unter dem ROM«?
Björn Rücker, Heiligenhaus
Ein großer Teil des C 64 besteht aus Maschinensprache-Programmen, die dem Computer überhaupt seine Funktion verleihen: der Basic-Interpreter (von $A000 bis $BFFF), der Eingabe-/Ausgabebereich (I/O) von $D000 bis $DFFF und das Kernel-ROM von $E000 bis $FFFF. Sie heißen ROM-Bereiche, weil deren Speicherinhalte auf diversen Computerbausteinen verewigt sind, die nur gelesen und nach dem Ausschalten nicht gelöscht werden können. Mit der Adresse 1 kann man diese ROM-Bereiche ausblenden und einen RAM-Speicherbereich aktivieren, der in gleicher Größe unter den ROMs liegt:
POKE 1,54: schaltet das RAM unter dem Basic-Interpreter ein,
POKE 1,53: aktiviert das RAM unter Basic und Kernel,
POKE 1,52: schaltet Basic, Kernel und den I/O-Bereich ins RAM,
POKE 1,51: Der Zeichensatz wird eingeblendet.
Alle diese Umschaltungen funktionieren in Basic aber nur dann, wenn zuvor der entsprechende ROM-Bereich ins RAM kopiert wurde, sonst stürzt der Computer ab. Das Kopieren erledigt eine simple Basic-Schleife (z.B. für den Bereich des Basic-Interpreters):
FOR I=40960 TO 49151: POKE I,PEEK(I): NEXT
Wenn man jetzt mit »POKE 1,54« ins RAM unter dem Basic-ROM umschaltet, hat sich oberflächlich gesehen nichts an den Funktionen des Computers geändert, mit einer Ausnahme: Das Maschinensprache-Programm »Basic-Interpreter« läßt sich nun nach Belieben manipulieren und verändern. Dies sollten nur geübte Assembler-Profis tun, dem Basic-Programmierer nützen die RAM-Bereiche unter den ROMs nichts. Sie sind für ein Basic-Programm nicht relevant.
Die Redaktion