Erschienen in 64'er Magazin, Ausgabe 07/1991 · Originaldatei: 07_91.TXT
Hinweis: Dies ist das an die Redaktion eingereichte Manuskript, nicht der gedruckte Endtext. Layout, Bildunterschriften, Korrekturen und Kürzungen der Redaktion können in der veröffentlichten Fassung abweichen.
Geos und Präsident 6320
Frage von Harald Ladusch in der 64'er 5/91, Seite 57: Wenn ich den Druckertreiber »Commodore Compatible« von Geos 2.0 mit meinem Präsident 6320 benutze, funktioniert nur die Standardschrift.
Um andere Schriftarten drucken zu können, benötigt man den Treiber »Epson LX-80«. Die DIP-Schalter am Präsident sollten wie folgt eingestellt sein:
ON: 6-1, 6-2, 7-2, 8-1, 9-1, 11-2, 13-2, 18-2.
OFF: 7-1, 8-2, 9-2, 10-1, 10-2, 11-1, 12-1, 12-2, 13-1, 14-1, 14-2, 15-1, 15-2, 16-1, 16-2, 17-1,17-2, 18-1.
Diese Konfiguration arbeitet außerdem mit Mastertext V2.0 einwandfrei zusammen.
Verwendet man den Treiber »Epson FX 80«, gilt folgende DIP-Schalterstellung:
ON: 6-1, 8-1, 9-1, 11-1, 13-2, 14-2, 18-2
OFF: 5-1, 5-2, 6-2, 7-1, 7-2, 8-2, 9-2, 11-2, 13-1, 14-1, 18-1
Klaus P. Gelbke, Gummersbach Thomas Arnhold, Leipzig
Das Malprogramm und der Präsident
Frage von Louis Callebaut in der 64'er 5/91, Seite 57: Mit dem Präsident 6320 und Amica Paint hat bislang noch kein Grafikausdruck geklappt.
Das Malprogramm druckt weder über den Userport noch mit Hilfe eines Interfaces, das den Direktkanal unter Sekundäradresse 1 benutzt (betroffen davon sind die Interfaces von Wiesemann und Data Becker). Amica Paint verwendet die Sekundäradresse 4, passend z.B. fürs Görlitz-, Merlin- und Westfalia-Interface. Auch im Commodore-Modus läßt sich drucken, wenn man das entsprechende, einsteckbare Robotron-Interface für seriellen Druckeranschluß benützt. Es kostet ca. 100 Mark und kann über die Fa. Robotron, O- 5230 Sömmerda (Sachsen) bezogen werden.
Bruno Wöhl, Thomm
Frust mit Masterbase
Mit dieser Dateiverwaltung gibt's Probleme. Ich habe mir eine Adressenmaske zusammengestellt, der erste Datensatz umfaßt drei Felder. Dort will ich Zahlen eintragen,. außerdem Etiketten und Gesamtlisten drucken. Drucke ich nur einen Datensatz aus (Etiketten oder Liste), ist alles in Ordnung. Wird aber die ganze Datei ausgedruckt, verschluckt der Drucker grundsätzlich die erste Zahl des ersten Datenfelds. Außerdem ist es nicht möglich, Attribute (z.B Unterstreichen des Ortsnamens) wieder abzustellen: Alle nachfolgenden Datensätze gibt der Drucker ebenfalls unterstrichen aus. Gebe ich fürs erste Datenfeld die Codes »27 — 0« ein (Unterstreichen aus), erscheint auf dem Papier an erster Stelle das Minuszeichen und die von mir eingegebene Zahl eingerückt im Datensatz. Meine Gerätekonfiguration: C 64, 1541, Star NL-10 Centronics und Parallelkabel. Ist meine Version von Masterbase defekt oder mache ich einen Fehler?
Klaus Schweminski, Krefeld
Superscript 128 und Star LC 10-C
Bis heute ist es mir nicht gelungen, eine funktionierende Druckeranpassung zu dieser C 128-Textverarbeitung zusammenzustellen. Der Star druckt nur Großbuchstaben (auch Umlaute). Die Klein-Großschrift wird völlig ignoriert. Wer kann mir helfen?
Eduard Bauer, Nürnberg
Die Files sind weg!
Um aus dem 64'er-Magazin abgetippte Listings zu speichern, benutze ich immer dieselbe Arbeitsdiskette, auf der bis vor kurzem noch über 300 Blocks frei waren. Nachdem ich wieder ein Programm gespeichert hatte, war plötzlich ein Großteil der Programme aus dem Directory verschwunden! Unglücklicherweise waren es die wichtigsten. Sie müssen aber noch auf der Diskette sein, denn ich habe kein File gelöscht. Wie komme ich wieder an die Files heran?
Markus den Boer, Rhede
Vermutlich wurde beim letzten Speichervorgang die BAM (Blockbelegungsplan) der Diskette zerstört (Spur 18, Sektor 0). Falls der Befehl »Validate« keine Hilfe bringt, benötigen Sie ein Utility, das die BAM restauriert (z.B. »Programmsucher« im 64'er-Sonderheft 57).
Die Redaktion
Identifiziert
Frage von Tobias Pölleth in der 64'er 5/91, Seite 56: Vor einiger Zeit habe ich einen alten Siemens-Computer geschenkt bekommen. Wer weiß, was das für ein Gerät ist?
Es handelt sich um ein ziemlich betagtes Datensichtgerät (DSG), das von Siemens schon lange nicht mehr hergestellt wird. Es besteht im wesentlichen aus Monitor mit ASCII-Controller, Tastatur und Schnittstelle. Damit wird es an einen Zentralrechner angeschlossen, der mehrere DSG's bedienen kann und mit dem Betriebssystem SINIX (Siemens-Unix) arbeitet. Da dieses Datensichtgerät keinen eigenen Mikroprozessor besitzt, können Sie ohne Zentral-Computer keine Reaktion auf irgendwelche Eingaben erwarten.
Christian Treffler, Neusäß
Berechnungsformel zur Lohnsteuer
Frage von Peter Hollwick in der 64'er 5/91, Seite 57: Ich suche eine hieb- und stichfeste Berechnungsformel für ein selbstentwickeltes Lohnsteuerabrechnungsprogramm.
Nach dem Einkommensteuergesetz existieren drei verschiedene Formeln für die einzelnen Progessionszonen. Folgendes Basic-Programm ordnet das Einkommen der jeweils gültigen Formel zu und berechnet den konkreten Prozentsatz (Achtung: Aufgrund der Progressionszonen kann sich der Prozentsatz bei unterschiedlicher Einkommenshöhe ändern!):
1 print"steuerberechnung": print"(taste druecken)" 3 j$=" wie hoch ist das ": getx$: ifx$=""then3 4 a$="zu versteuernde jahreseinkommen ": b$="zusammenveranlag. v.ehegatten" 5 printb$;" (j/n)";: inputv$: printj$;a$ 6 inputse: s1=se: ifv$= "j"thense=se/2 7 se=se/54:se=int(se): se=se*54: s4=se: d$=" in dm:" 8 e$="die steuer davon:": g$="nach splittingtab.": ifse<5617 then 15 9 ifse<8153 then 12 10 ifse<120042 then 14 11 ifse>120042 then 13 12 se=0.19*se-1067: s2=int(se):goto15 13 se=0.53*se-22842: s2=int(se):goto15 14 y=(se-8100)/10000: se=151.94*y+1900: se=int(se*103)/103: se=se*y+472:s2=int(se) 15 h$="durchschn.-belast.": s6=s2/s1*100: s6=int(s6+.5): ifv$="j"thens2=s2*2 18 printa$" "d$;s1:printe$: printd$;s2:ifv$="j"then printg$ 19 printh$;" in %:";s6: ifnot(v$="j")thenprint "berechn.n.grundtabelle"
Dem Programm liegt der Steuertarif ab 1.1.90 zugrunde. Beachten Sie die geplante Steuererhöhung von 7,5% ab 1.7.91!
Johann Thiele, Northeim
Zeichensätze mit dem Seikosha
Frage von Christian Zimmer in der 64'er 5/91, Seite 57: Wie drucke ich selbstentwickelte Zeichensätze mit dem Seikosha SP-180 VC aus?
In der »VC«-Version kann der Drucker eigene Zeichensätze nur in Form eines Hires-Grafikbildschirms ausgeben (Einzelbit-Modus). Um Zeichensätze in den Druckerpuffer zu laden, bietet die Fa. Seikosha eine Platine an. Damit macht man aus dem VC eine Epson-FX 85-kompatible »AI«-Version um. Auch für Laien ist der Umbau in kurzer Zeit erledigt. Lötarbeiten sind nicht nötig.
Gerhard Holm, Albersdorf
Unbekannte Adressen
Was bewirkt die Speicherstelle $3FFF (16383)? Was geht in den Adressen ab $02A7 (679) bis $02FF (767) vor sich? Programme, die ich in diesem Speicherbereich ablege, werden zerstört.
Rene Köstler, Oschersleben
In Adresse $3FFF spielt sich nichts Mysteriöses ab. Es ist nur eines der 38 911 Byte im freien Basic-RAM. Auch die Speicherstellen von $02A1 (673) bis $02FF (767) betätigen sich lediglich als Lückenfüller: Nach dem Einschalten des C 64 finden Sie darin nur Null-Bytes. Ausnahme: Adresse $02A6 (678). Sie dient als Flag für die aktuelle Netzfrequenz. »1« bedeutet PAL (europäische Norm), »0« bezeichnet die in den USA übliche NTSC-Norm. Natürlich können Sie diese freien Bytes zur Ablage von Daten (z.B. Sprites) oder extrem kurze Maschinenprogramme (maximal 94 Bytes) benutzen. Zerstört werden Dateien in diesem Speicherbereich nur dann, wenn Sie einen Reset auslösen.
Die Redaktion
Datenaustausch
Kann man den C 64 mit einem PC-10 III (8088-1, 16-Bit-CPU) verbinden? Der PC besitzt eine serielle RS232- und eine 8-Bit-Centronics-Parallelschnittstelle. Lassen sich Programme oder andere Dateien vom C 64 zum PC übertragen?
Daniel Keßler, Frankfurt/Oder Es funktioniert nach dem Prinzip der Datenfernübertragung (DFÜ). Voraussetzung: Entsprechende Software und Kabelverbindung (RS232-Kabel vom Userport des C 64 zur RS232-Schnittstelle des PC). Die Bauanleitung fürs Kabel sowie Software zum C 64 finden Sie in unserem Hardware-Sonderheft 67, das Ende Juni erscheint. Als »Empfänger« kann jedes R232-fähige Terminalprogramm für den PC eingesetzt werden (z.B. XTALK, CROSSTALK usw.)
Die Redaktion
Signalwandlung und Floppyverleih
Frage 1: Wie kann ich das FBAS-Signal des C 64 in eine RGB-Information umwandeln?
Frage 2: Kann man das interne Laufwerk des C 128D als externe Floppystation für den C 16 verwenden, indem man einfach die seriellen Ports miteinander verbindet?
Thorsten Reichelt, Langenfeld Zu Frage 1: Sie benötigen dazu einen im Fachhandel erhältlichen »RGB-Splitter«. Zu Frage 2: Die Zweckentfremdung der internen C 128D-Floppy als externes C-16-Laufwerk ist problemlos möglich, wie uns ein Test bewies.
Die Redaktion
Musik-Fan
Ich suche seit längerer Zeit das Programm »Music-Shop« von Broderbund. Man kann damit — grafisch unterstützt — komponieren und Notenzeilen ausdrucken. Wer kennt die Bezugsquelle?
Manfred Bitzer, Remscheid-Lennep
C 64 und C
Wo gibt es einen Compiler zur Programmiersprache C für den C 64?
Manfred Rosenauer, Wien
Dieses Programmpaket wurde vor etwa vier Jahren vom Verlag Data Becker GmbH, Merowingerstr. 30, 4000 Düsseldorf vertrieben. Im neuesten Software-Katalog erscheint es aber nicht mehr im Sortiment.
Die Redaktion
Motorschaden?
Ich besitze eine Floppy 1541-I. Der Motor des Laufwerks bewegt sich nur noch dann, wenn ich die Floppy abschalte. Der C 64 bringt ständig die Fehlermeldung »drive not ready«. Wer hatte bereits ein ähnliches Problem und kann mir sagen, wie ich es löse?
Sascha Lindemann, Dortmund
Die unbekannten Drucker-EPROMs
Meinen Drucker Riteman F+ habe ich 1986 erworben. In dessen Innenleben habe ich zwei EPROMs entdeckt, mit denen ich nichts anfangen kann. Welche Funktionen besitzen die Bausteine IC 2 und IC 3? Dienen sie als Zeichensatzspeicher?
Burkhard Markowsky, Altenstadt
Groß oder klein
Welche Speicherstelle ist für die Groß-Kleinschrift nach dem Einschalten des C 64 verantwortlich? Welchen Wert muß sie besitzen, um beide Varianten zu benutzen?
Herbert Breuers, Duisburg Die wichtigste Adresse für die Bildschirmausgaben ist beim VIC-Chip »53272«. Neben vielen anderen Aufgaben ist diese Speicherstelle auch dafür verantwortlich, welcher Zeichensatz aktiv ist. Nach dem Einschalten des C 64 ist Bit #1 gelöscht (Bytewert der Adresse: 21). Der Großschrift-Blockgrafikzeichensatz erscheint auf dem Bildschirm. Schalten Sie dieses Bit ein (neuer Bytewert: 23), greift der Computer auf den Klein-Großschriftzeichensatz zu:
POKE 53272,PEEK(53272)OR2
Beim VIC-Chip gibt's aber nur ein Entweder-Oder: Groß-Blockgrafik- und Klein-Großschriftzeichensatz auf ein und demselben Bildschirm ist ohne ein entsprechendes Hilfsprogramm in Maschinensprache nicht möglich.
Die Redaktion
PEEK-Geheimnis gelöst
Frage von Christian Engelhardt in der 64'er 4/91, Seite 61: Wie kommt es, daß ich bei einer PEEK-Abfrage zur Speicherstelle 54272 zwei verschiedene Ergebnisse erhalte, wenn ich lediglich die Eingabeart ändere (alle Anweisungen in eine Zeile geschrieben oder jeder Befehl einzeln)?
Dieser interessante tritt auch auf meinem Uralt-C-64 auf. Probieren Sie folgende Eingabe:
poke 54272,200: for i=0 to 100: next: printpeek(54272)
Bevor die bewußte Speicherstelle (SID Stimme 1, Tonhöhe low), wieder ausgelesen wird, zählt der Computer bis »100« (das dauert in Basic eine kleine Weile). Dann zeigt sich ein seltsamer Wert (z.B. 136, 200 minus 64, also Bit #6 gelöscht). Experimentieren Sie doch ein wenig mit dem Wert »100«. Bei relativ kleinen Werten (unter »30«) ergibt die PEEK-Abfrage den Originalwert »200«, bei Zahlen über »500« erscheint eine Null. Offensichtlich besitzen die SID-Register die Eigenschaft, gePOKEte Werte nur kurze Zeit zu behalten und diese allmählich Bit für Bit zu löschen. Hardwaremäßig liegt dies sicher am Kondensator, der sich langsam entlädt.
Nikolaus Heusler, München
Fragen zum Sound-Chip SID
Frage von Michael Winterberg in der 64'er 4/91, Seite 61: Was bedeutet »Rosa Rauschen«? Kann man die Tonwiedergabe des SID verbessern? Wie kann ich Töne mit ganz bestimmter Frequenz erzeugen? Lassen sich zwei Stimmen auf getrennte Ausgänge legen?
»Rosa Rauschen« ist der technisch-physikalische Ausdruck für eine pseudo-zufällige Folge von Tönen verschiedener Höhe: Das Ohr nimmt tatsächlich nur ein Rauschen wahr. Die Töne laufen zwar scheinbar wild durcheinander, gehorchen jedoch einer bestimmten Formel. Der C 64 kann nur »Weißes Rauschen« erzeugen. Dabei wird ebenfalls eine Tonfolge unterschiedlicher Höhe gebildet, die aber echt zufällig und mathematisch nicht vorhersehbar ist. Höchstwahrscheinlich verwendet der Hersteller eine Germanium-Diode als Rauschgenerator im SID.
Um die Tonqualität zu verbessern, sollten Sie versuchsweise einen neuen SID-Chip in den C 64 einbauen. Andere Möglichkeiten sind auszuschließen, da der gesamte Tongenerator des SID für den Anwender unzugänglich ist. Eventuell kann auch die Treiberstufe um den Transistor Q8 erneuerungsbedürftig sein.
Eine Tabelle mit Tonfrequenzen und entsprechenden POKE-Werten finden Sie im C-64-Handbuch, Anhang P. Folgende Formel dient zur Umrechnung von Frequenzen in den POKE-Wert:
Wert=17.0294699 * Frequenz
Ein Beispiel: Für den Kammerton A (440 Hz) erhält man den Wert »7493« (gerundet). Mit dieser Berechnungsformel zerlegt man ihn in High- und Lowbyte:
inte = int(wert) high = int(inte/256) low = inte - high * 256
Beide Zahlen muß man in die Tonhöhe-Register des SID POKEn. Folgende POKEs erzeugen einen Ton (400 Hz auf Stimme 1, 410 Hz auf Stimme 2):
Wert (400 Hz)=6812=
155 (Low) / 26 (High),
Wert (410 Hz)=6982=
70 (Low) /27 (High):
poke 54272,155 poke 54273,26 poke 54279,70 poke 54280,27 poke 54296,15 poke 54278,240 poke 54285,240 poke 54276,17 poke 54283,17
Will man den Ton wieder abschalten, müssen die beiden letzten POKE-Werte »16« lauten (statt »17«).
Die vier Stimmen des SID (drei interne, eine externe) werden im Chip noch vor der Behandlung durch das Lautstärke- und Filterregister (54296) auf einen Addierer gelegt und gemischt. Daher ist es leider nicht möglich, Stimme 1 und 2 einzeln abzutasten.
Nikolaus Heusler, München
Cursor geändert
Frage von Wolfgang Krämer in der 64'er 4/91, Seite 61: Wie stellt man das Cursor-Blinken ab und ändert dessen Aussehen?
Mit POKE 788,51 läßt sich das Blinken abschalten, der Cursor ist aber trotzdem aktiv (z.B. für Eingaben oder zum Schreiben von Texten!). Weitere nützliche Cursor-POKEs:
POKE 788,51: Cursor bleibt stehen,
POKE 56565, 9: Cursor blinkt rasend schnell,
POKE 788,49: Normalfunktion des Cursors.
Michael Erb, Darmstadt
Das Aussehen des Cursors läßt sich nur mit größerem Aufwand verändern. Seine Darstellung beruht auf der abwechselnden Normal- und Reversanzeige des Zeichens, auf dem sich der Cursor gerade befindet. Damit er z.B. als Strich (wie beim PC) erscheint, muß man zunächst den Zeichensatz vom ROM ins RAM kopieren und das 8. Byte (unterste Linie) jedes einzelnen Zeichens ausfüllen (Byte-Wert 255), sowohl bei den normalen als auch bei den reversen Zeichenmustern. Folgendes Basic-Programm erledigt diese Aufgabe und bringt den gewünschten Cursor-Strich und den Bildschirm:
10 poke 56334,peek(56334)
and 254
20 poke 1,peek(1) and 251
30 for a=53248 to 57343
40 poke a-40960,peek(a)
50 next a
60 poke 1,peek(1) or 4
70 poke 56334,peek(56334)
or 1
80 poke 53272,peek(53272)
and 240 or 13
90 for a=13312 to 14336
100 poke a,peek(a-1024)
110 next a
120 for a=13319 to 14336
step 8
130 poke a,255: next a
140 for a=15360 to 16384
150 poke a,peek(a-1024)
160 next a
170 for a=15360 to 16384
step 8
180 poke a,255: next a
Da eine Menge Bytes übertragen werden müssen, dauert diese Basic-Routine eine Weile.
Martin Treinies, Calw
Randschlucker
Frage von Heiko Gremling in der 64'er 5/91, Seite 57: Wenn ich Grafiken von Geopaint mit meinem Drucker Seikosha 180 VC zu Papier bringe, wird der rechte Rand nicht mitgedruckt.
Ich habe diesen Drucker ebenfalls mit Geos verwendet und kenne das Problem, für das es leider keine Lösung gibt. Der Drucker arbeitet nur mit der normalen Grafikdichte (60 Punktspalten pro Inch = 60 dpi). Die meisten anderen Printer dagegen bringen 80 dpi aufs Papier. Daraus ergibt sich das Verschlucken des rechten Rands: Die Grafik wirkt in die Breite gezogen (Kreise werden z.B. zu Ellipsen). Eine Anpassung mit dem »Printer Creator« bringt deswegen nichts, weil der Seikosha eben nur »einfachen Grafikdruck« kann, außerdem ist er nicht Epson-kompatiblel.
Die einzige Möglichkeit wäre, diesen bewußten Rand beim Zeichen mit Geopaint einzuberechnen. Geopublish bietet z.B. für solche Drucker spezielle Master-Pages-Bibliotheken an, um diesem Effekt bei der Seitengestaltung vorzubeugen.
Thomas Tietjens, Itzehoe
Geopaint druckt farbig
Frage von Matthias Winkelmann in der 64'er 5/97, Seite 56: Wie kann ich farbige Ausdrucke unter Geopaint mit meinem Star LC-10 Colour realisieren?
Geben Sie folgende Zeilen im Direktmodus ein:
OPEN 1,4,1 PRINT#1 OPEN 2,4,3 PRINT#2 CLOSE2 CLOSE1
Damit fixieren Sie die Sekundäradresse des Druckers auf den Wert »1«. Der Geos-Druckertreiber kann jetzt senden, was er will: Die Sekundäradresse ändert sich bis zum Ausschalten des Druckers nicht mehr. Als Geos-Druckertreiber für Farbausdrucke mit dem Star LC-10 Colour eignet sich am besten »Epson JX-80«. Wie Sie die Sekundäradresse des Treiberprogramms mit Hilfe eines Monitors für Ihre Zwecke ändern können, steht im »Großen Geos-Buch« von Data Becker.
Ralf Ferring, Altenkessel
Pseudo-Befehl
Im ROM-Listing des C 128 habe ich die Anweisung »Quit« entdeckt. Was macht dieser Befehl?
Daniel Widrig, Diepoldsau Nach Eingabe dieser Anweisung erhalten Sie die Befehlsmeldung »Unimplemented command«, da die entsprechende Maschinenroutine zur Abarbeitung der Anweisung fehlt. Offensichtlich hatten die Software-Entwickler des Betriebssystems zum C 128 ursprünglich geplant, diese Anweisung in die Liste der Basic-Befehle aufzunehmen.
Die Redaktion
Bilder auf Video
Kann ich Bilder, Programmabläufe oder Musik des C-64-II auf eine Videokassette speichern? Ich habe es schon versucht, es hat aber nicht geklappt. Dabei war der Computer über das Antennenkabel mit dem Videorecorder verbunden. Wie funktioniert's?
Ralph Peeß, Baumholder
Digitalisierte Sprache
Frage von Manfred Weiffen in 64'er 4/91, Seite 61: Ich möchte Sprache digitalisieren, wie im Artikel »Hurra, er spricht!« beschrieben (64'er 6/88). Wie muß ich den Mikrofonanschluß realisieren?
Im erwähnten Artikel geht nicht ganz klar hervor, wie Sie vorgehen müssen: Anstatt die Mikrofonbuchse an die beschriebenen Kontakte zu löten, verbindet man sie mit den beiden Kontakten des Tonkopfs auf der Datasetten-Platine. Wer nichts mit Löten am Hut hat, kann seine Kassette auch direkt über die Datasette abspielen. Die Qualität der Digis verschlechtert sich aber gewaltig. Um die bestmöglichste Tonqualität zu erreichen, müssen Sie die Tonquelle sehr laut einstellen und tonintensive Musikstücke verwenden (z.B. Pfeifen, die Songs »Born to be wild«, »Eternal Flame« usw.)
Daniel Menzel, Tawern
Nachbrenner
Ich habe ein merkwürdiges Problem mit meinem Simon's-Basic-Modul. Wenn ich den C 64 nach Gebrauch des Moduls ausschalte, das Modul aus dem Expansionsport entferne und den Computer anschließend wieder einschalte, beginnt der Spuk: Der Bildschirm zeigt noch immer die Kennung des Moduls. Die Tastatur nimmt keine Eingaben an. Ich muß den Computer mindestens drei Minuten ausgeschaltet lassen — erst dann kann ich ihn wieder normal starten. Liegt es am Computer oder am Modul?
Christian Engelhardt, Erfurt
Keine Umlaute
Frage von Frank Schmitz in der 64'er 4/91, Seite 61: Ich benutze die Textverarbeitung Startexter 3.0 und den Drucker MPS 1200. Bei Fett- oder komprimiertem Druck habe ich Probleme mit den Umlauten.
In Gegensatz zu anderen Textverarbeitungsprogrammen wie z.B. Geowrite arbeitet der Startexter nur mit den im Zeichensatz-ROM des Druckers vorhandenen Fonts zusammen. Wenn der keine Umlaute vorgesehen hat, klappt's leider nicht. Im Handbuch zu Startexter steht, daß dieses Programm Umlaute aus dem Grafiksatz erzeugt. In NLQ oder Fettschrift können aber keine Grafiken gedruckt werden. Abhängig von der Druckeranpassung werden beim Einsatz von Umlauten auch die Steuerzeichen gelöscht.
Alfred Störkel, Remagen-Kripp
Ungeeignet?
Im Katalog »Elektronik '91« der Fa. Conrad steht bei einem Lightpen für den C 64 die Bemerkung: »für 128D neu nicht geeignet?«. Welche Veränderungen wurden am 128D neu vorgenommen, die den Betrieb des Lightpen verhindern sollen?
Gottfried Lechner, A-Gerasdorf
Störfaktoren
Nach kurzem Ausschalten meiner gesamten C-64-Anlage per Zentralschalter (inkl. Floppy, Monitor, Drucker) habe ich wieder eingeschaltet. Doch der Bildschirm blieb schwarz. Auch die Verwendung eines Fernsehers bringt keinen Erfolg: Zwar erscheinen auf Kanal 36 irgendwelche Signale, aber keine Einschaltmeldung. Ebenso empfängt meine angeschlossene Stereoanlage Störsignale, obwohl ich sie mit einem Radio betreibe. Kann mir jemand weiterhelfen?
Laurent Reiland, L-Greisch
Videotext-Decoder
Der C 64 bietet viele außergewöhnliche Anwendungsmöglichkeiten, z.B. mit dem Genlock-Interface oder als Oszilloskop. Kann man ihn auch als Videotext-Decoder »zweckentfremden«?
Stephan Knoblauch, Rosdorf
Farbspielereien beim C 128
Im 64'er-Sonderheft 29 habe ich den Hinweis gefunden, daß man mit
poke 133,f:bank 15: sysdec("6b17")
die geheimnisvolle Multicolorfarbe 2 in der fertigen Grafik ändern kann.
Ich bin der Sache auf den Grund gegangen und habe festgestellt, daß in der betreffenden Routine nichts anderes geschieht, als Bit 0 der Adresse 1 zu löschen und das Text-Farb-RAM mit dem Wert »f« aus Speicherstelle 133 zu füllen. Wenn ich dann wieder zum 40-Zeichen-Bildschirm wechsle, hat der Text seine ursprünglichen Farben behalten. Jeder Versuche, diese zu ändern, wirkt sich nur auf die Grafik aus: Im Farb-RAM stehen lediglich Grafikdaten. Wird Bit 0 in Adresse 1 wieder eingeschaltet, ist alles umgekehrt: Die Grafikfarbe ist blockiert, die Textfarbe läßt sich ändern, im Farb-RAM wird die aktuelle Textfarbe abgelegt.
Meine Frage ist: Wenn das Farb-RAM die Daten der Multicolorfarbe 2 enthält (Bit 0 gelöscht), wo befinden sich dann die blockierten Farbdaten des Textbereichs? Sind diese 1000 Byte irgendwo gesetzt? Welche Funktionen hat die Adresse 1 sonst noch auf Lager?
Marc Haustgen, L-Luxemburg
Drucker kreischt
Ich verwende den Star LC-10 mit seriellem Commodore-Interface: Der Druckkopf fährt beim Drucken bestimmter Texte bzw. Grafiken von Pagefox und Geos nach rechts, der Motor läuft aber weiter. Dabei entsteht ein kreischendes Geräusch. Nur Abschalten des Druckers hilft. Welche Ursache hat diese Fehlfunktion?
Stefan Béla Sepsi, Walldorf C 64 mit C-128-Kapazität?
Ist es möglich, den C 64 im 128er-Modus so zu emulieren, daß ich die volle Speicherkapazität des C 128 nutzen kann? Dabei sollten die Systemadressen des C 64 beibehalten werden. Ich denke dabei an einen doppelt so großen Arbeitsspeicher als bisher (z.B. 64 KByte Basic-RAM)!
Marcus Lauterbach, Nürnberg