Nikolaus Heusler Archiv

Erschienen in 64'er Magazin, Ausgabe unbekannt · Originaldatei: KONTO.TXT

Hinweis: Dies ist das an die Redaktion eingereichte Manuskript, nicht der gedruckte Endtext. Layout, Bildunterschriften, Korrekturen und Kürzungen der Redaktion können in der veröffentlichten Fassung abweichen.

Anleitung zum Bankprogramm »Konto« - Version 33

Mit diesem Programm verwalten Sie einfach und professionell Ihre Konten, die Anzahl ist nur durch die Disketten-Kapazität begrenzt. Das Programm enthält wichtige Funktionen, die man sonst nur bei den »Cash-Management-Programmen« großer Banken findet: wahlweise Vorgabetexte, Storno, vollautomatische Kontoauszüge, Übertrag zwischen verschiedenen Konten, Zinsberechnung und -auswertung, formatierte Anzeige der Beträge wie in der Finanzwelt üblich, exakte Buchungsliste, Vermögensanalyse, Wertstellung, Druckerausgabe. Das Programm eignet sich zur Kontoführung ebenso wie zur Verwaltung von Wertpapieren oder sonstigem Kapital. Eine Schnittstelle zur 64'er-Echtzeituhr (64'er 10/89 oder Sonderheft 67) ist vorhanden, dennoch ist der Betrieb ohne die Uhr möglich.
Das beliebte Programm liegt jetzt in der erweiterten und verbesserten Version 33 vor. Sie ist das Ergebnis fast vierjähriger Entwicklungsdauer.

Nikolaus M. Heusler

Laden Sie das in Basic geschriebene Programm mit

LOAD "KONTO",8

Der Start erfolgt mit RUN. Das Programm eignet sich für den Betrieb mit mindestens einem Diskettenlaufwerk. Nach dem Start werden noch einige Maschinenprogramme nachgeladen (siehe Anhang). Besitzen Sie die 64'er-Echtzeituhr nicht, so ist das kein Manko. Das Programm erkennt dies, und Sie müssen dann eben das Tagesdatum immer wenn es verlangt wird von Hand eingeben.
Jetzt werden Sie nach der Kontonummer gefragt. Haben Sie bereits mit »Konto« gearbeitet, geben Sie die Nummer des Kontos ein, das Sie bearbeiten möchten. Dieses wird, falls möglich, von Diskette geladen und das Hauptmenü erscheint. Dazu kommen wir weiter unten. Sie können auch die Null eingeben, dann erscheint eine Liste aller gespeicherter Konten, die ebenfalls später beschrieben wird.
Soll ein (neues) Konto angelegt werden, müssen Sie eine Nummer vergeben, die Sie einfach eingeben. Das Programm erkennt, daß es dieses Konto noch nicht gibt, und verlangt die Eingabe einer Kontobezeichnung. Geben Sie den Namen des Inhabers ein, oder einen beliebigen maximal 24 Zeichen langen Text. Danach wird das Konto auf der Diskette angelegt, das Programm startet neu. Wollen Sie jetzt mit diesem Konto arbeiten, geben Sie einfach nochmals die Nummer ein.
Hinweis zur Kontonummernvergabe: Im Prinzip können die Nummern im Bereich zwischen 1 und 999 frei vergeben werden, dem Programm ist das letztendlich egal. Die Kontonummer wird im Filenamen der Konto-Datei auf Diskette vermerkt, ein spezielles »Index-File« ist nicht notwendig. Dennoch sollten Sie die Kontonummern bei 1 beginnend mit der Schrittweite 1 wählen: Erstens lassen sich solch kurze Nummern viel besser merken, und vor allem funktioniert sonst die im folgenden beschriebene Listenausgabe nicht.

Kontenliste

Wenn Sie nämlich bei Programmstart die Kontonummer 0 eingeben, erscheint eine Liste aller auf dieser Floppy gespeicherten Konten bei 1 beginnend im Einertakt, bis kein Konto mehr gefunden wird. Das Programm fragt, ob die Ausgabe auf Drucker oder Bildschirm erfolgen soll (Taste B oder D). Bei der Druckerausgabe ist das Tagesdatum einzugeben. Dann werden Sie im Falle der Ausgaben auf den Drucker gefragt, ob die Kontostände mit ausgegeben werden sollen. Antworten Sie mit J (Nachteil: dauert je nach Dateilänge länger) oder N.
Daraufhin erscheint die Liste auf dem gewünschten Gerät. Zu finden sind die Kontonummer und die Bezeichnung sowie ggf. der Kontostand, die Anzahl der Buchungen, das Datum der letzten Buchung sowie der »Konto-Wert«. Darunter werden alle Kontostände addiert, einmal unter Berücksichtigung der Konto-Werte, außerdem ohne Berücksichtigung. Mit Hilfe des Konto-Wertes, der wie unten beschrieben für jedes Konto einzeln definiert werden kann, lassen sich zum Beispiel Kreditoren- und Debitorenkonten unterscheiden oder Konten werden, wenn ihr Wert 0 ist, nicht in die Summierung einbezogen. Das Programm erstellt Ihnen damit, wenn Sie sorgfältige Datenpflege betreiben, sogar eine genaue Vermögensanalyse! Diese Statistik enthält außerdem die Summe aller Bewegungen auf den Konten sowie die Summe der Bewegungen gegliedert nach Soll und Haben.
Aus Platzgründen können die Kontostände leider nicht auf dem Bildschirm ausgegeben werden.

Hauptmenü

Nach der Eingabe einer existierenden Kontonummer wird das Konto geladen, das Hauptmenü erscheint. Hier wählen Sie zwischen 15 verschiedenen Funktionen, die durch Eintippen des zugeordneten Buchstabens ausgewählt werden:

A - Buchen
B - Storno
C - Buchungsliste
D - Kontostand
E - Einzel-Info
F - Zinsberechnung
G - Kontoauszug (Drucker)
H - Auszug-Status
I - Stammdatenpflege
J - Zins-Auswertung
K - Übertrag
L - Buchung ändern
M - Kontolöschung
N - Buchung suchen
X - Ende

Bitte verlassen Sie das Programm nur durch die Funktion X, niemals durch Abschalten des Computers! Nun zu den einzelnen Funktionen:

A - Buchen
Mit Hilfe dieser wichtigen Funktion werden Buchungen auf dem Konto vorgenommen. Geben Sie zunächst den Buchungstext ein. Sie haben dabei 13 oft gebrauchte Vorgabetexte zur Verfügung, die Sie abrufen, indem Sie einen Stern gefolgt von einem der zwölf Kennbuchstaben eingeben:

*A Überweisung
*B Bar
*C Zinsen
*D Scheck
*E Übertrag
*F EC-Automat
*G Gutschrift
*H Lastschrift
*I Einzahlung
*J Auszahlung
*K Kontoabrechnung
*L Wertpapiere
*M Dauerauftrag

Beim Aufruf einer Vorgabe wird ggf. automatisch der Rest der Bildschirmzeile gelöscht. In jedem Fall muß die Eingabe erst noch einmal mit RETURN bestätigt werden. Danach geben Sie den Betrag ein. Das Vorzeichen: Plus (kann weggelassen werden) für Gutschriften (zum Beispiel Einzahlung), das Minuszeichen steht für Lastschriften (etwa die Auszahlung am EC-Automaten). Haben Sie zuvor einen Vorgabetext gewählt, gibt das Programm in einigen Fällen schon das korrekte Vorzeichen vor, das aber natürlich überschrieben werden kann. Geben Sie den Betrag wie in Basic üblich ein: Den DM-Anteil durchgehend ohne Punkte, dann ggf. einen Punkt und die Pfennige. Also zum Beispiel für 6700 DM und 45 Pfennige nicht 6.700,45, sondern 6700.45. Diese Einschränkung gilt überall dort im Programm, wo DM-Beträge eingegeben werden sollen.
Damit später die Zinsberechnung korrekt arbeitet, sollten Sie jeder Buchung jetzt noch eine Wertstellung geben, also das Datum eingeben, ab dem die Buchung zinswirksam gut/lastgeschrieben wird. Das Datum muß das Format TT.MM.JJ haben, der Computer gibt ggf. das Wert-Datum der letzten Buchung vor. RETURN beendet wie üblich die Eingabe. Beantworten Sie dann die Sicherheitsabfrage mit J, wenn die Eingaben korrekt waren. Die Buchung wird dann gespeichert, oder gelöscht, wenn Sie mit N antworten. In jedem Fall erscheint das Hauptmenü wieder.
Das Programm verkraftet pro Konto bis zu 500 Buchungen. Wird diese Grenze überschritten, wird es zu Störungen kommen. Aus diesem Grund erscheint beim Buchen bereits nach 450 Buchungen regelmäßig eine Warnung. Sie werden aufgefordert, das Konto unter einer anderen Nummer weiterzuführen. Dazu beenden Sie das Programm mit X und starten es neu. Vergeben Sie jetzt eine nicht bestehende neue Kontonummer und eröffnen dieses Konto. Führen Sie einen Übertrag durch, indem Sie den gesamten Kontostand des alten Kontos, das dadurch gelöscht wird, auf das neue übertragen. Wenn Sie möchten, daß die alte Kontonummer wieder frei wird und keine unnötige Zeit bei der Kontenliste kostet, können Sie das alte Konto mit der weiter unten beschriebenen Funktion löschen.

B - Storno
Mit »Storno« bezeichnet man im Kreditwesen die Rückgängigmachung einer Buchung, indem der gleiche Betrag mit umgekehrtem Vorzeichen und dem gleichen Wert-Datum gebucht wird. Bei einem Storno entsteht also eine neue Buchung, die fehlerhafte Buchung wird nicht gelöscht oder geändert. In der Buchhaltung ist es strengstens verboten, schon existierende Buchungen zu ändern oder zu löschen, auch wenn das mit diesem Programm natürlich dennoch möglich ist (siehe unten). Fehler z.B. bei der Eingabe dürfen und können also nur mit einem »Storno« rückgängig gemacht werden.
Das Programm fragt nach der Buchungsnummer, die storniert werden soll. Geben Sie die Nummer ein, oder übernehmen Sie mit RETURN die Vorgabe: Die Nummer der zuletzt eingegebenen Buchung. Die Daten dieser Buchung erscheinen, und das Programm fragt: STORNO? J/N. Antworten Sie mit J, wird die Storno-Buchung ausgeführt. Sie können natürlich auch eine Storno-Buchung stornieren, dann wird die zuvor stornierte Buchung wieder gültig.
Ein Beispiel: Sie wollen dem Konto den Betrag von DM 180,- gutschreiben, haben bei A aber aus Versehen 18 eingebeben. Zwei Dinge können Sie nun tun: Sie schreiben in einer weiteren Gutschrift den verbleibenden Betrag von DM 162,- gut, oder - weil seriöser - stornieren erst die Buchung von DM 18,- und führen anschließend die korrekte Gutschrift von DM 180,- aus. Auf dem Konto landen dann 18 Mark, um sofort wieder zu verschwinden, und durch die 180 Mark ersetzt zu werden.
»Konto« erkennt, wenn Sie eine Buchung stornieren wollen, die bereits storniert wurde. In diesem Fall liegt oft ein Bedienungsfehler vor, und die Eingabe muß extra bestätigt werden.

C - Buchungliste
Im Gegensatz zu einem Kontoauszug ist es bei der Buchungsliste möglich, anzugeben, von welcher bis zu welcher Buchung gelistet werden soll. Außerdem ist eine Buchungsliste umfangreicher, weil genauer als ein Auszug. Das Programm bietet selbstverständlich beides.
Wie die meisten Bearbeitungsfunktionen kann auch diese nur dann aufgerufen werden, falls sich schon Buchungen auf dem Konto befinden.
Geben Sie ein, ab welcher Buchung gelistet werden soll. Als Vorgabe findet sich hier immer die Buchung Nr. 1. Danach ist die letzte in der Liste enthaltene Buchung zu spezifizieren, hier ist der Default die Anzahl der schon gespeicherten Buchungen. Die Frage, ob auf dem Bildschirm oder Drucker gelistet werden soll, beantworten Sie mit B oder D. In der Buchungsliste finden Sie die Buchungsnummer, das Datum der Wertstellung, den Text, den Buchungsbetrag und den Kontostand nach dieser Buchung. Über der Liste steht der alte Kontostand, abhängig von der Nummer der ersten Buchung der Liste, ganz unten der neue Stand nach der letzten in der Liste enthaltenen Buchung. Darunter findet sich noch eine Angabe über die Anzahl der enthaltenen Buchungen sowie die Bewegungen Haben, Soll, Gesamt. Die Bewegung Haben ist die Summe aller Gutschriften in der Liste, die Bewegung Soll die betragsmäßige Summe aller Lastschriften. Die Gesamte Bewegung ist die Summe der Bewegungen Soll und Haben. Haben Sie etwa auf Ihrem Girokonto ein Überweisung von DM 100,- angewiesen und gleichzeitig 100 Mark als Gutschrift erhalten, beträgt die Bewegung Soll/Haben jeweils 100 Mark, die Gesamt-Bewegung ist 200,-, und die Buchungszahl 2.
Zwischen der Buchungsnummer ganz links und dem Wert-Datum rechts daneben ist ein waagerechter Strich an der Stelle zu finden, bis zu der der letzte Kontoauszug geht.

D - Kontostand
Der Kontostand kann auf dem Bildschirm oder Drucker ausgegeben werden. Sie müssen nur angeben, nach welcher Buchung der Stand interessiert. Soll der aktuelle Kontostand angezeigt werden, übernehmen Sie mit RETURN die Vorgabe: Die Nummer der letzten Buchung.

E - Einzelinfo
Interessieren die Daten einzelner Buchungen, oder wollen Sie die Nummer einer bestimmten Buchung ermitteln, wählen Sie das Einzel-Info, das nur auf dem Bildschirm ausgegeben werden kann. Hier werden die Daten jeweils einer Buchung gezeigt, mit <+> und <-> blättern Sie. Nach Druck auf N können Sie eine Buchungnummer eingeben, diese Buchung wird dann gezeigt. Betätigung von L bewirkt die Anzeige der letzten Buchung auf diesem Konto, und mit X kehren Sie ins Hauptmenü zurück.

F - Zinsberechung
Zur Kontrolle der von der Bank berechneten Zinsen oder wenn Sie einem Kunden selbst Zinsen berechnen wollen verwenden Sie diesen Punkt. Dabei werden die im Finanzwesen üblichen Regeln angewandt. Geben Sie zunächst den (positiven!) Zinssatz für Soll- und Habenzinsen ein, der nicht gleich sein muß. Der Nachkommaanteil wird mittels Punkt abgetrennt! Die Zinsen können aus programmtechnischen Gründen über einen Zeitraum von maximal zwei Jahren (seit der letzten Zinsberechnung) berechnet werden. Mehr ist aber gar nicht erforderlich, da bei keinem Konto über einen längeren Zeitraum als zwei Jahre keine Zinsen gutgeschrieben oder abgebucht werden. Geben Sie die Nummern der Buchungen ein, zwischen denen die Zinsen berechnet werden sollen. Normalerweise übernehmen Sie hier einfach die Vorgaben mit RETURN: Die Zinsen sollen seit der letzten Verzinsung (oder ggf. seit Kontobeginn, falls es noch keine Buchung mit dem Text »Kontoabrechnung«, »Sollzinsen«, »Habenzinsen« oder »Zinsen« gibt) bis zur neuesten Buchung des Kontos errechnet werden.
Die Anzahl der Zinstage bestimmt, auf welchen Zeitraum sich die vorhergehende Eingabe des Zinssatzes sich bezieht. Ein Bank-Jahr hat 360 Tage. Übernehmen Sie also diesen Wert, falls die Zinsen oben »p.a.« (per annum, pro Jahr) gelten. Nun muß das Zinsdatum eingeben werden, das ist das Ende des Zinslaufs und gleichzeitig das Wertstellungsdatum, falls Sie die Zinsen automatisch buchen lassen (siehe unten).
Das Programm muß nun einige umfangreiche und komplizierte Berechnungen durchführen, was u.U. einige Sekunden dauert. Sollte ein fehlerhaftes Wertstellungs-Datum in einer Buchung erkannt werden, oder der Zeitraum von zwei Jahren überschritten worden sein, erscheint eine entsprechende Fehlermeldung, ggf. mit Nummer der fehlerhaften Buchung.
Ansonsten erscheint die Frage: Anzahl der Zinstage? Übernehmen Sie normalerweise den vorgegebenen Wert, es handelt sich dabei um die Zahl der Tage, die zwischen den beiden Buchungen liegt. Diese Abfrage wurde für besondere Begingungen eingebaut, etwa gibt es sog. »Abrufkonten«, bei denen die Zinsen monatlich berechnet werden und unabhängig von der Anzahl der Tage sind. Dann geben Sie hier einfach die Anzahl der Monatstage ein. Wie gesagt, für den Normalanwender nicht von Bedeutung.
Es erscheint jetzt eine Liste mit Zahlen, die den aktuellen Berechnungsstand darstellen. Das Programm arbeitet nach dem in der Finanzwelt üblichen Algorithmus von Zinstagen und Zinszahlen. Außerdem ist jeweils der Kontostand zu sehen.
Die errechneten Zinsen werden sodann angezeigt (wahlweise Drucker oder Bildschirm) und können falls gewünscht automatisch auf dem Konto gebucht werden. Dazu müßten Sie die folgende Frage bejahen.
Hinweis: Es kann vorkommen, daß die von dem Programm berechneten Zinsen geringfügig von denen abweichen, die Ihre Bank ermittelt hat. Dies kann daran liegen, daß die Kreditinstitute oft andere Berechnungsmethoden verwenden, bei denen beispielsweise die Monate konstant mit 30 Tagen angesetzt werden. Manchmal werden auch

G - Kontoauszug
Es handelt sich um einen der Höhepunkte von »Konto«: Der vollautomatische Auszug, der allerdings im Gegensatz zur Buchungsliste aus Platzgründen nur auf dem Drucker ausgegeben werden kann. »Konto« merkt sich, nach welcher Buchung zuletzt ein Kontoauszug gefordert wurde, und gibt dann beim nächsten Auszug nur die zuletzt seit dieser Buchung angefallenen Buchungen aus, so wie Sie das von Ihrer Bank gewohnt sind (Kontoauszug-Drucker). Gibt es seit dem letzten Auszug keine neuen Buchungen, wird kein Kontoauszug, sondern automatisch eine Kontostands-Mitteilung gedruckt, in der sich neben dem Kontostand ggf. auch das Datum des letzten Auszugs findet.
Ein gegebener Kontoauszug kann nicht widerrufen werden. Rufen Sie also die Auszugsfunktion zweimal hintereinander auf, ohne dazwischen zu buchen, wird beim zweiten Mal mit Sicherheit nur eine Standsmitteilung erzeugt, da unmittelbar vorher schon der Auszug abgerufen wurde. Aus diesem Grund erscheint vor dem Druck erst eine Sicherheitsabfrage, die mit <0> verneint oder mit <1> bejaht werden kann.

H - Auszug-Status
Diese Funktion zeigt auf dem Bildschirm oder Drucker an, welche Daten zum Kontoauszug sich das Programm gemerkt hat (diese Daten werden auch auf Diskette gespeichert): Nach welcher Buchung gab es zuletzt einen Auszug, und an welchem Datum, und die Anzahl der Kontoauszüge. Der Aufruf dieser Status-Funktion ändert nichts am Kontoauszug-Status, sondern zeigt ihn nur.

I - Stammdatenpflege
Mit dieser Funktion ändern Sie die Kenndaten des aktuell im Speicher befindlichen Kontos: Seine Bezeichnung und den Konto-Wert sowie den linken Rand für die Druckausgabe. Der Konto-Wert muß nach dem Anlegen eines neuen Kontos mit dieser Funktion definiert werden und ist im Normalfall eins. Sie können den Wert aber beliebig numerisch wählen, ein Konto etwa doppelt werten (Wert = 2). Der gewählte Wert wirkt sich lediglich in der Kontoliste aus, die eingangs beschrieben wurde.
Geben Sie für den Kontonamen einen beliebigen Text zwischen einem und 24 Zeichen Länge ein. Den linken Rand, der sich nur auf die Druckausgabe auswirkt, sollten Besitzer von MPS-Druckern auf Null setzen. Das Programm bedient sich nämlich des im Epson-Befehlssatz vorhandenen Befehles ESC l unter der Sekundäradresse 2 (Wiesemann-Interface). Die Voreinstellung nach dem Programmstart beträgt fünf. Diese Eingabe wird nicht mit dem Konto auf Diskette gesichert!

J - Zinsauswertung
Soll das aktuelle Konto daraufhin untersucht werden, ob und ggf. wie oft schon Zinsen gebucht wurden und wie hoch diese zusammen sind, wählen Sie diese Funktion. Einzugeben sind in gewohnter Manier die Nummern der ersten und letzten Buchung, zwischen denen gesucht werden soll, und das Ausgabegerät (Drucker oder Bildschirm). Daraufhin geht das Programm den selektierten Bereich durch. Das Kriterium, daß eine Buchung als Zinsbuchung aufgefaßt wird, ist das selbe wie oben bei Zinsberechnung beschrieben: Der Buchungstext muß »Sollzinsen«, »Habenzinsen«, »Konto« oder »Zinsen« lauten oder damit beginnen. Die Zinsen, die das Programm automatisch bucht, erfüllen diese Anforderung. Nach abgeschlossener Suche meldet das Programm die Anzahl der Zinsbuchungen, die Summe der Soll- und Habenzinsen und die Gesamtsumme der Zinsen (Habenzins minus Sollzins).

K - Übertrag
Für eine »ernsthafte« Anwendung des Programms ist es wichtig, daß auch automatische Bewegungen von Konto zu Konto ausgeführt werden können. Das erste der beiden an der Bewegung beteiligten Konten ist dabei immer das im Speicher befindliche, das zweite ein beliebiges, dessen Nummer zunächst eingegeben werden muß. Eine Überprüfung erfolgt. Danach ist der Typ des Übertrags anzugeben. Es soll gewählt werden, ob ein Betrag vom im Speicher befindlichen Konto auf das Konto auf Diskette übertragen werden soll, oder umgekehrt. Wählen Sie mit den Tasten A bzw. B oder C, um abzubrechen. Jetzt ist noch der Betrag und das für beide Konten identische Wertstellungsdatum einzugeben. Nach einer Sicherheitsabfrage wird die Übertragung ausgeführt. Das Programm erzeugt dabei auf beiden Konten einen Buchungstext, der »UEBERTRAG VON bzw. AUF KONTO xxx« lautet. Beachten Sie, daß hierbei natürlich nicht nur das Konto im Speicher verändert wird, sondern auch ein weiteres auf Diskette! Da diese zweite Datei vollständig gelesen und wieder geschrieben werden muß, kann ein Übertrag je nach Länge des zweiten Kontos einige Sekunden dauern.

L - Buchung ändern
Auch wenn es nicht »seriös« ist, so gibt es aus irgend welchen Gründen manchmal doch die Notwendigkeit, eine Buchung nachträglich zu ändern. Sie haben sich beim Betrag oder Datum vertippt, und möchten nicht extra eine Stornierung durchführen.
Nach dem Aufruf der Funktion soll der »VIP-Code« eingegeben werden. Diese Legitimations-Prüfung soll verhindern, daß mit der Änderungsmöglichkeit Mißbrauch betrieben wird. Geben Sie die vierstellige Codezahl ein und bestätigen mit RETURN.
Sodann erscheint die Frage, welche Buchung zu ändern ist. Vorgabe ist die zuletzt eingegebene Buchung. Das Programm zeigt nun die Kenndaten (Text, Betrag und Datum) zusammengefaßt und danach einzeln an. Änderungen werden direkt eingegeben. Soll eine Rubrik unverändert übernommen werden, drücken Sie nur RETURN.
Bitte beachten Sie, daß auf dieser Ebene keine Sicherheitsprüfung mehr erfolgt. Es ist also zum Beispiel durchaus möglich, den Betrag einer Buchung auf Null zu ändern. Die von der Funktion »Buchen« bekannten Sonderfunktionen (Buchungstext übernehmen bzw. Vorgabe) sind hier außer Funktion.

M - Kontolöschung
Haben Sie wie oben beschrieben ein Konto leergebucht, weil beispielsweise die maximale Buchungszahl fast erreicht wäre, bleibt auf Diskette ein Konto mit dem Kontostand Null zurück. Für den Fall, daß die Buchungszahl zu groß geworden ist, kostet dieses Konto bei der Ausgabe einer Kontenliste unnötig Zeit. Aus diesem Grund besteht die Möglichkeit, das in Bearbeitung befindliche Konto zu löschen. Dabei wird auch die Kontonummer auf Diskette wieder freigegeben. Diese Funktion darf jedoch nur aufgerufen werden, wenn der Kontostand Null ist.
Beantworten Sie die Sicherheitsabfrage mit J. Der Computer versucht nun zunächst, das Konto (Datei) auf Diskette zu löschen. Da Sie vermutlich die gespeicherten Buchungen nicht löschen möchten, legt das Programm (beim nächsten Verlassen) automatisch eine Sicherheitskopie an. Dazu wird eine neue Kontonummer im Bereich ab 900 vergeben, die an dieser Stelle auch angezeigt wird. Unter dieser Nummer können Sie es notfalls noch laden, falls die Löschung unabsichtlich war. Die Löschung erfolgt also nicht etwa, um Speicherplatz auf der Floppy zu sparen, sondern hat nur den Zweck, unbenutzte Konten aus der Kontenliste fernzuhalten.
Geben Sie dem Konto den neuen Wert Null.

N - Buchung suchen
Soll nach einer Buchung gesucht werden, verwendet man diese Funktion. Die Suchbegriffe für die Rubriken BU-Text, BU-Datum und Betrag sollen eingegeben werden. Dabei genügen die ersten Buchstaben. UE findet also alle Buchungen, die mit »UE« beginnen, also zum Beispiel »UEBERTRAG« und »UEBERWEISUNG«. Dies gilt auch für das Datum. Beim Betrags wird kein Vorzeichen eingegeben, das Programm vergleicht wirklich nur den Betrag. Bei der Eingabe 100 werden also alle Buchungen gefunden, bei denen dem Konto 100 Mark gutgeschrieben oder belastet wurden. Bei der Suchbegriff-Eingabe drücken Sie bei Rubriken, nach denen nicht gesucht werden soll, nur RETURN (leere Eingabe).
Danach wird der Bereich eingegeben, in dem die Buchungen durchsucht werden sollen. Im Allgemeinen wird im gesamten Konto gesucht, drücken Sie dazu nur zweimal RETURN und übernehmen so die Vorgaben. Fehleingaben haben den Rücksprung ins Hauptmenü zur Folge.
Das Programm zeigt nun wahlweise auf dem Drucker oder dem Bildschirm eine Liste aller Buchungen an, die allen geforderten Kriterien entsprechen. Darunter steht wieder die von der Buchungsliste bekannte Statistik (Summe, Anzahl Buchungen, Bewegungen).

X - Ende
Es ist von äußerster Wichtigkeit, daß Sie das Programm nur über diese Funktion verlassen, nicht durch Abschalten des Computers oder Reset. Ansonsten kann es passieren, daß Änderungen nicht auf Diskette vermerkt werden. Nach Beendigung und Speichern der Datei wird geprüft, ob ein Diskettenfehler auftrat und dieser ggf. angezeigt. Sollte etwas daneben gegangen sein, ist der Neustart ohne Datenverlust mit GOTO 100 möglich.
Nach dem erfolgreichen Speichern besteht wahlweise die Möglichkeit, das Programm neu zu starten, um beispielsweise ein anderes Konto zu bearbeiten, oder einen Reset auszulösen.

So, damit wären alle Funktionen hoffentlich erschöpfend beschrieben. Abschließend noch einige Hinweise zur allgemeinen Programmbedienung. Es findet eine spezielle Eingaberoutine Verwendung, bei der einige Cursortasten gesperrt sind. Editieren können Sie wie gewohnt mit DEL und CRSR LEFT/RIGHT. Allerdings ist es nicht möglich, das Eingabefeld zu verlassen oder gar die Bildschirmmaske zu zerstören. Der Programmabbruch mit RUN STOP wurde ebenfalls unterbunden. Die Eingabe unsinniger Daten hat grundsätzlich den sofortigen Rücksprung ins Hauptmenü zur Folge. Auf diese Weise lassen sich die meisten Funktionen abbrechen: Geben Sie einfach zum Beispiel eine negative Zahl als Buchungsnummer ein, und die Funktion wird abgebrochen.
Aus Platzgründen wurde die Ausgabe am Bildschirm sehr schmal gehalten. Unter anderem erscheinen die »Tausenderpunkte« nur auf dem Drucker. Ist bei der Druckerausgabe der Printer nicht betriebsbereit, erscheint ein entsprechender Hinweis. Der Anwender hat dann die Möglichkeit, mit B die Ausgabe auf den Bildschirm umzuleiten, oder es nach N nochmal zu versuchen.
Wenn Sie alle Hinweise beachten und alle Daten sorgfältig eingeben, wird Ihnen »Konto« eine große Hilfe und ein wertvolles Programm werden. Egal, ob Sie Ihr eigenes privates Konto nachrechnen wollen, eine Bank oder ein Unternehmer sind und Kundenkonten verwalten wollen oder das Programm zu sonstigen Zwecken verwenden möchten. Viel Spaß damit!

Anhang: Verzeichnis der verwendeten Maschinenroutinen

UHRZEIT 49152-50033 (Interface zur 64'er Echtzeituhr)
CURSOR-LOCK 50505-50691 (sperrt Cursortasten)
USING 51200-51638 (formatierte Zahlenausgabe)