Erschienen in 64'er Magazin, Ausgabe 11/1993 · Originaldatei: REP_11.TXT
Hinweis: Dies ist das an die Redaktion eingereichte Manuskript, nicht der gedruckte Endtext. Layout, Bildunterschriften, Korrekturen und Kürzungen der Redaktion können in der veröffentlichten Fassung abweichen.
Reparaturecke
()zu:Lösungsvorschlag: Unbeabsichtigter Reset
()t4:Ich habe einen Verbesserungsvorschlag zur Frage »unbeabsichtigter Reset«. Das gleiche Phänomen trat bei mir auch auf. Ich habe eine dünne abgeschirmte Leitung an die gleichen Punkte angeschlossen, aber die Leitung über die große Abschirmpappe gelegt. Der unbeabsichtigte Reset tritt nicht mehr auf.
()ar:Lothar Predel, Ratzeburg
()zu:Totschlag durch Speeder
()t4:Ich habe mit den Floppy-Speeder »Jiffy DOS« gekauft. Zum Einbau ließ ich das Betriebssystem ausbauen und eine Präzisionsfassung einlöten (im C 64 II). Als ich das Eprom von Jiffy-DOS eingesteckt hatte (in C 64 II und 1541 II) funktionierte der C 64 nicht mehr richtig. Beim Einschalten erscheinen blinkende vertikale Streifen, und außer Initialize funktionieren keinerlei Diskettenbefehle mehr. Die Probleme treten unabhängig davon auf, ob Jiffy DOS ein- oder ausgeschaltet ist.
()ar:Sascha Schmitz, 56859 Alf-Fabrik
()zu:Floppy entschlafen?
()t4:BTrotz richtig angeschlossener Floppy liefert das Laufwerk die Meldung »DEVICE NOT PRESENT ERROR«. Was ist defekt?P
()ar:Wolfgang Prinz, Kiel
()t4:Falls die Diskettenstation nicht mehr vom Rechner erkannt wird, liegt dies fast immer am Leitungstreiber 74LS14 in der Floppy. Er hat die Aufgabe, die Signale richtig an den Portbaustein anzupassen. Zieht man das serielle Kabel vom Laufwerk oder Computer ab, oder steckt man es ein, während die Geräte eingeschaltet sind, kann der 74LS14 zerstört werden. Er trägt auf der Platine der 1541 die Bezeichnung UA1 und ist leider in den meisten Fällen eingelötet. Nach dem Austausch (Neupreis nur eine bis zwei Mark) arbeitet das Laufwerk wieder normal. Tritt der Fehler »74, DRIVE NOT READY« nur sporadisch auf, liegt oft ein Softwarefehler vor. Es hilft in diesem Fall, das Laufwerk kurz an- und wieder auszuschalten — falls keine Dateien geöffnet sind. (Die Red.)
()zu:Medienverbund
()t4:BIch habe mir einen C 128 D gekauft, den ich an einen Fernseher angeschlossen habe. Außerdem besitze ich einen Videorecorder. Kann ich beides, Computer und Videorekorder, an den Fernseher anschließen, oder muß ich immer umstecken? Außerdem bräuchte ich ein Verlängerungskabel für die Verbindung zwischen C 128 D und Fernseher, da ich sonst immer sehr nah am Bildschirm sitzen muß.P
()ar:Sabine Keppler, Oberreichenbach
()t4:Falls Ihr Fernsehgerät neben dem Antenneneingang einen Videoeingang (als »Scart-« oder »AV-Anschluß« bezeichnet) besitzt, könnten Sie den C 128 hier anschließen. Geeignete Kabel für den Videoausgang des Computers erhalten Sie im Fachhandel. Für den Fall, daß der Fernseher über ein Antennenkabel mit dem Rekorder verbunden ist, bietet sicherlich auch Ihr Videorekorder einen Videoeingang, der mit dem C 128 verbunden und dann per Rekorder-Fernbedienung extra aktiviert wird (zum Beispiel Kanal 0). Als Verlängerung der Verbindung Computer — Fernseher eignet sich ein normales Antennenkabel, wie Sie es benutzen, um den Fernseher mit der Antennensteckdose zu verbinden. (Die Red.)
()zu:Bunte Streifen
()t4:BAuf die Empfehlung, den C 64 an die AV-Buchse anzuschließen, habe ich mir einen Fernseher mit einem solchen Anschluß gekauft. Um so größer war meine Enttäuschung, als es nicht funktionierte. Alle blauen Buchstaben waren farbig mit bunten Streifen. Jeder Buchstabe hat drei Farben, das Bild ist dick und unscharf. Bei einen Monitor eines Bekannten tritt das gleiche Problem auf. Der Versuch, mit einem Spannungsteiler die Spannung um 1:1000 herunterzusetzen, brachte auch nichts. Das Bild wurde nur schwächer. Nachdem ich hier alle Fachleute befragt habe, möchte ich Ihnen mein Problem schildern, weil ich glaube, daß für den C 64 die besten Experten doch bei Ihnen sitzen!P
()ar:Wolfgang Hüser, Hildesheim
()t4:Vielen Dank für Ihr Vertrauen! Der Anschluß eines Computers an den Videoeingang des Monitors ergibt im Allgemeinen das optimale Bild. Der Grund: Bei der normalen Übertragung via Antennenkabel wird das Bild im C 64 erst hochfrequent moduliert, dann im Fernseher wieder demoduliert und in ein Videosignal gewandelt. Bei diesen Vorgängen geht die Bildqualität kräftig »den Bach hinab«. Als Umleitung hat sich eben der AV-Anschluß bewährt, hier umgehen Sie die (De)-Modulation. Daß es in Ihrem Fall nur gestört klappt, kann zwei Ursachen haben. Möglicherweise ist der Videobaustein in Ihrem C 64 nicht in Ordnung. Welche Qualität hat das Bild, wenn Sie den Computer über die Antennenleitung anschließen? Wenn es hier besser funktioniert, bleibt als Fehlerursache nur der Monitor oder — wenn es bei einem anderen Gerät auch nicht klappt — der Videoausgang im C 64. Untersuchen Sie in diesem Fall die Buchse, über die angeschlossen wurde, auf Verschmutzung. Eventuell haben Sie auch ein defektes Kabel erwischt. (Die Red.)
()zu:Jeder Zentimeter ist zuviel
()t4:BWarum funktioniert die RAM-Erweiterung 1764 nicht im herausgeführten (verlängerten) Expansion-Port?P
()ar:Gerhard Klabunde, Leverkusen
()t4:Die Leitungen am Expansionport sind nicht gepuffert. Das bedeutet, daß einige Leitungen direkt an die CPU (an den Prozessor) angeschlossen sind. Verlängert man diese Leitungen, so können Reflexionen am Ende der einzelnen Kabel auftreten und die Funktion der Module beeinträchtigen. Jeder Zentimeter der Verlängerung ist schon zuviel. Abhilfe läßt sich nur durch eine elektronische Pufferung erzielen. Übrigens ist diese zum Beispiel beim Userport bereits vorhanden, kann aber auch hier nicht hexen. Schließen Sie am Userport Geräte mit Kabeln an, die länger als ungefähr einen Meter sind, werden aus dem gleichen Grund Störungen auftreten. Eine Leitung ist eben nicht ideal. Denken Sie an die Telefonkabel unter dem Ozean: Hier sind regelmäßig (etwa alle 10 bis 20 Kilometer) ziemlich starke Verstärker eingebaut. (Die Red.)
()zu:Er kann nicht ohne Floppy
()t4:Seit einiger Zeit besitze ich einen C 64 mit 1541 und Drucker Citizen 120D. Alles funktionierte bestens — bis ich jetzt auf den C 128 D (Blech) umgestiegen bin. Der weigert sich hartnäckig, mit dem Drucker zusammenzuarbeiten. Jeden Versuch, bei eingeschaltetem Drucker etwas vom eingebauten Diskettenlaufwerk zu laden, wird gnadenlos mit »DEVICE NOT PRESENT ERROR« zurückgewiesen. Schließe ich aber am seriellen Port des C 128 D die 1541 mit Drucker an, funktioniert wieder alles. Was kann ich tun, um den Computer zur Zusammenarbeit mit dem Drucker ohne Zwischenschalten der 1541 zu bewegen?
()ar:Franz Josef Liekmeier, Delbrück
()zu:Kein Reset
()t4:BWenn ich bei meinem C 128 D (Plastik) am Userport Pin 1 (GND) mit Pin 3 (Reset) verbinde, passiert überhaupt nichts. Da ich die CIAs schon ausgetauscht habe, können diese nicht die Ursache sein. An welchen Bausteinen könnte sonst noch ein Defekt vorliegen?P
()ar:Thomas Raschke, Eckardroth
()t4:Wirklich eine sehr interessante Frage. Die Erzeugung des Reset-Impulses, der den C 128 in den Startzustand versetzt, kann von zwei Quellen ausgelöst werden: Zum einen beim Einschalten durch eine Schaltung bestehend aus einem Kondensator, einem Gatter und einem Widerstand, »Power on reset circuit« genannt. Der Kondensator lädt sich beim Einschalten des Gerätes auf und löst den Reset aus. Dadurch wird der Computer in einen definierten Zustand gebracht. Das Gatter verhindert, daß vom Kondensator während des Betriebs weitere Reset-Signale ausgelöst werden. Klar, wenn er erst einmal läuft, ist man nicht mehr so sehr daran interessiert, daß ein Kaltstart ausgelöst wird. Wenn Ihr Computer nach dem Einschalten normal läuft, kann die einzige Ursache für das Fehlverhalten eine defekte Leiterbahn vom Userport zum Reset-Anschluß des Prozessors sein. Die CIAs sind nicht an der Reset-Erzeugung beteiligt. Versuchsweise könnten Sie auch den oben erwähnte Gatter austauschen. Das Gesagte gilt übrigens auch für den C 64. (Die Red.)
()zu:Restore — Die Prügeltaste
()t4:BWarum läßt sich die RESTORE-Taste so schwer betätigen? Manchmal brauche ich mehrere Anläufe.P
()ar:Nikolaus M. Heusler, M-Solln
()t4:Fast alle C 64-Anwender, gleich welcher Serie, stehen vor diesem Problem: Die Taste RESTORE, die zusammen mit RUN STOP den Computer in den Anfangszustand versetzt, läßt sich nur schwer bedienen. Dies liegt nicht an der Mechanik dieser Taste. Ein von Commodore zu klein bemessener Kondensator (Bild) läßt nur dann Impulse zum Timer-IC durch, wenn sie schnell genug aufeinander folgen, das heißt, wenn die Taste stark prellt. Durch Erhöhen des Kondensators von 51 pF auf zum Beispiel 10 nF ist dieser Fehler schnell behoben. Die RESTORE-Taste ist nun so leichtgängig wie alle anderen auch. Auf dem Ausschnitt der Platine (Bild) sehen Sie den Kondensator links unten an Position C38. Sie brauchen ihn gar nicht zu entfernen, sondern löten einfach einen neuen mit dem Wert 10 nF parallel dazu ein. (Die Red.)
()zu:Brummig
()t4:Mein zwei Jahre alter C 64 arbeitete bisher einwandfrei. Seit neuestem läßt es sich jedoch nur noch einschalten, wenn man den Netzstecker zieht und wieder einsteckt. Vorher könnte man ihn für abgeschaltet halten. Die LED leuchtet nicht. Zieht man den Stecker, blinkt die LED, steckt man ihn wieder ein, ist der C 64 wieder voll betriebsbereit (die Floppy 1541-II auch). Doch am meisten stört mich ein Brummen, das von der Tastatur ausgeht. Es setzt immer bei Tastendruck ein, und macht sich dann mit einem lauten, tiefen Brummton bemerkbar. Ich wäre sehr dankbar, wenn sich eine Lösung für dieses Problem finden ließe.
()ar:Till Zühlke, Wirges
()zu:Kurzschluß am Userport
()t4:BIch habe versehentlich zwei Ausgänge am Userport miteinander verbunden. Jetzt zeigt der Computer keine Einschaltmeldung mehr. Auf dem Monitor sehe ich nur weiße Balken und Punkte.P
()ar:Lars Kägebein, Klötze
()t4:Es kann eigentlich nur eine Fehlerursache geben: Die CIA (Complex Interface Adapter). Von diesem Baustein, der die Verbindung des Computers nach außen (zu Tastatur, Floppy, Drucker, Joystick, Userport) regelt, sind im C 64 zwei identische eingebaut, die sich für unterschiedliche Bereiche zuständig fühlen. Den Verkehr mit dem Userport und Teile des Bildaufbaus regelt die CIA mit der Position U2. Zunächst sollten Sie versuchen, diesen Baustein mit der anderen CIA (Position U1) auszutauschen. Ist danach wieder ein Bild zu sehen, haben Sie durch Verbindung der Ausgänge eine Art Kurzschluß ausgelöst, der die CIA das Leben gekostet hat. Ein neuer Baustein dieser Art kostet etwa 30 bis 40 Mark, die Typenbezeichnung lautet 6526. (Die Red.)
()zu:Die ewige Suche
()t4:BMein C 64 hat einen Fehler am seriellen Ausgang. Beim Lesen des Directories erscheint die Meldung »SEARCHING FOR $«, dann dauert die Suche aber ewig. Die Floppy funktioniert an einem anderen C 64 mit dem selben Kabel. Am Userport habe ich einmal den Reset-Taster versehentlich verkehrt herum eingesteckt. Kann dadurch etwas zerstört worden sein?P
()ar:Armin Jäger, Butzbach
()t4:Auch bei diesem Problem liegt die Ursache vermutlich in einer zerstörten CIA. Lesen Sie dazu bitte die Antwort auf die Frage »Kurzschluß am Userport« weiter oben. (Die Red.)
()zu:Problem mit dem VC 20
()t4:Ich besitze einen VC 20 mit dem Monitor 1802. Nach einigen Versuchen, LEDs am Userport zu steuern, verabschiedete sich das Gerät in den »Silizium-Himmel«. Nun erscheint beim Einschalten zunächst das gewohnte Bild. Doch zwei bis drei Minuten später blinkt der Cursor nicht mehr und jede Eingabe ist unmöglich. Schalte ich den Computer nun kurz aus und wieder ein, erscheint nicht einmal mehr die Einschaltmeldung. Es bleibt der grüne Bildschirm mit dunkelgrünem Rahmen. Erstaunlicherweise scheint mein VC 20 nach einigen Tagen Pause wieder zu funktionieren, als ob er sich genügend abgekühlt hätte. Doch nach einigen Minuten beginnt das traurige Spiel von vorn. Beide VIA-Bausteine habe ich ohne Abhilfe schon untereinander vertauscht. Entweder sind beide defekt, oder beide arbeiten korrekt. Welche Baustein könnte noch defekt sein? Woher bekomme ich Ersatz dafür?P
()ar:Martin Strajhar, Herten
()t4:Ein kleiner Tip: Auch in den Laufwerken vom Typ 1541 finden Sie je zwei VIAs vom Typ 6522, falls Sie einen »Baustein-Wechsel« versuchen möchten. (Die Red.)
()zu:Read Error 18,0
()t4:BIch habe ein Problem mit meinen Diskettenlaufwerken. Bei Verwendung eines Kopierprogramms, das von einem Laufwerk auf das andere kopiert, erscheint während des Kopiervorgangs keine Fehlermeldung. Trotzdem gelingt es mir nicht, das Programm, dessen Namen ich kenne, von der Zieldiskette zu laden. Das Laufwerk meldet unter Final Cardridge nur READ Error auf Track 18, Sektor 0. Liegt es an meinem Laufwerk, oder mache ich einen Fehler?P
()ar:Mario Noack, Kreba
()t4:Wir möchten Ihnen zwei Lösungsvorschläge geben. Zum einen ist es natürlich leicht möglich, daß Ihre Zieldiskette, vielleicht aufgrund ferhlerhafter oder unvollständiger Formatierung, wirklich einen Fehler auf Spur 18, Block 0 besitzt. Für viel wahrscheinlicher halten wir es aber, daß Sie versucht haben, ein kopiergeschütztes Programm (zum Beispiel ein Spiel) zu kopieren. Leider teilen Sie uns den Namen, den Sie ja »kennen«, nicht. Vielleicht ist ein Kopierschutz vorhanden, der absichtlich einen Fehler provoziert. Das Kopierprogramm ist dann nicht in der Lage, die Originaldiskette exakt zu rekonstruieren, und produziert nicht funktionsfähige Kopien. Die Kopierung urheberrechtlich geschützter Software kann verboten und strafbar sein! (Die Red.)