Nikolaus Heusler Archiv

Erschienen in PC go!, Ausgabe unbekannt · Originaldatei: NORTON.TXT

Hinweis: Dies ist das an die Redaktion eingereichte Manuskript, nicht der gedruckte Endtext. Layout, Bildunterschriften, Korrekturen und Kürzungen der Redaktion können in der veröffentlichten Fassung abweichen.

ObjektPC go!
RubrikSoftware-Corner
AutorNicki Heusler, XXX/XXXXXX
Datum10. 5.94
ThemaTips und Tricks für Norton Commander

Software-Corner

Kennen Sie Norton?

Der Norton-Commander ist für viele ein wertvoller Ersatz für die DOS-Shell. Aber nur mit verschiedenen Kniffen gelingt es, dieses komplexe Programm richtig zu nutzen. Wir geben Ihnen Tips, wie Sie noch mehr aus diesem Tool herausholen.

von Nikolaus M. Heusler

Verbotene Befehle

Versucht man, mit Hilfe des Commanders eine Environment-Variable zu beeinflussen, bleibt es bei der guten Absicht. Die folgende Zeile beispielsweise
SET TEMP=C:\DIVERSES
zeigt keine Wirkung: Verläßt man den Commander und gibt anschließend am DOS-Prompt SET ein, zeigt der PC alle Umgebungsvariablen an, darunter auch TEMP, das noch auf dem alten Wert steht. Auch das Kommando PROMPT zur Vorgabe der DOS-Eingabeaufforderung wirkt nicht, wenn der Norton-Commander aktiv ist. Gibt man diese Befehle dagegen am DOS-Prompt ein, ändern sich die Werte wie gewünscht.

Einschränkungen

Wie jedes Programm kann man auch mit dem Norton Commander 3.0 nicht alles machen, was man will. Wer jedoch die folgenden wichtigen Grenzdaten kennt, kann sich wenigstens darauf einstellen und erlebt keine bösen Überraschungen:
- maximale Dateigröße im Editor: 24704 Bytes
- Erweiterungsdatei NC.EXT: maximal 30 Einträge
- Benutzermenüs NC.MNU: je maximal 40 Einträge
- maximal 500 Dateien im Verzeichnisfenster
- Speicherbedarf für NC.EXE: 13 KByte
Die Betrachter (außer 123VIEW) erlauben den Umgang mit beliebig umfangreichen Files.

Die Dateien des Commanders

Der Commander besteht aus verschiedenen Dateien, die sich zum Teil auf den Originaldisketten befinden und zum Teil erst während der Benutzung des Programm erzeugt werden. Die Erfahrung zeigt, daß nicht alle Anwender wissen, welche Funktion die vielen Einzelfiles haben. Mit Hilfe der folgenden Liste schlüsseln wir die Bedeutung aller Dateien der Version 3.0 auf, sie hilft Ihnen möglicherweise auch, zu entscheiden, welche Files (insbesondere die Betrachter) Sie nicht brauchen und eventuell löschen könnten:
NCMAIN.EXE Das Kernstück des Commanders (eigentliches Programm)
NC.EXE startet ebenfalls den Commander, er wird aber immer nur bei Bedarf in den Arbeitsspeicher geladen und verbraucht daher weniger Speicher als NCMAIN.EXE.
READ.ME Textdatei mit Informationen, die zur Drucklegung des Handbuchs noch nicht vorlagen
DBVIEW.EXE Datei-Betrachter für Format dBase II, III, III plus und IV (Datenbank)
123VIEW.EXE Datei-Betrachter für Format von Lotus 1-2-3 (Tabellenkalkulation)
MCI.EXE Kommunikations-Interface für Commander-Mail
MCIDRIVR.EXE Treiberprogramm für Commander-Mail
MCIADDR.BK Ihr MCI-Adreßbuch
PARAVIEW.EXE Datei-Betrachter für Format Paradox
PCXVIEW.EXE Datei-Betrachter für Bilder im .PCX-Format
RBVIEW.EXE Datei-Betrachter für Format R:BASE
REFVIEW.EXE Datei-Betrachter für Format Reflex
WPVIEW.EXE Text-Datei-Betrachter für diverse Textverarbeitungsprogramme (z.B. Word Perfect)
Der MCIDRIVR.EXE und die Betrachter lassen sich übrigens auch von der DOS-Kommandozeile aus aufrufen. Die folgenden Dateien werden erst angelegt, wenn Sie mit dem Commander arbeiten:
MCI.INI Statusinformationen zu Ihrem MCI-Fach
NC.EXT Verzeichnis der Datei-Erweiterungen, die vom Commander aus mit ENTER angeklickt werden können und dann mit bestimmten Befehlen behandelt werden (siehe unten)
NC.INI Statusinformationen des Commanders (verfügbar aus dem Optionen-Menü)
NC.MNU Befehle des Benutzermenüs für das aktuelle Verzeichnis. Die Haupt-Benutzerdatei findet sich im selben Verzeichnis wie der Commander.
TREEINFO.NCD Datei mit Verzeichnisstruktur Ihrer Platte oder Diskette, die der Norton-Commander immer im Hauptverzeichnis anlegt.
DIRINFO Von Ihnen angelegte Textdatei mit erklärendem Text zu einem Verzeichnis (maximal eine pro Verzeichnis)
Die Mailbox-Steuerprogramme MCI*.* werden europäische Anwender des Programms im Allgemeinen nicht einsetzen, da sich dieser Standard eigentlich nur in Amerika durchsetzen konnte. Auf diese Dateien kann man daher eigentlich auch verzichten.

Dateien komprimieren

Mit dem Norton-Commander lassen sich in der Version 4.0 Dateien auch komprimieren. Zur Wahl stehen dabei verschiedene Pack-Verfahren wie ARJ, PKZIP oder LHARC. Eine kleine Ungereimtheit muß dabei allerdings beachtet werden.
Besonders komfortabel ist das Verfahren, mit dem zu komprimierenden Dateien ausgewählt werden: Wie gewohnt benutzt man dazu INSERT oder die rechte Maustaste. Wird anschließend die Tastenkombination ALT F5 eingegeben, erscheint eine Dialogbox. Hier werden der Archivname und das Kompressionsverfahren vorgegeben.
Normalerweise sollte das Programm nur die markierten Dateien in das Archiv packen. Wählt man allerdings die Technik ARJ, komprimiert der Commander alle Dateien des aktuellen Verzeichnisses. Sollen nur die markierten Files berücksichtigt werden, sollten Sie in der Dialogbox das Verfahren ARC wählen. Bei dieser Einstellung benutzt der Commander ebenfalls die Technik von ARJ, wobei er aber nur die markierten Dateien verwendet. Ein kleiner Programmierfehler eben.

Externer Editor

Durch Betätigung der Funktionstaste F4 kann man die Datei, auf der der Cursor gerade steht, verändern (editieren). Möchten Sie anstelle des im Commanders eingebauten Editors lieber einen anderen, vielleicht leistungsstärkeren Editor oder ein Textverarbeitungsprogramm einsetzen, wählen Sie nach Druck auf F9 im Optionen-Menü den Punkt "Editor...". In der Dialogbox bewegen Sie mit der Leertaste oder der Maus den kleinen Punkt von "Integriert" auf "Extern". Im Feld darunter wird der Dateiname des gewünschten Editors ggf. mit Pfadangabe eingetragen. Damit der Norton-Commander an den Editor auch den Dateinamen des zu editierenden Files überträgt, schreiben Sie "!.!" hinter den Namen des Editors. Dadurch werden das Vorderteil und die Erweiterung übergeben. Im Fall des Programms WORD könnte das so aussehen:
C:\WORD5\WORD !.!
Haben Sie die Kennung "!.!" vergessen, übernimmt der Commander diese Angabe für Sie. Sie können übrigens jede beliebige ausführbare Datei als externen Editor angeben, zum Beispiel auch eine Stapeldatei, die Ihren Editor startet, oder ein DFÜ-Programm, das die gewählte Datei nicht editiert, sondern sendet, oder oder oder...

RAM-Disk: Schallgeschwindigkeit

Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, den Norton-Commander in einer RAM-Disk zu betreiben? Probieren Sie es einmal aus: Das Programm arbeitet danach praktisch in Schallgeschwindigkeit. Um eine RAM-Disk im Extended Memory einzurichten, genügt eine einzige Zeile in der Datei CONFIG.SYS:
DEVICE=C:\DOS\VDISK.SYS 256 /E
Das ist jedoch nur auf Prozessoren mit Extended Memory ab 80286 aufwärts (also nicht für XTs) möglich. Ersetzen Sie VDISK durch RAMDRIVE, falls Sie kein Original-IBM-DOS besitzen. Der Parameter /E legt fest, daß die RAM-Disk im Extended Memory angelegt werden soll. Sie hat in diesem Fall eine Größe von 256 kByte, für die meisten Anwendungen ausreichend.
Natürlich kann man durch die Angabe mehrerer VDISK-Befehle auch mehrere RAM-Disks anlegen. Es muß nur genügend Platz für alle vorhanden sein. Den verfügbare Speicherplatz im Extended Memory erfahren Sie übrigens ggf. mit Hilfsprogrammen wie beispielsweise SI aus den Norton-Utilities.
Sie sollten dabei aber nie vergessen, daß die RAM-Disk nur virtuell im Speicher Ihres Rechners vorhanden ist und daher beim jedem Abschalten oder Neustart (Reset) des PCs mit Inhalt (!) verlorengeht. Anders herum betrachtet bedeutet dies, daß die RAM-Disk nach jedem Einschalten des Computers auch wieder leer ist, wenn sie wie oben beschrieben eingerichtet wurde. Um also ein Programm von der virtuellen Platte laden und starten zu können, muß es erst von einer Diskette oder Festplatte dorthin kopiert werden.
Angenommen, Ihre RAM-Disk hat die Bezeichnung D: und Sie möchten sicherstellen, daß die Programmdateien des Norton-Commanders bei jedem Start darauf kopiert werden. Sie erreichen dies, indem Sie in die AUTOEXEC.BAT folgende Zeile einfügen:
COPY C:\TOOLS\NORTON\NC*.EXE D:
Ändern Sie ggf. den Suchpfad auf dem Quell-Laufwerk. Dadurch werden die beiden Dateien NC.EXE und NCMAIN.EXE aus diesem Verzeichnis auf die RAM-Disk kopiert, woraufhin Sie den Commander direkt von dort aufrufen können:
D:NC
Unter Umständen ist es angebracht, auch den einen oder anderen Betrachter auf das virtuelle Laufwerk zu kopieren, wenn Sie öfters mit Dateien dieses Typs arbeiten.
Um jetzt tatsächlich einen reibungslosen Betrieb des Commanders auf der RAM-Disk zu gewährleisten, fehlt nur noch die Angabe, in welchem Verzeichnis die diversen Steuerdateien wie NC.INI, NC.MNU und NC.EXT zu finden sind. Diese sollten nicht auch auf die RAM-Disk kopiert werden, um zu verhindern, daß ihr Inhalt verloren geht, wenn Sie den Computer abschalten. Nichts schiefgehen kann dagegen, wenn Sie in der AUTOEXEC.BAT folgende Zeile einbauen:
SET NC=C:\TOOLS\NORTON
(bzw. Ihre eigene Pfadangabe für NC.INI, NC.MNU und NC.EXT). Mit einer solchen Anweisung weisen Sie einer Environment-Variablen, deren Namen (hier NC) Sie im Prinzip selbst bestimmen können, einen festgelegten Wert (in diesem Fall die Pfadangabe) zu. Diese Angaben werden in der Systemsteuerung abgelegt und können jederzeit beispielsweise vom Norton-Commander aus abgerufen werden. Eine Liste aller Umgebungsvariablen liefert übrigens der Befehl SET an der DOS-Eingabeaufforderung.
Der Commander behandelt das virtuelle Laufwerk wie jedes andere Drive auch. Wenn Sie beispielsweise im Dateifenster mit ALT F1 oder ALT F2 das Laufwerk für das linke oder rechte Fenster umschalten, erscheint in der Liste auch die Kennung der RAM-Disk (in der Regel D:, wenn Ihr PC über eine Festplatte und zwei Laufwerke verfügt). Wählen Sie aus dieser Liste wie gewohnt den Buchstaben D aus und bestätigen mit RETURN.
Ebenso lassen sich ganz normal Dateien auf die und von der RAM-Disk kopieren, Verzeichnisse erzeugen oder Files löschen. In der Praxis erscheint es, als würden Sie mit einer echten (und noch dazu sehr schnellen) Platte arbeiten. Das müssen Sie unbedingt einmal ausprobieren - wer erst einmal die immense Geschwindigkeit erlebt hat, möchte in Zukunft nie wieder darauf verzichten.
Man kann nicht oft genug wiederholen, daß all das, was auf der RAM-Disk gespeichert ist, unwiderruflich (auch nicht mit Tricks) verloren geht, wenn Sie den PC ausschalten oder neu starten. Denken Sie also unbedingt daran, alle Dateien, die Sie auf der RAM-Disk verändert haben, vor dem Abschalten des Computers auf eine echte Festplatte oder Diskette zu retten.

Norton-Commander und Laptops

Wer viel auf Reisen ist, weiß, das es angenehmer ist, wenn man nur wenig Gepäck mit sich tragen muß. Soll der Computer auch mit, kommt ein Laptop (oder Notebook) gerade recht. Je leichter ein solcher Rechner ist, desto besser. Das hat allerdings seinen Preis, und nicht nur in Bezug auf Ihren Geldbeutel. Sowohl Hauptspeicher (RAM) wie auch Laufwerke (Platte und Diskette) nehmen Platz weg und verbrauchen Strom. Aus Platzgründen muß der Kunde daher oft begrenzten Arbeitsspeicher- und Massenspeicherplatz in Kauf nehmen.
Der Norton-Commander bietet Möglichkeiten, die sich auf die Bedürfnisse eines Laptops einstellen. Sie können Arbeitsspeicherplatz sparen, wenn Sie NC.EXE anstelle von NCMAIN.EXE starten. NC.EXE sorgt dafür, daß der Commander, dessen eigentliches Programm sicher hinter NCMAIN.EXE verbirgt, nur dann in den Arbeitsspeicher geladen wird, wenn es nötig ist, und wieder entfernt wird, wenn er nicht mehr benötigt wird (z.B. vor dem Start eines anderen Anwenderprogramms). Wenn Sie wollen, können Sie NCMAIN.EXE selbstverständlich auch "von Hand" starten, dann bleibt der Commander immer im RAM.
Die Verwendung von NC.EXE statt NCMAIN.EXE kann auf Laptops, die nur mit Diskettenlaufwerken ausgerüstet sind, zu ganz erheblichen Geschwindigkeitseinbußen führen. Das Lesen von Diskette ist um ein Vielfaches langsamer als von einer Festplatte. Die Platzgewinne im Arbeitsspeicher sind in der Regel nicht die Verluste an Leistung wert.
Beachten Sie darüberhinaus, daß der Commander einen eigenen kleinen Editor besitzt. Der kann zwar nur Dateien bis etwa 25 kByte bearbeiten, für kurze Notizen und Programme reicht das aber. Sie sparen möglicherweise mehrere Hundert Kilobyte Platz auf der Festplatte Ihres Laptops, den andernfalls ein anderer Editor oder gar ein Textverarbeitungsprogramm einnehmen würden.
Noch etwas, das Ihre Beachtung finden sollte: Zum Einsatz des Commanders benötigen Sie nicht unbedingt alle Dateien, die zum Lieferumfang gehören. Insbesondere die Betrachter brauchen Sie nicht vollständig auf Ihrem Laptop zu installieren, wenn Sie gar nicht mit den entsprechenden Programmen arbeiten. Der Commander schaltet ohnehin auf seinen eingebauten Betrachter um, wenn er eine Datei anzeigen soll (Taste F3) und den passenden Betrachter nicht finden kann. Allerdings erfolgt dann die Darstellung nur im Textformat.
Ein solcher Betrachter kann natürlich auch wieder zur Ersparnis beitragen, wenn Sie auf der Reise nur Einblick in Tabellen oder Dokumente nehmen möchten, aber keine Ausdruck anfertigen oder Änderungen vornehmen werden. Im Falle von dBase reicht dann der Betrachter DBVIEW.EXE, das komplette dBase-Paket können Sie zu Hause lassen. Außerdem haben Sie von diesem Betrachter aus auch viel schneller, einfacher und komfortabler Zugriff auf Ihre Datei.
Wie schon erwähnt raten wir auch von der Installation der MCI-Steuerfiles ab.

Erweiterungsdateien

Eine sehr nützliche Funktion des Norton-Commanders soll an dieser Stelle noch kurz beschrieben werden: Die Erweiterungsdatei. Wenn Sie mit der RETURN-Taste auf einen Dateinamen im Verzeichnisfenster klicken, prüft der Norton-Commander die Erweiterung dieser Datei. Handelt es sich um ein ausführbares File (.EXE, .BAT oder .COM), wird das entsprechende Programm gestartet. Sonst sieht der Commander in seiner Erweiterungsdatei nach, was er mit einer solchen Datei machen soll. Und das Schöne dabei ist, daß Sie als Anwender diese Datei editieren können! Es ist also beispielsweise möglich, .SIK oder .BAK-Dateien (Sicherheitskopien) einfach durch Anklicken zu löschen. Beim Anklicken einer .TXT-Datei könnte man direkt Word laden und dazu auch schon den betreffenden Text. Es ist sogar möglich, Windows zu starten und dann die entsprechende Anwendung gleich mit dem Dokument zu laden. Sie müssen Ihre Wünsche dem Commander nur in der Erweiterungsdatei NC.EXT mitteilen.
Drücken Sie F9, um die Menüzeile zu aktivieren. Im Menü "Befehle" wählen Sie den untersten Punkt "Erweiterungsdatei editieren". Jede Zeile der nun angezeigten Datei NC.EXT verknüpft eine Erweiterung mit einem DOS-Befehl und teilt dem Commander mit, was in die Befehlszeile kopiert werden soll, nachdem Sie eine Datei mit RETURN aufgerufen bzw. mit der Maus doppelt angeklickt haben. Ein Beispiel: Die Zeile
TXT: WORD !.!
sagt dem Commander, daß jede Datei mit der Erweiterung .TXT in das Programm MS-Word geladen werden soll, falls sie mit dem Cursor angewählt und RETURN gedrückt worden ist. In den meisten Fällen wird das freilich nicht reichen, weil wir auch den kompletten Suchpfad für Word angeben müssen. Zum Beispiel so:
TXT: C:\WORD5\WORD !.!
Das Anhängsel "!.!" legt übrigens fest, daß der Commander sowohl den Dateinamen als auch die Erweiterung .TXT der Textdatei in die Befehlezeile kopieren und damit an Word übergeben soll. Ein einfaches Ausrufezeichen steht dementsprechend nur für den Dateinamen ohne Suffix. Die folgende Tabelle enhält alle Möglichkeiten:
!.! Dateiname und Erweiterung
! Nur Dateiname ohne Erweiterung
!: Laufwerksbezeichnung mit Doppelpunkt
!\ Suchpfad
!! Ausrufezeichen
Um Sicherheitskopien auf Tastendruck zu löschen, brauchen Sie folgende Zeilen in NC.EXT:
BAK: DEL !.BAK
TMP: DEL !.TMP
SIK: DEL !.SIK
Eine andere interessante Anwendung wäre beispielsweise, gepackte Files direkt per Tastendruck zu entpacken. Im Falle von .ZIP-Dateien, die mit PKZIP bearbeitet wurden, bietet sich Folgendes an:
ZIP: C:\PK\PKUNZIP !.!
Auch Dateien ohne Erweiterung lassen sich mit Anwenderprogrammen verknüpfen. Lassen Sie einfach die Erweiterung weg und tippen nur den Doppelpunkt am Anfang der Zeile. Danach geben Sie dann wie gewohnt den Namen des Anwenderprogramms ein, in das Dateien ohne Suffix geladen werden sollen.
Als "Anwenderprogramm" dürfen selbstverständlich (wie gesehen) auch DOS-Befehle oder Batchdateien definiert werden. Dadurch kann eine ganze Befehlsfolge ausgeführt werden.
Die Datei NC.EXT darf maximal 30 Zeilen lang sein. Diese Zeilen werden bei der Befehlsausführung in der Reihenfolge ihres Auftretens abgearbeitet, wobei nur die erste Übereinstimmung ausgeführt wird. Wird keine Übereinstimmung gefunden, geschieht gar nichts - außer Sie fügen eine Zeile dieser Art am Ende der NC.EXT ein:
*: REM KEIN PROGRAMM FÜR DIESE ERWEITERUNG
Dann wird jedes Mal nach erfolgloser Suche diese Meldung angezeigt.

(Nikolaus M. Heusler)