Nikolaus Heusler Archiv

Erschienen in 64'er Magazin, Ausgabe 09/1991 · Originaldatei: 09_91.TXT

Hinweis: Dies ist das an die Redaktion eingereichte Manuskript, nicht der gedruckte Endtext. Layout, Bildunterschriften, Korrekturen und Kürzungen der Redaktion können in der veröffentlichten Fassung abweichen.

Adresse identifiziert

Frage von Rene Köster in der 64'er 7/91, Seite 60: Was geht in der Speicherstelle $3FFF (16383) vor sich?

Es handelt sich dabei um die letzte Speicherzelle der ersten VIC-Bank. Darin befindet sich das Muster, das bei FLD (Flexible Line Distance) zwischen den Rasterzeilen dargestellt wird (s. 64'er 6/90, Seite 68).

Willy Oelinger, Rheinberg

Software-Oldies

Wer kann mir helfen, die Bezugsadressen für folgende C-64-Software zu bekommen:

Kaiser, Vermeer, Hotel, Hanse, They Stole A Million, Airline, OPC-Advanced Art Studio, Newsroom, Printmaster, Vizawrite, Vizastar, Speed- und Turbo-Nibbler, Ultra-Diskmonitor. Anfragen bei den ehemaligen Vertriebsfirmen (Joysoft, Funtastic, Korona-Soft) blieben erfolglos.

Sascha Jansen, Boppard

A-D-Wandler und Oszi 64

Kann ich den A-D-Wandler in der 64'er 6/91, Seite 93 ff., auch mit dem »Oszi 64« im 64'er-Sonderheft 56 verwenden? Wo muß ich die Prüfspitzen des Wandlers anlöten bzw. anklemmen? Wo muß ich die Leitungen zum Userport anstecken?

Thomas Krammer, A-St. Jakob i.Ros

Ohne zusätzliche Hardware ist eine Anpassung nicht möglich. Für eine schnelle Auswertung ist der A-D-Wandler zu langsam. Außerdem bietet er keine echte Digitalumsetzung, lediglich Zählimpulse. Die kann das Programm »Oszi 64« aber nicht auswerten, da es auf einen Wert zwischen »0« und »255« in einer bestimmten Speicherstelle angewiesen ist, um diesen grafisch umzusetzen. Diese Zahl jedoch liefert der Wandler des C-64-Meßlabors nicht! Auch der Einbau eines Softwarezählers in »Oszi 64« scheidet aus. Zum einen ist die Routine sehr zeitkritisch, zum anderen kann die Speicherstelle des Zählers nur nur acht Bit verarbeiten (der Wandler berücksichtigt jedoch zwölf Bit!).

Die Redaktion

Die richtigen Pins

Frage von Marcus Geller in der 64'er 6/91, Seite 53: Obwohl ich der Meinung war, die passende Pin-Belegung für den Sound-Chip SID meines C 64-II in diverser Fachliteratur entdeckt zu haben, läßt das Klangerlebnis noch sehr zu wünschen übrig. Soll ich den alten SID im neuen C 64 installieren?

Die genannten Pins (14 und 17) beinflußen die Soundqualitäten des SID nicht im geringsten — aber die Funktionstüchtigkeit des C 64-II. Pin 14 ist Masse, Pin 17 wird als D2 bezeichnet. Wenn der Widerstand zwischen beiden Punkte zu klein wird, entspricht dies einem Masseschluß auf der Datenleitung. Ein Austausch des neuen Chips 8580 durch den alten 6581 würde sicher Abhilfe bringen. Allerdings muß man beachten, daß er anders beschaltet ist. Es sind folgende Bauteile auzutauschen:

die Kondensatoren C70 und C71 (ändern in 470 pF für den 6581, z.Zt. 22 000 pF), Kondensatoren C80 und C81 (statt 2200 pF jetzt 1800 pF), als Zenerdiode CR7 die Z12.6V verwenden (statt der Z 9.6V). Wo die Bauteile liegen, ersehen Sie aus der Beschriftung auf der Platine. Man kann sie beziehen bei: Rat und Tat GmbH, Adam-Opel-Str. 7-9, 6000 Frankfurt, Tel. 069/ 42 52 88.

Die Redaktion

Superscript 128 und Star LC-10-C

Frage von Eduard Bauer in der 64'er 7/91, Seite 61: Wer kennt die richtige Druckeranpassung?

Folgende Einstellung bringt den gewünschten Erfolg:

Drucker:

DIP-Schalter 4 und 5 »off«, alle anderen »on«.

Treiber:

Zeile&IInhalt&IFunktion
03&I7&ISekundäradresse
08&I1&ICBM-Codes
09&I1&ICursor abwärts
12&I1&IWeitschrift
16&I2&IFettdruck
17&I1&ICBM-Funktionen
Alle anderen Zeilen (07 bis 15) besitzen den Inhalt »0«.
Wer an einem optimierten Druckertreiber interessiert ist, dem sende ich gerne ein Listing bzw. eine Diskette zu (gegen Erstattung meiner Unkosten):

Armin Hübner, Annastr. 14, 4800 Bielefeld 14

Zwei Computer, eine Floppy

Neben dem C 64 besitze ich auch den Schneider CPC 464. Kann ich meine Floppy 1541 II anschließen und Software des C 64 für den Schneider-Computer verwenden?

Walter Neubert, Bremen

Papierlänge paßt

Frage von Jörg Morlock in der 64'er 6/91, Seite 52: Beim Drucken mit Endlospapier führt das Treiberprogramm von Geos einen Seitenvorschub aus, der mit der wirklichen Blattlänge nicht übereinstimmt. Mein Drucker: Citizen 120D.

Wenn der Citizen seriell angeschlossen ist, besitzt er eine Schnittstellenkassette. Unter der Konfiguration »Epson FX2« kann man damit bei Switch 4 wahlweise eine Seitenlänge von 11 oder 12 Zoll einstellen. Andere Druckertreiber legen die Länge auf 11 Zoll fest (s. Manual, Seite 67). Mit dem Befehl

chr$(27)"c"chr$(0)chr$(n)

läßt sich die Einstellung ändern. Für »n« muß man den gewünschten Wert in Zoll angeben. Der anschließende Form-Feed-Befehl (chr$(12) sollte mit dem Semikolon <;> abgeschlossen werden: Jetzt macht der Drucker keinen zusätzlichen Seitenvorschub mehr.

Bernd Kohlhaas, Philippstal

Sortiertes Directory für die 1581

Ich suche dringend Programme, die das Disketteninhaltsverzeichnis einer 1581 sortieren kann (ähnlich wie der »Disk Creator« für die Floppy 1541). Wer kennt so ein Tool oder hat eines für die 1541 an die Floppy 1581 angepaßt?

Hans-Ulrich Kauffmann, Gelsenkirchen

RAM-Erweiterung 1764

Seit kurzem besitze ich die 1764, aber ohne die entsprechenden Test-/Demo-Disketten. Die RAM-Floppy arbeitet z.B. mit Geos hervorragend zusammen. Wo gibt es Software oder Literatur zu dieser Speichererweiterung, damit ich sie auch ohne Geos benutzen kann?

Gerhard Holm, Albersdorf

Für immer und ewig?

Wie lange bleiben Daten auf einer Diskette erhalten? Welche Zeitspanne gilt für farbige Videoaufzeichnungen? Wer hat auf diesem Gebiet schon negative Erfahrungen gemacht?

Enderli Davatz, CH-Winterthur

Nur mit Modul...

Nachdem bei meinem C 64 die CIA-Bausteine ausgetauscht wurden, arbeitet der Computer nicht mehr korrekt. Zwar kommt nach dem Einschalten die READY-Meldung, der Cursor bleibt aber verschwunden. Eine Tastaturabfrage ist nicht mehr möglich — der C 64 reagiert nur noch auf RUN/STOP RESTORE oder einen Reset. Wenn aber mein Final-Cartridge-III-Modul im Expansionsport eingesteckt ist, arbeitet z.B. das Desktop-Menü einwandfrei. Und die Tastatur funktioniert mit dem Notepad perfekt. Einige Programme, die ich übers Disk-Menü geladen habe, laufen, außer Basic-Programmen!. Wer kennt die Ursache dieses Fehlers und kann mir Tips zu dessen Beseitigung geben?

Heiko Ruthenberg, Jena

Störfaktoren

Ich besitze den C 64, die Floppy 1541-II (neu) und einen Star LC-10, den ich am Userport betreibe. Zu dieser Konfiguration habe ich einige Fragen:

1. Immer, wenn ich den Computer einschalte, streikt mein CB-Funkgerät: Auf allen 40 Kanälen bekomme ich gräßliche Störgeräusche. Jemand hat mir geraten, den C 64 und das Funkgerät nicht an derselben Steckdose anzuschließen. Das nützte aber nichts.

2. Wie muß ich die EPROMs von Hypra-Speed brennen (z.B. Basic-Interpreter in Bank 1, Kernel in Bank 2 usw.), um die Betriebssystembereiche umschalten zu können? Muß ich dazu das DOS einer Vorgänger-Version der 1541 auslesen?

3. Wie bringe ich dem Star LC-10 bei, sich übers Papier zu bewegen, ohne dabei zu drucken?

Markus Rudolf, Bingen

Ideales Interface

Frage von L. Lyskawa in der 64'er 6/91, Seite 54: Wer kennt das beste serielle Interface für meinen Drucker Mannesmann Tally MT-81?

Seit einem Jahr benutze ich ohne Probleme das Interface 92 000-7 von Wiesemann & Theis. Die von mir gewählte DIP-Schalterstellung, mit der's funktioniert:

1 on, 2 off, 3 on, 4 off, 5 off, 6 off, 7 on und 8 off.

Christoph Nitsche, Dresden

Totale Macke

Seit drei Jahren verwende ich meinen C 64-II (mit der kürzeren Platine), angeschlossen am Fernsehgerät. Im Computer steckt das Final-Cartridge-Modul. Ich bin kein Anfänger: diverse Probleme mit der Hardware konnte ich selbst beseitigen. Aber jetzt stehe ich vor einem Rätsel: Wenn ich meine Computer-Anlage eingschaltet habe, verschwimmt das Bild nach einiger Zeit. Von oben nach unten laufen dicke, graue Streifen über den Bildschirm. Es läßt sich nichts mehr darauf erkennen, außerdem brummt der Lautsprecher. Die Power-LEDs am Computer und an der Cartridge leuchten deutlich schwächer als gewohnt: der C 64 spielt verrückt! Aus- und Einschalten hilft ebensowenig wie ein Reset. Aber: Nach etwa 10 bis 30 s normalisiert sich der Bildschirm wieder. Alle Zeichen sind jetzt allerdings anders gefärbt. Das gilt auch für bestimmte Abschnitte eines Hires-Grafikbildschirms. Einige Minuten geht's gut, dann wiederholt sich der gesamte Vorgang (gestreifter Bildschirm usw.). Diesen Brief an Euch habe ich bei einem Freund geschrieben, denn mein C 64 ist dabei ständig abgestürzt? Wer weiß, wie ich diese Fehler beheben kann?

Niels Busink, Weßling

Geos und Mastertext 128

Frage von Moritz Meißner in der 64'er 6/91, Seite 53: Wie Textdateien von Mastertext 128 V2.0 ins Geos-Format konvertieren?

Im Menüpunkt »DFÜ — Text senden« muß die Textdatei auf Diskette gespeichert werden (Achtung: SHIFT SPACE vorher in normale Leerzeichen (dez. 32) ändern!). Jetzt läßt sich der Text mit dem »Text Grabber« von Geos laden. Wenn man zusätzlich die Schriftart des Dokuments auf »CommodoreGE« einstellt, stimmen sogar die Formatierungszeichen von Mastertext (Ränder, Numerierung usw.) mit denen der Geos-Applikation überein.

Udo Grünhäuser, Bremen

Farbenblind?

Mein C 128D (Plastik) scheint einen Fehler zu haben: Im C-64-Modus stimmen bei einigen Spielen die Farben nicht (z.B. Pirates, Rick Dangerous, Street-Sports-Basketball usw.). Die Grafik ist oft völlig entstellt, manchmal stimmen einzelne Farbwerte nicht mit der Original-Bildschirmausgabe eines normalen C 64 überein. Am Monitor kann es nicht liegen: Auch wenn ich ihn gegen ein Farbfernsehgerät austausche, bkeomme ich den selben Effekt. Die Programme sind nicht defekt: Mit dem Computer meines Freundes (C 64-II) sehen die Farben einwandfrei aus. Wer kennt die Ursache dieser Farbmißtöne?

Tobias Kling, Königsbrunn

Drucker mag kein Basic

Ich habe mit meinem C 128 eine eigene Directory-Routine entwickelt (die Einträge auf der Diskette werden ab $3000 gespeichert). Sie läßt sich mit »SYS 5121« starten und funktioniert nach Belieben, auch bei eingeschaltetem Drucker. Dieser ist per Interface über die Floppy mit dem Computer verbunden.

Wenn ich aber vor dem Aufruf der eigenen Directory-Routine durch eine Basic-Anweisung etwas ausdrucken lasse, z.B.:

open 1,4,7: print#1,"test"
close1

spielt der C 128 verrückt! Der SYS-Befehl bzw. die Directory-Routine klappen nicht mehr: Die LED der Floppy beginnt zu blinken, der Computer stürzt mit der Meldung »BREAK« ab. Bringe jetzt ich mit der Funktionstaste F3 das Disketteninhaltsverzeichnis auf den Bildschirm, macht der anschließende SYS-Befehl keine Schwierigkeiten mehr. Auch ein Druckversuch, gesteuert durch Maschinensprache, klappte einwandfrei. Wieso will der Drucker keine Basic-Eingaben?

Ernst Kleinert, Riedlingen

Das liegt an der komplizierten Verwaltung der Speicherbanks des C 128. In Ihrer Maschinenroutine fürs Directory fehlt außerdem der Aufruf zwei wichtiger Betriebssaystem-Routinen: $FF6B (MMU-Wert der aktuellen Bank, in der der zu ladende Dateiname ($) steht) und $FF68 (Bank für LOAD/SAVE setzen). Lassen Sie diese Subroutinen durch Ihr Assemblerprogramm aufrufen. Noch einfacher ist, die Floppy nach dem Eingeben der Basic-Zeile zum Ausdrucken beliebigen Textes erneut zu initialsieren. Die Anweisung lautet: DCLEAR.

Die Redaktion

Anschließen, umschalten...

1. Welche Expansionsportweiche muß ich verwenden, um beim C 128 mit Pagefox und Final Cartridge III arbeiten und zusätzlich problemlos zwischen 64er- und 128er-Modus umschalten zu können?

2. Gibt es einen Umbausatz, in dem das Laufwerk 1570, die Rechnerplatine sowie die Ein-/Ausgänge für User-, Expansions-, Maus- und Joystickport enthalten sind? Die Tastatur soll durch ein Spiralkabel mit dem Gehäuse verbunden sein. Die Netzteile müßten auf jeden Fall extern sein. Hat schon jemand so etwas ähnliches entwickelt?

3. Mein Thomson-Monitor (er entspricht dem 1802 von Commodore) kann nicht ohne weiteres an die Stereoanlage angeschlossen werden. Welchen Adapter muß ich verwenden? Am AUX-Eingang hängen allerdings bereits Videorecorder und TV.

Thomas Schäfer, Frankfurt

Giga-Print druckt nicht

Ich arbeite gern mit Giga-Paint und dessen Tools. Wenn ich aber meine Grafiken zu Papier bringen will, tut sich überhaupt nichts — weder mit der Giga-Print-Version 1.0 noch 2.0. Ich besitze den C 128D-Blech und einen Epson LX-400, der über ein Parallelkabel am Computer angeschlossen ist. Als Installation übernehme ich die Daten, die nach dem Laden von Giga-Print 20 im Speicher stehen. Wer kennt den passenden Druckertreiber?

Steffen Schreiber, Jena

Zeitlos

Wie organisiert der C 64 intern das Lesen und Speichern der Echtzeituhr-Daten in den Betriebssystemvarialben TI und TI$? Mich interessieren vor allem deren Speicheradressen, ebenso die der Handling-Routine im BTS. Dort wird die Jiffy-Zahl in die entsprechende Uhrzeit von TI$ umgewandelt.

Martin Treinies, Calw-Heumaden

Amica Paint und Maus

Frage von Marc Richter in der 64'er 6/91, Seite 54: Wie läßt sich das Malprogramm Amica-Paint an meine M-3-Maus anpassen?

Dazu gibt's zwei Möglichkeiten:

1. Man lädt das Programm »Eingabegeräte« von der Amica-Paint-Systemdiskette. Als Eingabegrät wählt man »COMMODORE MAUS 1351«. Die neue Installation wird auf Diskette zurückgeschrieben (Achtung: Schreibschutz entfernen!).

2. Schließen Sie die M-3-Maus am Joystickport 1 an und halten Sie dabei die rechte Maustaste gedrückt. Damit aktiviert man den Joystickmodus. Amica-Paint lädt jetzt als Gerätetreiber den »JOYSTICK«. Allerdings arbeitet die Steuerung während des Malens sehr ungenau.

Oliver Wegen, Troisdorf

Basic-ROM kopieren

Ich suche eine Maschinenroutine bei Adresse $9000 (36864), die das Betriebssystem bzw. den Basic-Interpreter ab $A000 (40960) bis $BFFF (57343) ins RAM kopiert.

Georg Bergmann, Bad Kissingen

Tippen Sie folgendes Listing ab:

10 FOR I=36864 TO 36892
20 READA: PR=PR+A:
30 POKE I,A: NEXT
40 IF PR<>3357 THEN PRINT
   "PRUEFSUMME UNKORREKT!"
51 DATA 169,0,160,160,133
52 DATA 95,132,96,169,0,160
53 DATA 192,133,90,132,91
54 DATA 169,0,160,192,133
55 DATA 90,132,91,169,0,160
56 DATA 192,133,88,132,89
57 DATA 32,191,163,96,0

Nach dem Start mit RUN wird ab Adresse 36864 ein Assemblerprogramm generiert. Diese Routine müssen Sie mit

SYS 36864

aufrufen. Die anschließende Umschaltung in den RAM-Bereich erledigt POKE 1,54. Mit POKE 1,55 stellen Sie den Normalzustand her (ROM ist wieder aktiv). Wer den Kassettenpuffer nicht braucht, kann die Routine auch dort ablegen. Dazu muß man nur die Adreßwerte in Zeile 10 ändern:

828 (statt 36864) und 856 (stattt 36892). Der SYS-Befehl zum Aufruf der Routine lautet dann jedoch »SYS 828«.

Die Redaktion

Hires-Grafik speichern

Beim Versuch, einen hochauflösenden Grafikbildschirm auf Diskette zu speichern, habe ich nicht das RAM, sondern das ROM erwischt. Die Folge war ein Byte-Chaos, als ich das Bild wieder geladen hatte. Wie schaffe ich es, eine Hires-Grafik auf Diskette abzulegen, die im RAM unter den Betriebssystem-ROMs liegt?

Peter Remmler, Straubing

Dazu müßte man das ROM ausschalten, unter dem das Grafikbild liegt. Mit Basic ist das völlig unmöglich, da z.B. der Basic-Interpreter ins Leere springen würde. Das geht nur in Maschinensprache. Tippen Sie diesen Data-Lader in Basic ab:

10 AD=49152: PS=0
20 FOR I=AD TO AD+142
30 READ A: PS=PS+A
40 POKE I,A: NEXT
50 IF PS<>18777 THEN PRINT
   "FEHLER IN DATAS!"
60 DATA 32,84,226,32.253,174
61 DATA 32,107,169,166,20
62 DATA 164,21,134,172,132
63 DATA 173,32,253,174,32
64 DATA 107,169,166,20,164
65 DATA 21,134,174,132,175
66 DATA 164,183,208,5,162
67 DATA 8,76,55,164,169,0
68 DATA 133,144,169,8,32
69 DATA 12,237,169,241,32
70 DATA 185,237,165,144,16
71 DATA 5,162,5,76,55,164
72 DATA 160,0,177,187,32
73 DATA 221,237,200,196,183
74 DATA 208,246,32,254,237
75 DATA 169,8,32,12,237,169
76 DATA 97,32,185,237,165
77 DATA 172,32,221,237,165
78 DATA 173,32,221,237,32
79 DATA 209,252,176,21,120
80 DATA 162,52,134,1,160,0
81 DATA 177,172,162,55,134
82 DATA 1,88,32,221,237,32
83 DATA 219,252,24,144,228
84 DATA 32,254,237,169,8,32
85 DATA 12,237,169,225,32
86 DATA 185,237,32,254,237,96

Nachdem das Programm mit RUN gestartet wurde, legt es die Maschinensprachwerte in den Bereich ab $C000 (49152). Die Befehlssyntax zum Speichern eines Grafikbildes:

SYS 49152,"(Bildname)",

(startadresse),(endadresse+1)

Das Hires-Bild wird als PRG-File auf der Diskette abgelegt und läßt sich mit:

LOAD "(Bildname)",8,1

wieder laden. Die Maschinenroutine ist relokatibel, d.h., man kann sie im Speicher des C 64 beliebig verschieben. Dazu muß die Variable AD in Zeile 130 geändert und die Zahl in der SYS-Anweisung angepaßt werden.

Die Redaktion .zu4 Multicolor im Textmodus

Läßt sich Multicolor auch im 40-Zeichen-Textmodus des C 128 aktivieren, ohne zuvor den Interrupt auszuschalten? Wenn man keine Zeichen über die Tastatur eingeben kann, nützt der schönste Multicolormodus nichts!

Willi Leeb, Berlin

Steht in Adresse 216 der Wert »255«, wird der gesamte Basic-Interrupt übersprungen. Die Befehle zum Einschalten des Multicolormodus für den Textbildschirm lauten:

POKE 216,255
POKE 53270,PEEK(53270) OR 16

Die letzte Befehlszeile entspricht der Anweisung zum C 64, ebenso die fürs Abschalten:

POKE 53270,PEEK(53270)
AND 239

Es genügt jedoch, mit »POKE 216,0« den Basic-Interrupt des C 128 wieder zuzulassen. Damit schaltet sich auch automatisch der Multicolormodus aus.

Wer jedoch auf Maschinensprache eingeschworen ist, kann folgendes Listing abtippen:

10 FOR I=4864 TO 5007
20 READD$: POKEI,DEC(D$)
30 NEXT
40 DATA 78,A9,1A,8D,14,03
41 DATA A9,13,8D,15,03,58
42 DATA 60,78,A9,65,8D,14
43 DATA 03,A9,FA,8D,15,03
44 DATA 58,60,D8,A9,FA,48
45 DATA A9,68,48,38,AD,19
46 DATA D0,29,01,F0,07,8D
47 DATA 19,D0,A5,D8,C9,FF
48 DATA D0,03,4C,14,C2,2C
49 DATA 11,D0,30,04,29,40
50 DATA D0,34,38,A5,D8,F0
51 DATA 2F,24,D8,50,06,AD
52 DATA 34,0A,8D,12,D0,A5
53 DATA 01,29,FD,09,04,48
54 DATA AD,2D,0A,48,AD,11
55 DATA D0,29,7F,09,20,A8
56 DATA AD,16,D0,24,D8,30
57 DATA 03,29,EF,2C,09,10
58 DATA AA,F0,03,4C,07,C2
59 DATA A9,FF,8D,12,D0,A5
60 DATA 01,09,02,29,FB,05
61 DATA D9,48,AD,2C,0A,48
62 DATA AD,11,D0,29,5F,A8
63 DATA AD,16,D0,4C,FC,C1

Das Programm modifiziert die IRQ-Routine im ROM und läßt sich mit »SYS 4864« aktivieren bzw. mit »SYS 4877« wieder abschalten. Damit der Multicolormodus auf dem Textbildschirm sichtbar ist, müssen die entsprechenden POKEs in die Speicherstelle 53270 ebenfalls ausgeführt werden.

Die Redaktion

Kein Speicher mehr

Ich habe ein Spiel in Basic geschrieben, das 75 Blöcke auf der Diskette umfaßt. Darin verwende ich sehr viele Variablen. Nach etwa 20 Spielzügen bricht der Computer ab und bringt die Fehlermeldung: »Out of Memory«. Kann man diesen Fehler durch Vergrößerung des Arbeitsspeichers per POKE umgehen?

Karlheinz Riehl, Düsseldorf

Mit irgendwelchen POKE-Werten kann man den Basic-Speicher des C 64 nicht vergrößern: Der freie Platz, in dem sich Basic-Programme tummeln können, beträgt nach dem Einschalten des Computers immer 38911 Bytes. Andere Speicherbereiche des C 64 lassen sich zwar als RAM-Datenbank nutzen — auf den verfügbaren Basic-Arbeitsspeicher wirkt sich das aber nicht aus. Das Problem scheint woanders zu liegen: Der Stapel (Stack, von $0100 bis $1FF) des C 64 ist vermutlich übergelaufen! Dies kommt vor allem dann vor, wenn man Unterprogramme nach einer IF-THEN-Abfrage mit GOTO verläßt, obwohl diese Subroutinen zuvor mit GOSUB angesprungen wurden. Nur mit der Anweisung RETURN kann man sie sauber verlassen, denn dann holt der Computer automatisch die beim Interpretieren des GOSUB-Befehls gespeicherte Rücksprungadresse wieder vom Stapel und löscht diese Bytes. Verläßt man das Unterprogramm aber mit einem unbedingten Sprung (GOTO), bleibt der Byte-Müll im Stapel: Irgendwann geht dem Stack die Luft, bzw. der Speicherplatz aus. Überprüfen Sie alle Unterprogramme Ihres Basic-Spiels und korrigieren Sie unsaubere Absprünge.

Die Redaktion